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Israel - wohin führt der Weg?

37.671 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

25.11.2020 um 11:37
Zitat von paranomalparanomal schrieb:Die Wiederherstellung der Grenzen von 1966 würde ja bedeuten, dass sich Ägypten und Jordanien dann wieder mit den sog. Palästinensern rumschlagen dürfen. Das Interesse diesbezüglich dürfte sich in (Achtung: Wortwitz) Grenzen halten.
Das bezog sich natürlich auf die israelisch-palästinensischen Grenzen eingedenk der Tatsache, dass Ägypten und Jordanien ihre Gebietsansprüche 1988 aufgegeben haben.


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Israel - wohin führt der Weg?

25.11.2020 um 12:13
Zitat von DerKlassikerDerKlassiker schrieb:Das bezog sich natürlich auf die israelisch-palästinensischen Grenzen
Die es ja eigentlich nie gab. An einem palästinensischen Staat können aktuell nur Antisemiten Interesse haben, die sich nach dem judenfreien Staat sehnen. Allen anderen sollte nämlich bewusst sein, dass ein solches Konstrukt ein von Islamisten regierter Failed-State würde, der ohne ständige Finanzspritzen von außen und fortlaufenden Hilfslieferungen kein einziges Jahr existenzfähig wäre. Den Palästinensern würde es unterm Strich noch viel beschissener gehen als jetzt.


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Israel - wohin führt der Weg?

25.11.2020 um 13:54
Zitat von paranomalparanomal schrieb:An einem palästinensischen Staat können aktuell nur Antisemiten Interesse haben, die sich nach dem judenfreien Staat sehnen.
Mit Verlaub, aber das ist nun wirklich ein absoluter Krampf. Möglicherweise benötigt man schon eine Überdosis an alternativen Latenzmedien mit verschwörungstheoretischem Hintergrund, um auf so eine Idee zu kommen. Es gibt immerhin auch die Option, dass die jüdischen Siedlungen in der West Bank unter palästinensischer Souveränität weiter bestehen könnten. Das würde allerdings dem Gros der Siedler wahrscheinlich nicht passen.
Zitat von paranomalparanomal schrieb:Allen anderen sollte nämlich bewusst sein, dass ein solches Konstrukt ein von Islamisten regierter Failed-State würde
Diese Gefahr besteht durchaus – allerdings nicht nur in Palästina, sondern in so ziemlich allen Staaten mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Das Aufrechterhalten der momentanen Situation ist aber dem Siegeszug der Islamisten erst recht dienlich, v. a. auch deshalb, weil die gemäßigten Kräfte dagegen immer wieder wie Weicheier aussehen, die nichts auf die Reihe kriegen. Dass die Islamisten allerdings auch nichts auf die Reihe kriegen, da sie die Situation immer mehr verschlimmern und verhärten, steht dabei wohl auf einem anderen Blatt.


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Israel - wohin führt der Weg?

29.11.2020 um 13:28
@HF

Liqudierung iranische Atomphysiker Mohsen Fachrisadeh (Beitrag von HF)

Ja, danke.

Nur kann ich auch da nichts von "Schrägbohrungen" lesen, auch wenn ich sowas bei "Gesellschaft für bedrohte Völker" unzweifelhaft erwartet hätte.

Im Endeffekt ist es das, was ich hier schon ansprach:
Zitat von FiernaFierna schrieb:Mir ist nur bekannt, dass - aufgrund der Schwerkraft - Wasser nach Israel fließt, welches als Regen auf palästinensischen Gebieten fällt.
Wie hier anschaulich illustriert, fließt das Wasser schlicht und ergreifend nach Israel, wofür man Israel nun kaum verantwortlich machen kann:

IMG 20201129 123406Original anzeigen (0,3 MB)

- Quelle weiter unten

Das die Wasserspeicher dann in Israel stehen, ist - zumindest für mich - wenig überraschend.

Wenn man sich die Sache jetzt mal außerhalb der "Recharge Area" ansieht, die sicherlich zu über 80% in der Westbank liegt, sieht das plötzlich völlig anders aus (auch dort Pfeile bzgl des "Groundwater Flow"):

Shared Waters Map

https://www.internationalwaterlaw.org/blog/category/transboundary-aqufers/page/2/

Weshalb Israel auch zu völlig anderen Zahlen kommt:

IMG 20201129 124808Original anzeigen (0,3 MB)

http://www.water.gov.il/Hebrew/ProfessionalInfoAndData/2012/21-Water-Issues-between-Israel-and-Palestinians-Main-Facts.pdf

