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Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

20.794 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Hartz IV, Sanktionen, BGE ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der ALGII-/Bürgergeld-Thread

12.10.2020 um 11:23
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Ausserdem bekommt man ja überwiegend das Geld nicht ausgezahlt, sondern z.B. Mitgledsbeiträge u.Ä. wird direkt vom JC überwiesen.
Warum sollte es auch anders gehandhabt werden?

Keinem Kind wird mehr geholfen, wenn das Geld durch die Hände der Eltern fließt.


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12.10.2020 um 11:28
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Das klingt als hätten die Eltern sozial schwächerer Familien tendenziell eine schlechtere Erziehungskompetenz und/oder Bildungsstandard.
Den Eindruck teile ich. Deshalb hatte ich es auch ausgeführt.
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Ich sage nicht, dass es unmöglich ist aber ich behaupte, dass Kinder aus "privilegierten" Familien es einfacher haben nur schon dadurch, dass sie mehr Möglichkeiten haben und nicht im selben Maß unter Druck stehen wie die, die quasi um alles kämpfen müssen.
Dieser Einschätzung schließe ich mich an.


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12.10.2020 um 11:29
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Warum sollte es auch anders gehandhabt werden?
Um diese Frage ging es ja nicht. Es sollte nur damit heraus gestellt werden, dass solche Zahlungen nicht einfach mit der Gieskanne verteilt werden.


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12.10.2020 um 11:30
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Keinem Kind wird mehr geholfen, wenn das Geld durch die Hände der Eltern fließt.
Ein Freund von mir Arbeitet beim Jobcenter.... er hat gesagt das es in den meisten Fällen besser ist laufende Fixkosten direkt vom Jobcenter zu überweisen zu lassen, ist ne sichere Zahlung.

Das sollte doch kein Problem darstellen.


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12.10.2020 um 11:31
@masiquodo

Da sehe ich ein paar Dinge nicht völlig anders:

Erst mal der Quereinsteiger als Lehrer. In Berliner Brennpunktschulen sind oft >70% Quereinsteiger weil die regulären Lehrer sich die Rosinen rauspicken, wo die Kinder eben Malte und Friederike heissen und alle Eltern zum Elternabend kommen.

Somit treffen ganz vermehrt Lehrer ganz ohne Pädagogik Studium auf Kinder, die viel mehr Pädagogik bräuchten als Malte und Friederike.

Richtig heftig wird es bei dem was Fördervereine generieren. Meine Kinder hatten das Gklück eines Kindergartens mit nittleren 5stelligen Beiträgen incl Spenden. Da kann man richtig was mit reissen. In einem anderen KiGa im Brennpunkt hatte der Förderverein in gleichen Jahr 77 Euro eingenommen. Das heisst Malte und Friederike wurden noch besser gefördert, Orca und Tayfun gingen leer aus.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist auch der Druck der Eltern auf den Lehrkörper. Wenn sich der Vater von seiner Sekretärin mit dem Lehrer verbinden lässt und seinen Standpunkt klarmacht, hat das eine andere Wirkung und legt andere Konsequenzen nahe, als wenn sich vielleicht jemand mit sehr limitierter Sprachkompetenz meldet.

Durchmischung als Lösung sehe ich dennoch kritisch. Es gibt bei Schulen ja oft nicht mehr 'mittel', sondern nur noch 'gut' oder 'beschissen'. Ich hätte meine Kinder nicht zur Aufwertung des Sozialgefüges auf eine Schule geschickt, deren Motto: 'gib misch handy odda isch mach disch messa' lautet. Da wären meine Kinder mit ihrem Ralph Lauren Polo Shirt aber schnell Opfa geworden.

Andererseits sehe ich Eltern in meine Teilzeit Wahlheimat in Südamerika bei viel groberem sozialen Netz, die oft relativ arm sind, sich aber dennoch mächtig ins Zeug legen, damit aus ihren Kindern etwas wird, nicht zuletzt weil sie Wissen, dass das soziale Netz mehr Lücken als Seil hat. Und es klappt auch ganz oft.


