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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 09:15
@GalleyBeggar
GalleyBeggar schrieb:Ich kenn einige Spezialisten, die der Meinung sind, dass sie alles wissen, weil sie es ja im Fernsehen gesehen haben. Oder noch besser: das stand so auf Wikipeida. Das MUSS ja stimmen.
Ich kenne hier zahlreiche "Spezialisten", die der Meinung sind alles zu wissen, weil sie es ja auf Youtube gesehen haben. Oder noch besser: Das stand so auf SchallundRauch.

;-)


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BlackFlame
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 09:28
emanon schrieb:Könnte es die Angst sein ein etabliertes Weltbild zu gefährden?
Wenn ja, was gäbe es zu verlieren?
Wo ist der Sinn an etwas festzuhalten was den Abgleich mit der Realität nicht bestehen würde?
Hierzu möchte ich gern noch ein Wort, was einem Recht schnell in der Psychologie begegnet: Selbst-/Reflexion

Reflektieren könnte man wohl am einfachsten im Sinne von "hinterfragen" übersetzen. Man muss sich dabei also mit sich selbst auseinandersetzen und je genauer man in sich selbst nachstochert und sich somit zunehmend selbst erkennt, umso wahrscheinlicher wird es, dass man dann Probleme mit seinem eigenen Ich bekommt.
Es ist zumindest ein offenes Geheimnis, dass viele Psychologiestudenten in 3./4. Semester, wenn es in die Selbstreflexionsphase geht, psychisch zusammenkrachen (so dass dann, wenn ich mich richtig erinnere etwa die Hälfe auch das Studium abbricht, weil sie sich so schnell nicht wieder fangen können). Eben weil es für die meisten das erste Mal ist, dass sie sich in einer solchen Intensität mit sich auseinandersetzen müssen. Da kommt dann meist so einiges ans Tageslicht, was lange versucht wurde unverdauert in die Vergessenheit geraten zu lassen.

Diese Fertigkeit an sich muss wohl jeder Mensch auch von Haus aus erst einmal erlernen und das versäumen viele, weil es ihnen wohl schlicht und einfach nie beigebracht wurde.
Ebenso braucht es danach wieder auch seine Zeit und weiterhin viele Auseinandersetzungen mit sich selbst, sollte man die ersten Dosierungen nicht heil überstanden haben.
Dabei lernt man sehr vieles über sich selbst und auch über die menschliche Psychologie im Allgemeinen und reift dadurch auch nochmal ein ganzes Stück, weil man sich ganz bewusst eben nicht mehr vor seinen Ängsten, seinen Emotionen, seinen Fehlern und Denkweisen versteckt.

Das Grundproblem ist aber, dass dieser ganze Reifungsprozess ein rießiger Kraftakt ist, der auch Mut und Durchhaltevermögen erfordert. Jedoch sind Fleiß und Motivationsfähigkeit wohl nicht die am häufigsten genannten Dinge, wenn man die breite Masse nach ihren Stärken befragt.


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 09:50
@emanon
Ich denke, es ist schwer darüber hier jetzt eine Aussage zu machen. Eigentlich wäre das Thema es wert, z.B. von Soziologen, in einer Studie untersucht zu werden.

Wenn ich aber mal versuche von mir ausgehend mich da hinein zu versetzen, dann muss ich zugeben, dass es auch anstrengend ist, sich zu bilden. Da muss man eine gewisse Energie hineinstecken. Außerdem ist das eine Aufgabe, die nie beendet ist und bei der man auch öfters bisheriges gelerntes wieder über Bord werfen muss.
Zum anderen ist es aber auch schön Sachen zu wissen und anderen dieses beizubringen. Man hat ja ein gewisses Erfolgsergebnis, wenn der "Schüler" dann etwas verstanden hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass manche dieses Erfolgserlebnis zwar suchen, aber von der Sisyphosarbeit des sich selber bildens abgestoßen sind. Da ist es natürlich einfacher ätherisches Wissen durch freies Assoziieren zu erlangen, oder auf göttliche Offenbarungen zu bauen.
Außerdem hat das auch den Vorteil, dieses nur einer kleinen Elite zugänglich ist. akademisches Wissen kann aber jeder erlangen. Das ist also nur Wissen für die ungewaschenen Massen.

