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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.160 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2026 um 16:11
Für den Zusammenhang - wegen neuer Seite:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich würde mir z.B. bezüglich Nachhaltigkeit wünschen, dass es viel mehr Tauschbörsen gibt (nicht nur im Internet, sondern vor Ort).

Dann auch Geschäfte, wo man alles was man an Gegenständen braucht, ausleihen könnte, gegen kleine Gebühren.
Gibts sicher schon, aber dann halt viel zu wenig.

Car-Sharing müsste es viel mehr geben usw.
Zitat von SabresSabres schrieb:Lass uns doch einen Tausch Thread aufmachen!
gute Idee 🙂
Hast du das ernst gemeint? 🙂

Falls ja, da müsste man aber vielleicht erst mal die Verwaltung fragen, ob sowas im Forum erlaubt wäre?
Aber selbst wenn, das stelle ich mir auch organisatorisch bissel schwierig vor, weil ja sicher viele user weit voneinander entfernt wohnen. Und die Schickerei wäre mir persönlich nichts.
Wie gesagt, ich würde mir in den Städten viele Tauschmöglichkeiten vor Ort wünschen.

Für Bücher gibt es sowas schon: da stellt jemand in eine Örtlichkeit Bücher rein und irgendwann kommen andere Menschen, die sich dann dort Bücher nehmen. Und wenn sie diese gelesen haben, stellen sie die wieder rein.
Zitat von SabresSabres schrieb:Das könnte extrem interessant werden. Davon einmal ganz abgesehen, kommen dadurch vielleicht wieder Dinge im Umlauf, welche schon seit Jahrzehnten nicht mehr im Gebrauch waren!

Gehört das nicht auch zum Kapitalismus, bzw weiterer Gebrauch.
Daran arbeiten wir auch schon seit Jahrzehnten.
Wiederverwertung
ja, progressive Kräfte wollen sowas.
Bei Konservativen denke ich eher, die wollen weiterhin Verschwendung und viel kaufen, kaufen - auf Teufel komm raus - ,damit die Wirtschaft wächst 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2026 um 16:44
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Bei Konservativen denke ich eher, die wollen weiterhin Verschwendung und viel kaufen, kaufen - auf Teufel komm raus - ,damit die Wirtschaft wächst
Ist das ein Gefühl Deinerseits?
Nicht jeder konservativ denkende Mensch ist automatisch ein Verschwender oder Geldverprasser. Und wenn .. dann kaufen die für sich und nicht für eine wachsende Wirtschaft.
Zitat von SabresSabres schrieb:Wiederverwertung.
Oder auch Upcycling..

Nichts desto trotz sollte man auch immer seinen Konsum überdenken. Wie ich schon öfter schrieb.. es braucht nicht jedes Jahr das neueste Smartphone oder One-Day-Clothing.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2026 um 17:06
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Jedoch muss man dabei auch sehen, dass Naturvölker gesünder leben und somit weniger medizinische Hilfe brauchen.
Kannst du dass auch im Detail differenzieren? Ich kann mir durchaus vorstellen, das Naturvölker manche psychische Krankheiten bzw. psychische Abgründe gar nie kennengelernt haben, da Menschen im Guten wie im Schlechten in Beziehung zueinander stehen (was übrigens in unserem Krankensystem sehr gerne mystifiziert wird). Zum Beispiel hören manche Eltern wegen Geld / Ruhm / Macht auf, ihre Kinder in die Selbstständigkeit zu helfen, was dabei rauskommt, sind abhängige Menschen, dessen Abgründe wegen ihrer Abhängigkeit tiefer als tief sind. Ich kann mir vorstellen, dass diese psychischen Abgründe Naturvölker nie kennengelernt haben, dafür beneide ich sie. Auf der anderen Seite möchte ich einen Zahnarzt wenn ich Zahnschmerzen habe, bei einem eingewachsenen Fußnagel möchte ich auch einen Arzt, usw... das andere ist aber... das Soziale bleibt in der Industrie manchmal auf der Strecke, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass sich das in Notzeiten bewährt.

