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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.394 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 09:10
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Man soll also einfach vergessen, basierend auf welcher Ausbeutung die Familien Superreich & Co. ihre Milliarden gemacht haben?
Was hat das damit zu wenn irgendeine Haustussi ihrem Macker die Puschen bringt?
Will die Familie ne Hausfrau? Dann muss sie sich das leisten können, wenn nicht, muss die richtig arbeiten!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 09:39
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Was hat das damit zu wenn irgendeine Haustussi ihrem Macker die Puschen bringt?
Will die Familie ne Hausfrau? Dann muss sie sich das leisten können, wenn nicht, muss die richtig arbeiten!
What are you talking about? Was für ne Hausmutti, wessen Mackerpuschen? In welchem Film bist Du wieder?

Du redest so diffamierend hoffentlich nicht von Eltern, die ihre Erziehungszeit nutzen und danach Teilzeit arbeiten, um das Kind weiter betreuen zu können, damit es nicht zum Schlüsselkind wird? In diesem Staat hat man -zumeist als Frau- finanzielle Einbußen und ein erhöhtes Risiko für Altersarmut in Kauf zu nehmen, wenn man Kinder großzieht. Das kann's nicht sein. Das ist einfach falsch, weil man sich -auch im gesellschaftlichen Sinne und Interesse- um eine optimale Erziehung und Ausbildung für die kommende Steuerzahlergeneration kümmert.

Btw. wo sind denn die bundesweiten Ganztagsschulen, die in dieser Hinsicht schon mal etwas weiterhelfen könnten?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 10:12
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:What are you talking about? Was für ne Hausmutti, wessen Mackerpuschen?
Care Economy, hast Du mich nicht aufgeklärt dass die Hausfrau 160.000$ bekommen soll, ich aber für meine Haushaltshilfe selbst zahlen soll!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du redest so diffamierend hoffentlich nicht von Eltern, die ihre Erziehungszeit nutzen und danach Teilzeit arbeiten, um das Kind weiter betreuen zu können, damit es nicht zum Schlüsselkind wird? In diesem Staat hat man -zumeist als Frau- finanzielle Einbußen und ein erhöhtes Risiko für Altersarmut in Kauf zu nehmen, wenn man Kinder großzieht.
Stimmt, speziell wenn sie gutes Einkommen hat, dann ist sie beim Elterngeld eingeschränkt, dass hat sie davon wenn sie so hohe Steuern zahlt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das ist einfach falsch, weil man sich -auch im gesellschaftlichen Sinne und Interesse- um eine optimale Erziehung und Ausbildung für die kommende Steuerzahlergeneration kümmert.
Ja, endlich einer Meinung! Aufhebung der Elterngeldgrenze und zwar Doppelpronto.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. wo sind denn die bundesweiten Ganztagsschulen, die in dieser Hinsicht schon mal etwas weiterhelfen könnten?
Keine Ahnung, ich baue nur EFHs.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 10:48
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aufhebung der Elterngeldgrenze und zwar Doppelpronto.
Das Gegenteil ist Realität. Und das ist gut so.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich aber für meine Haushaltshilfe selbst zahlen soll!
Darüber kommst einfach nicht hinweg :D Nixdestotrotz ... schluss jetzt. Du zahlst deine Haushaltshilfe weiter (hoffentlich nicht schwarz☝️), und lenkst jetzt mal nicht weiter ab. Thema ist die Vermögenssteuer. Auf der vorherigen Seite habe ich dir Zitate aus Wikipedia dazu eingestellt
Die Vermögensteuer besitzt eine sozialpolitische Aufgabe. Juristisch wird diese Funktion der Vermögensteuer mit ihrer Fähigkeit zur Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips begründet.
Schlussfolgerung --> wenn du gegen die Vermögenssteuer bist, bist du gegen das Sozialstaatsprinzip.

So, sag' an!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 10:54
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Du zahlst deine Haushaltshilfe weiter (hoffentlich nicht schwarz☝️), und lenkst jetzt mal nicht weiter ab.
Oder ich heirate sie und kriege 160.000$.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schlussfolgerung --> wenn du gegen die Vermögenssteuer bist, bist du gegen das Sozialstaatsprinzip.
Ich bin gegen die Vermögenssteuer - ungerecht, bestraft Leistung, lässt sich nicht erfassen, vergrößert die Sozialmatte und Zahl der Empfänger.