Wie aber schon gesagt, das sind alles nur Spekulation meinerseits.


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emanon
Diskussionsleiter
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:03
@Pan_narrans
Bildung ist eine Holschuld, d. h. ich muss mich bilden wollen.
Da hast du völlig recht.
Es erfordert kein riesiges Kapital (ich lese hier ständig in Diskusionen über den bevorzugten Zugang von "reichen" Menschen zur Bildung), das meiste ist im Netzt verfügbar.
Es war noch nie so einfach wie heute Wissen abzurufen, jederzeit von nahezu jedem Ort der Erde.
Aber warum verweigern sich Menschen diesen Möglichkeiten, obwohl sie gewiss die intellektuellen Voraussetzungen hätten ihr Leben mit mehr Wissen zu bereichern?

Über die, die ausgesteuert sind braucht man eigentlich kein Wort zu verlieren, denn sie geben ja was sie können.


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:12
@emanon
Wie schon gesagt, es ist anstrengend sich zu bilden. Wenn es dann einen einfacheren Weg gibt, um sich die gleiche Befriedigung zu beschaffen, dann liegt es auch nahe, diesen Weg zu nehmen.


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rockandroll
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:16
@emanon
emanon schrieb:Aber es ist natürlich schwer ein Gefäss zu befüllen, dass bereits voll ist. (Auch ein Glückskekschenspruch, ;) )
so war das jetzt nicht gemeint :D

nun, ich hab hier auch schon eine menge diskussionen geführt. wird dir vllt nicht entgangen sein.. und eine menge leute fühlten sich dadurch herausgefordert, weil sie meinten auf biegen und brechen ihr eigenes weltbild verteidigen zu müssen. warum? zunächst mal ganz banal aus dem grund ihr eigenes wissen auf die probe zu stellen, denke ich. denn jemand der sich sicher ist, braucht doch diesen wettbewerb gar nicht. also sag ich jetzt mal ganz salopp "jeder, der was zur diskussion stellt ist sich seines standpunktes nicht zur gänze sicher"

will ich nun als "opponent" an der aussage des gegenüber was bewegen, muss ich erstmal erfassen, wo der mitdiskutant steht, dann meinen eigenen standpunkt bis ins letzte deteil kennen, und dann versuchen die beiden so zusammen zu führen, dass keine fragen zum thema mehr offen bleiben. gelingt das, haben beide was gekonnt. gelingt das nicht, ist es beiden nicht gelungen ein kommunikationsniveau zu schaffen, das ihnen erlaubt die gedanken 1:1 auszutauschen. und das liegt meist gar nicht so sehr an der komplexität der themata, sondern einfach daran, dass dem einen das gerde des anderen nicht plausibel erscheint. wie man weiss, kann ein guter "lehrer" alles so eifach erklären, dass es auch ein nicht ganz so guter schüler versteht. vorausgesetzt der schüler zeigt ein ehrliches interesse, klar^^


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emanon
Diskussionsleiter
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:20
@emanon
Gut, kann ich mir vorstellen.
Aber wie verfährt man mit diesen Menschen?



?
Andererseits stellen sie sich der "Diskussion", warum sollte ich mich verweigern?
Ich hab da kein Patentrezept.

@rockandroll
Ich weiss schon, warum ich kein Lehrer geworden bin. Dafür würds bei mir nicht reichen.


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rockandroll
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:30
@emanon
naja, irgedwo steckt doch in allen das potential irgendwem irgendwas beizubringen. die frage ist immer, wie schafft man es den verständinshorizont des anderen zu erreichen. das ist nicht immer leicht, zugegeben


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 10:51
@emanon
Also meiner Meinung nach kann das daran liegen, welche Quellen verwendet werden und welchen Quellen man vertraut.
Wenn man irgendwann gemerkt hat, das alles was wir so aus dem Massenmedien mitbekommen eh nur auf Lug und Trug beruht, dann hat man irgendwann keine Lust mehr, sich mit sowas zu beschäftigen.
Die Leute, die du da mehr oder weniger indirekt ansprichst, werden wiederum dich für ein bildungsresistentes Schaf halten. So hat nunmal jeder seine Meinung.


