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Das Jahr 2012

35.183 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: 2012, Weltuntergang, Schicksal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Jahr 2012

19.04.2010 um 15:27
Neuer Bebenschwarm im YS

7.2 2010/04/04 22:40:41 32.128 -115.303 10.0 BAJA CALIFORNIA, MEXICO
http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/ ... 607652.php

bis jetzt gibt es 616 Nachbeben über der Stärke 3..

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/ ... es_all.php viel spaß beim angucken und scrollen ;)

Außerdem begann ein neuer Bebenschwarm im Yellowstone:
3.0 2010/04/05 21:32:10 44.599N 111.004W 5.0 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
3.0 2010/04/05 08:48:01 44.596N 110.983W 5.7 12 km ( 8 mi) SE of West Yellowstone, MT
1.4 2010/04/05 05:02:00 44.599N 110.998W 5.6 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
2.8 2010/04/05 04:38:46 44.601N 110.990W 6.8 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
2.0 2010/04/05 04:36:27 44.599N 110.991W 5.6 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
1.9 2010/04/05 04:33:42 44.600N 110.991W 5.5 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
1.6 2010/04/05 03:29:08 44.596N 110.994W 5.7 12 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
0.7 2010/04/05 02:04:12 44.592N 110.993W 4.8 12 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
0.9 2010/04/05 00:51:57 44.599N 110.997W 5.8 11 km ( 7 mi) SE of West Yellowstone, MT
http://www.seis.utah.edu/req2webdir/rec ... stone.html


und der Nachthimmel in Amerika wird von Polarlichtern erleuchtet denn es findet ein G3-Sonnensturm statt.
http://www.swpc.noaa.gov/rt_plots/kp_3d.html (Archiv-Version vom 21.04.2010)

jep diese daten sind ca 2 Wochen alt. Vllt find ich noch ein paar neue


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 15:51
Also Leute, jetzt macht euch echt mal nicht lächerlich. Hab hier bei weitem nicht alles gelesen, aber wenn ich solche Kommentare wie von Braveheart17 les, dass wenn das Geld abgeschafft würde und es einen Zusammenbruch der Zivilisation gäbe, wir wieder alle glücklich wären... Schonmal was von "survival of the fittest" gehört? Es würden erstmal Millarden von Leute sterben an Hunger, an jeder noch so kleinen Krankheit, behinderte Menschen hätten schonmal gar keine Chance... Und das wir dann alle friedlich miteinander umgehen würden, glaubst du ja nicht wirklich. Guck dir einfach mal Tierdokumentationen an. Denn ohne Zivilisation wären wir nicht anderes als Tiere.

Und zu dem ganzen Maya Kalender Zeug--> Es gab immer schon Naturkatastophen in Hülle und Fülle. Nur es hat niemanden so interessiert. Ihr berichtet hier von jedem noch so kleinen Beben irgendwo auf der Welt. Die gab es immer schon, nur sie waren halt nicht erwähnenswert. Es gab immer schon Dürren, Fluten... Die Erde ist nunmal nicht im Ruhezustand, was unser Leben ja erst ermöglicht.

Klar sollte man immer offen gegenüber neuen und anderen Ideen sein, aber man sollte es echt nicht übertreiben. Und noch zum Abschluss die Frage, wenn die Maya von einem angeblichen Weltuntergang schon vor tausenden von Jahren wussten, weil sie ja sooo klug waren, warum wissen wir heute nichts davon, wo wir 1000mal weiter in unserer Wissenschaft sind. Und wenn ihr jetzt mit Außerirdischen kommt:
Warum sollten die Außerirdischen vor tausenden Jahren zu uns gekommen sein, um uns vor unserem Untergang zu warnen/berichten und sich seitdem nicht mehr blicken lassen.
Und wer jetzt damit argmuentiert, dass die Amies ja schon lange Kontakt haben und und und, der tut mir einfach leid ;-)

So, das wollte ich mal loswerden.

