Optimist schrieb:und so ein Milliardär zahlt auch wirklich brav die vollen 47 %, kann sich nicht legal bissel ärmer rechnen?
Wie denn? Glaubst Du der kann als Beleg für die Senkungen die Behauptungen auf Allmy schicken?
Aber deine Frage genau zu beantworten: auch wenn er nachweisst dass er ärmer ist, zahlt er auf Gewinne immer noch die gleiche Steuer, er kann sich nicht ärmer rechnen.
Optimist schrieb:schade, da wurde nämlich aufgezeigt, was alles so möglich ist.
Bei Leuten die Einkommen mit Vermögen verwechseln und wild Steuer auf Gewinne mit Steuern auf Brutto vermischen...tja, lohnt sich echt nicht.
Ich ergänze sogar, um vergleichen zu können:
Bei Gewinne aus Kapitalanlagen zahlt der Milliardär trotzdem mehr Steuern in % als die Reinigungskraft oder Lehrer - es wird zwar pauschal mit 25 % (Abgeltungsteuer) plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer-> 26,375 % besteuert, aber wenn die 3 bei der Steuererklärung die Günstigerprüfung (Anlage KAP) beantragen...wird mit dem persönlichen Steuersatz gerechnet und die Reinigungskraft und der Lehrer zahlen weniger (Steuersätze s.o.)
!Für den Milliardär in diesem Beispiel ändert sich nichts. Die Freibeträge von 1000€ wirken in der Rechnung sogar stärker zugunsten der anderen 2.
Folgt:
Bei Einkommen aus Erwerbstätigkeit, zahlt der Milliardär mehr.
Bei Einkommen aus Kapitalanlagen, zahlt der Milliardär mehr.
Ich bin bereit mit den Beteiligten aus dem Video das zu klären.
kuno7 schrieb:Kommt halt drauf an, woraus sich die Kapitalrendite zusammensetzt. Wenn unser Beispielmilliardär sein Geld zB. in Aktienfonds hat, die schütten 2% aus und machen nochmal 5% Kursgewinn, dann zahlt dieser Milliardär 3.692.500€, wenn ich mich nich verrechnet habe und der nich verkauft, was dann tatsächlich 18,46% des ausgeschütteten Gewinns bzw. 0,369% des investierten Kapitals sind.
Ich verstehe die Rechnung Gewinn gegen die eingesetzte Summe nicht, man zahlt auf Gewinne, aber gut:
Wenn die Reinigungskraft und der Lehrer bis 50.000 anlegen und die Fonds 2% ausschütten -> zahlen diese zwei 0 Euro Steuer drauf....immer noch weniger als der Milliardär.
kuno7 schrieb:Wenn die Gewinne aus Gold oder Bitcoin Spekulationen resultierten, beträgt die Steuerlast sogar 0,00%, sofern das Spekulationsobjekt länger als ein Jahr gehalten wurden.
Und diese Regelung gilt für alle 3 -> somit nicht mal hier zahlen die 2 mehr als der Milliardär.
Tätigen diese 3 eine Transaktion unter der Haltefrist von einem Jahr, gelten der Freibetrag von 1000€ und die persönlichen Einkommenssteuersätze, somit beim Milliardär die 47% (Anlage SO) * Achtung - bei Bitcoin zählt auch die Bezahlung damit als Verkauf.
Zusatzbeispiel zum Thema "Arbeit wird mehr besteuert als Vermögen" - ich nehme Dieter Schwarz (Lidl&Kauflaund), reichster Deutscher, wohnt in Heilbron, Alleininhaber der Schwarzgruppe, letzter bekannter Jahresumsatz 175Mrd. und letzter bekannter Gewinn 3,4Mrd.
Zählen wir wir zusammen was die Firma Steuern zahlt und er, es ist so auch bei Aktionäre..wir bemühen hier die KI (ChatGPT).
Prompt:
wieviel Steuern zahlt eine Firma in Heilbronn bei einem Gewinn von 3,4 Mrd und wieviel Steuern zahlt der Alleininhaber wenn er sich den Gewinn auszahlt, lebt auch in Heilbronn?
• Gewinn Firma: 3,4 Mrd. €
• Steuern Firma (≈30,5 %): ~1,04 Mrd. €
• Nach Steuern übrig: ~2,36 Mrd. €
Wenn alles ausgeschüttet wird:
• Steuern privat (≈26,4 %): ~0,62 Mrd. €
⸻
👉 Ergebnis:
• Beim Eigentümer: ~1,74 Mrd. €
• Gesamtsteuer: ~1,66 Mrd. €
• Effektiv: ≈49 % Steuerbelastung
So...was zahlen die Reinigungskraft und der Lehrer nochmal?