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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

94 Beiträge, Schlüsselwörter: Menschen, Gesellschaft, Wissenschaft, Philosophie

Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:15
@whiteIfrit
whiteIfrit schrieb:Philosophie in Frage zu stellen, ist nonsens, weil dies absolut keinen Sinn ergibt, weil die Philosophie nun mal da ist, um über Dinge nachzudenken, das wäre das Gleiche, wie die Existenz eines Steines, Baumes oder des Himmels in Frage zu stellen.
Ich halte die Ausführungen des TEs einfach für unscharf. Man könnte sich in dem Zusammenhang ebenso die Frage stellen, warum die Physik alles in Frage stellt, außer sich selbst. Das macht so erstmal keinen Sinn, weil es innerhalb der wissenschaftlichen Disziplinen Konkurrenz gibt, die ihre Theorien ständig gegenseitig in Frage stellen. Das muss auch so sein, sonst findet kein Erkenntnisgewinn statt. Und was ist denn die Wissenschaft, wenn nicht ein Aggregat aus vielen kleinen Einheiten, die sich gegenseitig unterstützen, aber auch miteinander konkurrieren? Man kann Physik nicht in Frage stellen, denn Physik ist definiert - stellt keine Theorien auf und handelt nicht selbstständig. Es ist eine Bezeichnung für ein wissenschaftliches Feld, dass erst durch den Mensch und dessen Forschung zu diesem geworden ist.

Gleiches gilt für die Philosophie im wissenschaftlichen Sinne. Sie kann sich selbst nicht in Frage stellen, weil sie dazu nicht fähig ist. Deshalb denke ich, und deshalb habe ich es oben auch so geschrieben, dass hier der Wissenschaftsbetrieb aka. die "Szene" gemeint ist. Also nicht das "Was", sondern das "Wie" in den Fokus gestellt werden soll.


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:24
@oneisenough

Möchte darauf eine zufrieden-stellende und durchdachte Antwort geben, deshalb widme ich mich dem heute nicht mehr. ;)


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oneisenough
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:25
@Aldaris

Wann immer du magst. Danke auch, dass du bemerkst hast, dass ich einen Beitrag irrtümlicherweise an Kayla, statt an dich adressiert habe. :)


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:27
@Aldaris

Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, ob man berühmte Formeln mit Philosophie erklären kann?
wie zbsp. E=mc2

also Energie=Masse mal Masse mal Weg mal Weg?
also Energie=elektrische Energie=Holz mal Holz mal 10 Meter mal 10 Meter?
oder Feuer=Stein mal Stein mal 80 mal 80 Meter?

und die Geschwindigkeit spielt keine Rolle?


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oneisenough
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:30
@whiteIfrit

Als Philosoph würde man vielleicht sagen.:

Such dir aus, welche Seite der Formel du favorisierst. Wofür du dich auch entscheiden magst, es ist die richtige Wahl. :)


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:32
@oneisenough

Was ist eigentlich mit E genau gemeint, elektrische Energie?
und was mit m und was mit c, sind die genau definiert?

@Aldaris
Ich würde die Philosophie auch als etwas Alternatives bezeichnen, etwas was sich ausserhalb des offiziellen Systemes bewegt, man kann Philosophie so darstellen wie sie einem beliebt, jeder nach eigenem Style man muss sich dabei an keine Regeln halten, deshalb ist sie auch ziemlich einfach, was hingegen in der Physik nicht geht, dort muss man sich an ziemlich strikte Regeln halten, vielleicht ist Philosophie auch etwas für Faule?


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oneisenough
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:34
@whiteIfrit

Es gibt vieles, was man mit "E" bezeichnet. :)

Aber die in der besagten Formel verwendeten Begriffe sind mehr oder weniger präzise definiert. Die damit hantierenden Wissenschaftler sind jedenfalls alle davon überzeugt, dass sie schon wissen, wovon sie da reden.


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 21:41
@Aldaris

Und trotzdem, wenn die Menschheit ihre Ethik nach philosophischen Ansichten richten würde, würde sie einen Schritt weiter kommen, meiner Sicht nach, sie käme damit vielleicht näher an das goldene Zeitalter heran, das Ende des Kali Jugas.
Weil das System keine Rücksicht nimmt, auf solche die nicht damit klar kommen oder sich dem System anpassen können. Es ist etwas kaltes, mathematisches, berechnendes, was nur auf die Gewinnoptimierung des Menschens berechnet ist. Bei philosophischer Sicht nehmen die Menschen viel mehr Rücksicht aufeinander!


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Til
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

13.02.2014 um 22:14
@whiteIfrit

E steht für Energie, wahrscheinlich allgemein. c ist die Lichtgeschwindigkeit. m wäre die Masse in Kilogramm. c deshalb im Quadrat damit ich die Gleichung nach den einzelnen Größen auflösen kann. Daraus ergibt sich für die Energie die Einheit

kg x ca 300.000.000² m² / s²

Ob diese Formel so stimmt oder Sinn macht ist relativ. Und wenn dann sowieso nur in unserem irdischen Bezugssystem.

