weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Unruhen in der Ukraine - reloaded

79.789 Beiträge, Schlüsselwörter: Krieg, EU, Merkel, Obama, Ukraine, Krise, Putin, Krim, Maidan, Jazenjuk, Bandera + 11 weitere

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 09:58
Gott ist das hier wieder ne Propagandaschau.


Aber der Kanadische Premier hatte schon recht. Hält der Putin die leute echt für so Doof? Klappt vielleicht bei seinen Landsleuten die Verarsche.


melden
Anzeige

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 09:59
pere_ubu schrieb:die einzig treudoofen ,die sich an die sanktionen halten sind doch die europäer.
der rest der welt lacht sich doch dumm und reich darüber ,vorneweg die amerikaner.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/sanktionen-gegen-russland-us-konzerne-machen-weiter-geschaefte-a-1036336.ht...
ich würde ja mal sagen zum 20 Mal, nachschauen was es überhaupt für Sanktionen gibt. Die Wirtschaft ist da abgesehen von der Rüstung herzlich wenig Betroffen.


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:02
Haben einige Experten im Forum immer noch nicht verstanden, dass es ein Konflikt zwischen dem Papiertiger EU, der Ukraine und Putins Russland ist, und weniger ein Konflikt mit den Amerikanern? Offensichtlich ist das so.


melden
pere_ubu
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:15
@Befen

auf welchem auge bist du eigentlich erblindet?
das im ukraine-konflikt massive amerikanische interessen stecken sollte doch nicht so schwer zu erkennen sein.

Die geostrategischen Interessen hinter dem Ukraine-Konflikt

Vorige Seite

Auf einen wesentlichen Unterschied zwischen Russland und der Ukraine wurde in jüngster Zeit häufig hingewiesen: In Moskau bestimmt seit Putin die Politik, welche Oligarchen Geschäfte machen dürfen, in der Ukraine bestimmen die Oligarchen, wer in Kiew Politik machen darf. Solange Gorbatschow und der oft betrunkene Jelzin die Amerikaner in Russland Business machen ließen, war alles in Ordnung, erst als Putin den Ausverkauf stoppte und den Oligarchen Michail Chodorkowski ins Gefängnis steckte, weil er sein ergaunertes Ölimperium an Big Oil USA verkaufen und politisch aktiv werden wollte, wurde die Politik des Kremls zum Problem.

Auch in Kiew lief alles lange einigermaßen gut, bis sich die USA mit der CIA und unzähligen NGOs massiv einmischten, um eine "orangene" Revolution vom Zaun zu brechen. Seitdem ist der bisherige Oligarchen-Pluralismus gestört und stärker gespalten denn je - in ein eher dem Westen und ein dem Osten zugeneigtes Lager.

Zu Letzterem zählte die Regierung Janukowitsch, die deshalb mit Unterstützung des Westens im Februar 2014 weggeputscht und durch ein westlich orientiertes Marionettenregime ersetzt wurde. Dass auch unzufriedene, weil verarmte und perspektivlose Bürger auf dem Maidan gegen eine korrupte und kleptokratische Regierung protestierten, ist völlig unbestritten; ebenso klar sollte sein, dass diesen bei dem "Regime- Change" nur eine Statistenrolle zukam. Erzwungen und durchgeführt wurde er von den gewalttätigen Sturmtruppen des Rechten Sektors und von Scharfschützen, die auf dem Maidan wahllos in die Menge feuerten (siehe Kapitel 7) - zwei Tage vor der Vertragsunterzeichnung für einen friedlichen Übergang mit Neuwahlen zwischen Viktor Janukowitsch und dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und seinen EU-Kollegen.

Dass es sich bei diesen Killern um Söldner handelte, die weder von der amtierenden ukrainischen Regierung noch seitens der EU oder Russlands angeheuert waren: Dieser Verdacht erhärtet sich mit jedem Tag, den das neue Regime in Kiew diesen Massenmord nicht untersucht und aufklärt. Gäbe es nur den Anschein eines handfesten Beweises, dass die Russen oder der ihnen freundlich gesonnene, demokratisch gewählte Präsident Janukowitsch an dieser Eskalation des Konflikts beteiligt waren: Wir könnten sicher sein, dass er uns längst im Breitbandformat präsentiert worden wäre. Nein: Dass Steinmeier und seine EU-Kollegen vorgeführt und ihr Vertrag für einen friedlichen Übergang und Neuwahlen sofort wieder Makulatur wurde, konnte weder im Interesse Russlands noch Janukowitschs liegen.