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:08
@emanon
emanon schrieb:Wenn Schüler schlecht, dann Lehrer schlecht.
Wenn man einen schlechten Lehrer hat, dann muss man sich einen neuen suchen.

Das ist nicht so schwer... ich habe das ein paar Mal gemacht, als ich damals anfing, Gitarre zu lernen... ein Lehrer hat mir einfach nicht gefallen, also hab' ich gewechselt...ist keine große Sache.

Wenn also der Schüler den Lehrer nicht wechselt, obwohl der schlecht ist, dann ist der Schüler entweder zu blöd, um zu merken, dass er einen miesen Lehrer hat oder aber zu faul, um sich verbessern zu wollen und somit zufrieden mit seinem 'Schicksal'.

Und jetzt hab' ich schon länger selber 5 Gitarrenschüler und das klappt ganz wunderbar.

Mit manchen Schülern hab' ich einfach auch nicht zusammen gepaßt, da war keiner 'schlecht' oder 'gut', es paßte einfach nicht... ich war auch nicht bei jedem Schüler der richtige.

So ne einfache Formel gibt es, m. E., nicht! Ich bin schlecht, du bist gut, wir sind beide schlecht, wir sind beide gut... etc.

Ein Schüler-Lehrer Verhältnis ist, in meinen Augen, oft ne sehr komplizierte Angelegenheit mit vielen Facetten, Hintergründen, manchmal Vorurteilen und Mißverständnissen, aber auch oft ausgewogen und kann ne richtig erfolgreiche Sache werden, wenn's eben paßt.

Und ich habe mittlerweile auch die Nase voll, mich groß weiter zu bilden... ich hab' genug gebüffelt im Leben, mir reichts jetzt... dieses Geblubber vom lebenslangem Lernen... alles scheiß, die meisten Menschen haben von diesen hohlen Phrasen die Nase auch voll. Kein MENSCH hat Bock darauf, sein Leben lang ständig irgendwas neues zu lernen. Aber es hört sich toll an, wenn man sich dazu bekennt, nicht wahr?

Dann nicken alle begeistert und finden das gaaaaanz toll.

Aber wenn man dann zu Hause ist, dann macht das Rumlümmeln doch am meisten Spaß.

Nicht die ganze Zeit, gebe ich ja zu, ich beispielsweise will nochmal richtig gut Arabisch lernen... fällt mir aber soooooo schwer.

Gitarre... okay... da lerne ich irgendwie nie aus, aber das ist auch eine richtige Herzensangelegenheit und ich muss mich auf Grund der Schüler auch da immer fitt und auf dem neusten Stand halten.

Aber dann reichts mir auch...

Ansonsten lerne ich nur noch neues, wenn es meiner eigenen Freizeitgestaltung dient, also meinen Hobbies wie das Daddeln am Rechner .... lol


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18.07.2012 um 11:16
@moric
Das ist ja alles okay, aber würdest Du Dich jetzt z.B. als Spezialisten für Gefäßchirurgie bezeichnen?
Höchst wahrscheinlich nicht. Deine verständliche Unlust etwas zu lernen ist, wie bei den meisten, nicht mit dem Anspruch gepaart auch alles zu wissen.


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rockandroll
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:22
@moric
und genau darum gehts wohl auch hauptsächlich.. die/deine unlust hat doch auch was zu bedeuten. es zeigt, dass du mit deinem platz am "bildungstrog" zufrieden bist, quasie satt bist, und dir weitere happen eher unwohlsein als lust bereiten. du kannst dich mit deinem wissen gut im leben behaupten, hast einen job, den du gut ausübst, und kannst es sogar noch vermehren, indem du es weiter gibst, an leute, die es brauchen können. mehr ist da wohl eh nicht drinn^^


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18.07.2012 um 11:24
Pan_narrans schrieb: Deine verständliche Unlust etwas zu lernen ist, wie bei den meisten, nicht mit dem Anspruch gepaart auch alles zu wissen.
Ich habe keine Unlust, neues zu erlernen, sondern ich will es nicht machen, wenn die Gesellschaft einen ständig zu auffordert und suggeriert, man MUSS sein Leben lang lernen.

Ich habe die Dinge, die wichtig sind, erreicht, bin auch schon 47 Jahre alt und will jetzt auch nicht mehr den Job wechseln (hab' ich jetzt schon dreimal)...