MfG


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 15:56
@Papa-Schlumpf

vielleicht liegt es zeitlich nur günstig ;)

bald is ja 2012 :D


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 16:00
Zitat von Papa-SchlumpfPapa-Schlumpf schrieb:Und noch zum Abschluss die Frage, wenn die Maya von einem angeblichen Weltuntergang schon vor tausenden von Jahren wussten, weil sie ja sooo klug waren, warum wissen wir heute nichts davon, wo wir 1000mal weiter in unserer Wissenschaft sind
Also ich bin kein Maya-Experte, aber die Frage traue selbst ich mir zu, beantworten zu können:
Wissenschaft konzentriert sich auf die Oberfläche. Das Wissen der Maya dürfte wohl eher aus der Tiefe kommen.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 16:11
jep alles an was ich auch nicht glaube, bezeichne ich jetzt mit sofortiger wirkung auch als Gehirschwund. Für was gibt es diese Seite überhaupt?
Ich wäre vorsichtig alles so schnell als geistigen Dünnschiss zu bezeichnen. Wenn alles ohne probleme von statten geht dann bin ich ebenfalls glücklich. Aber die Wirtschaft rappelt schon sehr arg nach unten. Und ich habe was die nächsten Jahre angeht ein unruhiges Gefühl im bauch. wie auch immer jeder kann für sich entscheiden was und ob was auf uns zu kommt.
Ich für mich denke es kommt was auf uns zu. Was,wie,wo und wann genau weiß ich net. Jedoch nehme ich solche Fakten wie Wirtschaftskrise, Erdbebenintensität etc wahr und reime mir meine geschichte dazu. Das ist meine meinung zum Thema. Ich prophezeie kein megakatastrophe sondern sammel diverse merkwürdigkeiten und reime mir meine geschichte drauf. Es bleibt jedem selbst überlassen....


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19.04.2010 um 16:57
@Papa-Schlumpf

Du hast schon recht, das es ziemlich hart von mir ausgedrückt ist.
Doch wenn ich darüber nachdenke wäre es trotzdem das Beste was uns Menschen passieren kann, wir sind nicht mehr auf das Geld angewiesen, die Politiker gehen uns am Arsch vorbei, sie können dann sich selber ein Leben aufbauen ohne andere dafür zu benutzen.

Es würden sicherlich viele Menschen sterben, doch was hat dafür gesorgt das so viele Menschen sterben würden?


Und was wäre besser, ein total Zusammenbruch des Systems jetzt oder erst in 100 Jahren wo vielleicht schpn 20 Mrd Menschen auf diesen Planeten existieren und wahrscheinlich noch dümmer als jetzt sind.

Heutzutage kennen sich wenigstens noch einige Menschen aus.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 17:35
@Ulf schrieb: „Also ich bin kein Maya-Experte, aber die Frage traue selbst ich mir zu, beantworten zu können: Wissenschaft konzentriert sich auf die Oberfläche. Das Wissen der Maya dürfte wohl eher aus der Tiefe kommen.

Du solltest die Aussage nicht auf „Maya“ beschränken. Und nein, das kam mit Sicherheit nicht aus der Tiefe. Die Mayas haben Kinder vorm opfern/töten extra noch gefoltert, weil ihr Gott besonders wohlgesonnen war, wenn Tränen der Kinder geflossen sind. Einfach nur Schwachsinn. Das war eine kollektiv geistesgestörte „Kultur“.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 18:33
@nocheinPoet


Die Maya waren eine Hochkultur die über einen lange Zeitraum hinweg existierte, ihr Sitten- und Moralverfall wie er sich z.B. in den blutigen Riten zeigt, muß keinesfalls während der gesamten Mayazeit präsent gewesen sein.

Ganz unabhängig vom Blick auf ihre archaischen Riten läßt sich ihr kosmologisches Wissen desweiteren nicht abstreiten, ein Wissen das durchaus von viel mehr Tiefe und Weisheit zeugt, als es der heutige moderne aber oberflächliche Mensch zustande bringt oder auch nur begreift. Man macht es sich zu einfach, zu sagen, gut die waren Schlächter, also ist auch alles Maya-Wissen Schund. Die Welt ist wesentlich komplexer.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 18:34
@nocheinPoet

So schwach scheinen mir deren Sinne aber nicht gewesen sein. Würde man von ihnen sonst heute noch reden?