Letzterer wurde dann mit Gewalt abgesetzt und verjagt, und Putin sah sich gezwungen, Russlands Marinestützpunkt in Sewastopol auf der Halbinsel Krim zu sichern - was mit einer halbwegs verlässlichen Regierung in Kiew und dem noch Jahrzehnte währenden Pachtvertrag völlig unnötig gewesen wäre, nicht aber bei einem von den USA installierten Putschregime. Das Schwarze Meer ist für Russlands Gas- und Ölverkäufe in den Süden essentiell - und eben darum geht es Big Oil, den Oligarchen der USA, die den frisch eroberten Rohstoff aus Irak und Libyen sowie Erdgas aus Katar über eine Pipeline an Jordanien, Israel, Libanon und Syrien verkaufen wollen. Dass der Syrer Assad aber lieber einen Deal mit Putin abschloss, um die schon bis in die Türkei führende russische Blue Stream Pipeline ans Mittelmeer zu verlängern, ist ein wesentlicher Hintergrund des vom Westen finanzierten "Regime-Change" in Syrien. Auch dort geht es nicht um Demokratie, Menschenrechte oder die Beseitigung eines Diktators, sondern um die Beseitigung eines unpassenden Herrschers und um ein Geschäft, das man sich von Russland nicht verderben lassen will.

Aus dem gleichen Grund hat der Hegemon aus Amerika schon lange Russlands Planungen einer eurasischen Zoll- und Handelsunion auf dem Kieker. Auch dass China, Indien und andere mit den Russen Milliardendeals abschließen und neuerdings ihre Öl- und Gaslieferungen nicht mehr in US-Dollar, sondern in Landeswährung bezahlen können, kann nicht dulden, wer wie die USA "einzige Weltmacht" sein will. Gleiches gilt für die Kontrolle über die Bodenschätze im Kaspischen Becken, von denen der amerikanische Geostratege Zbigniew Brzezinski fordert, dass "keine einzelne Macht Kontrolle über dieses Gebiet erlangen" darf und ein "ungehinderter wirtschaftlicher und finanzieller Zugang" für die "Weltgemeinschaft" sichergestellt werden müsse - wobei er unter "Weltgemeinschaft" statt eines multipolaren Pluralismus natürlich die von den USA dominierten Kräfte der Globalisierung versteht: "Somit kann das Bemühen Russlands, allein über den Zugang zu bestimmen, nicht hingenommen werden", betont Brzezinski.[4]

Insofern wundert es auch nicht, dass Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister und mittlerweile auf der Payroll eines Think-Tanks der ehemaligen US-Außenministerin und Brzezinski-Schülerin Madeleine Albright, Anfang Mai 2014 in einem Interview tönte: "Putin will die Weltmacht!"[5] Die will er zwar keineswegs, anders als Fischers Arbeitgeber in den USA.

Die amerikanische Geostrategie muss man also kennen, wenn man die Ereignisse in der Ukraine verstehen will - ebenso wie ihren Gegenpol, die "eurasische" Strategie, die der russische Soziologe und Philosoph Alexander Dugin entworfen hat und die sich gegen die Universalität des westlichen Systems und eine globale amerikanische Bevormundung richtet (Kapitel 14). In beiden Konzepten spielt die Ukraine als "Dreh- und Angelpunkt" (Brzezinski) zwischen dem transatlantischen und dem eurasischen Block eine entscheidende Rolle - und droht nach dem vom Westen massiv geförderten Putsch und dem anschließenden Bürgerkrieg jetzt zu zerreißen. In diesem Krieg geht es nicht um Freiheit oder Menschenrechte, sondern um Macht und Stellungskriege auf dem geopolitischen Schachbrett. Und wie im verfrüht beendet geglaubten Kalten Krieg wird in seiner Neuauflage der Kampf wieder mit Stellvertretern geführt - in diesem Fall mit der ohnehin schon gespaltenen und streitenden Bevölkerung der Ukraine.


http://www.heise.de/tp/artikel/42/42539/3.html


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:26
@pere_ubu


Bevor ich Artikel von Bröckers und Schreyer für bare Münze nehme friert die Hölle zu.


melden
pere_ubu
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:27
joar ,so kennt man ignoranten. @Befen


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:28
@pere_ubu
könntest Du mal die angeblichen geostrategischen Interessen der USA benennen?
Aus dem Heise-Artikel gehen sie imho nicht hervor...wo sollen die liegen bei einem Land, welches sowohl wirtschaftlich als auch militärisch keine Rolle spielt.


melden
pere_ubu
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:29
tut mir leid wenn du kognitative schwierigkeiten hast beim lesen von texten. @canales
die interessen sind deutlich erwähnt im artikel.


