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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 12:36
Doors schrieb:Ballert Euch weg, womit Ihr wollt: Aber kommt mir nicht breit in die Quere, fahrt meine Kinder nicht platt, lallt mich nicht in der S-Bahn voll und kotzt mir nicht auf die Schuhe. Finanziert Euren Konsum mit was immer Ihr wollt, mit Arbeit, Kredit oder Anschaffen. Aber Finger von meiner Karre und meinem Navi oder Autoradio.

Ich bin nicht bereit, Eure Entscheidung für den Konsum auch noch zu bezahlen. Über die Finanzierung des Ausstiegs können wir reden, wenn Ihr Geld, Familie, Arbeit, Wohnung und Gesundheit verloren habt.
AMEN.


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DreamyWoman
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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:00
Ich war gestern beim Diakonischen Werk und ich habe mit der sehr netten jungen Dame, schon einmal mit dem Sozialbericht angefangen!

Da ging es um meinen Lebenslauf und warum und wann ich mit dem Trinken angefangen habe.

Ich habe ihr gesagt, dass ich mit 18 Jahren eine Flasche Wein im Wohnzimmerschrank meiner Eltern gefunden habe, als sie in Dubrovnik zu Urlaub waren.

Als ich ihr geschildert habe, wie ich nach dem Genuss von dem Wein gelitten habe - ich habe alles erbrochen (die Bettdecke war rot) und ich dachte mit den extremen Herzschmerzen, dass ich sterben muss - , schickte sie mir ein "warmes" Lächeln!

Die Frau ist super nett!

Dann war es Zeit für die Orientierungsgruppe und nur ein sehr netter Mann mit vorbildlichem Verhalten (er reichte mir vom Löffel bis zur Milch alles für meinen Kaffee) :D , war im Raum.

Wenn man es oberflächlich betrachtet, fragt man sich, was so ein Typ, in so einer Gruppe zu suchen hat.

Aber egal... :D Die Gruppe wurde nicht größer - anscheinend wegen Terminänderung und Urlaub - und ich fühlte mich mit den beiden total gut aufgehoben!

Man kann aus diesem Elend heraus, aber ich spiele nach meinen Regeln!


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:02
gardner schrieb:Ahh, doch....
Nein, habe ich nicht.

Ich habe geschrieben, dass DU einen Gesundheitsfanatiker meinst, aber nicht jemanden der gesundheitsbewusst ist.

Ich habe nirgends gesagt, "jemand, der nicht raucht, ist ein Gesundheitsfanatiker"
Der kann saufen wie ein Loch oder Zucker fressen wie blöde.


Jemand der gesundheitsbewusst ist, kann durchaus mal eine Zigarette oder einen Joint rauchen.
Er ist sich ja bewusst, dass das ungesund ist und übertreibt es deshalb nicht.
Und ernährt sich ansonsten sehr gesund.

Jemand, der sich alles, was ein wenig ungesund ist, IMMER verkneift , ist dann der Gesundheitsfanatiker.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:17
groucho schrieb:Jemand der gesundheitsbewusst ist, kann durchaus mal eine Zigarette oder einen Joint rauchen.
Wenn man von sich behauptet, sehr(!) gesundheitsbewusst zu sein, dann raucht man nicht, da rauchen erwiesenermaßen schädlich ist.
Ein Gesundheitsfanatiker vermeidet selbst solche Dinge, wo es nicht genau bewiesen ist, dass sie tatsächlich nur schädlich sind.
;)


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:20
gardner schrieb:Wenn man von sich behauptet, sehr(!) gesundheitsbewusst zu sein, dann raucht man nicht, da rauchen erwiesenermaßen schädlich ist.
Das ist deine Meinung, ist akzeptiert und kannste gern behalten. :D

Ich habe eine andere Meinung dazu.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:20
groucho schrieb:Jemand der gesundheitsbewusst ist, kann durchaus mal eine Zigarette oder einen Joint rauchen.
Er ist sich ja bewusst, dass das ungesund ist und übertreibt es deshalb nicht.
Und ernährt sich ansonsten sehr gesund.