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19.04.2010 um 18:43
@nocheinPoet
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Die Mayas haben Kinder vorm opfern/töten extra noch gefoltert, weil ihr Gott besonders wohlgesonnen war,
Haste ne Videoaufzeichnung von der Schlächterei einer Hochkultur und dessen dermassen erbarmungslosem Dasein oder wie kommt man darauf, die Denkweisen und Handlungen anderer Völker in Zweifel zu ziehen?


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 18:44
@Sidhe
Zitat von SidheSidhe schrieb:ein Wissen das durchaus von viel mehr Tiefe und Weisheit zeugt, als es der heutige moderne aber oberflächliche Mensch zustande bringt oder auch nur begreift.
Schließt du da nicht von dir auf alle? Jedes Schulkind weiß heute mehr von der Welt als alle damaligen Maya zusammen. Auch deren astronomisches Wissen kann nur diejenigen verblüffen, die sich nie ernsthaft mit Astronomie beschäftigt haben.

Aber selbstverständlich verkauft man mit netter Fiktion vielmehr Bücher als mit trockenen Fakten. Zu dumm nur, daß der ungebildete Leser diese Fiktionen dann für real hält...


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19.04.2010 um 18:46
@geeky

Schulwissen, also erlerntes Wissen, ist kein wahres Wissen.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 18:48
@geeky

Weil es nur angelernt ist und nicht erlebt wurde. Wahres Wissen entsteht ausschließlich durch innere Erlebnisse und Erfahrungen des Gemüts, dieses tatsächliche Wissen ist dann auch das Unvergängliche im Menschen, während alles Schulwissen als lediglich im Gehirn gespeichert mit dem Zerfall selbigen ebenso verlöscht.


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 18:54
@Sidhe
eine gute allgemeinbildung ist sicherlich dienlich - wissen auch aus der schule ist nicht schädlich - und je nach persönlichem interesse beliest man sich doch weiter - informiert sich tiefer - vielleicht setzt man sich auch mit neuen ideen und erkenntnissen auseinander -

das jahr 2012 - was auch immer da hinein gepresst wird . . . morgen muss ich wieder aufstehen und meinen pflichten nachgehen - werde am samstag zur "menschenkette" gegen atomkraft gehen - besuche vorträge zum thema: "die ausgeschlossenen" menschen ohne chance

um dies in polit. diskussionen einbringen zu können

ich warte nicht bis 2012 mit den händen in den schoß -


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 21:00
hinter dem astrolog. wissen der maya stand letzendlich nur die geilheit nach macht u. deren erhalt. dadurch dass die elitäre priesterschaft so präzise über den verlauf der gestirne bescheid wusste, konnten sie dem einfachen volk den himmel u. die allmacht ihrer götter vor augen führen u. sich so ihr herrscherschaftsprivileg sichern...

naturvölker/'indianer' im weitesten sinne verhielten sich in lauf der geschichte keinesfalls besser gegenüber ihrer umwelt, als die mit mutter natur schindluder treibende westl. gesellschaft, wie hier immer dargestellt wird, - bsp. gibs genügend... polynesier auf neuseeland o. den osterinseln (den avatar-mythos könnt ihr euch abschmatzen)

ansonsten muss ich dem hier anschließen
Zitat von Papa-SchlumpfPapa-Schlumpf schrieb:Also Leute, jetzt macht euch echt mal nicht lächerlich. Hab hier bei weitem nicht alles gelesen, aber wenn ich solche Kommentare wie von Braveheart17 les, dass wenn das Geld abgeschafft würde und es einen Zusammenbruch der Zivilisation gäbe, wir wieder alle glücklich wären... Schonmal was von "survival of the fittest" gehört? Es würden erstmal Millarden von Leute sterben an Hunger, an jeder noch so kleinen Krankheit, behinderte Menschen hätten schonmal gar keine Chance... Und das wir dann alle friedlich miteinander umgehen würden, glaubst du ja nicht wirklich. Guck dir einfach mal Tierdokumentationen an. Denn ohne Zivilisation wären wir nicht anderes als Tiere.
die menschheit hat schon soviele katastrophen u. kriege hinnehmen müssen u. es gab auch immer wieder den versuch grundlegender gesellschaftl. erneuerung aber oftmals pervertierten dann diese versuche - s. Stalinismus, Faschismus, Rote Khmer, Franz. Rev. frisst ihre Kinder, etc.
besser wirds also auch nach einem großen knall nicht mehr werden