Wenn ich jetzt was lerne, dann nur, weil es mir Spaß macht... und auch nur in meiner Freizeit.

Wenn natürlich der Arbeitgeber WILL, dass ich mich weiter bilde, dann mache ich das auch, das ist klar...


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rockandroll
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:26
@Ahiru
auch ein wichtiger punkt, den ich nicht selten an mir selbst beobachte. es gab ne zeit, da hab ich zuhauf allemöglichen bücher fast verschlungen. zu jedem "drecks-thema" :D ..die zeiten sind vorbei. ich lese nur noch ausgewähltes zeug, und das auch nur, wenn es freude macht, und mein vertrauen in die quelle von vorne unerschütterlich ist ( das ist sehr selten ;) ) ansonsten bilde ich mich jetzt eher nur noch durch beobachtung der welt. direkt sozusagen. alles andere erscheint mir eher "verwässert"^^


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:31
@moric
Das macht wahrscheinlich jeder so und das ist ja auch völlig verständlich. Ich denke jeder, der nicht mehr zur Schule gehen muss, lernt nur noch Dinge, die sie oder ihn interessieren, weil es ihnen Spaß macht.
Ich mache das ja genauso. Ich interessiere mich z.B. nicht im geringsten für Wirtschaft und sehe es auch nicht ein, mir darüber Wissen anzueignen. Auch wenn heutzutage suggeriert wird, dass jeder etwas über Wirtschaft wissen müsste.

Ich denke aber, dass @emanon etwas völlig anderes kritisiert. Nämlich, dass es User gibt, die zwar offensichtlich auch keine Lust hatten, sich in ein Thema einzuarbeiten, aber nun versuchen, hier als Experten aufzutreten.
Also quasi, als wenn ich in das Politikunterforum aufschlagen würde und nun dort den Wirtschaftsweisen raushängen ließe.


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:43
Pan_narrans schrieb:Nämlich, dass es User gibt, die zwar offensichtlich auch keine Lust hatten, sich in ein Thema einzuarbeiten, aber nun versuchen, hier als Experten aufzutreten.
Also quasi, als wenn ich in das Politikunterforum aufschlagen würde und nun dort den Wirtschaftsweisen raushängen ließe.
Na ja... das kann ich schon gut verstehen, das sowas nervt.

Aber man muss sich da auch immer selbst kritisch beobachten, was nicht so einfach ist.

Ich beispielsweise tappe auch immer in die Falle, dass ich mich dazu berufen fühle, zu medizinischen Themen das Maul aufzureißen, obwohl mir seit über 10 jahren jegliche Praxis fehlt. Davor habe ich aktiv im medizinischen Betrieb mehr als 6 Jahre gearbeitet.

Also... zudem bin ich dann nur in meiner Fachrichtung etwas kompetent... und auch da nicht mehr, weil ich schon lange nicht mehr auf dem Laufenden bin (na ja, ab und an schaue ich in DokCheck rein, weil ich noch unter 'ärztliche Berufe' falle und noch ein DokCheck Password habe), aber na ja, eigentlich müsste ich meine Schnauze halten...

Aber... lol... es macht einfach Spaß, sich ein wenig aufzuspielen... lol


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DieSache
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 11:52
Ich finde Diskussionen im Netz viel schwieriger, als wenn ich mich mit jemandem real unterhalt, der vor mir sitzt und ich den besser einschätzen kann was die Reaktion auf mein "Rumgesenve" bei ihm/ihr bewirkt !

Zudem reisst mir virtuell schneller der Faden, wenn ich um eine schnelle Antwort bemüht bin...

Angst vor Bildung hat denke ich keiner, erher vor dem Berg an Aufgaben und Verantwortungen die damit verbunden sind...


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 12:34
DieSache schrieb:Angst vor Bildung hat denke ich keiner, erher vor dem Berg an Aufgaben und Verantwortungen die damit verbunden sind...
Berg an Arbeit triffts für mich eher... allein das Arabisch lernen momentan... geht mir das auf den Sack!