Jemand, der sich alles, was ein wenig ungesund ist, IMMER verkneift , ist dann der Gesundheitsfanatiker.
Sehe ich auch so.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:23
Dass Alkoholverbote ebensowenig helfen wie die Verbote anderer psychoaktiver Substanzen zeigt ein Blick in die Drogengeschichte. Kaffee, Tee, Kakao, einst als vor allem Frauen zur Unmoral verführende Substanzen verboten, gibt's heute in jedem Supermarkt. Tabakrauchern wurden einst in der Türkei die Nasen abgeschnitten, so weit gehen unsere neuen Nichtraucherschutzgesetze, allem Healthismus zum Trotze, denn nun doch noch nicht.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 14:24
@DreamyWoman
Ich finde es so richtig gut, dass du zu deiner Abhängigkeit stehst und dir Hilfe von außen suchst. Ich wünsche dir viel Kraft und gutes Gelingen :)


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Lipizzaner
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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 17:09
@gardner

Wie kommst du darauf, dass ich rauche? Wegen Cannabis? Es gibt viel modernere Formen des Cannabis-Genusses, mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen. Darüber kann man sich informieren. Muss man aber nicht.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

09.01.2018 um 17:15
@Lipizzaner
Da hast du natürlich recht, schätze du meinst einen Vaporizer....


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DreamyWoman
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09.01.2018 um 18:29
pinkpony schrieb:Ich finde es so richtig gut, dass du zu deiner Abhängigkeit stehst und dir Hilfe von außen suchst. Ich wünsche dir viel Kraft und gutes Gelingen
Danke! :)

Es gibt so viele Menschen, die nicht dazu stehen oder anders Denkende, die mit einem Wort, einen herunterziehen können...

Aber ich habe meine Familie! :lv:

Wird schon...

Nicht gleich - man sollte mir als intelligenter Mensch, Zeit geben!


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09.01.2018 um 19:32
DreamyWoman schrieb:Man kann aus diesem Elend heraus, aber ich spiele nach meinen Regeln!
DreamyWoman schrieb:Nicht gleich - man sollte mir als intelligenter Mensch, Zeit geben!
Ich freue mich, dass du es versuchst und davon loskommen willst.

Ich weiß nicht, was genau obige Sätze zu bedeuten haben, aber bei mir schrillen da die Alarmglocken


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DreamyWoman
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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 03:46
Ich habe eineinhalb Jahre an Mindcontrol geglaubt. Ich war auf den für mich falschen Seiten im Internet ("Honigmann" und auch hier).

Ich habe mich dadurch so angreifbar gemacht (und ich habe wieder zum Alkohol gegriffen) und das belastet mich im Nachhinein noch sehr!

Kein Außenstehender kann nur in irgendeiner Weise nachempfinden, was ich durchgemacht habe!

Aber was merkwürdig ist: Ich litt zu der Zeit öfters unter so einem Knacken im Kopf und ich sah Blitze vor meinen Augen.

Im Internet kann man nachlesen, dass Schizophrenie (ich hasse dieses Wort), auch mit dem Beginn der Wechseljahre entstehen kann.

Vielleicht bin ich einfach nur zu empfindlich für diese Gesellschaft!

Als ich mal Pickel, mit aufsteigendem Alter auf der Arbeit hatte, machten sich so einige Kerle darüber lustig! Ich habe schon versucht, das zu überdecken - ich bin da eitel... Ich habe mir das nicht eingebildet, eine Frau, deren Freund, bei dem Mist beteiligt war, hat sich sogar für ihn entschuldigt...

Man muss immer beide Seiten sehen!


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DreamyWoman
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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 05:31
Ja, mit dem "Cheater" habt ihr so recht!

Mein Ex-Ehemann hat mir auch schon mal vorgeworfen, dass ich nicht abwarten kann und so viel haben will...

Mir kam es in meinem Leben oft so vor, dass ich allein bin!

Irgendwann hat man keinen Bock und keine Kraft mehr!