Alles hat wohl Vor- und Nachteile.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.03.2026 um 18:00
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ja, progressive Kräfte wollen sowas.
Bei Konservativen denke ich eher, die wollen weiterhin Verschwendung und viel kaufen, kaufen - auf Teufel komm raus - ,damit die Wirtschaft wächst 😉
Ich meine jetzt generell das tauschen.
Du gibst mir ja auch nicht dein letzes Hemd, wenn du dafür noch schlimmer eine gebrauchte Zahnbürste bekommst.
Somit wären wir automatisch beim Kapitalismus.
So meinte ich das.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Oder auch Upcycling..
Oder reparieren - was auch immer. Es landet schon extrem viel in der Tonne, das muß man schon sagen.
Ich habe hier noch eine ganz alte Saba, die mal wieder offen liegt, zwecks Service. Spackt wieder rum.
Die habe ich ca. 1983 in meiner Lehre gekauft. Läuft heute noch. Soll ich die wegschmeißen. Mach ich definitiv nicht. Die laufen heute noch, sind allerdings etwas Service - bedürftig und ich hänge halt an meinen alten Dingen... ;-)
Wenn man dann nicht etwas begabt ist, landen solche Geräte definitiv in Afrika oder sonst wo, um das Kupfer dort rauszuholen:-(

Kehrseite des Kapitalismus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 08:43
Heya @Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Punkt "Zusammenleben" und "Werte":
tu Anderen nichts an, was du selbst nicht willst.
Hilfsbereitschaft, da wo es nötig ist, manchmal reicht auch Hilfe zur Selbsthilfe.

So wenig wie möglich die Umwelt mit dem eigenen Verhalten schädigen.
Ganz Ausbleiben kann das leider nich da man ja schon mal einiges an Technik braucht (sonst könnte ich jetzt auch gar nicht schreiben).

Was meine Prioritäten sind, wäre mir fürs Forum zu persönlich. Nur so viel: Reisen gehören schon mal nicht dazu.

Bereitschaft Abgaben zu zahlen:

Hier möchte ich auch nicht zu konkret werden, weil es dann zu persönlich würde.
Aber mir reicht ein bescheidener Lebensstandard, brauche keinen Luxus (wobei natürlich "Luxus" eine Definitionsfrage ist).

Und wie sieht das alles bei dir aus? 🙂

Ich würde mir z.B. bezüglich Nachhaltigkeit wünschen, dass es viel mehr Tauschbörsen gibt (nicht nur im Internet, sondern vor Ort).

Dann auch Geschäfte, wo man alles was man an Gegenständen braucht, ausleihen könnte, gegen kleine Gebühren.
Gibts sicher schon, aber dann halt viel zu wenig.

Car-Sharing müsste es viel mehr geben usw.
An Deinen Überlegungen fällt mir auf, dass sie sich mit den -mir bekannten- zumeist angeborenen menschlichen Eigenschaften und Bedürfnissen decken. Man hat wohl bereits bei Kleinkindern feststellen können, dass diese empathiefähig und Hilfsbereit sein können, ebenso sind sie in der Lage, von ihren Dingen abzugeben, wenn sie bemerken, dass ein anderes Kind zu wenig oder halt nix hat, und darüber traurig ist. Demnach scheint es der menschlichen Natur auch nahe zu sein, dass alle in etwa das Gleiche haben wollen und sollen ;), um Neid oder Ungerechtigkeitsempfinden nicht aufkommen zu lassen, da diese gefährlich für die Stabilität einer Sozialgemeinschaft werden könnten. Das nur mal so als kurzer Einschub für die Wahrnehmung, dass die meisten Menschen diese Anlagen wohl in sich tragen, und daher vermutlich grds. auch ähnlich empfinden (sonst würden soziale Systeme ja auch nicht funktionieren). Das soll aber nicht heißen, dass ich für Gleichmacherei bin. Nö, Individualität gehört doch auch dazu. Es sollte nur nicht ungerecht werden, darum geht's. Oben/unten Modelle oder Modelle basierend auf Gewalt gehen garnicht, um Interessen weniger Einzelner durchzudrücken.

Demnach: meine Vorstellungen vom guten Leben weichen von den Deinen nicht diametral ab :) Und genau, die Verbesserung von Frauen- und Kinderrechten ebenso wie die Tier- und Umweltrechte sind mir auch viel Wert. Zugegeben: zur Zeit drängt sich aber auch immer mehr die Sorge um unsere Demokratie in den Vordergrund.