Am Anfang hat's so Spaß gemacht... die ersten Erfolge kamen schnell aber dann.. wenn man tiefer eintaucht, wird's bockschwer und man hat keinen zum sprechen... mein Vater hat kein Lust drauf... sonst kenne ich keinen wirklich, der die Sprache fließend kann...

Hochschulkurse... will ich nicht, hab' keine Zeit dafür momentan... also weiter im stillen Kämmerlein üben... und das ist mühsam, soooo mühsam...

Also... sowas zu machen erfordert so viel Selbstdiziplin... man oh man... ist nicht einfach.


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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 19:13
Manchmal wünsche ich mir auch weniger Intellekt. Das meine ich ernst.
Ich denke mal, wer weniger davon hat lebt einfach glücklicher.

Da werden sich über viele Dinge einfach keine Gedanken gemacht.
Etablierte Theorien, Wissenschaften, Politik und und und einfach nicht hintergragt.

Vielleicht ist es eine Art Schutzmechanismus des Bewusstsein.
Frei nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Für mich ist es eine Art Resignation...


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matraze106
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Angst vor Bildung oder je weniger ich nachdenke um so besser?

18.07.2012 um 22:33
@BlackFlame
BlackFlame schrieb:Reflektieren könnte man wohl am einfachsten im Sinne von "hinterfragen" übersetzen. Man muss sich dabei also mit sich selbst auseinandersetzen und je genauer man in sich selbst nachstochert und sich somit zunehmend selbst erkennt, umso wahrscheinlicher wird es, dass man dann Probleme mit seinem eigenen Ich bekommt.
Es ist zumindest ein offenes Geheimnis, dass viele Psychologiestudenten in 3./4. Semester, wenn es in die Selbstreflexionsphase geht, psychisch zusammenkrachen (so dass dann, wenn ich mich richtig erinnere etwa die Hälfe auch das Studium abbricht, weil sie sich so schnell nicht wieder fangen können). Eben weil es für die meisten das erste Mal ist, dass sie sich in einer solchen Intensität mit sich auseinandersetzen müssen. Da kommt dann meist so einiges ans Tageslicht, was lange versucht wurde unverdauert in die Vergessenheit geraten zu lassen.
Auf ein Mindestmaß an Selbst-Reflexion wird auch in den Colloquien vieler anderer Studiengänge geachtet. Und das große Problem daran ist, dass so viele Definitionen von "Reflexion" rumschwirren, besser gesagt: viele das Wort selbsterklärend und auf die leichte Schulter nehmen.
Für mehrere Projekte habe ich mich mit Reflexion beschäftigt und möchte deshalb zu Deiner Herangehensweise etwas ergänzen.
Selbstreflexion ist nicht viel mehr als ein Eigenvergleich; zwischen dem Verhalten/Denken/Schlussfolgern bzw. dem Horizont, bevor man das Wissen hatte und dem Jetzt-Zustand mit dem Wissen. Die einfache Frage: Was hat sich für mich jetzt geändert? wird oftmals zu universaler und undurchschaubarer Größe aufgeblasen, dass man schliesslich daran scheitert, schlicht und ergreifend ein Fazit der Leistungssteigerung zu ziehen. Auch ich hab viele Leute abkacken sehen, weil sie dachten, ihre Persönlichkeit stehe auf der Probe oder zur Debatte. Die bloße Erwägung der Infragestellung der Legitimation der Würde macht die Leute manchmal fertig und lähmt sie. Jedes Alphamännchen weiss bzw. spürt das. Doch diese Selbstreflexion ist man nur sich selbst schuldig, sonst niemandem.
Als Sinnbild für die Reflexion greift man oft auf eine Rennbahn zurück, die U-Förmig zu einer zu umrundenden Säule und wieder zurück - neben den Ausgangspunkt - führt. Und auch wenn ein solcher Bogen nicht ganz der langen und individuellen Kurve des Lernens und Begreifens entspricht, verdeutlicht sie zumindest, dass das wirkliche Verstehen das eigentliche Eskalationsmoment ist, das irgendwo ab der Mitte des Wissenserwerbs eintritt - und nicht bereits von Anfang an.
Jeder kennt doch den Spruch: da muss ich mal drüber schlafen.
Manche User täten oftmals besser daran.
Und anderen Usern täte eine Prise mehr Verständnis und Geduld gut. ;)


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