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Israel - wohin führt der Weg?

38.475 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 02:00
/dateien/28907,1406851220,CIMG2226-TransparentOriginal anzeigen (2,4 MB)@clubmaster
Ich war Ende März auch in Israel und WJL unterwegs und ich habs etwas anders wahrgenommen als du es von deinem Kumpel berichtest. Wir wurden zwar auch direkt (keine Minute!) nach dem Aussteigen ausm Flugzeug von einem Sicherheitstypen rausgepickt und befragt (allerdings als einzige ausm ganzen Flieger) aber insgesamt fand ich Israel bei manchen Dingen offener als ich bis dahin vermutet hatte.

Beispielhaft mal das Foto. Das Foto hab ich ganz in der Nähe der Verkündigungskirche in Nazareth gemacht. An diesem Banner kommt praktisch jeder vorbei der die Kirche besucht. Mein erster Gedanke war (und ich denke das noch heute): Häng so nen Banner, mit dem du versuchst Muslime zu bekehren, mal in direkter Nähe einer für Muslime wichtigen Stätte auf... Oder das es in Jerusalem aufm Kreuzweg alle paar Meter nen kostenlosen Koran gibt, hm... verteil mal in Mekka Bibeln für umme.

Bei allen Schwierigkeiten, Zwischenfällen und aller berechtigten Kritik: Israel ist unheimlich vielfältig und die Gesellschaft hält die vielen konträren Anschauungen einigermaßen aus. Egal welcher Minderheit du angehörst, du hast mehr Freiheiten als jede Minderheit in jedem anderen Land der Region.

Was Israel in den palästiensischen Gebieten treibt, das steht auf einem andern Blatt, da find ich auch vieles unter aller Sau. Wollte einzig dem Eindruck deines Kumpels, in Israel würden (bestimmte) Minderheiten schlechter behandelt als die restliche Bevölkerung, einen anderen Eindruck entgegensetzen. Also: Ja das kommt definitiv vor, aber vergleich das mal mit jedem beliebigen anderen Land der Region, daran gemessen ist Israel ein Ponyhof.

Wenn dein Kumpel bei der Einreise Schwierigkeiten hatte, dann hatte er wahrscheinlich einen Stempel aus irgendeinem Land das Israel nicht passt im Reisepass. Normalerweise, egal mit wem ich spreche, ist die Ausreise das größere Hindernis. In Israel selbst kriegt man übrigens gar keinen Stempel mehr in den Reisepass (leicht wieder ablösbarer Aufkleber und ne Karte) weil man mit Stempel aus Israel in viele Länder erst gar nicht reingelassen wird. Für die Gegend da ist Israels Einreiseparanoia also nicht mal so wild.


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 02:01
Zitat von death101death101 schrieb:morgen israel sollte für diesen unnötigen krieg endlich zur verantwortung gezogen werden den die istaelies waren es die diesen krieg angefangen haben und auch auf unschuldige töten
und die Hamas ist natürlich komplett unschuldig


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 02:34
nein das will ich damit nicht sagen es ist natürlich hinterhältig mit den tunneln aber wieso darfisrael machen was sie wollen und wenn mal ein anderer laut wird kommt man gleich mit den holocaus


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 02:53
@death101
Zitat von death101death101 schrieb:wenn mal ein anderer laut wird kommt man gleich mit den holocaus
Wann war das konkret der Fall?


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01.08.2014 um 03:38
Die Vernunft setzt sich hoffentlich gerade durch.
Israel und die radikalislamische Hamas haben nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Außenminister John Kerry eine dreitägige Feuerpause im Gazastreifen vereinbart. Sie solle am Freitagmorgen um 7 Uhr MESZ in Kraft treten und für 72 Stunden gelten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.
[...]
Israelis und Palästinenser erklärten sich demnach auch zu sofortigen Gesprächen über eine dauerhafte Waffenruhe bereit.
http://www.tagesschau.de/ausland/gaza-266.html


Bestätigungen beider Seiten gibt es auch
1:00 a.m. A spokesman for Hamas said the organization agreed to the three day humanitarian cease-fire beginning at 8 a.m. on Friday and that all the Palestinian factions are in agreement on the matter.
[...]
2:20 a.m. The Prime Minister's Office released a statement saying that Israel agreed to the 72 hour cease-fire announced earlier on Friday by UN General Ban Ki-moon and US Secretary of State John Kerry.
http://www.jpost.com/Defense/LIVE-BLOG-Israels-Operation-Protective-Edge-in-Gaza-361892


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 09:20
@DCWS
Zitat von DCWSDCWS schrieb:Die Vernunft setzt sich hoffentlich gerade durch.
Leider braucht es zwei Seiten, die der Vernuft fähig sind.