Man kann sich für diese Dinge einsetzen, wie Du auch sagtest, bereits im Kleinen zuhause (nachhaltig einkaufen etc.), oder auf kommunaler/regionaler Ebene. Alles zumeist sehr coole (Umwelt-)Initiativen, ausgeführt von aktiven Menschen, die sich interessieren :) Viele ja auch ehrenamtlich unterwegs für Umweltschutzvereine o.Ä. :Y: Oder man steigt bei irgendeiner (hoffentlich demokratisch ausgerichteten) Partei ein. Geht ja auch ... also wenn man Bock hat, aktiv zu sein. Je nach Möglichkeit, ist auch ein Austausch in einem öffentlichen Forum fein :) um die eigene Position zu vertreten.

Will sagen: ich finde es macht Sinn, und hat einen hohen Wert für mich, gerade so wie es für den Einzelnen geht, sich für soziales Gleichgewicht und Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzubringen. Go for it :Y:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 09:23
Zitat von SabresSabres schrieb:Das finde ich z. B nicht schlecht.
Car Sharing. Sehr guter Punkt, wenn man eh nicht sooo viele Km mit dem Auto fährt und dennoch ab und zu wirklich ein Auto braucht.
@Sabres
Das mag ja von der Grundidee her nicht falsch sein, aber wie gut funktioniert das praktisch?

Eine Auto, das 'allen' irgendwie gehört, gehört auch niemandem und wird in aller Regel auch so gepflegt. Sehr viele Car Sharing Modelle sind relativ teuer und es wird immer das Problem sein, dass eben alle ungefähr gleichzeitig ein Auto benötigen und niemand zwischen 2.30 und 5 Uhr nachts.

Wie gut mit Gegenständen umgegangen wird, die irgendwie als Allgemeingut wahrgenommen werden, sieht man an den auf Kreuzungen und in Flüssen liegenden E Scootern.

Es wäre schön, wenn es klappen würde, tut es aber nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 12:37
@mitH2CO3
bin ganz deiner Meinung 😊
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Eine Auto, das 'allen' irgendwie gehört, gehört auch niemandem und wird in aller Regel auch so gepflegt. Sehr viele Car Sharing Modelle sind relativ teuer und es wird immer das Problem sein, dass eben alle ungefähr gleichzeitig ein Auto benötigen und niemand zwischen 2.30 und 5 Uhr nachts
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie gut mit Gegenständen umgegangen wird, die irgendwie als Allgemeingut wahrgenommen werden, sieht man an den auf Kreuzungen und in Flüssen liegenden E Scootern
da habe ich manchmal so den Verdacht, das dies nur Leute machen welche die E-Scooter hassen und wollen, dass auf die Nutzer ein schlechtes Licht fällt.
Welches Motiv sollten die Nutzer haben, so was Blödsinniges tun und somit dem Immage der Scooter einen Bärendienst erweisen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 12:43
Oben war was schief gegangen (und die Editierzeit war vorbei), noch mal dazu:
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Eine Auto, das 'allen' irgendwie gehört, gehört auch niemandem und wird in aller Regel auch so gepflegt. Sehr viele Car Sharing Modelle sind relativ teuer und es wird immer das Problem sein, dass eben alle ungefähr gleichzeitig ein Auto benötigen und niemand zwischen 2.30 und 5 Uhr nachts
das Problem gibts doch bei Autovermietung auch und da funktioniert es doch auch, oder?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 13:03
Zitat von OptimistOptimist schrieb:dass auf die Nutzer ein schlechtes Licht fällt.
Welches Motiv sollten die Nutzer haben, so was Blödsinniges tun und somit dem Immage der Scooter einen Bärendienst erweisen?
😄😄😄

Oh Mann du kennst jugendliche Menschen nicht..

Du denkst zu kompliziert.

Ja überall in jeder statt gibt es e Roller hater die die Teile überall dort abstellen wo sie nicht hingehören

Klingt plausibel


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 13:04
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das Problem gibts doch bei Autovermietung auch und da funktioniert es doch auch, oder?
Deshalb sind Mietautos ja auch teuer.