Elektrische Leistung ist Strom mal Spannung. Das wird zwar als Energie bezeichnet ist eventuell in diesem Zusammenhang etwas Anderes. Da Leistung eine "Tätigkeit" über Zeit beschreibt.


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

14.02.2014 um 14:27
@oneisenough

Wir machen einen Unterschied. Wir sagen ”Hier bin ich, und ich egal, wo ich hinschaue, ich schaue immer ins Universum hinein, und niemals aus ihm hinaus.“

Dieses Verständnis des Universums ist daher etwas anderes, als das Universum selbst. Das Verständnis ist jedoch immer nur das, was die derzeit ausgeprägten geistigen, sprich sinnlich und kognitiven Fähigkeit hergeben. Wir können nicht mal annehmen ”da draußen“ ist noch mehr, weil wir uns auch nur das vorstellen können, was unser Vorstellungsvermögen hergibt.


Ich verstehe, worauf du hinaus möchtest. Falls ich etwas abschweife, nimm's mir nicht übel - Das Thema total zu erfassen, ist äußerst schwierig.

Die erste Frage, die mir zu seinen Ausführungen einfällt, ist: Was ist das Universum selbst? Alle Lebewesen nehmen die Welt um sich herum völlig anders war. Eine Ameise lebt in ihrer eigenen Wirklichkeit; sie lebt aber innerhalb unserer Realität. Auch jeder Mensch als Individuum lebt in einer eigenen Wirklichkeit. Durch unsere Möglichkeit der hochentwickelten, vor allem sprachlichen Kommunikation sind wir in der Lage, ein recht einheitliches Bild unserer Umgebung zu zeichnen und ein kollektives Verständnis für Vorgänge innerhalb dieser Umgebung zu entwickeln. Das Universum beruht auf so einem Verständnis, welches sich auf die eigenen, subjektiven Wahrnehmungen der Individuen stützt, als auch auf Forschung, die mit anderen (objektiven) Mitteln eine Beschreibung des Ganzen abliefern kann (egal ob abstrakt oder detailliert).

Wenn man sich nun also die Frage nach dem Selbst des Universums stellt, kommt man schnell an einen Punkt, den man nicht definieren kann, weil das Universum selbst erst durch den Einzelnen oder dem kollektiven Wissen zum Universum wird. Wer sollte das Universum selbst definieren? Eine göttliche Macht? Dazu müsste man entweder annehmen, dass es eine höchste Instanz gibt, die den einzig wahren Blick für sich beansprucht oder dass es einen Endpunkt der Entwicklung des Lebens im Universums gibt, in dem wir alles klar sehen und unser Verständnis vom Universum dann gleich dem Universum ist. Das wären beides hochgestochene Annahmen, die darauf schließen lassen müssten, dass es eine allgemeine, objektive Sicht auf die Wirklichkeit gibt. Also eine Sinneswahrnehmung, die sich durch das Alleinstellungsmerkmal definiert, das wahre Universum sehen zu können - was auch immer das sein mag.

Tatsächlich sind unsere Sinneswahrnehmungen beschränkt und deshalb bedienen wir uns zusätzlich mechanischen Sinnen in Form von Detektoren, Scannern, Teleskopen, Mikroskopen, Computern und vielen weitere externen Erweiterungen, die unsere Sinne ergänzen und uns die Welt um uns herum besser verstehen lassen. Unser Gehirn dürfte seine maximale Kapazität erreicht haben, doch das kompensieren wir mit genannten technischen Mitteln. Und mit diesen sind wir auch in der Lage, das Universum "schrittweise" besser zu verstehen. Unser Verständnis vom Universum wird sich verändern, so wie es sich in der Vergangenheit immer wieder verändert hat, doch bauen wir auch auf Erkenntnissen auf und verwerfen nicht zwangsläufig alte Erkenntnisse. Wir nähern uns auf lange Sicht gesehen immer mehr einem umfassenden Verständnis an. Es sei denn, man vermutet hinter all dem eine Illusion oder ähnliches [ Wikipedia: Gehirn_im_Tank ] .
oneisenough schrieb:Wissenschaftler müssen sich vom Rest des Universums trennen, damit sie etwas haben, was sie untersuchen können, denn keine Trennung würde ja die Schlussfolgerung bedeuten, wenn sie das Universum untersuchen, untersuchen sie sich selbst.
In welchem Zustand wären wir, wenn wir uns vom Universum trennen würden?
oneisenough schrieb:Wir untersuchen also mehr das Verständnis darüber, was wir für ein Universum halten. Und diese Vorgehensweise bedarf zwangsläufig einer Trennung zwischen Untersuchenden und dem, was er untersucht. Er wird also niemals das ”wahre“ Universum in seiner Gesamtheit kennenlernen, weil seine sinnlich/kognitiven Fähigkeiten so etwas gar nicht hergeben.
Die Frage ist: Meinst du, den Sinn des Ganzen zu verstehen oder Zusammenhänge wie beispielsweise physikalische Gesetzmäßigkeiten zu erfassen? Wenn es um die Sinnfrage geht, dann sind wir astrein beim Thema Philosophie - bei Naturwissenschaften wie der Physik könnten wir das Universum in seiner Gänze irgendwann vollständig begreifen, auch wenn das einen unheimlich langen Prozess bedeutet, der von fundamentalen, wissenschaftlichen Erfindungen und Erkenntnissen geprägt sein muss.