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12.10.2020 um 11:32
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Darunter fallen verschiedene (förderliche) Aktivitäten wie Sportvereine (kein Geld für Ausstattung usw), ggf Musik (kein Geld für Unterricht oder ein Instrument), Nachhilfe.
Mitgliedsbeiträge für Sportvereine werden ALG II-Empfängern erstattet, bzw. müssen diese gar nicht erst zahlen. Legt man den Volkssport Fußball zugrunde, bewegt man sich bei der Ausstattung für ein Kind bei um die 30-40 Euro, wenn es nicht gerade die roten Luxustreter von Nike sein müssen. Bei uns im Verein wurden Fußballschuhe sogar innerhalb der Altersklassen weiter gegeben, da a) die abgebenden Eltern es zu schade fanden, die wegzuwerfen nur weil das Kind so schnell rausgewachsen ist, und b) die annehmenden Eltern es nicht als würdelos empfanden, die Dinger anzunehmen, nachdem sie in der Waschmaschine gereinigt wurden.
Nachhilfe wird ebenso bezahlt. Ich gebe dir Recht bei z.B. Musikinstrumenten, wobei insbesondere öffentliche Musikschulen Leih-Instrumente vorhalten.
Zitat von yaacoolyaacool schrieb:Ich sage nicht, dass es unmöglich ist aber ich behaupte, dass Kinder aus "privilegierten" Familien es einfacher haben nur schon dadurch, dass sie mehr Möglichkeiten haben und nicht im selben Maß unter Druck stehen wie die, die quasi um alles kämpfen müssen.
Ich glaube eher, dass das Akademiker-Kind sicher den gleichen, wenn nicht gar höheren Druck verspürt. Wenn Mama Lehrerin und Papa Arzt ist, dann erwartet nicht nur die Familie, sondern auch der gesamte Bekanntenkreis, dass aus dem Nachwuchs auch mal "was wird".
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Eben. Unter Umständen
Unter Umständen steht Menschen, die kein ALG II, Wohngeld, Sozialgeld, Sozialhilfe etc. beziehen der Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket zu. ALG II-Empfänger haben darauf Anspruch - und müssen nicht einmal einen gesonderten Antrag stellen. Worüber sprechen wir nun? Über ALG II-Empfänger, oder über Menschen die es nicht bekommen (dürfen), ich bin etwas verwirrt?
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Ausserdem bekommt man ja überwiegend das Geld nicht ausgezahlt, sondern z.B. Mitgledsbeiträge u.Ä. wird direkt vom JC überwiesen.
Ja? Und was ist daran schlimm? Wenn das Geld dem Verein zusteht, soll doch der Verein das auch bekommen? Warum sollte man den Umweg über das Konto der Eltern gehen? Die Miete wird ja auch direkt überwiesen.
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Sozialgerichte eine Klärung herbeiführen mussten
Welche Klärungen? Ohne konkreten Fall brauchen wir hier damit gar nicht erst anfangen, da jedes Verfahren vor dem Sozialgericht eine individuelle Angelegenheit ist, und nicht ALG II-Empfänger per se betrifft.
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:oder das Kindern nur die "nächstgelegene" Schule offen stand, obwohl ein Fachgymnasium eine sehr viel bessere Möglichkeit der Förderung darstellte, die Fahrtkosten aber nicht übernommen wurden und so weiter)
Vor dem Problem stehen arbeitende Eltern aber auch. Ich sehe ehrlich gesagt keinen Grund, hier eine Bevorzugung von Kindern aus ALG II-empfangenden Familien herbeizuführen.
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Um diese Frage ging es ja nicht. Es sollte nur damit heraus gestellt werden, dass solche Zahlungen nicht einfach mit der Gieskanne verteilt werden.
Das ist jetzt aber wirklich Nonsens. Jeder ALG II-Empfänger hat Anspruch darauf, er bekommt es lediglich nicht auf sein eigenes Konto gezahlt. Der Einwand ist nicht hilfreich und absolut unnötig.