Und man zahlt im voraus

Autovermietung und car Sharing ist aber nicht das gleiche


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 13:23
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ja überall in jeder statt gibt es e Roller hater die die Teile überall dort abstellen wo sie nicht hingehören

Klingt plausibel
Für dich ist es demnach plausibler, dass die Nutzer es selbst tun und somit sich selbst schaden?
Na meinetwegen 😉
Da das nichts mit Kapitalismus zu tun hat, belasse ich es jetzt dabei.
---------------------
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Man hat wohl bereits bei Kleinkindern feststellen können, dass diese empathiefähig und Hilfsbereit sein können, ebenso sind sie in der Lage, von ihren Dingen abzugeben, wenn sie bemerken, dass ein anderes Kind zu wenig oder halt nix hat, und darüber traurig ist.
das ist schon auch erstaunlich, dass Kleinkinder schon solche Empathie entwickeln können. Sicher auch nicht Alle.
Und manche bekommen diese dann im weiteren Leben - je nach Umfeld - leider wieder aberzogen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demnach scheint es der menschlichen Natur auch nahe zu sein, dass alle in etwa das Gleiche haben wollen und sollen ;), um Neid oder Ungerechtigkeitsempfinden nicht aufkommen zu lassen, da diese gefährlich für die Stabilität einer Sozialgemeinschaft werden könnten
genau, darum gehts den Meisten, welche die Kapitalismus-AUSWÜCHSE kritisieren.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nö, Individualität gehört doch auch dazu. Es sollte nur nicht ungerecht werden, darum geht's. Oben/unten Modelle oder Modelle basierend auf Gewalt gehen garnicht, um Interessen weniger Einzelner durchzudrücken.
so isses.
Aber der Kapitalismus ist halt von seiner Grundstruktur her auf "Ellenbogen-Mentalität" ausgerichtet. Umschrieben wird es mit Konkurrenz 😉
Und da sehe ich ganz deutlich den Unterschied zum - auch nicht perfekten - Sozialismus:
Es gab keine Konkurrenz und somit auch nicht diese Ellenbogen.

Und bevor jemand ein Veto einlegt: ja, es gab viele andere Nachteile.
Aber jetzt gings ja um das Zwischenmenschliche, Empathie usw.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.03.2026 um 13:33
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das Problem gibts doch bei Autovermietung auch und da funktioniert es doch auch, oder?
@Optimist

Da bringst Du es als Einzelnutzer aber zu einer Besitzerfirma zurück, die bei Schäden oder unsachgemäßer Verschmutzung bekannt humorlos ist und gerne mal nachkassiert.

Da stehst Du als Einzelperson in der Verantwortung. Ob Du besonders motorschonend gefahren bist, zeigt sich nicht unmittelbar, aber das ist ein anderes Blatt.

Menschen gehen mit ihrem Eigentum besser um als mit dem Anderer und erst recht besser als mit Dingen, die (oft zu Unrecht) als Allgemeingut gelten.

Viele Bushaltestellen, öffentliche WCs und Bahnhöfe legen davon leider beredetes Zeugnis ab.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.03.2026 um 08:23
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber der Kapitalismus ist halt von seiner Grundstruktur her auf "Ellenbogen-Mentalität" ausgerichtet. Umschrieben wird es mit Konkurrenz 😉
Und da sehe ich ganz deutlich den Unterschied zum - auch nicht perfekten - Sozialismus:
Es gab keine Konkurrenz und somit auch nicht diese Ellenbogen.

Und bevor jemand ein Veto einlegt: ja, es gab viele andere Nachteile.
Aber jetzt gings ja um das Zwischenmenschliche, Empathie usw.
Konkurrenz kann positiv schon antreibend wirken. Man hat wohl nur festgestellt, dass Kooperation zu mehr Gewinn auf vielen Ebenen führt. Sog. macht es vermutlich Sinn, auch hier zu schauen, wie weit man Konkurrenz treibt. Ich meine das Beste ist doch eigentlich, dass bei den Auswüchsen des Kapitalismus, die Du gerade ansprachst, eigentlich nur noch bestimmte Global Player unterwegs sind, die konkurrieren können. Der Rest vom Fest bekommt die Krumen.

Ich würde never ever den Kapitalismus gegen Kommunismus oder Sozialismus eintauschen wollen, no. Dafür lege ich viel zu sehr Wert auf Freiheit, Privatsphäre und Individualismus.