Waffenrufe gerade eben von der Hamas gebrochen:
https://twitter.com/IDFSpokesperson/status/494973310145265664


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01.08.2014 um 13:06
Evtl. ist ein israealischer Soldat im Gazastrefen entführt worden.
A Hamas attack on IDF soldiers in southern Gaza, which occurred an hour and a half after the start of a humanitarian truce, ended with the suspected kidnapping of a soldier, the IDF said Friday.

"The incident is ongoing, and the IDF is in the midst of operational and intelligence efforts to track down the soldier," the army added.
http://www.jpost.com/Operation-Protective-Edge/IDF-soldier-feared-kidnapped-369720


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01.08.2014 um 13:11
@DCWS
Was ist aus der letzten Meldung einer Soldaten Entführung geworden? Sind es dann jetzt 2 entführte israelische Soldaten?


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01.08.2014 um 13:16
@kofi
Der Soldat bei dem vor etwa einer Woche eine Entführung befürchtet wurde, gilt inzwischen offiziell als tot. Israelische Untersuchungen haben ergeben, dass er schon beim Angriff auf das Fahrzeug definitiv gestorben sei.


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01.08.2014 um 13:22
2:06 p.m. Update to suspected kidnapping: Terrorists emerged from a tunnel shaft, and a suicide bomber detonated himself near soldiers prior to the suspected kidnapping, says senior IDF source.
http://www.jpost.com/Defense/LIVE-BLOG-Israels-Operation-Protective-Edge-in-Gaza-361892


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 13:51
@DCWS

Okay. Dieser Konflikt ist mittlerweile auf einer Ebene wo man fragen muss: ist tot eine bessere Alternative als von der Hamas lebend entführt zu werden?

Und je mehr man liest über die Tunnel, Wahnsinn. Berechtigt wird mehr Bewegungsfreiheit fuür Palästinenser gefordert. Aber ehrlich gesagt diskreditiert sowas wie das Schmuggel-Terrortunnelsystem dieses Anliegen.


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01.08.2014 um 14:26
Israel-Video des Tages: Hamas feuert aus Wohngebieten



Das heutige Video der israelischen Armee zeigt an zwölf Beispielen, wie die Hamas-Terroristen von Wohngebieten aus Raketen abfeuern. Dies ist ein doppeltes Kriegsverbrechen, das die Zivilbevölkerung in Israel und im Gazastreifen in Gefahr bringt. Allerdings gibt es gegen diese Art von fortgesetztem Terror keine internationalen Proteste und Demonstrationen. Die richten sich weiterhin nur gegen das israelische Militär.



Quelle: Freitag, 1. August 2014 | NAI-Redaktion


http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27463/Default.aspx?utm_source=news&utm_medium=email&utm_campaign=israel%20heute%20-%20Newsletter&utm_content=1001


http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=IUrDAEgisXM


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 14:30
Wie sollen sich die Palästinenser von der Hamas befreien???

Bereits Demonstranten werden sofort öffentlich hingerichtet!



Was passiert, wenn Palästinenser die Hamas bestreiken?



Es ist verwunderlich, dass so wenige Palästinenser im Gazastreifen gegen die Machenschaften ihrer Führer protestieren und sich nicht gegen die islamistischen Organisationen erheben, die ihre ganze Gesellschaft unterdrücken und ins Unglück stürzen. Was ist der Grund dafür? Die Antwort ist ganz einfach: Furcht.
Dieses Phänomen wurde am Montag schmerzlich und schrecklich deutlich: An diesem Tag wollte eine Gruppe von rund 20 palästinensischen Bewohnern des Gazastreifens eine kurzfristig improvisierte Demonstration gegen die Raketenangriffe aus ihrer Gegend abhalten, die zu verheerenden israelischen Gegenschlägen geführt hatten.