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12.10.2020 um 11:33
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Um diese Frage ging es ja nicht. Es sollte nur damit heraus gestellt werden, dass solche Zahlungen nicht einfach mit der Gieskanne verteilt werden.
Was auch absolut berechtigt ist. Kindergeld wird auch nicht mit der Gießkanne verteilt. Jedoch sind die Gründe für eine Ablehnung von Bildung und Teilhabe so marginal, wie für die Ablehnung von Kindergeld.
Zitat von XsaibotxXsaibotx schrieb:Ein Freund von mir Arbeitet beim Jobcenter.... er hat gesagt das es in den meisten Fällen besser ist laufende Fixkosten direkt vom Jobcenter zu überweisen zu lassen, ist ne sichere Zahlung.

Das sollte doch kein Problem darstellen.
Für den Empfänger ist es oft einfach einfacher. Vereine oder Vermieter erhalten automatisch ihr Geld ohne auf die Überweisung durch den Mieter oder Mitglied angewiesen zu sein.

Darum wird dieses Vorgehen auch von vielen Menschen befürwortet.


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12.10.2020 um 11:34
Zitat von XsaibotxXsaibotx schrieb:er hat gesagt das es in den meisten Fällen besser ist laufende Fixkosten direkt vom Jobcenter zu überweisen zu lassen, ist ne sichere Zahlung.
Ja, für den Empfänger sicher schon ;-) Doch gerade zum Beispiel bei Mieten und Nebenkosten kann das auch aus gutem Grund und aus gutem und geltenden Recht von Seiten der betroffenen H4 Empfänger nicht erwünscht sein. Eigentlich gilt ähnliches auch für Vereine und andere Institutionen. Da kann man aber hoffenlich voraaussetzen, das dort die soziale Kompetenz vorhanden ist daraus keinen Nachteil für das Kind entstehen zu lassen.


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12.10.2020 um 11:37
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Doch gerade zum Beispiel bei Mieten und Nebenkosten kann das auch aus gutem Grund
Der da wäre?


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12.10.2020 um 11:41
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Darum wird dieses Vorgehen auch von vielen Menschen befürwortet.
Weil es viel eventuelles ausschließt.
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:der betroffenen H4 Empfänger nicht erwünscht sein. Eigentlich gilt ähnliches auch für Vereine und andere Institutionen. Da kann man aber hoffenlich voraaussetzen, das dort die soziale Kompetenz vorhanden ist daraus keinen Nachteil für das Kind entstehen zu lassen.
Ich seh den Nachteil jetzt nicht.... Beiträge und Mieten werden direkt überwiesen .... wo soll das Problem sein ?


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12.10.2020 um 11:43
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Doch gerade zum Beispiel bei Mieten und Nebenkosten kann das auch aus gutem Grund und aus gutem und geltenden Recht von Seiten der betroffenen H4 Empfänger nicht erwünscht sein
Jetzt mal ganz ohne Flax und Spaß: Welches geltende Recht soll das sein?


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12.10.2020 um 11:46
Zitat von capspauldincapspauldin schrieb:Der da wäre?
Den besten Grund kann man doch bereits hier im Forum beobachten. Stigmatisierungen, Vorverurteilung, Herbabwürdigungen, Ausgrenzungen und vieles mehr. Und da "draussen" im richtigen Leben sieht das nicht anders aus.

Die Verfassung garantiert die Würde des Menschen zu beachten und auf einen einfacheren Nenner herunter gebrochen geht es weder den Vermieter, irgend welche Nachbarn noch irgend jemanden anderen etwas an von was jemand lebt. Dazu existieren eben entsprechende Persönlichkeitsrechte. Die JC dürfen sich darüber auch nur in wenigen Ausnahmefällen hinwegsetzen.


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12.10.2020 um 11:48
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Zitat von xsaibotxxsaibotx schrieb:
er hat gesagt das es in den meisten Fällen besser ist laufende Fixkosten direkt vom Jobcenter zu überweisen zu lassen, ist ne sichere Zahlung.