Ja, und wo heute gerade die Nachricht rauskam, dass die Finnen zum neunten Mal in Folge die glücklichste Nation sind, kann man ja mal kurz hinschauen, was u.A. bei ihnen Lebensqualität ausmacht ... das Care-Prinzip spielt schon auch ne Rolle :)
Funktionierender Sozialstaat
Noch wichtiger seien aber Faktoren wie gegenseitige Unterstützung und ein funktionierender Sozialstaat, so der Wirtschaftswissenschaftler - ebenso wie Vertrauen in all seinen Formen. "Letzteres ist enorm wichtig für das Wohlbefinden", unterstreicht Helliwell. "Vertrauen in öffentliche Institutionen und zu Nachbarn hat gleichermaßen große Bedeutung."Beides ist in Finnland laut dem Bericht stark ausgeprägt. Wie auch in den anderen nordischen Ländern gebe es ein Gefühl, dass sich die Menschen umeinander kümmern, ergänzt Helliwell. "Auf individueller Ebene zeigt sich das darin, dass man eine verlorene Brieftasche zurückgibt, im gesellschaftlichen Bereich durch sehr effektive Bildungs- und Gesundheitssysteme." Die Menschen hätten also gleichermaßen gute Chancen, sich ein gutes Leben aufzubauen. "Und das sorgt für ein höheres durchschnittliches Glücksempfinden."
Gemeinsam Probleme lösen
Gemeinschaftsgefühl und gemeinsames Winterschwimmen helfen sogar im Umgang mit den vielen schlechten Nachrichten auf der Welt, findet Salla. "Für mich ist es eine gute Möglichkeit, mit den aktuellen Krisen klarzukommen", sagt die Finnin. "Beim Eisbaden sortiert sich der Kopf neu, man hat gar keine Zeit, nachzudenken. Man konzentriert sich ganz auf sich."Es gebe in Finnland eine vergleichsweise große Resilienz, bestätigt auch John Helliwell vom "World Happiness Report". Die Finnen seien außerdem gut darin, Dinge anzugehen, die nicht so gut laufen. Zum Beispiel bei der Bildungspolitik: "Als es dort Schwierigkeiten gab, haben sie das Thema zur Priorität gemacht", erläutert der Wissenschaftler. "Als klar wurde, dass die Lernatmosphäre für Kinder wichtiger ist als Noten, haben sie den Fokus auf das soziale Umfeld im Klassenzimmer gelegt. Wenn man zusammen daran arbeitet, eine Situation zu verbessern, dann trägt auch das dazu bei, Menschen glücklich zu machen."
https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/weltgluecksbericht-2026-100.html

Congrats nach Finnland! Ganz interessant, dachte ich gerade so. Deckt sich inhaltlich schon mit den Punkten, die wir gestern ansprechen :Y:

Na ja, in Finnland ist sicherlich auch nicht alles Gold was glänzt, aber es ist der Fokus: was wollen und brauchen wir Menschen, um uns nicht ausgenutzt oder unterdrückt zu fühlen, welche Werte wollen wir leben?

Aber auch Gratulation an Deutschland.
Deutschland ist glücklicher geworden
Deutschland ist im Ranking des "World Happiness Reports" deutlich nach oben geklettert - vor einem Jahr lag es auf Platz 22, jetzt auf Platz 17. "Für ein großes europäisches Land ist das aber ziemlich hoch", unterstreicht Helliwell. Deutschland liege noch vor Großbritannien, Frankreich und Italien. Vor allem aber habe sich die Zufriedenheit in Ost- und Westdeutschland inzwischen angeglichen. "Vor zehn bis zwölf Jahren waren die Menschen in der früheren DDR noch etwa einen halben Punkt weniger glücklich als die Menschen im Westen", erinnert der Kanadier. "Heute sind die Menschen dort genauso glücklich wie die im Westen. Diese Annäherung ist also abgeschlossen."
https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/weltgluecksbericht-2026-100.html


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.03.2026 um 08:39
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Konkurrenz kann positiv schon antreibend wirken. Man hat wohl nur festgestellt, dass Kooperation zu mehr Gewinn auf vielen Ebenen führt. Sog. macht es vermutlich Sinn, auch hier zu schauen, wie weit man Konkurrenz treibt. Ich meine das Beste ist doch eigentlich, dass bei den Auswüchsen des Kapitalismus, die Du gerade ansprachst, eigentlich nur noch bestimmte Global Player unterwegs sind, die konkurrieren können. Der Rest vom Fest bekommt die Krumen
das unterschreibe ich.
Und niemand unternimmt ernsthaft etwas gegen die Machenschaften der Riesen.
Sieht man doch jetzt schon wieder bei den Tankstellen.
Dass die nur 1 Mal am Tag erhöhen dürfen ist doch nur Makulatur (wie soll das denn vor überzogenen Spritpreisen schützen?)
Denken die wirklich, die Bevölkerung ist doof?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich würde never ever den Kapitalismus gegen Kommunismus oder Sozialismus eintauschen wollen, no
ich auch nicht, nicht dass mein vorhergehendes Post etwa falsch rüber gekommen ist.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, und wo heute gerade die Nachricht rauskam, dass die Finnen zum neunten Mal in Folge die glücklichste Nation sind, kann man ja mal kurz hinschauen, was u.A. bei ihnen Lebensqualität ausmacht ... das Care-Prinzip spielt schon auch ne Rolle
Man könnte neidisch auf solche Länder werden.
Ich finde, alle diese nördlichen Länder machen eine bessere Politik.
Man sieht also, Kapitalismus kann durchaus gut sein, solange er sozial ist und den Gemeinschaftssinn fördert.

