rene.eichler schrieb:Bei Sternen ist es etwas anders, da gibt es einen festen Antimateriekern und drum herum eine flüssige und gasförmige Hülle die noch viel heißer ist als
die der Planeten.
Die flüssige Materiehülle drückt auf den Kern, da gibt es kein Strahlungsposter.
Dabei gibt es ganz viele kleinere Explosionen die sich über milliarden Jahre hinziehen
Das widerspricht gleich mehrfach experimentellen Ergebnissen und der bekannten Physik.
1. Sonnenneutrinos
Wir können sie messen und haben damit einen energetischen Fingerabdruck der Fusionsprozesse. Diese entsprechen exakt der die man bei Fusionsprozessen erwartet.
Bei Annihilation müsste deutlich mehr Gammastrahlung entstehen und Neutrinos aus Pionenzerfall, mit völlig anderen Energiewerten. Du brauchst also einen Annihilationsprozess der exakt die Werte hervorbringt, die wie eine Fusionsreaktion aussehen. Oder einfacher: Es gibt keine.
2. Helioseismologie
Seit den 90igern vermessen wir die Schallwellen die sich durch die Sonne nach oben bewegen. Damit lässt sich ein sehr gutes Bild des Sonneninneren ermitteln, das nicht zu deinem festen Antimateriekern passt. Es passt perfekt zum bekannten Standardmodell.
3. Es bleibt weiter das Problem der Turbolenzen
Dadurch das wir es hier mit hohen Temperaturen, hohen Energien, Drücken usw. zu tun haben ist diese „Atomschicht für Atomschicht“ Vorstellungen einfach falsch. Es kommt unweigerlich zur thermischen Instabilität, deine Antimateriekernsterne sind ein Paradebeispiel für hochgradig instabile Systeme.
4. fehlende Gammastrahlung
Du postulierst das ja nicht nur für unsere Sonne, sondern für alle Himmelskörper. Massen an Gammastrahlern, aber wir messen eben keine.
Auch die von mir geschilderten großen Gammastrahlensausbrüche die unweigerlich in der Nähe starker Gezeitenkräfte zu erwarten sind: Nix. Es gibt sie nicht.
5. Falsche Energiebilianz
Rene, wenn die Sonne zu 5% aus AM bestünde würde das für hunderte Milliarden Jahre als Brennstoff reichen. So alt werden diese Sterne aber nicht. Du könntest jetzt den Anteil der AM runterschrauben, aber dann wird bei deine, der Physik unbekannten Schmirgelannihilationsprozess nicht mehr genug Energie frei. Und du landest wieder bei der Tatsache:
Lebensdauer und Energiebilianz der Sterne passen perfekt zum Standardmodell. Deine Antimateriekerne nicht. Wieder müssen wir annehmen, dass sie sich perfekt verstecken. Oder einfacher: es gibt sie nicht.
rene.eichler schrieb:Bei einer Atomexplosion gibt es eine Kettenreaktion , so was hat man bei der Annihilation nicht.
Am Ende doch. Durch thermischen Runaway würden sich AM/M immer schneller vermischen und es gibt in kürzester Zeit eine fast komplette gegenseitige Auslöschung, kein langsames vor sich hinschmirgeln.
Dieser Prozess ist gut bekannt und erforscht, ich sehe absolut keinen Ansatz wie man daran rütteln könnte. Und dieses Problem stellt sich vom Kometen bis zum Überriesen. Egal welche Kräfte und Mechanismen du postulierst um AM/M zu trennen, du bekommst nie ein thermisch stabiles System hin. Und deswegen nix mit schmirgeln sondern BOOM.
Ist aber alles nix Neues. Das wurde dir schon desöfteren auseinander genommen. Es macht auch keinen Sinn zu versuchen das mit Rechentricks hinzubiegen, denn wir landen bei Ockham: es macht einfach keinen Sinn deine AM Kerne anzunehmen, wenn man dafür Myriaden an Zusatzannahmen braucht.