Philter schrieb:Nein, aber der Planungsmaßstab der operative Umsetzung klingt für mich danach, als ging es nie um Diplomatie, sondern um einen von länger Hand geplanten Feldzug gegen das Regime, der mir einem Vorwand (Verhandlungen um das Atomprogramm) gerechtfertigt wurde, um den Anschein zu erwecken, dass der Dialog gesucht wurde.
Eine Macht wie die USA kann diplomatische Wege suchen und wird trotzdem immer auch militärische Pläne schmieden, wenn die Diplomatie nicht fruchtet.
Davon darfst Du ausgehen.
Das die USA die letzten 20 Jahre immer Pläne in der Schublade hatte, um eventuell den Iran anzugreifen? Vermutlich.
Und die waren sicherlich immer auf dem Laufenden.
Wenn bei den letzten Verhandlungen, wo ja eigentlich schon das Ende der Mullahs mit Thema war, die Mullahs eingelenkt hätten, dann hätte Trump wohl einen Rückzieher gemacht. Aber die Iraner haben hoch gepokert und waren sich ihrer Sache wohl zu sicher.
Trump hatte sich vermutlich seit längerem zum Regimechange im Iran durchgerungen, die Iraner gaben mit den Massenerschießungen ja auch eigentlich für Trump keinen Ausweg mehr.
Hätte er nicht gehandelt hätte man es ihm Jahrelang nachgetragen.
Gleichzeitig wäre er auf eine schwache US Außenpolitik, die Schwäche zeigt wie unter Obama, zurückgekehrt.
Hätte Trump die gesetzte Rote Linie durch den Iran brechen lassen ohne Konsequenzen, wie es Obama immer gemacht hat, dann wäre es ein Zeichen von Schwäche und leerer Worthülsen.