ApexOne schrieb:Care Economy, hast Du mich nicht aufgeklärt dass die Hausfrau 160.000$ bekommen soll, ich aber für meine Haushaltshilfe selbst zahlen soll!
ApexOne schrieb:Oder ich heirate sie und kriege 160.000$.
Das ist irgendwie auch unfair - die verheiratete Carearbeiterin kriegt 160.000€, die Angestellte nur Mindestlohn... sehr konservativ.
mitH2CO3 schrieb:Darüber kommst einfach nicht hinweg :D Nixdestotrotz ... schluss jetzt. Du zahlst deine Haushaltshilfe weiter (hoffentlich nicht schwarz☝️), und lenkst jetzt mal nicht weiter ab. Thema ist die Vermögenssteuer.
Warum ist dein Ton eigentlich so permanent unangenehm?
mitH2CO3 schrieb:Schlussfolgerung --> wenn du gegen die Vermögenssteuer bist, bist du gegen das Sozialstaatsprinzip.
Das ist ein ziemlicher Fehlschluss: man kann auch aufgrund der praktischen Probleme (und der damit verbundenen Kosten, Ungerechtigkeiten usw.) gegen die Vermögenssteuer sein, ohne gleich den Sozialstaat abzulehnen. Eine Vermögenssteuer hätte in Deutschland erstmal folgende Hürden zu nehmen (rein praktischer Natur, unabhängig von der juristischen Seite):
- Bewertung der Vermögen: Vermögensbewertung ist komplex und teuer (sie beschäftigt bei Firmen Heerscharen von Wirtschaftsprüfern etc.) sofern es nicht um reine Geldvermögen geht; bei typischen "reiche Leute"-Anlageobjekten wie z.B. Kunst wird's erst richtig eklig. Generell kann man ansetzen, dass die Kosten einer Vermögensbewertung irgenwo zwischen 0,5% und 2% des zu bewertenden Vermögens liegen, das ist ein erheblicher Overhead für eine Steuer die selbst nur wenige Prozent pro Jahr des Vermögens betragen soll (je nachdem welchen politischen Vorschlag man genau betrachtet).
- Freibetragsgestaltung: Um die materielle Gleichwertigkeit der Schon- und Freibeträge abzubilden (Es soll z.B. "die eigene Wohnung" steuerfrei gestellt werden, kein reiner Finanzbetrag) wäre bereits eine relativ komplexe Gestaltung notwendig mit ortsabhängigen Hebesätzen (wie es z.B. bei Gewerbesteuer oder Grundsteuer ebenfalls der Fall ist) um die teils sehr großen Gefälle zwischen Land und Großstadt etc. abzubilden. Das macht das Verfahren komplex und teuer - bei der Umgestaltung der Grundsteuer haben wir gesehen, welchen massiven Aufwand das mit sich bringt, eine Neueinführung wäre nochmal teurer.