Ich trinke zur Zeit extrem! Ist vielleicht so, weil ich mich zur Zeit mehr mit dem Thema auseinander setzen muss!

Eigentlich müsste ich froh sein, dass ich diese Kraft aufgebracht habe, einen anderen Schritt zu gehen!

Aber ich habe so dermaßen, kein Vertrauen in mir...

Meine Tochter meinte ja auch, wo ich sie in England besucht habe: Warum tust du dir das an, du hast eine Familie - wir stehen hinter dir...

Aber, so weit weg... Ich denke, ich brauche wärmende Umarmungen. Und bestimmt keinen oberflächlichen Geschlechtsverkehr!


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 08:46
Eine ehrliche Partnerschaft kann man schlecht auf einer akuten Alkoholsucht aufbauen. Es kostet den Partner unheimlich viel Kraft dich zu stützen und zu helfen. Selbst starke und lange Beziehungen gehen daran zu Grunde. Grade am Anfang wo noch keine Festigkeit vorhanden ist wird fast jeder das weite suchen.
Ich denke mal wenn eer Wille da ist dagegen anzugehen dann sollte man sich keine Laienhilfe holen sondern professionelle Hilfe. Man spielt dort aber nicht nach eigenen Regeln sondern nach den vorgegebenen.
Ein Entzug bedeutet nicht Reduktion des Konsums sondern das Ziel ist ein kompletter Verzicht auf diese Substanz.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 09:46
@DreamyWoman
DreamyWoman schrieb:Aber, so weit weg... Ich denke, ich brauche wärmende Umarmungen. Und bestimmt keinen oberflächlichen Geschlechtsverkehr!
Ich denke, es wird eher mal Zeit, dass Du anfängst, DICH zu brauchen, keine andere Menschen, DICH alleine. Nur Du kannst Dich retten, niemand kann das sonst! Bitte erkenne das! Tue das für Dich, nicht für Deine Kinder oder irgendwen! Klar liebst Du sie! Und ich vermiss meine Mum auch, seit meinem 12. Lebensjahr ist sie 500 KM weit weg! Ich bin alleine durch meine Jugend gegangen, habe auch mal Mist gemacht, gesoffen, gekifft. Bin oft einsam gewesen, Einsamkeit war mein ständiger Begleiter, bis ich irgendwann merkte, welch ein Segen das Alleinesein manchmal ist. Und ich hatte viel mit depressiven Schüben zu kämpfen... kenne das also alles.

Versuch nicht Dein Glück von anderen abhängig zu machen!
Wenn Du mal schreiben willst, ich bin da!

<3


Sorry fürs OT!


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 11:43
@DreamyWoman

Meinen ersten Joint hatte ich mit 13. Damals fing das in Jugendkreisen gerade an. Das war 1967. Da waren viele von Euch noch ein Frosch im Teich, der auf den Storch wartet.

Ausser Zeug, das man injizieren musste, habe ich alles ausprobiert, was der Markt von 1967 bis etwa 1984 so hergab. Egal, ob legalisiert oder illegalisiert. Meist hielt sich der Spass oder Lustgewinn in Grenzen. Kam auf die Umstände an. Kiffen und Musik hören - okay. LSD und Sex - na ja. Alkohol und Auto - nein. Koks oder Speed und Arbeit - nö, auch lieber nicht.

Vielleicht ist es ein Phänomen des Älterwerdens. Irgendwann lässt der Spass daran nach. Man mag ja mit 20 auch keine Benjamin-Blümchen-Cassetten mehr hören oder Biene Maja gucken, oder mit 50 in die Disco. Jede Substanz scheint ihr "Alter" zu haben.

Ach ja, Morphium haben sie mir auch mal reingehauen. Aber da war ich ohnehin nicht ganz bei mir. Das hatte dann auch medizinische Gründe.

Wenn sich der Jemenit Khat in die Birne zieht, der Mescalero Mescalin oder der Bayer Bier, dann mag die Droge zwar in jeweilige kulturelle Rituale (Mittagspause, Initiationsritus, Oktoberfest) eingebunden sein - aber sympathisch machte es mir den Rauschzustand auch nicht.