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Das Jahr 2012

19.04.2010 um 23:02
@Papa-Schlumpf
Zitat von Papa-SchlumpfPapa-Schlumpf schrieb:Klar sollte man immer offen gegenüber neuen und anderen Ideen sein, aber man sollte es echt nicht übertreiben. Und noch zum Abschluss die Frage, wenn die Maya von einem angeblichen Weltuntergang schon vor tausenden von Jahren wussten, weil sie ja sooo klug waren, warum wissen wir heute nichts davon, wo wir 1000mal weiter in unserer Wissenschaft sind.
Nun, geht die Welt tatsächlich < 2012 unter ist das nummal ein BEWEIS für die Richtigkeit der Prophezeiungen der Maya - es wird dir wohl dann schwer fallen, das Gegenteil zu beweisen.
Darüber hinaus ist "unsere Wissenschaft" trotz allem sehr beschränkt und beschreibt eben nur das was ist und nicht das was nicht sichtbar ist. Vieles basiert auf Modellen, die allgemein als richtig gelten, weil auch für nicht beweisbare Dinge einfach Größen eingeflochten werden, die da sein müssen, ohne die das Kartenhaus zusammenfällt, die man aber niemals gesehen hat, geschweige denn als existent bewiesen hat - z.B. die dunkle Materie und die dunkle Energie, die eben nur Krücken sind um das physikalische Weltbild aufrecht zu erhalten.

Nein, die Welt ist ganz anders als wir denken und es gibt noch viel mehr, was wir nicht wissen und nie gesehen haben.
Verstehen wir doch, es beruht alles auf Theorien, die womöglich falsch sind, einfach falsch und allenfalls dem beschränkten menschlichen Geist entsprechen, jedoch nicht mehr.

Und für Wahr, in der Tat hatten die Maya ein ganz anderes Bewusstsein, das sie zu der Erkenntnis gelangen lies, dass sich die Zeit nicht linear entwickelt, sondern sich die Zeiten zyklisch wiederholen auf einem jeweils höheren Niveau und sich die Zeitperioden immer schneller fraktal verkürzen, je näher wir dem Abschluß der großen Kalenderrunde,dem Höhepunkt kommen.
Immer schneller vergeht die Zeit und 2011 vergeht wie im Fluge! Das sind direkte Auswirkungen der fraktalen Zeit beim Zusammentreffen mit der linearen Zeit als Modell des Menschen.

Was aber bringt uns unser 1000fach höheres Wissen, wenn der Yellowstone bald ausbricht und die Weltwirtschaft zum erliegen bringt, weil die Aschewolken gigantisch sein sollten und jahrzehnte brauchen, um sich auch nur ein bisschen aufzulösen!? Es wird uns nicht helfen. Ein kleines Ereignis und schon ist die Welt am Arsch.
Ich denke aber, ehe man die Welt auf natürliche Weise untergehen lässt, wird man sie künstlich untergehen lassen, durch irgend einen Unfall, oder Krieg, dann das Potential zum Untergang in wenigen Sekunden haben wir ja bereits latent greifbar.

Gegenwärtig erleben wir den letzten verzweifelten Versuch, das System auf Pump noch ein bisschen zu verlängern, aber es pfeifen schon die Spatzen von den Dächern, dass es möglicherweise von heut auf morgen Schluss damit ist, eben im Einklang der Geschichte der Menschheit und des Papiergeldes.
Wie dumm von der Menschheit und wie Naiv von den Menschen, daran bis zum bitteren Schluss zu glauben.

Also, wir sind wieder im Plan, im Plan 2012! Wie schön! :)


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Das Jahr 2012

20.04.2010 um 01:34
Die endzeitgeilen Apokalyptiker sind so gesehen immer im Plan,deshalb ist Thea Dorns schönes Essay auch als zeitlos zu bezeichnen


Essay
Lust an der Apokalypse

Von Thea Dorn

Was hinter der Katastrophenrhetorik steckt.



