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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

20.835 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.10.2020 um 12:06
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Ein Kind einer "privilegierten" Familie kann im Fußballverein sein, dann noch schwimmen gehen und zum Reiten, dann vielleicht auch noch zum Musikunterricht gehen, sein eigenes Instrument haben und wenn es doch was anderes machen will, dann tut es das einfach. Es kann zum Klettern gehen oder doch lieber zum Cartfahren, bei allem was es tut immer die (beinahe) beste Ausstattung haben und (was am wichtigsten ist) es muss sich keine oder nicht so viele Gedanken machen.
Stimmt. Kinder aus "priviligierten" Familien können das. Und warum können sie das? Weil die Eltern dafür arbeiten gehen, und das Geld an anderer Stelle einsparen. In keinem Gehalt der Welt ist vom Arbeitgeber mit einkalkuliert, dass die Kinder von Arbeitnehmern derlei Aktivitäten nachgehen. Warum also sollte jemand wie ich mir das Geld irgendwo abknapsen müssen, ALG II-Empfänger soll da aber finanziell geholfen werden, um solche Aktivitäten auszuüben? Ich finde, das ist doch sehr hart an der Realität vorbei.


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12.10.2020 um 12:06
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Ja, erzähl das mal den Vermietern, die einen Mieter rausklagen müssen, und dann dem Geld hinterherrennen, welches sie nie kriegen werden. An sowas gehen auch Existenzen kaputt.
Das Leben ist kein Ponyhof. Ich warte dann jedoch wieder auf den Hinweis :"ALG II Empfänger finden keine Wohnung, Ghettobildung, man wünsche sich einen fairen Wohnungsmarkt". Wäre der Hinweis auf den Ponyhof da auch zulässig?

Erfahrungsgemäß handelt es sich aber auch hier, ähnlich bei der Bildung und Teilhabe um eine Minderheit welche diesen Extraweg gehen möchte.
Auf der einen Seite kann ich vielleicht das Argumente verstehen, durch stetiges Abnehmen von Verantwortung würde man Menschen verziehen.
Nun, spätestens bei Arbeitsaufnahne muss bzw sollte die Miete dann ja eh wieder alleine gezahlt werden sollen.


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12.10.2020 um 12:07
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Tja, ich kann mich entschuldigen. Aber dafür müsstest du sagen, wer hier stigmatisiert und herabwürdigt. Also: wer?
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Den besten Grund kann man doch bereits hier im Forum beobachten.
Und nun suche Belege, dass dem nicht bisher so war oder vorgekommen wäre. Danke.


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12.10.2020 um 12:09
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Und nun suche Belege, dass dem nicht bisher so war oder vorgekommen wäre. Danke.
Warum ich? Wenn ich @sacredheart als Beispiel anführe wirst du sagen: Nö, der nicht. Nehme ich @capspauldin kommt dann das gleiche. Wieso bin ich in der Pflicht beweisen zu müssen, wen du meintest?

Überdies warte ich immer noch darauf dass du uns verrätst, welche Rechte Arbeitslosen weggenommen werden, weil z.B. Vereinsbeiträge (oder Mieten) nicht über deren Konto abgewickelt werden. Wer von "Recht" spricht, muss doch auch wissen, welches Recht das ist, und wo es niedergeschrieben steht.


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12.10.2020 um 12:09
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Und schlussendlich ist es das, was diese Kinder von Anfang an lernen: Abhängigkeit.
Es lernt Spaß am Sport und ggf. das Erkennen von Talent.
99,9% aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben den Punkt der Abhängigkeit gelernt.


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12.10.2020 um 12:10
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Über ALG II-Empfänger, oder über Menschen die es nicht bekommen (dürfen), ich bin etwas verwirrt?
Dafür kann ich jetzta ber nichts ;-) Ich hatte schon deutlich ausgeführt, das nicht mit der Gießkanne Geld ausgeschüttet wird sondern der Bedarf schon geprüft wird. Und ich gehe auch nicht davon aus, dass da jeder geforderte betrag auch tatsächlich eine Genehmigung findet. Das war mit den "Umständen" gemeint.


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12.10.2020 um 12:11
Zitat von chrisebachriseba schrieb:oder das Kindern nur die "nächstgelegene" Schule offen stand, obwohl ein Fachgymnasium eine sehr viel bessere Möglichkeit der Förderung darstellte, die Fahrtkosten aber nicht übernommen wurden und so weiter)
Vor dem Problem stehen arbeitende Eltern aber auch. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, hier eine Bevorzugung von Kindern aus ALG II-empfangenden Familien herbeizuführen.
Ich bin mir nicht sicher ob man an dieser Stelle unterscheiden sollte zwischen einer "reichen" Familie, einer "Mittelklasse (untere und obere Mittelklasse?)" Familie und einer "sozial schwachen" Familie und wie genau man diese definiert. Es kann nämlich schon einen Unterschied machen ob ein reicheres Kind eine "bessere" Privatschule besuchen kann oder ein weniger reiches sich mit der weniger guten öffentlichen Schule zufrieden geben muss.