Es dauerte nicht lange, bis die Hamas-Führung von der Demonstration hörte. Noch weniger Zeit verging, bis bewaffnete Hamas-Aktivisten den Protest unterbunden und die Demonstranten öffentlich hingerichtet hatten, weil sie in ihren Augen die Unverfrorenheit besessen hatten, ihre Meinung frei zu äußern. Offiziell hieß es, „Kollaborateure“ seien bestraft worden (Israel Heute berichtete).




Quelle: Donnerstag, 31. Juli 2014 | NAI-Redaktion



http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27455/Default.aspx


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01.08.2014 um 14:34
Wo sind in Deutschland die Demonstrationen gegen die Hamas, die nicht nur ihre eigene Bevölkerung, sondern auch ihre Kinder missbraucht!


Hamas-Aussteiger: Kinder sind Geiseln des Islam



Die Hamas trägt die Schuld an dem gegenwärtigen Krieg in Gaza. Das hat Mosab Hassan Yousef (36), der Sohn des Hamas-Gründers Scheich Hassan Yousef, in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN erklärt.

Außerdem sei es das erklärte Ziel der Hamas, die Menschen im Gazastreifen, insbesondere die Kinder, zu Geiseln ihrer gewalttätigen islamischen Ideologie zu machen.


Quelle: Donnerstag, 31. Juli 2014 | NAI-Redaktion



http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27456/Default.aspx


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01.08.2014 um 14:58


Eine Weltorganisation hat Angst vor Terroristen!

Raketen in Schulen: UNRWA hat Angst vor der Hamas


Zum dritten Mal ist nun bekannt geworden, dass Raketen in einer Schule des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) im Gazastreifen entdeckt wurden.

Die Vereinten Nationen erklärten zwar nicht, dass hinter den Raketen die Hamas steckt, aber sie geben zu, dass ihre Schulen von Terroristen als Waffenlager verwendet werden. Dies meldete in der vergangenen Nacht ein UN-Sprecher.

Die UN betonten, dass „damit wiederholt der Sinn unserer objektiven Anlagen missbraucht wurde“. Der Sprecher hütete sich aber davor, die Hamas-Terroristen zu beschuldigen. Hierzu muss erwähnt werden, dass die UNRWA-Mitarbeiter fast alle selbst Palästinenser sind und Angst vor der radikalen Hamas-Führung haben.

UN-Mitarbeiter haben zwar versichert, dass sie diesen Fall untersuchen würden, wie sie es in den vorigen Fällen auch getan hätten. Aber bis jetzt hat UNRWA in keinem Fall die Hamas oder den Islamischen Dschihad öffentlich angeklagt.

Nach dem ersten Fund versprach UNRWA, die in der Schule gefundenen Raketen den Sicherheitsbehörden zu übergeben. Tatsächlich wurden die Raketen, 20 Stück an der Zahl, an die Hamas-Terroristen weitergeleitet, worüber sich Israel bei der UNO beschwerte. Wer die Dynamik im Gazastreifen kennt weiß, dass nichts anderes zu erwarten ist, als dass der jüngste Raketenfund ebenso in die Hände palästinensischer Terroristen übergeben wird.



Zehn Palästinenser sind gemäß palästinensischen Quellen bei der jüngsten Bombardierung im Al Schifa-Krankenhaus im Gazastreifen ums Leben gekommen. Israel hat in diesem Fall alle Anschuldigungen zurückgewiesen und erklärt, dass es sich um eine Langstreckenrakete aus dem Gazastreifen handelte, die auf Israel gerichtet war, aber auf das Krankenhaus abfiel.
Der israelische Armeesprecher hat dafür mehrere Beweise vorgelegt, wie die ballistische Fluglinie und den Einschlag am Krankenhaus. In der vorliegenden Luftaufnahme werden die Einschläge gezeigt, die unmöglich, vom Winkel her, von Israel aus abgeschossen werden konnten.