Traditionell überlassen wir den Part des Propheten, der durch unsere unwirtlichen Städte wandert und die Menschen lautstark zur Umkehr mahnt, dem kleinen Kreis bibelfester Obdachloser. Doch seit die Finanzkrise Banken gesprengt und die Automobilindustrie ins Stottern gebracht hat, sind auch die gebildeten Stände von einer aggressiven Prophetitis befallen. Nun treibt auch sie das Bedürfnis um, das Ende der "großen Hure Babylon" zu verkünden. So war von Thomas Friedman, einem der prominentesten Kolumnisten der "New York Times", zum Jahresende 2008 zu lesen: "In letzter Zeit gehe ich in Restaurants, schaue mich an den Tischen um, an denen es immer noch von jungen Leuten wimmelt, und ich habe dieses Bedürfnis, von Tisch zu Tisch zu gehen und zu sagen: ,Sie kennen mich nicht, aber ich muss Ihnen sagen, Sie sollten hier nicht sein. Sie sollten Ihr Geld sparen. Sie sollten Ihren Thunfisch zu Hause essen. Diese Finanzkrise ist bei weitem noch nicht vorbei. Wir sind nur am Ende des Anfangs. Bitte lassen Sie sich Ihr Steak einpacken, und gehen Sie nach Hause.'"

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete darüber, und anstatt zu fragen, ob es nicht atemberaubend unverantwortlich ist, wenn ein einflussreicher Wirtschaftsfeuilletonist den apokalyptischen Harlekin gibt, sinnierte der Herausgeber Frank Schirrmacher über "die Evolution einer Krise, deren Dramatik buchstäblich mit jeder Woche neue rhetorische Maßnahmen verlangt". Ein herzloser Tropf, wer im Angesicht der Krise als Erstes an politische und ökonomische Maßnahmen denkt.

Nun ist der Schwanengesang, das Hohelied vom baldigen Ende der Menschheit, beileibe keine Erfindung unserer Tage. Die Bibel ist gerade mal sieben Kapitel alt, schon schickt der Herr die Sintflut, auch im Gilgamesch-Epos bestellen die Götter den großen Regen, während die Edda eher auf den Weltenbrand setzt. Die Menschen des Mittelalters waren alle naslang sicher, von einem Kometen oder der Pest kollektiv ausgelöscht zu werden. Auch das 20. Jahrhundert begann - noch vor der realen Katastrophe des Ersten Weltkriegs - mit der fiebrigen Erwartung des Halleyschen Kometen. Kaum hatte man den nationalsozialistischen Terror hinter sich gelassen, erhitzte die Angst vor dem Atomtod die Gemüter bis an den Rand der Kernschmelze. In den Siebzigern entdeckte der Club of Rome die Ökologie als weites Feld für Untergänge. Und die Achtziger bescherten uns die spezifisch deutsche Spielart dieser Angst: das Waldsterben.

Es ist also nichts Neues, wenn in unseren Tagen wahlweise die Vogelgrippe, der Millennium-Bug, die demografische Entwicklung, die Erderwärmung oder aktuell die Wirtschaftskrise als Reiter der Apokalypse besungen werden. Das Geschäft mit der Angst dürfte das in Wahrheit älteste Gewerbe der Welt sein. Neu ist allerdings, dass sich die Apokalypsen in immer rasanterem Wechsel ablösen. So wie Starbucks uns jeden Monat mit einem anderen "Coffee Highlight" bei Laune hält, kredenzen uns die Massenmedien mittlerweile den Untergang des Monats. Nicht die "Evolution der Krise" verlangt jede Woche nach "neuen rhetorischen Maßnahmen". Presseorgane tun es, bei denen der Lautstärkeregler offensichtlich nur in eine Richtung zu drehen ist.