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12.10.2020 um 12:12
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Ein Kind aus einer "privilegierten" Familie lernt eine andere Art des Wirtschaftens wenn es selbst Dinge besitzt/besitzen kann, (im besten Fall) vorgelebt bekommen kann wie man investiert, was Arbeit bedeutet und wie das funktioniert.
Die Welt eines sozial schwächeren Kindes ist eine ganz andere (weshalb sie auch meistens lieber unter sich bleiben).
Privilegiert ist in dem Fall nicht von Geburt gegeben. Die hier aufgeführten Beispiele sind für den größten Teil der arbeitenden Bevölkerung Utopie.
Hier werden auch Prioritäten gesetzt, ob das Kind nun einem zweiten Verein beitreten kann, oder ob das Geld doch wo anders hinfliessen muss.


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12.10.2020 um 12:13
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Es gibt auch bei Ottonormalverdienern keine Sicherheit auf zuverlässige Mietzahlungen. Und solange es vernünftig funktioniert, dürfen eben einem Hartz 4 Bezieher nicht einfach Rechte beschnitten werden, nur damit ein Vermieter zuverlässsig sein Geld bekommt. Sollten Zahlungen ausbleiben stehen genügend rechtliche Möglichkeiten aus dem Miet- und Vertragsrecht zur eigenen Rechtssicherung zur Verfügung. Das Leben ist kein Ponyhof und es gibt auch kein Recht sich da immer den einfachsten Weg heraus zu suchen ;-)
@masiquodo

Wenn aber Otto Normalverdiener die Mietzahlung nicht leistet kann ich ihn verklagen und habe evtl die Chance, etwas von dem Geld zu sehen. Der wird es auch nicht drauf ankommen lassen, weil er etwas zu verlieren hat und seine Verfahrenskosten selbst trägt.

Beim ALGII EMpfänger führt auch ein gewonnenes Verfahren meist nicht zur Zahlung, weil auch nichts zu holen ist. Und Verfahrenskosten muss er ja auch nicht fürchten, da gibt es ja VKH.

Insofern hat man dann in der Realität meeist gar keine Möglichkeit. Und ein pfändbarer Titel, den man bestensfalls bekommt, kann man sich dann dahin stecken, wo die Sonne nicht hinkommt.

Und weil das Leben kein Ponyhof ist, würde ich nie wieder an ALG II Empfänger vermieten, damit sich das nicht wiederholt.

Aber sag das ruhig mal alten Leuten, die eine Wohnung als teil ihrer Alterssicherung vermieten, wenn dann nichts mehr kommt und nach langem Verfahren dann noch eine zerballerte Wohnung auf eigene Kosten renoviert werden muss. Stellt Euch nicht so an, ihr alten Säcke, das Leben ist kein Ponyhof.


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12.10.2020 um 12:14
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Das Leben ist kein Ponyhof. Ich warte dann jedoch wieder auf den Hinweis :"ALG II Empfänger finden keine Wohnung, Ghettobildung, man wünsche sich einen fairen Wohnungsmarkt". Wäre der Hinweis auf den Ponyhof da auch zulässig?
Ja, prinzipiell schon, da es eben eine Realitätsbeschreibung darstellt. Ob das so toll ist, stellt sich dann vielleicht als nächste Frage. Fakt ist, und eigentlich sollten meine Ausführungen das schon deutlich gemacht haben, Hartz 4 Empfänger geben ihre Grund- und Persönlichkeitsrechte nicht mit der Antragstellung auf ALG 2 oder Hartz 4 am Tresen ab. Dieses Grundverständnis sollte doch eigentlich nicht nur vorstellbar vorhanden sein.


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12.10.2020 um 12:18
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Stimmt. Kinder aus "priviligierten" Familien können das. Und warum können sie das? Weil die Eltern dafür arbeiten gehen, und das Geld an anderer Stelle einsparen.
Aber genau das ist doch mein Punkt. Es ist nicht die Schuld des Kindes, dass seine Eltern ggf. arm sind. Der Stand der Eltern nimmt aber trotzdem Einfluss auf die Zukunft und Möglichkeiten des Kindes. Ich weiß nicht ob man von "Chancengleichheit" sprechen kann, wenn das "arme Kind" durch die finanzielle Situation seiner Eltern weniger Möglichkeiten (Chancen) hat als das "reiche Kind".


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12.10.2020 um 12:19
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Nach über 10 Jahren im lokalen Sport, davon 6 Jahre als Abteilungsleiter kann ich dir versichern: Das ist absoluter Unfug. Außer dem Verein, der eine Bescheinigung ausfüllen und abstempeln muss und den Eltern weiß niemand, dass der Antrag überhaupt gestellt wurde.
Das kann ich so auch bestätigen..... dem Verein geht es momentan eh am Arsch vorbei wo er sein Geld herbekommt.... Hauptsache er bekommt es.