Hier aus deinem Wiki Link (wieso unterschlägst Du das, Argumente aus?):
Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird die Erhebung einer Vermögensteuer unter anderem mit folgenden Argumenten abgelehnt:[17]
Laut einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2017 unter Brigitte Zypries (SPD) in Auftrag gegebenen Studie durch Ernst & Young und das arbeitgebernahe ifo Institut ergeben sich bei Wiedereinführung negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und auf die Beschäftigung (S. 52), weil insbesondere ausländische Investoren ihr Engagement deutlich reduzieren würden.
Aus steuerrechtlicher Sicht wird die Erhebung einer Vermögensteuer unter anderem mit folgenden Argumenten abgelehnt:[18]
Die Vermögensteuer ähnelt der Einkommensteuer. Da Zinsen und ähnliche Vermögenserträge bereits durch die Einkommensteuer belastet werden, erzeugt die Vermögensteuer eine Zusatzbelastung.
Während die Einkommensteuer aber den tatsächlichen Ertrag trifft, belastet die Vermögensteuer den Sollertrag. Bleibt der tatsächliche Ertrag hinter dem Sollertrag zurück, kommt es zur Überbesteuerung.
Unter allen Steuern erzeugt die Vermögensteuer die höchsten Verwaltungskosten, weil Bewertungen schwierig sind. Besteht das politische Ziel darin, Kapitaleinkommen stärker zu belasten, kann der Gesetzgeber die Kapitaleinkommensteuer erhöhen, statt mit der Vermögensteuer eine weitere Steuer einzuführen.
Die Vermögensteuer würde Individuen ungleich behandeln, wenn sie die Versorgungsansprüche der Beamten und Arbeitnehmer ausnimmt, die Altersersparnisse der Selbstständigen im Fall von niedrig angesetzten Freibeträgen aber einbezieht.
Fasst der Gesetzgeber die Bemessungsgrundlage eng, weichen die Steuerpflichtigen aus, indem sie z. B. Bilder und andere Kunstgegenstände kaufen. Eine weit gefasste Bemessungsgrundlage erfordert andererseits tiefes Eindringen in die Privatsphäre, um etwa den „Picasso im Schlafzimmer“ zu entdecken.
Laut der zuvor genannten Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums ergeben sich auch steuerrechtliche Schwierigkeiten. Ausgehend von den für die Vermögensteuer günstigsten Annahmen (Stand 2017), dürfe diese den Wert von 1,4 % nicht überschreiten, sofern sie noch verfassungskonform sein solle (S. 23). Die Vermögenssteuer müsse einerseits aus den Erträgen des Vermögens bezahlbar sein und andererseits aber auch dem Steuerpflichtigen einen Mindestanteil lassen, so dass dieser Anteil noch das Ergebnis der eigenen wirtschaftlichen Tätigkeit hinreichend zum Ausdruck bringe (S. 20).[17]



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 11:09
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Care Economy, hast Du mich nicht aufgeklärt dass die Hausfrau 160.000$ bekommen soll, ich aber für meine Haushaltshilfe selbst zahlen soll!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Oder ich heirate sie und kriege 160.000$.
Das ist irgendwie auch unfair - die verheiratete Carearbeiterin kriegt 160.000€, die Angestellte nur Mindestlohn... sehr konservativ.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Darüber kommst einfach nicht hinweg :D Nixdestotrotz ... schluss jetzt. Du zahlst deine Haushaltshilfe weiter (hoffentlich nicht schwarz☝️), und lenkst jetzt mal nicht weiter ab. Thema ist die Vermögenssteuer.
Warum ist dein Ton eigentlich so permanent unangenehm?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schlussfolgerung --> wenn du gegen die Vermögenssteuer bist, bist du gegen das Sozialstaatsprinzip.
Das ist ein ziemlicher Fehlschluss: man kann auch aufgrund der praktischen Probleme (und der damit verbundenen Kosten, Ungerechtigkeiten usw.) gegen die Vermögenssteuer sein, ohne gleich den Sozialstaat abzulehnen. Eine Vermögenssteuer hätte in Deutschland erstmal folgende Hürden zu nehmen (rein praktischer Natur, unabhängig von der juristischen Seite):