ZUR PERSON
Thea Dorn, 38, lebt als Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin in Berlin. Zuletzt erschien von ihr "Mädchenmörder. Ein Liebesroman".
"Es gibt Leute, die sich über den Weltuntergang trösten würden, wenn sie ihn nur vorhergesagt hätten", notiert Friedrich Hebbel 1845 in seinem Tagebuch. Und Friedrich Sieburg schreibt gut hundert Jahre später: "Ein wesentlicher Reiz unserer Zivilisation besteht in der Reichhaltigkeit der Palette, mit der wir die Menschheit malen, wie sie dem Grabe zuwankt. Man muss auch eine Sache, von der man nichts weiß, zu Ende denken können."

Doch Sieburg spottet nicht nur, er bietet auch eine Erklärung an für "die Lust am Untergang", die er als Lebensgefühl selbst in der aufstrebenden Wirtschaftswunder-Bundesrepublik allenthalben diagnostiziert: "Der Alltag der Demokratie mit seinen tristen Problemen ist langweilig, aber die bevorstehenden Katastrophen sind hochinteressant ... Wenn wir schon mit unserem Dasein nichts Rechtes mehr anzufangen wissen, dann wollen wir wenigstens am Ende einer weltgeschichtlichen Periode stehen. Richtig zu leben ist schwer, aber zum Untergang reicht es allemal."

Spricht also tatsächlich der Freudsche Todestrieb aus uns, "das wunderbare Sehnen dem Abgrund zu", wie Hölderlin es nannte? Auf den ersten Blick erscheint die Annahme absurd. Denn unsere Endzeitverkünder sind weit davon entfernt, wie Wotan in Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen" zu donnern: "Nur Eines will ich noch: / das Ende - / das Ende! -"

In einem Punkt sind sich Wotan und die heutigen Apokalyptiker jedoch frappierend einig: Die Welt hat sich in eine grundverkehrte Richtung entwickelt und hätte es dafür verdient unterzugehen. Wie der Wagner-Gott sein gesamtes zivilisatorisches Werk als "herrische Pracht, göttlichen Prunkes prahlende Schmach" verflucht, geißeln auch unsere zürnenden Zeitgenossen den Way of Life, entlarven das fundamental Verheerende an unseren individualistisch-kapitalistischen Gesellschaften. Zweifel und moderate Töne sind ausgeschlossen.

In der Bundesrepublik wird schon länger solide und begeistert Katastrophenarbeit geleistet. Von sich rächenden Urgewalten weiß der Schriftsteller und Öko-Aktivist Carl Amery bereits in den achtziger Jahren zu berichten: "Das Waldsterben", schreibt er, "ist der untrüglich einsetzende Versuch der Gaia, d. h. des Lebewesens Erde, sich durch eine gewaltige Operation einer misslungenen Spezies zu entledigen ... Es erfordert die totale Revision unserer sogenannten Werte. Darunter läuft nichts mehr."

Philosophisch anspruchsvoller, aber nicht weniger "total" formuliert taucht der Gedanke des "darunter läuft nichts mehr" schon gut zwanzig Jahre früher in Karl Jaspers' Schrift "Die Atombombe und die Zukunft des Menschen" auf: "Vor der Drohung totaler Vernichtung sind wir zur Besinnung auf den Sinn unseres Daseins zurückgeworfen. Die Möglichkeit der totalen Zerstörung fordert unsere ganze innere Wirklichkeit heraus."

Hinter der Katastrophenrhetorik steckt die Sehnsucht: Der Mensch möge zur radikalen Umkehr finden. Deshalb reicht es auch nicht, die krisenhaften Exzesse unserer Lebensform zu benennen und nach konkreten, pragmatischen Auswegen zu suchen. Krisen sind von dieser Welt, gehören zur normalen Entwicklung der menschlichen Geschäfte. Katastrophen jedoch sind Ereignisse, die den Lauf der Dinge jäh unterbrechen, Eruptionen, die das Kontinuum sprengen, die Geschichte in eine andere Richtung zu reißen vermögen. Krisen machen das Leben auf unspektakuläre Weise anstrengend, weil sie die mühsame, sorgfältige Kleinarbeit der Nachbesserung und Feinjustierung erfordern. Katastrophen hingegen sind Zeiten der großen Geste. Die Katastrophe rüttelt das saturierte Individuum auf. Und gleichzeitig erlaubt sie ihm, sich zum Retter aufzuschwingen.