Als ob die großartig über Haupteinnahmen streiten würden :D


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12.10.2020 um 12:20
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Privilegiert ist in dem Fall nicht von Geburt gegeben. Die hier aufgeführten Beispiele sind für den größten Teil der arbeitenden Bevölkerung Utopie.
Hier werden auch Prioritäten gesetzt, ob das Kind nun einem zweiten Verein beitreten kann, oder ob das Geld doch wo anders hinfliessen muss.
Ich sagte auch nicht, dass das (jedes) reichere Kind all diese Angebote in Anspruch nimmt, nur dass es mehr Möglichkeiten hat als das weniger reiche weil es sich nicht in der gleichen Abhängigkeit befindet.


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12.10.2020 um 12:22
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Es kann nämlich schon einen Unterschied machen ob ein reicheres Kind eine "bessere" Privatschule besuchen kann oder ein weniger reiches sich mit der weniger guten öffentlichen Schule zufrieden geben muss.
Natürlich, das ist ja auch richtig. Der Unterschied besteht. Worauf ich aber mit dieser Anmerkung abhob war, dass Sozialgerichte die Annahme kippten, es dürfe mit einem Förderbetrag, also speziell den Fahrtkosten nur wie gesetzlich vorgegeben die "nächstgelegene Bildungseinrichtung" gefördert werden. Hier wurde eben festgestellt, dass die "nächstgelegene" aus guten Gründen eben nicht die Beste für das Kind und seine Förderung darstellt.

In sofern wurde zumindest hier der Chancengleichheit gerichtlich wieder etwas nach geholfen.


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12.10.2020 um 12:30
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Aber genau das ist doch mein Punkt. Es ist nicht die Schuld des Kindes, dass seine Eltern ggf. arm sind. Der Stand der Eltern nimmt aber trotzdem Einfluss auf die Zukunft und Möglichkeiten des Kindes. Ich weiß nicht ob man von "Chancengleichheit" sprechen kann, wenn das "arme Kind" durch die finanzielle Situation seiner Eltern weniger Möglichkeiten (Chancen) hat als das "reiche Kind".
Chancengleichheit bedeutet aber, dass jedes Kind grundsätzlich das gleiche erreichen kann, und nicht, dass jedes Kind einen gesetzlichen Anspruch darauf hat, es letztlich auch zu erreichen.
Der Uni ist es egal, ob das Abitur auf dem öffentlichen Gymnasium gemacht wurde, oder auf dem privaten.


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12.10.2020 um 12:31
Zitat von xsaibotxxsaibotx schrieb:Als ob die großartig über Haupteinnahmen streiten würden :D
Und jegliche weitere Stellungsnahme dazu geht aber an dem eigentlich angesprochenen Problem vorbei. Leider. Die Realität für Empfänger von Hartz 4 sieht eben oft anders aus. Und sicher gibts Menschen und Vereine, die keinen Unterschied machen. Es ist aber eben nicht pauschalsierbar die Regel. Und unter dem Rest leiden nicht nur betroffene H4 Empfänger und deren Kinder sondern bereits breitere Teile Bevölkerungsschichten am unteren Ende der Einkommensskala.


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12.10.2020 um 12:31
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:In sofern wurde zumindest hier der Chancengleichheit gerichtlich wieder etwas nach geholfen.
Im Übrigen möchte ich anmerken, dass vieles vielleicht theoretisch möglich wäre und die Familien ggf. Förderungen und Recht bekommen würden, hinter all dem aber gerne mal ein nicht zu vernachlässigender bürokratischer Aufwand stehen kann. Ich kann mir vorstellen, dass viele Familien solche Dinge nicht in Anspruch nehmen weil sie mit diesem überfordert sind oder gar nicht erst wissen, dass es das gibt, vor allem wenn es sich um Migrationsfamilien handelt. Dabei will ich diesen Familien nicht einmal ungenügende Deutschkenntnisse vorwerfen. Ich sehe eher den Bürokratiedschungel als kritisch.


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12.10.2020 um 12:32
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Und unter dem Rest leiden nicht nur betroffene H4 Empfänger und deren Kinder sondern bereits breitere Teile Bevölkerungsschichten am unteren Ende der Einkommensskala.
Der Verein scheisst drauf wo das Geld herkommt :D

Ist so und bleibt so :D


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12.10.2020 um 12:43
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Die Realität für Empfänger von Hartz 4 sieht eben oft anders aus.
Nachdem hier 3 Leute das Gegenteil bestätigen können möchte ich dich langsam doch mal darum bitten, solche Behauptungen auch mal zu untermauern.

Und ich möchte immer noch wissen, welche Rechte ALG II-Empfängern abgenommen werden, wenn Vereinsbeiträge und Mieten direkt an den Empfänger gezahlt werden.

Oder, wie es gerne genannt wird: Belege, bitte!


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12.10.2020 um 12:46
Mich würde eher interessieren wo hier Stigmatisierung und Abwertung gegenüber ALG II Empfängern vorkam. Wir befinden uns in einem moderierten Bereich, solche Sachen würden berechtigt gelöscht werden.


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