melden
albatroxa
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:31
@pere_ubu
pere_ubu schrieb:Auch in Kiew lief alles lange einigermaßen gut, bis sich die USA mit der CIA und unzähligen NGOs massiv einmischten, um eine "orangene" Revolution vom Zaun zu brechen. Seitdem ist der bisherige Oligarchen-Pluralismus gestört und stärker gespalten denn je - in ein eher dem Westen und ein dem Osten zugeneigtes Lager.
uff es wird immer besser. So ein Quatscht braucht man dann nicht mehr weiterlesen. Frage weißt Du eigentlich um was es in der Orangen Revolution ging?

Wikipedia: Orange_Revolution


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:37
@albatroxa
aus deiner Quelle
Die Aktivisten dieser Bewegungen wurden in den Taktiken gewaltlosen Widerstands ausgebildet - von einer Koalition professioneller westlicher Berater, Helfer und Pollster, die durch eine Reihe von westlichen Regierungen, Agenturen und Organisationen finanziert und unterstützt wurden, zum Beispiel von der Konrad Adenauer Stiftung und - laut der britischen Tageszeitung The Guardian - durch das US-Außenministerium (State Department) und USAID zusammen mit dem National Democratic Institute, dem International Republican Institute, der zum großen Teil von der amerikanischen Regierung finanzierten Organisation Freedom House und dem Milliardär George Soros mit seinem Open Society Institute. Die deutsche Wochenzeitung Die Zeit behauptete unter anderem, Juschtschenko und seine Kreise erhielten allein aus den USA mindestens 65 Millionen US-Dollar über verschiedene Kanäle. Ziel der USA sei es, auf diese Weise die NATO auszudehnen und die EU zu schwächen.


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:41
@pere_ubu
Naja, ich sehe nur geostrategische Interessen Russlands in dem Artikel...
Dass die USA Global Player sind und bleiben wollen ist mir jetzt zu allgemein...


melden

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:41
jedimindtricks schrieb:ja , hat jetzt aber nix mit militär in der ukraine zutun ,oder ?
Nö, VS ist so oder so geliefert nicht nur weil Putin den Längsten hat, den rennen auch die Handelspartner und Vasallen weg. Ukraine ist das letzte willige Opfer. OK, das militärische Schweden sorgt ab und zu für Belustigung und die paranoiden Balten.


melden
albatroxa
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:45
@Chavez


wolltest Du nicht nie mehr mit mir reden und mich blockieren?
Chavez schrieb:aus deiner Quelle
Yep sollte man auch mal nachgehen aber in der orangen Revolution ging es um was anderes. Der Grundkern waren damals die ganzen Mißstände wie jetzt auch. Und diese 65 Millionen Dollar wieviele Dollars sind das pro Person. Mit den Klimbergeld kann man wohl eine zufriedene Gesellschaft aus den Loch locken???? Lachhaft.. Wenn es so toll wäre würde niemand dort in Kiew rumtanzen so siehts aus.


melden
dunkelbunt
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:49
Pfeifenphysik schrieb:und die paranoiden Balten.
Wohl auch nur die "Nazis" dort. Die meisten verstehen sich mit ihren Russen ganz gut, aber einpaar Ewiggestrige hauen wie immer auf den Klotz und wollen Randale machen.


melden
dunkelbunt
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:51
canales schrieb:Naja, ich sehe nur geostrategische Interessen Russlands in dem Artikel...
Dass die USA Global Player sind und bleiben wollen ist mir jetzt zu allgemein...
Dass beide aber seit Jahrzehnten Konkurrenten und zwischendurch auch erbitterte Feinde waren, fällt wohl nicht auf.

Was übrigens auch wieder abnimmt, denn offenbar unterwandern die Staaten einige Sanktionen, an die sich die EU aber weiter hält. Tolle Marktstrategie, btw. :D


melden
albatroxa
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:53
@dunkelbunt
dunkelbunt schrieb:Dass beide aber seit Jahrzehnten Konkurrenten und zwischendurch auch erbitterte Feinde waren, fällt wohl nicht auf.
Warum wurden sie den Feinde nach 1945?


melden
Anzeige
dunkelbunt
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Unruhen in der Ukraine - reloaded

06.06.2015 um 10:54
@albatroxa
Weil Stalin den Iran kontrollierte, und die USA um das Öl dort bangten, und es selbst für sich wollten.
Wikipedia: Truman-Doktrin


melden
113 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Londoner Krawalle2.090 Beiträge
Anzeigen ausblenden