Niemand spielt die Rolle des erschütterten Erschütterers derzeit so gut wie Al Gore. Es ist mehr als eine menschelnde Zutat, wenn der Mann, der sich zu Beginn des Films "Eine unbequeme Wahrheit" mit dem Satz "Ich war früher mal der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika" vorstellt, später erzählt, wie seine Wendung zum Klimaretter geschah: Sein sechsjähriger Sohn rang nach einem Autounfall wochenlang mit dem Tod. Die private Katastrophe als Bekehrungserlebnis. Und gleichzeitig gibt der Friedensnobelpreisträger von 2007 halb selbstironisch zu, dass sein globaler Ökokreuzzug eine schöne Ablenkung von der Enttäuschung ist, das Präsidentenamt im Jahr 2000 so knapp verpasst zu haben. Selten lagen Ego-Show und Weltrettungsgestus dichter beieinander.

Seit ihren Anfängen zielt die Warnung vorm Weltuntergang darauf ab, die Menschheit in ihrem Größenwahn zu zügeln, sie daran zu erinnern, dass es Mächte gibt, die größer sind als sie selbst. Doch schlägt die vom Endzeitraben grell vorgetragene Mahnung zur großen Ein- und Umkehr nicht selbst in Hybris um, wenn sie sich dazu aufschwingt, unsere Gesellschaft insgesamt abzukanzeln und ihr deshalb die "totale Revision" zu verordnen? Steckt in dem Ekel, den unsere Apokalyptiker angesichts des alltäglichen Lebens offenbar empfinden, nicht doch etwas Lebensfeindliches, dem Freudschen Todestrieb Verwandtes?

Um Himmels willen, nein!, würden die guten Menschen von ihren Klima-, Demografie- und Live-8-Gipfeln herab rufen. Wir mahnen und rütteln doch gerade, weil wir das Leben lieben, die Menschheit retten, der nächsten Generation eine nicht verwüstete Erde hinterlassen wollen. Unser Ekel ist nicht der Ekel vor dem Leben als solchem, sondern der Ekel vor dem falschen, kapitalistischen, ausbeuterischen, entfremdeten, oberflächlichen, egoistischen Leben, wie wir es in den westlichen Gesellschaften führen. Aber warum machen sich unsere Apokalyptiker auf dem wohlwollenden Auge blind, warum sehen sie nur die gierigen Manager, die (noch) nicht beseitigte Armut, den Konsumismus, die billige Plastikkultur? Und nicht die verantwortungsvollen Unternehmer, die verbesserten Lebensbedingungen auch für die ärmeren Schichten, die Museen und Opernhäuser, die Naturschutzparks, die unsere angeblich so durch und durch verrottete Zivilisation ebenso hervorgebracht hat?

"Die ganze Richtung passt mir nicht." Der Spruch, den Kaiser Wilhelm II. getätigt haben soll, ziert auch die Wappen unserer unbarmherzigen Levitenleser. Aber was wäre die Richtung, die besser passte?

Den deutlichsten Aufschluss über die Hoffnungen der Endzeitverkünder gibt das Katastrophenkino à la "The Day after Tomorrow": Geschiedene Väter, die es am Vortag der Katastrophe noch nicht einmal fertiggebracht haben, ihren Sohn pünktlich zum Flughafen zu fahren, marschieren zu Fuß durch die plötzlich hereingebrochene Eiszeit, um ebenjenen Sohn aus einem in Eis und Schnee versunkenen New York herauszuholen. Penner und Millionärssöhnchen, die sich eben noch feindlich fremd aus dem Weg gingen, teilen sich den letzten Pullover.

Wem dies zu trivial erscheint, der möge bei Heinrich von Kleist nachlesen, in "Das Erdbeben in Chili" (1807). Der düstre Dichter ergeht sich ebenfalls in Schilderungen des klassenlosen, von Nächstenliebe durchströmten Idylls im Windschatten der Naturkatastrophe, auch seinem Protagonisten will es - wenigstens vorübergehend - so scheinen, "als ob das allgemeine Unglück alles, was ihm entronnen war, zu einer Familie gemacht hätte". Muss man so extreme Erfahrungen wie die Auschwitz-Überlebende Ruth Klüger gemacht haben, um zu erkennen, dass die Vorstellung, besonders großes Leid würde besonders humanisierend wirken, ebenso rührseliger wie fataler Kitsch ist?