Der italienische Journalist Gabriele Barbati, der vor Ort und in der Nähe war, bestätigte die Behauptung Israels, dass dies ein Raketenfehlschuss der Terroristen war. Als er außerhalb des Gazastreifens war und nicht mehr unter Aufsicht der Hamas, verschickte er sofort eine Twitternachricht: „Die fehlgeschlagene Rakete tötete heute die Kinder in Shati. Zeugen haben gesehen, wie Militante zum Tatort stürzten und den Schutt wegräumten, um jegliche Beweise zu vertuschen.“ Später versicherte Barbati auch, dass Israels Armeesprecher die Wahrheit in Bezug auf die Bombardierung des Schifa-Krankenhauses gesagt habe.


Darüber hinaus berichteten gestern israelische Medien über versteckte Bunker unterhalb des Krankenhauses, das vor über 30 Jahren von israelischen Architekten gebaut worden ist.

Aus palästinensischen Quellen geht hervor, dass sich die gesamte Hamas-Führung heute unterhalb der Patienten im Al Schifa-Krankenhaus versteckt.


Quelle: Mittwoch, 30. Juli 2014 | Aviel Schneider


http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27451/Default.aspx?utm_source=news&utm_medium=email&utm_campaign=israel%20heute%20-%20Newsletter&utm_content=997


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 15:24
Bla bla bla bla c&p und dann keine Eier haben sich zu geröstetem äußern


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 15:25
@bekchris
Die UNO ist in der ganzen Geschichte so oder so einigermaßen Stück für Stück absurd geworden. Nicht nur, dass sie anscheinend in ihren Zentren heimlich verstecktes und entdecktes Kriegsmaterial an die Hamas zurück geben, also so wie ich das mitbekommen hab.

Auch, dass dieser UNO "Menschenrechtsrat" besetzt ist durch Menschrenrechtschampions wie unter anderem Saudi-Arabien.

Und noch absurder wird es, wenn ausgechnet solche Länder "Menschenrechtsverletzungen" in Israel aufklären wollen.
er UN-Menschenrechtsrat hat am Mittwoch eine Untersuchung der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen beschlossen. Nach einer siebenstündigen Debatte stimmten in Genf 29 Mitglieder für eine von den Palästinensern eingebrachte Resolution. Diese verurteilt eine „systematische und schwere Verletzung“ internationaler Menschenrechte in dem Konflikt. Gefordert wird unter anderem eine UN-Untersuchungskommission, die möglichen Verletzungen internationalen Rechts nachgehen soll.

Es gab 17 Enthaltungen und nur eine Gegenstimme, die von den Vereinigten Staaten kam. Das Untersuchungsteam soll noch festgelegt werden, der Menschenrechtsrat erwartet einen Bericht bis zum März 2015. Für den Antrag stimmten arabische und andere muslimische Länder, China, Russland sowie Staaten aus Lateinamerika und Afrika. Die Enthaltungen kamen von europäischen Ländern. Israel ist im Menschenrechtsrat nicht selber vertreten, hatte aber Rederecht. Der italienische Botschafter Maurizio Serra kritisierte im Namen der Europäischen Union, dass die Vorlage die Verantwortung der radikalislamischen Hamas und das Recht Israels auf Selbstverteidigung nicht erwähne.
https://www.radio-utopie.de/2014/07/24/israel-u-n-o-menschenrechtsrat-ist-eine-terror-vereinigung-und-terror-muss-bekaempft-werden/


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 15:35
Aber ohnehin ist halt die UNO keine unabhängige Organisation. Ihre Geldgeber sind halt vor allem die reicheren Staaten, also denke ich mir. Und das ist nicht nur die USA oder sind europäische Staaten. Die Öl Scheichs in Saudi-Arabien haben auch was auf der hohen Kante. Sonst wären sie doch auf keinen Fall Entscheider im UNO "Menschenrechtsrat", sondern Gegenstand einer Untersuchung im UNO "Menschenrechtsrat".

Kann ja Ban Ki Moon passend zu der ganzen Story Boko Haram und ISIS Vertreter als Friedensvermittler nach Gaza schicken. Ihre Friedensgespräche werden bestimmt wie eine Bombe einschlagen.