- Bewertung der Vermögen: Vermögensbewertung ist komplex und teuer (sie beschäftigt bei Firmen Heerscharen von Wirtschaftsprüfern etc.) sofern es nicht um reine Geldvermögen geht; bei typischen "reiche Leute"-Anlageobjekten wie z.B. Kunst wird's erst richtig eklig. Generell kann man ansetzen, dass die Kosten einer Vermögensbewertung irgenwo zwischen 0,5% und 2% des zu bewertenden Vermögens liegen, das ist ein erheblicher Overhead für eine Steuer die selbst nur wenige Prozent pro Jahr des Vermögens betragen soll (je nachdem welchen politischen Vorschlag man genau betrachtet).

- Freibetragsgestaltung: Um die materielle Gleichwertigkeit der Schon- und Freibeträge abzubilden (Es soll z.B. "die eigene Wohnung" steuerfrei gestellt werden, kein reiner Finanzbetrag) wäre bereits eine relativ komplexe Gestaltung notwendig mit ortsabhängigen Hebesätzen (wie es z.B. bei Gewerbesteuer oder Grundsteuer ebenfalls der Fall ist) um die teils sehr großen Gefälle zwischen Land und Großstadt etc. abzubilden. Das macht das Verfahren komplex und teuer - bei der Umgestaltung der Grundsteuer haben wir gesehen, welchen massiven Aufwand das mit sich bringt, eine Neueinführung wäre nochmal teurer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 11:21
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Vermögensbewertung ist komplex und teuer
Weswegen macht man dann bei Bürgergeld / Sozialhilfe so einen Aufstand? Da kriegt man es doch auch hin. Für mich ist das nur eine Ausrede, um die Milliardäre hier zu schützen, damit die sich dann mit Geschenken erkenntlich zeigen.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:wäre bereits eine relativ komplexe Gestaltung notwendig
Wir leben in Deutschland! Komplexe Steuergestaltungen kriegen wir hin.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 11:42
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Oder ich heirate sie und kriege 160.000$.
:D ... weisst, bei dem Gehalt hat sie es dann auch nicht mehr nötig, irgendeinen AG zu heiraten :Y:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Hier aus deinem Wiki Link (wieso unterschlägst Du das, Argumente aus?):
🤨 Ich hab' dich sogar explizit aufgefordert den Rest selber zu lesen. Also mässige dich bitte.
Wenn ich jetzt noch die volkswirtschaftlichen Argumente für die Vermögenssteuer hier einstellen würde, hätten wir dann auch den gesamten Wikipediaartikel hier reinkopiert ... deshalb spare ich mir das, und zitiere nur noch eine Stelle, weil sie ursächlich für den gigantischen Vermögenszuwachs der Superreichen zu sein scheint
Joseph Fargione u. a. zeigten, dass sich die Akkumulation von Vermögen mathematisch als sehr einfacher Prozess modellieren lässt. Sein Modell zeigte, dass mit der Zeit sich das gesamte verfügbare Vermögen auf immer weniger Personen konzentriert. Ursächlich dafür ist das monotone Anwachsen der Streuung der Verteilung in Kombination mit dem Zinseszinseffekt, der eine Verschiebung des Vermögens zur Spitze der Population bewirkt. Diese Verschiebung wird durch das Anwachsen der Streuung mit der Zeit immer größer, wodurch der Vermögenskonzentration praktisch keinerlei Grenzen gesetzt sind (vgl. für die technischen Details den Abschnitt Vermögenskonzentration im Artikel über den Zinseszins). Führt man in diesem Prozess jedoch eine jährlich wiederkehrende Vermögenssteuer ein, so kann die Streuung nicht mehr monoton anwachsen. Je höher das Vermögen, desto unwahrscheinlicher wird es nämlich, dass die normalverteilte Rendite höhere Vermögenzuwächse ermöglicht, als durch eine feststehende Vermögenssteuer zu zahlen ist.[16]
VERMÖGENSSTEUER PRONTO!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 12:04
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Warum ist dein Ton eigentlich so permanent unangenehm?
Mir gefällt hier auch nicht jede Tonfolge. Is wie es is.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das ist ein ziemlicher Fehlschluss:
Ich sehe keinen Fehlschluss, allein wenn man die zuvor bereits zitierten Aspekte sieht, die ein wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden wären.
Zudem war hier ja schon mal benannt worden, dass es einen Freibetrag von 2 Millionen geben könnte (da fällt eh kaum einer drunter), und alles darüber hinaus mit 1% Vermögenssteuer besteuert werden sollte. Die Milliardärssteuer könnte noch etwas höher ausfallen.
Die Vermögensteuer besitzt eine sozialpolitische Aufgabe.