Nur diese "Recharge Area" zu betrachten und dann irgendwelche "Diebstahl"-Narrative zu schüren, wirkt auf mich schon ein wenig tendenziös.
Dieser Eindruck erhärtet sich, wenn man feststellt, dass in der Quelle der "Eastern Aquifer" nichtmal erwähnt wird:
1. The Oslo agreements grant the Palestinians the right to draw 70 million cubic meters from the Eastern Mountain Aquifer (ground water reservoir). Yet this water resource is not currently being capitalized on by the Palestinians; the waters spill untapped underground into the Dead Sea. As per the Israeli-Palestinian agreement, some 40 sites were identified for drilling into this aquifer in the eastern Hebron hills region, and permits were granted to the Palestinians by the Israel-PA Joint Water Committee. Nevertheless, over the past 20 years, the Palestinians have drilled at just one-third of these sites, despite the fact that the international community has offered to finance the drilling of all sites. If the Palestinians were to drill and develop all these wells, they could have completely solved the existing water shortage in the Hebron hills region. But the Palestinians have preferred to drill wells on the Western Mountain Aquifer, the basin that provides groundwater to the State of Israel. Instead of solving the problem they have chosen to squabble with Israel.
http://besacenter.org/perspectives-papers/truth-behind-palestinian-water-libels/

Davon ab ist im erheblichen Maße für die notorische Wasserknappheit in der Westbank das palästinensische Missmangement verantwortlich, welches in obigem Link detailliert aufgeführt wird.

Dazu gehören bspw:

- die baufällige Infrastruktur, die man nicht erneuert (was man natürlich auch Israel in die Schuhe schiebt).

- Die Weigerung, im Israeli-Palestinian Joint Water Committee zu verhandeln, was dann keine Initiative von Israel zulässt bzgl Punkt 1
Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Palästinenser seit längerer Zeit weigern, mit Israel im zuständigen gemeinsamen Ausschuss über Wasserfragen zu beraten.
https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/palaestina-beitrag-der-ard-streit-um-das-wasser-14393038.amp.html
The infrastructure is inadequate to meet the increasing demand, the Israeli Water Authority said, explaining that it is difficult to upgrade the infrastructure without convening the Israeli-Palestinian Joint Water Committee, that was established under the 1993 Oslo Accords.
https://m.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Israel-blames-Palestinians-for-West-Bank-water-shortage-457814

- oder die Weigerung, geklärtes Abwasser für die Landwirtschaft zu nutzen (vor allem, wenn Israel auch noch anbietet, das zu liefern) und stattdessen Trinkwasser auf die Felder zu kippen.

Hier noch entsprechende Studie zu dem besacenter-Link, welche auch als Bildquelle für die erste Grafik dient:

https://besacenter.org/mideast-security-and-policy-studies/the-israeli-palestinian-water-conflict-an-israeli-perspective-3-2/


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Israel - wohin führt der Weg?

29.11.2020 um 15:47
Zitat von DerKlassikerDerKlassiker schrieb am 25.11.2020:Da bin ich insofern bei dir, dass das sicher die bessere Lösung wäre, nur, die Machbarkeit sehe ich aufgrund der israelischen Siedlungen im Westjordanland nicht wirklich. Dabei muss man auch bedenken, dass, selbst wenn man die Grenzen von 1966 wieder herstellen würde, der Gazastreifen ohnehin territorial vom restlichen palästinensischen Gebiet abgetrennt wäre.
Ja, ich sehe da auch keine Machbarkeit. Jedenfalls nicht, wenn man es den lokalen Akteuren überlässt. Beide Seiten bestehen ja auf ihren Maximalforderungen und sind bestenfalls in zweitrangigen Fragen kompromissbereit. Hier müssten die Supermächte eine Friedensordnung erzwingen und aufrecht erhalten bis sich die Gemüter vor Ort abgekühlt haben. Aber die US-Marines werden nicht in Tel Aviv landen und China wird sich da nicht einmischen. Also wird sich nichts ändern.
Zitat von DerKlassikerDerKlassiker schrieb am 25.11.2020:Das mag sein, doch langfristig gesehen darf man sich durchaus einen gewissen Optimismus gönnen, wenn man bedenkt, wie gut z. B. Deutschland und Frankreich heutzutage miteinander klarkommen nach Jahrzehnten der Erbfeindschaft. Einen gemeinsamen Staat, etwa die "Ein-Staat-Lösung" sehe ich jetzt allerdings nicht, v. a. da dies ja auch dem Charakter Israels als Nationalstaat der Juden zuwiderlaufen würde.
Na ja, dazu mussten aber zwei Weltkriege geführt werden. Infolge dieser Kriege verlor Deutschland seine einstige Machtstellung fast komplett und auch Frankreich büsste seine Großmachtstellung sowie sein Kolonialreich ein. Weiterhin waren die beiden damals tonangebenden Supermächte an Ruhe und Ordnung in Europa interessiert.

Die Leute, die für Versöhnung eintraten, wurden also sehr gestärkt, während die Leute, die weiterhin die Konfrontation wollten, praktisch keine Argumentationsgrundlage mehr hatten.

Trotzdem, das auf deutscher und französischer Seite überhaupt an Versöhnung und Kooperation gedacht wurde, war sicherlich ein großer Schritt nach vorn. Ob sich diese Kräfte aber ohne die Weltkriege und ohne die Unterstützung der USA und dem Stillschweigen der UdSSR auch hätten durchsetzen können, ist zumindest fraglich.


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