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 17:46
@interrobang

Keine Gewähr für die Quelle. Aber auch mal interessant, das so zu lesen.
Einseitige Reportage im Standard
29. Juli 2014

Sehr geehrte Standard-Redaktion,

Eric Frey meinte unlängst in einem Kommentar, der an die Medien gerichtete Vorwurf der Einseitigkeit in der Berichterstattung über den Gaza-Krieg sei unbegründet, denn die Journalisten würden sich „viel Mühe (geben), Ereignisse und Ursachen umfassend und objektiv darzustellen“. Aber in einem asymmetrischen Krieg wie dem zwischen Israel und der Hamas sei der Vorwurf der Einseitigkeit an Journalisten eben „unvermeidbar“. (Standard, 21. Juli 2014) Vielleicht wird Frey gezwungen sein, seinen Eindruck noch einmal zu überdenken, wenn er die Reportage „Ist dieses Mädchen eine Hamas-Kämpferin?“ von Martin Lejeune liest, die im heutigen Standard veröffentlicht wurde: Eine umfassende und objektive Darstellung ist darin kaum zu finden, stattdessen aber die kommentarlose Übernahme haarsträubender Vorwürfe gegen Israel und eine höchst selektive Schilderung der Ereignisse.

So zitiert Lejeune einen Arzt aus dem Shifa-Krankenhaus in Gaza: „Es werden fast nur unbeteiligte Frauen und Kinder getötet.“. Diese Behauptung folgt zwar genau den von der Hamas zu Beginn des Krieges ausgegebenen Propagandarichtlinien, wonach in jedem Fall zu betonen sei, dass es sich bei den Toten stets um „unschuldige Zivilisten“ handle, die der „israelischen Aggression“ zum Opfer gefallen seien, hat aber mit der Realität wenig zu tun: Einer zuletzt vor drei Tagen aktualisierten Analyse zufolge handelt es sich bei rund 80 Prozent der palästinensischen Opfer des Gaza-Kriegs um Männer; eine Analyse der Altersverteilung der Getöteten zeigt, dass verglichen mit ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung des Gazastreifens insbesondere 20- bis 39-Jährige deutlich überrepräsentiert sind – also genau jene Altersgruppen, aus denen sich die Mehrzahl der Kämpfer der verschiedenen palästinensischen Terrorgruppen rekrutiert.

Eine israelische Forschungseinrichtung hat unter knapp 1000 palästinensischen Opfern fast 300 Terroristen der Hamas, des Islamischen Dschihad und anderer Terrororganisationen namentlich identifiziert. Ohne Zweifel fallen dem von der Hamas angezettelten Krieg auch Frauen und Kinder zum Opfer, dass aber „fast nur Frauen und Kinder“ getötet würden, ist einfach haarsträubende Propaganda. Man kann sich einige Gründe vorstellen, warum ein Arzt des Shifa-Krankenhauses, das Medienberichten zufolge der Hamas als Kommandozentrale dient, solche Unwahrheiten verbreitet; dass Lejeune sie in seiner Reportage aber völlig unkommentiert wiedergibt und mit keinem Wort versucht, die Propaganda mit der Realität zu konfrontieren, hat jedenfalls wenig mit einer „umfassenden“ und „objektiven“ Darstellung der Ereignisse zu tun.

Das trifft leider auch auf eine andere Passage seines Beitrags zu, in der Lejeune über eine UNRWA-Schule in Beit Hanun schreibt, in der, so lässt er keinen Zweifel aufkommen, bei einem israelischen Angriff etliche Palästinenser getötet oder verletzt worden sein sollen. „Ist dieses Mädchen eine Hamas-Kämpferin?“, fragt der Arzt aus dem Shifa-Krankenhaus, der auf eines der bei dem Vorfall verletzten Mädchen deutet. Von einem „alptraumhafte(n) Massaker“ spricht ein UNRWA-Vertreter.

In Lejeunes Darstellung fehlt allerdings jeglicher Kontext. „Israel beschuldigt die Hamas, Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen“, schreibt er zu Beginn seiner Reportage, sagt aber nicht dazu, dass genau dieser Vorwurf nicht bloß von Israel erhoben wird, sondern auch und gerade im Hinblick auf UNRWA-Einrichtungen im Gazastreifen von niemand geringerem als von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.