Juristisch wird diese Funktion der Vermögensteuer mit ihrer Fähigkeit zur Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips begründet. Da laut Thomas Piketty[3] sowie dem gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung die Einkommen der Vermögenden tendenziell überdurchschnittlich sind, könnte eine reformierte Vermögensteuer die Vermögenskonzentration zumindest verlangsamen.[4] Eine Studie des Internationalen Währungsfonds von 2015 verweist explizit auf die Vermögensteuer als eine Maßnahme gegen Ungleichheit. So könne „die Umverteilungsrolle der Finanzpolitik durch ein stärkeres Vertrauen auf Vermögens- und Grundsteuern gestärkt werden“.[5]

Laut Joachim Wieland kann die Vermögensteuer im Rahmen einer einnahmenorientierten Haushaltspolitik einen Beitrag zur Reduktion der Staatsverschuldung leisten.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wir leben in Deutschland! Komplexe Steuergestaltungen kriegen wir hin.
Das sehe ich auch so :Y: Bisher konnte auch alles andere ermittelt und besteuert werden, was halt gerade auf der Agenda stand. Etwas darüberhinaus gehende Arbeit für die Vermögenssteuer wird auf den Behörden schon bewältigbar sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 12:26
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Komplexe Steuergestaltungen kriegen wir hin.
Ähh, nein, Sven - sonst hätten wir es schon.
Die Unfähigenregierung hätte es doch einführen könne, hams aber ned.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 12:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:die ein wichtiger Beitrag zum sozialen Frieden wären.
hast du nicht selbst die skandinavischen Länder als Vorbild genannt?
Dann schau doch mal zu unserem skandinavischen Nachbarn Dänemark und frage dich warum die Akzeptanz in die Politik dort erheblich grösser ist als hierzulande.
Und du wirst sehen dass die Dänen es eben nicht mit Umverteilungsdebatten hinbekommen sondern mit einem Wohlfahrtsstaat der auf wesentlich mehr Eigenverantwortung und weniger soziale Wohltaten setzt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 13:07
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:hast du nicht selbst die skandinavischen Länder als Vorbild genannt?
Nein, ich habe nicht von Vorbildern gesprochen. Ich habe sie im Kontext mit dem Happiness Report 2026 erwähnt, und hingeschaut was in Finnland die Lebensqualität ausmacht (gegenseitige Unterstützung, funktionierender Sozialstaat etc.)

Zu Dänemark: nach meinem Verständnis kann das Spitzensteuersatz für Einkommen in Dänemark bis zu 60% betragen. Mehrwertsteuer liegt dort bei 25%.
Die Abgabenquote (Steuern und Sozialabgaben im Verhältnis zum BIP) ist in Dänemark mit ca. 46 %
(2020) eine der höchsten in der EU, während sie in Deutschland niedriger liegt.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/2022/07/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-3-steuern-im-internationalen-vergleich.html