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Til
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

14.02.2014 um 18:52
Til schrieb:Elektrische Leistung ist Strom mal Spannung. Das wird zwar als Energie bezeichnet
Das ist natürlich Blödsinn. Als Energie oder Arbeit wird diese Leistung über Zeit bezeichnet.


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oneisenough
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

14.02.2014 um 21:36
@Aldaris

Danke für dein Feedback.
Aldaris schrieb:Was ist das Universum selbst?
Für jeden Menschen zählt zum Universum jeweils das, was er selbst darüber weiß und sich zusätzlich vorstellt.

Aber die Schlussfolgerung aus deinem Beispiel mit der unterschiedlichen Wahrnehmung einer Ameise von ihrer Welt, und unserer Wahrnehmung von unserer Welt, ist falsch, wenn du daraus 2 Universen machst. Wir benutzen alle dasselbe Universum. Es sind lediglich die Kameras mit denen die Lebewesen es bemerken, die unterschiedliche Qualitäten haben.

Denn ein Universum definiert man nicht anhand der Sichtweisen.
Aldaris schrieb:In welchem Zustand wären wir, wenn wir uns vom Universum trennen würden?
Ich beziehe es mal auf dich, aber es gilt für jeden:

Du wärst dann in dem Zustand, der deiner wahren Natur entspricht. Allerdings gäbe es dann dich als Eigenständigkeit nicht mehr, weil es Eigenständigkeiten nur als Unterschied zu mindestens einer anderen Eigenständigkeit gibt. Doch weil es nach einer solchen Trennung vom Universum nichts mehr gäbe, von dem du dich unterscheiden könntest, wirst du auch nicht mehr ”Ich“ (als Unterschied zu einem ”du“) sagen können und deswegen verschwinden. Du bleibst aber stets als das übrig, was dir ermöglicht hat, dich als ein Ich zu empfinden, - ich nenne das Aufmerksamkeit.
Aldaris schrieb:Meinst du, den Sinn des Ganzen zu verstehen oder Zusammenhänge wie beispielsweise physikalische Gesetzmäßigkeiten zu erfassen?
Man kann dem Ganzen nur dann einen Sinn geben, wenn man das Ganze kennt. Vorher nicht.

Jede Sinngebung ist immer nur Beschreibung der jeweils vereinbarten und geltenden Moral- und Wertvorstellungen. Für uns ist dann etwas sinnvoll, wenn wir es erklären können. Und wir beziehen unsere Erklärungen ausschließlich aus unserem Erinnerungsvermögen, aus denen wir dann u.a. unsere jeweils geltenden Moral- und Wertvorstellungen vereinbaren. Das heißt: Eine Sinngebung ist immer etwas individuelles, und niemals etwas universelles. Anders gesagt: Was für dich einen Sinn macht, das muss nicht zwangsläufig auch für mich gelten. Und umgekehrt.

Physikalische Gesetzmäßigkeiten sind in ihrer fundamentalsten Bedeutung ebenfalls die Beschreibungen dessen, was unsere entwickelten geistigen Fähigkeiten hergeben. Ich gehe davon, dass es ”Gesetzmäßigkeiten“ gibt, von denen wir als Mensch niemals eine Ahnung bekommen werden.


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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

17.02.2014 um 22:59
Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?
Na weil er denkt, also IST er...


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Banana_Joe
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Wieso stellt die Philosophie alles in Frage außer sich selbst nicht?

23.03.2014 um 19:00
Die Philosophie stellt alles in Frage, auch und vor allem, immer wieder sich selbst. Das ist doch der Kern der ganzen Sache. Erkenntnisgewinn. Und das geht nur durch Hinterfragen, hinterfragen, und immer wieder, hinterfragen.
Außerdem gibt es nicht "die Philosophie" und es wird sie nie geben. Das ist ein Oberbegriff für unendlich viele Standpunkte. Jeder Mensch dürfte ein Stück weit, seine eigene Philosophie haben. Mehr oder weniger ausgeprägt, mehr oder weniger durchdacht und mehr oder weniger, von echter Erkenntnis begleitet.

Ist aber sowieso fast egal, da Erkenntnis, Moral usw., sehr stark subjektiv eingefärbt sind. Da bringt auch der kategorische Imperativ von Kant, keine echte Lösung.


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