Nachdem in den letzten Tagen mehrfach Raketenlager in UNRWA-Gebäuden gefunden worden waren, richtete dieser deutliche Worte an Hamas und andere palästinensische Terrorgruppen: „Die Verantwortlichen haben damit Schulen zu möglichen Angriffszielen gemacht und die Leben von unschuldigen Kindern, UN-Mitarbeitern und Schutzsuchenden in Gefahr gebracht.“ (Kurier, 25. Juli 2014)

Dejeune verschweigt seinen Lesern, dass die UNRWA es in ihrer Stellungnahme zum Vorfall vom vergangenen Donnerstag unterließ, Israel für den fatalen Beschuss der Schule verantwortlich zu machen. Er erwähnt mit keinem Wort, dass an dem betreffenden Nachmittag in unmittelbarer Nähe des Gebäudes schwere Kämpfe zwischen palästinensischen Terroristen und der israelischen Armee stattfanden. Er findet es offenbar keiner Erwähnung wert, dass Israel von Anfang an auf die Möglichkeit verwies, eine von der Hamas abgefeuerte Rakete könnte in der Schule eingeschlagen haben– eine jenes knappen Drittels der Terror-Raketen, das nie bis Israel kommt, sondern im Gazastreifen niedergeht. Und Lejeune unterschlägt die Ergebnisse einer Untersuchung der israelischen Armee, die eine israelische Verantwortung für die Toten und Verletzten in der UNRWA-Schule zurückwies.

Aber dass die Hamas für den schrecklichen Zwischenfall in Beit Hanun verantwortlich sein könnte, das hätte Lejeunes gesamtes Narrativ zusammenbrechen lassen. „Ist dieses Mädchen eine Hamas-Kämpferin?“, diese Frage des Arztes aus Gaza eignet sich nur zum plakativen Titel für eine Reportage, wenn sie als Anklage gegen Israel gerichtet ist. Wohl deshalb vermied Lejeune jede noch so geringe Andeutung, dass die Geschichte vielleicht anders abgelaufen ist.

Erneut: Mit einer „umfassenden“ und „objektiven“ Darstellung der Ereignisse hat das wenig zu tun. (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass er damit beim Standard bestens aufgehoben ist, auf dessen Seiten bisher mit keinem Wort auch nur angedeutet wurde, dass es zumindest Zweifel an Israels Verantwortung für das „alptraumhafte Massaker“ von Beit Hanun gibt.)

Anders als Frey in seinem Kommentar meinte, ergibt sich der Vorwurf der Einseitigkeit der Berichterstattung nicht zwangsläufig aus dem asymmetrischen Charakter des Krieges zwischen Israel und der Hamas. Der Vorwurf wird aber sehr wohl laut, wenn Propaganda einfach unwidersprochen wiedergegeben und über einzelne konkrete Vorfälle unter Auslassung wesentlicher Aspekte auf tendenziöse Art und Weise berichtet wird.

Mit freundlichen Grüßen,
Mag. Florian Markl
Medienbeobachtungsstelle Naher Osten (MENA)
http://www.mena-watch.com/showentry/1198-Einseitige-Reportage-im-Standard


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Israel - wohin führt der Weg?

01.08.2014 um 18:14
Das wichtigste ist das Ende der Besatzung, das heißt das die Grenzen nach Ägypten geöffnet werden, der Flughafen von Gaza und die Seeblockade beendet wird. Mehr fordert die Hamas doch gar nicht.

Gaza ist ein Ghetto, in dem Israel jede wirtschaftliche Entwicklung sabotiert.

Das die Millionen Menschen nicht längst verhungert sind, liegt nur an den illegalen Tunneln der Hamas die bis weit in ägyptisches Gebiet rein reichen und ein Minimum an Warenverkehr ermöglichen.

Ohne diese Tunnel hätten die Siedler Gaza längst übernommen, tatsächlich hat aber nur der bewaffnete Widerstand der Hamas die Siedler vollständig vertrieben im Gegensatz zum Westjordanland.

Die Hamas vertritt keine unmöglichen Forderungen, Israel sollte ihnen jetzt nachgeben!


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