Ich hatte nie den Eindruck, dass Bier, Rotwein, Cannabis, allerlei wunderliche Pillen, LSD oder Kokain mir nun sonderlich wichtige Erkenntnisse über mein tiefstes innerstes Selbst gebracht hätten. Maximal Kotzflecken auf dem Teppich, Kopfschmerzen, räumliche Desorientierung oder Nasejucken.

1984 habe ich mit einer Zigarette im Suff fast ein Sofa in Flammen aufgehen lassen - und mich von meiner damals sechsjährigen Tochter aus einem Fast-Koma rütteln lassen. Das war mein letzter Alkoholkonsum. Da wusste ich, dass die nächste Flasche Rotwein uns unter Umständen töten könnte.

Irgendwann muss man selbst erkennen, wann es nicht mehr weiter geht und den Mut haben, einen neuen Weg zu gehen.

War gar nicht mal so schwer. Mit dem Rauchen aufzuhören fand ich härter.

Noch ein Tipp für Leute mit "Helfersyndrom":

Eine "Aussenmotivation" ist nicht immer hilfreich, manchmal sogar kontraproduktiv. Viele Suchtkranke sehen das als Angriff auch sich, auf ihre eigene Entscheidungsfähigkeit, auf ihr "Mensch sein" an.

Hätte mir jemand damals gesagt: "Hör mal, Anders, eine Flasche, oder gar anderthalb Buddeln Rotwein pro Abend: Meinst Du nicht, dass Du es mit dem "Writers Disease" etwas übertreibst? Trinke mal weniger..." - dann hätte ich mich möglicherweise hinter Ausreden verschanzt: "Ach, komm, nun übertreibst Du aber. So viel ist das garnicht. Ich hab' das im Griff, und überhaupt, was geht Dich das an, wie ich meine Abende gestalte. Andere fressen..." Und so weiter, das ganze übliche selbstverteidigende, wahrheitsverleugnende, betroffene/besoffene Gefasel halt.

Nein, der Entschluss, mit dem Substanzkosum aufzuhören, kann nicht von aussen kommen. Er muss von innen kommen. Erst dann kann man helfend eingreifen. Gegen den Willen des Kranken kann man nichts tun.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 11:46
@Doors
Doors schrieb:Ich hatte nie den Eindruck, dass Bier, Rotwein, Cannabis, allerlei wunderliche Pillen, LSD oder Kokain mir nun sonderlich wichtige Erkenntnisse über mein tiefstes innerstes Selbst gebracht hätten. Maximal Kotzflecken auf dem Teppich, Kopfschmerzen, räumliche Desorientierung oder Nasejucken.
Finde ich toll, dass Du das so ansprichst. Und ich denke, das ist auch normal!

Mir bringt das auch alles nichts, außer Cannabis - das lindert zumindest meine Migräne etwas! Aber auch hier gibt es Nachteile.
Doors schrieb:Vielleicht ist es ein Phänomen des Älterwerdens. Irgendwann lässt der Spass daran nach. Man mag ja mit 20 auch keine Benjamin-Blümchen-Cassetten mehr hören oder Biene Maja gucken, oder mit 50 in die Disco. Jede Substanz scheint ihr "Alter" zu haben.
Ich hoffe, dass Du damit Recht behälst. Ich denke aber auch, dass es bei vielen so ist. Ich bin 29 und trinke keinen Alkohol mehr, hab mich genug ausgetobt in meiner Teenagerzeit :D
Doors schrieb:Gegen den Willen des Kranken kann man nichts tun.
EXAKT.


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10.01.2018 um 11:48
@Doors
Super posting!!!

Stimme dir komplett und uneingeschränkt zu.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

10.01.2018 um 11:51
@Black_Canary

Meine Migräne liess sich von Cannabis nicht beeindrucken. Ich habe mich an sie gewöhnt. Wir kennen uns schliesslich seit meiner Pubertät - und das ist fast ein halbes Jahrhundert her.


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