Ja, für den Empfänger sicher schon ;-) Doch gerade zum Beispiel bei Mieten und Nebenkosten kann das auch aus gutem Grund und aus gutem und geltenden Recht von Seiten der betroffenen H4 Empfänger nicht erwünscht sein. Eigentlich gilt ähnliches auch für Vereine und andere Institutionen. Da kann man aber hoffenlich voraaussetzen, das dort die soziale Kompetenz vorhanden ist daraus keinen Nachteil für das Kind entstehen zu lassen.
@masiquodo

Nur hat das auch seine Tücken. Als wir noch vermietet hatten, hatten wir auch einen Mieter der ALG II bezog. Nach 1 Jahr Mietzahlung durch das Amt hat er dann die Miete auf sein Konto überweisen lassen, aber hat nix weitergeleitet. Und beim ALGII Empfänger kann man zeimlich sicher sein, dann auch auf dem Rechtsweg nichts zu bekommen. Wenn man klagt, kann man seine Gerichtskosten dazu selbst tragen, der ALGII EMpfänger bekommt VKH. Einmal und nie wieder.

Was könnte denn ein guter grund Deiner Meinung nach sein?


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12.10.2020 um 11:57
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Stigmatisierungen, Vorverurteilung, Herbabwürdigungen, Ausgrenzungen und vieles mehr. Und da "draussen" im richtigen Leben sieht das nicht anders aus.
Nach über 10 Jahren im lokalen Sport, davon 6 Jahre als Abteilungsleiter kann ich dir versichern: Das ist absoluter Unfug. Außer dem Verein, der eine Bescheinigung ausfüllen und abstempeln muss und den Eltern weiß niemand, dass der Antrag überhaupt gestellt wurde.

Und falls es irgendwo Vereine gibt, in denen der (Jugend-)Vorstand keine anderen Probleme hat als sich darüber lustig zu machen, welche Eltern den Beitrag vom JobCenter bezahlt bekommen, dann ist das maximal ein Verein mit 12 Mitgliedern. In Breitensportvereinen mit 150+ Mitgliedern hat man wahrlich andere Probleme.

Es fehlt hier immer noch die rechtliche Grundlage, die du angedeutet hast.

Und jedwege Andeutung, ich würde hier stigmatisieren, Herabwürdigen etc. verbitte ich mir, ehrlich gesagt. Meine Mutter und meine Schwester beziehen beide ALG II. Meine Mutter ist fast so lange arbeitslos, wie ich auf dieser Erde verweile. Und ich glaube kaum, das ich meine Mutter oder Schwester herabwürdige, nur weil ich hier über ALG II diskutiere.


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12.10.2020 um 12:00
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Was könnte denn ein guter grund Deiner Meinung nach sein?
Hatte ich eben ausgeführt. Und eben für einen solchen Fall, den Du nanntest, ich ergänze mal um zum Beispiel Süchtige, bei denen nicht sichergestellt ist, dass sie die überwiesenen Beiträge eben auch zuverlässig weiter leiten und bereits dazu auffällig waren gibt es eben auch dieAusnahmen, von denen das JC Gebrauch machen kann.

Es gibt auch bei Ottonormalverdienern keine Sicherheit auf zuverlässige Mietzahlungen. Und solange es vernünftig funktioniert, dürfen eben einem Hartz 4 Bezieher nicht einfach Rechte beschnitten werden, nur damit ein Vermieter zuverlässsig sein Geld bekommt. Sollten Zahlungen ausbleiben stehen genügend rechtliche Möglichkeiten aus dem Miet- und Vertragsrecht zur eigenen Rechtssicherung zur Verfügung. Das Leben ist kein Ponyhof und es gibt auch kein Recht sich da immer den einfachsten Weg heraus zu suchen ;-)


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12.10.2020 um 12:02
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Und solange es vernünftig funktioniert, dürfen eben einem Hartz 4 Bezieher nicht einfach Rechte beschnitten werden
Ich frage auch hier nochmal: Welche Rechte?
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Sollten Zahlungen ausbleiben stehen genügend rechtliche Möglichkeiten aus dem Miet- und Vertragsrecht zur eigenen Rechtssicherung zur Verfügung.
Ja, erzähl das mal den Vermietern, die einen Mieter rausklagen müssen, und dann dem Geld hinterherrennen, welches sie nie kriegen werden. An sowas gehen auch Existenzen kaputt.