Nach meinem Verständnis finanziert Dänemark den Wohlfahrtsstaat demnach mit höheren Steuern und Abgaben als Deutschland. Kann da zumindest gerade nix anderes herauslesen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 15:27
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Unfähigenregierung hätte es doch einführen könne, hams aber ned.
Das hat politische Gründe - keine technischen. Die rechte Seite im Bundestag streubt sich dagegen, weil ja dann die Geschenke alle wegfallen. Wer den Sumpf trockenlegen will, der darf nicht die Frösche fragen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nach meinem Verständnis finanziert Dänemark den Wohlfahrtsstaat demnach mit höheren Steuern und Abgaben als Deutschland. Kann da zumindest gerade nix anderes herauslesen.
In Dänemark bekommt man 70% des letzten Gehaltes als Rente. Daher ist auch eine Diskussion über Rente mit 70 nicht wirklich entfacht. Man kann sich auf den Sozialstaat verlassen. Hier ist man verlassen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 15:40
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das hat politische Gründe - keine technischen. Die rechte Seite im Bundestag streubt sich dagegen, weil ja dann die Geschenke alle wegfallen. Wer den Sumpf trockenlegen will, der darf nicht die Frösche fragen.
Komm, die Blödheit der Linke ist nicht die Stärke der Rechten.
Links/Grün hätte es auch ohne FDP durchgebracht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 15:58
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nach meinem Verständnis finanziert Dänemark den Wohlfahrtsstaat demnach mit höheren Steuern und Abgaben als Deutschland. Kann da zumindest gerade nix anderes herauslesen.
ja was schliesst du denn daraus?
Doch nur eines:Dass die Akzeptanz für höhere Steuern in Dänemark vorhanden ist weil diese Steuern nicht einfach sinnfrei ins Sozialsystem geworfen werden.
Die Krankenversicherung ist bspw. steuerfinanziert und da es in Dänemark sehr schwer ist (im Gegensatz zu DE) dass Menschen überhaupt keiner Arbeit nachgehen bezahlt quasi jeder dort ins System ein während hier viele gar nichts einbezahlen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 16:21
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:ja was schliesst du denn daraus?
Sry, ich hab' vorhin iwie auf dem Schlauch gestanden, wegen der "Umverteilung"
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:Doch nur eines:Dass die Akzeptanz für höhere Steuern in Dänemark vorhanden ist weil diese Steuern nicht einfach sinnfrei ins Sozialsystem geworfen werden
Ja, sie haben eine sozialere Haltung zum Thema Staat und Steuern. Man jault nicht herum, dass der Staat/die Gesellschaft z.B. eine Erhöhung für Steuer X in Erwägung zieht, weil ja alle was davon haben werden. Ein besseres Miteinander, mehr Lebensqualität, wenn es auch den Schwächsten ok geht.

Im Hinblick auf die Umverteilung verstehe ich Dich aber nicht wirklich
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:Und du wirst sehen dass die Dänen es eben nicht mit Umverteilungsdebatten hinbekommen sondern mit einem Wohlfahrtsstaat der auf wesentlich mehr Eigenverantwortung und weniger soziale Wohltaten setzt.

das Geld wird doch umverteilt. Die, welche mehr verdienen, zahlen mehr Steuern. Das Geld wird doch in dem Sinne umverteilt auf entsprechende Bereiche. Will sagen Umverteilung findet doch statt. Iwas checke ich nicht an der Stelle.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 17:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:das Geld wird doch umverteilt. Die, welche mehr verdienen, zahlen mehr Steuern. Das Geld wird doch in dem Sinne umverteilt auf entsprechende Bereiche. Will sagen Umverteilung findet doch statt. Iwas checke ich nicht an der Stelle.
aber eben nicht ohne vom Bürger eine Gegenleistung zu erwarten genau DASS ist der Unterschied.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 17:03
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:sozialere Haltung zum Thema Staat und Steuern
Ich möchte diese Aussage ergänzen. Man hat in den nördlichen Ländern mehr Vertrauen zum Staat, und eine höhere Belastungstoleranz für Steuern, da man anerkennt, dass der Staat auch Wertschöpfer ist. Er investiert in Infrastruktur, Bildung und Grundlagenforschung. Und auch in innovative Technologien. Der Staat wird nicht nur als ein Umverteiler für Leistungssysteme gesehen.

In Dänemark finden sich - trotz der hohen Steuerbelastung - immer noch viele Milliardäre, die nicht abhauen sondern zu ihren Abgaben und ihrem Staat stehen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 18:52
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ähh, nein, Sven - sonst hätten wir es schon.
Die Unfähigenregierung hätte es doch einführen könne, hams aber ned.
Nach dieser Argumentation sind also auch Steuersenkungen unmöglich, denn wenn die möglich wären, dann hätten wir sie ja schon längst, ham wa aber nich. :)

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

23.03.2026 um 04:21
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Nach dieser Argumentation sind also auch Steuersenkungen unmöglich, denn wenn die möglich wären, dann hätten wir sie ja schon längst, ham wa aber nich. :)
Nein, nach deiner falschen Ableitung ohne die Diksussionverstanden zu haben, also Service Post:
- Vermögenssteuer nicht eingeführt weil es erhebliche Probleme gibt
- Steuersenkungen nicht durchgeführt weil man nicht will
Ein Unterschied.


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