Die Menschheit wird sich von dem schlechten Gewissen, das sie plagt, seit Prometheus den Göttern das Feuer geklaut und Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis gekostet haben, nicht befreien, indem sie alle fünf Minuten den nächsten Weltuntergang herbeiphantasiert und dabei doch nur heimlich hofft, den Schleichweg zurück ins Paradies zu finden. Alle Wege dorthin sind verbaut. Und deshalb wird die Menschheit auch keine gerechteren Gesellschaften kreieren, indem sie an der Utopie festhält, Frieden herrsche erst dann, wenn alle Konflikte, Gegensätze und Widersprüchlichkeiten ausgemerzt, alle Zersplitterungen in einer großen Weltumarmung gekittet sind. Der Mensch ist aus krummem Holz gemacht. Jeder Versuch, aus ihm etwas gänzlich Gerades zu zimmern, hat bislang nur einen Ort erschaffen: die Hölle auf Erden.


@endgame
Wie hättest du es denn gerne,dann gibts halt ein anderes Zahlungsmittel,Kaurimuscheln,flavianische Popelperlen oder...Blätter?!
Selbst im Sozialismus wird man auch Zahlungsmittel,welche auch immer,nur schwerlich verzichten können

Youtube: So sind Unternehmensberater
So sind Unternehmensberater



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Das Jahr 2012

20.04.2010 um 05:42
@endgame
Zitat von endgameendgame schrieb:Nun, geht die Welt tatsächlich < 2012 unter ist das nummal ein BEWEIS für die Richtigkeit der Prophezeiungen der Maya - es wird dir wohl dann schwer fallen, das Gegenteil zu beweisen.
An welcher Stelle behaupten den die Maya, <2012 würde die Welt untergehen?
Du scheinst in deiner Pause verdrängt zu haben, daß du nach wie vor jeden Beleg für diese angeblichen Prophezeiungen verweigerst, dafür aber jeden Pups von Calleman begierig aufsaugst.

Willst du nun genau so weitertrollen wie vor dem 26. März, dem Tag des großen, für jeden unübersehbaren Ausbruchs?


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Das Jahr 2012

20.04.2010 um 07:07
MIt dem Datum liegt ihr eh' alle falsch, Ende nächsten Monats ist Schluß mit Lustig, daß ist doch schon seit den Fünfzigern bekannt:

Youtube: Am 30. Mai ist der Weltuntergang - Die Lustigen Jungs (1954)
Am 30. Mai ist der Weltuntergang - Die Lustigen Jungs (1954)


Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht mehr lang
wir leben nicht mehr lang
am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.

Wie schön ist doch das Leben
auf dieser bunten Welt.
Wir können einen heben
so oft es uns gefällt.
Das macht uns allen Spaß
Herr Ober, noch ein Glas!

Refrain:
Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht mehr lang
wir leben nicht mehr lang
am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.

Der Wirt "Zur blauen Schnecke"
ist wirklich sehr auf Draht
da steht in einer Ecke:
"Paß auf dein Ende naht
jedoch bei Bier und Wein
da schläfst du selig ein."


Refrain:
Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht mehr lang
wir leben nicht mehr lang
am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.

Die lieben holden Frauen
vergessen wir ja nie
wenn wir ins Glas 'reinschauen
wir denken nur an sie.
Drum habt zu uns Vertrau'n
Zum Wohl ihr lieben Frau'n!

Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht mehr lang
wir leben nicht mehr lang
am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang
wir leben nicht, wir leben nicht mehr lang.
Doch keiner weiß in welchem Jahr
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier
und darauf trinken wir.


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Das Jahr 2012

20.04.2010 um 07:12
UNd noch was für endgame:

https://www.youtube.com/watch?v=IK04yO9QESs (Video: Financial crash - Das kann doch einen Seemann nicht erschü)


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