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12.10.2020 um 12:02
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Den besten Grund kann man doch bereits hier im Forum beobachten. Stigmatisierungen, Vorverurteilung, Herbabwürdigungen, Ausgrenzungen und vieles mehr.
Schade wenn Eltern ihren Kindern und deren Entwicklung so im Wege stehen.
Gott sei Dank ist dies aber nicht die Regel und das BuT Paket wird von fürsorglichen Eltern gut in Anspruch genommen.
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Nach über 10 Jahren im lokalen Sport, davon 6 Jahre als Abteilungsleiter kann ich dir versichern: Das ist absoluter Unfug. Außer dem Verein, der eine Bescheinigung ausfüllen und abstempeln muss und den Eltern weiß niemand, dass der Antrag überhaupt gestellt wurde.
Kann ich im Basketball z.B bestätigen.
Man würde sich als Verein die eigene Basis entziehen, sollte man dort so selektieren und abwerten.


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12.10.2020 um 12:02
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Legt man den Volkssport Fußball zugrunde
Mein Hauptpunkt waren eher die Wahlmöglichkeiten. Ein Kind einer "privilegierten" Familie kann im Fußballverein sein, dann noch schwimmen gehen und zum Reiten, dann vielleicht auch noch zum Musikunterricht gehen, sein eigenes Instrument haben und wenn es doch was anderes machen will, dann tut es das einfach. Es kann zum Klettern gehen oder doch lieber zum Cartfahren, bei allem was es tut immer die (beinahe) beste Ausstattung haben und (was am wichtigsten ist) es muss sich keine oder nicht so viele Gedanken machen.
Vielleicht bezahlt dir das Amt den einen Verein, vielleicht hast du Glück und dieser verleiht Ausstattung, du hast aber keine große Wahl und bist abhängig. Und schlussendlich ist es das, was diese Kinder von Anfang an lernen: Abhängigkeit.
Ein Kind aus einer "privilegierten" Familie lernt eine andere Art des Wirtschaftens wenn es selbst Dinge besitzt/besitzen kann, (im besten Fall) vorgelebt bekommen kann wie man investiert, was Arbeit bedeutet und wie das funktioniert.
Die Welt eines sozial schwächeren Kindes ist eine ganz andere (weshalb sie auch meistens lieber unter sich bleiben). Da lebt man von Tag zu Tag, langfristige Planungen sind kaum möglich, Dinge, die sie besitzen sind oft gebraucht/verbraucht, haben im Grunde keinen Wert, ggf. sind sie auch kaum mobil, sie haben keine Wahl und befinden sich einfach ständig in Abhängigkeit und an dieser Stelle darf man nicht vergessen oder vernachlässigen was das mit der Psyche eines solchen Kindes macht.
Wie gesagt, nicht unmöglich, klar kann sich ein solches Kind anstrengen und sich irgendwie daraus kämpfen und ich will damit auch nicht sagen, dass sich ein "reiches" Kind überhaupt nicht anstrengen muss oder absolut keinen Druck hätte, nur dass es für ein sozial schwaches Kind deutlich schwieriger ist weil es sich zuerst aus diesem Kreis der Abhängigkeit hinaus kämpfen muss und es im Endeffekt deutlich mehr investieren muss um irgendwas zu erreichen.


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12.10.2020 um 12:03
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Und jedwege Andeutung, ich würde hier stigmatisieren, Herabwürdigen etc. verbitte ich mir,
Ich verbitte mir Unterstellungen. Ich hatte Dich nicht persönlich damit angegriffen. Ich erwarte hier eine Entschuldigung Deinerseits!!!


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12.10.2020 um 12:03
Zitat von masiquodomasiquodo schrieb:Ich verbitte mir Unterstellungen. Ich hatte Dich nicht persönlich damit angegriffen. Ich erwarte hier eine Entschuldigung Deinerseits!!!
Tja, ich kann mich entschuldigen. Aber dafür müsstest du sagen, wer hier stigmatisiert und herabwürdigt. Also: wer?


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