Aus deinem Link:
Vor zehn bis zwölf Jahren waren die Menschen in der früheren DDR noch etwa einen halben Punkt weniger glücklich als die Menschen im Westen
naja, ein halber Punkt - das ist ja in meinen Augen als Unterschied gar nicht erwähnenswert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.03.2026 um 08:52
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ich finde, alle diese nördlichen Länder machen eine bessere Politik.
In Finnland, und in diesem Punkt gehe ich mit den Grünen dann auch nicht mit, schafft man keine Brandmauern. Ist sicherlich auch historisch begründet, dass man hier in D so heftig gegen diese Afd blockt. Aber ob das schlussendlich Sinn macht? In Finnland hockt gerade eine rechtspopulistische Partei in der Mitregierung, und blamiert sich ein ums andere mal. In Umfragen tendiert die Bevölkerung entsprechend wieder mehr nach links, weil sie bemerkt haben, dass da nix Gutes für sie bei rumkommt, und derzeit wirklich schlechtere - weil unsozialere - Politik gemacht wird.

Den Finnen wird manchmal eine etwas zu vertrauensselige Haltung zu ihren Leadern und Behörden nachgesagt. Mag ja vllt. ein klein wenig was dran sein, aber das grundsätzliche Vertrauen stärkt die Gemeinschaft. Und Korruption, die entstehen und wachsen könnte, wenn man nicht hinsieht (zu viel vertraut), scheint nicht stattzufinden. Also ... in der Hinsicht zunächst mal alles fein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.03.2026 um 01:09
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das mag ja von der Grundidee her nicht falsch sein, aber wie gut funktioniert das praktisch?
Funktioniert fast null. Keiner mag sein Auto vermieten wollen. Es gibt einfach zu viele schlechte Fahrer/innen.
Ich meine aber wirklich privat so im Umkreis.
Also Leute die man wirklich kennt. Ich habe das hier mal in der Strasse versucht anzusprechen.

Keine Chance! Du bekommst hier Hilfe - was du möchtest, aber Car Sharing machen die nicht.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Eine Auto, das 'allen' irgendwie gehört, gehört auch niemandem und wird in aller Regel auch so gepflegt. Sehr viele Car Sharing Modelle sind relativ teuer und es wird immer das Problem sein, dass eben alle ungefähr gleichzeitig ein Auto benötigen und niemand zwischen 2.30 und 5 Uhr nachts.
Meine generelle Idee war schon damals, ich sehe hier sehr viele Autos einfach nur rumstehen.
Die werden doch nur zu 10 oder 20 % genutzt. Wenn überhaup.
Die stehen doch den ganzen Tag nur rum!
Ich spreche jetzt von den privaten KFZ.

Nicht welche Kommerziell genutzt werden.


Darum geht es mir!
Du kannst locker innerhalb einer Straße - alles was da rumsteht zusammenfügen und auf 2 - 5 Kisten zusammen fügen.
Privater Bereich.

Der Preis für die Versicherung und Kraftstoff wäre lächerlich auf solch einer Masse Leuten.
Auch auf außerordentliche Zeiten wie jetzt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.03.2026 um 06:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Den Finnen wird manchmal eine etwas zu vertrauensselige Haltung zu ihren Leadern und Behörden nachgesagt.
Keine Sorge, die Deutschen sind dem Staat geradezu hörig, die größte Angst ist wenn sie keinen finden der für sie zahlt.
Ah ja, das heisst hier "Partnerschaft" (wir teilen uns das Geld, aber nicht die Arbeit), "Solidarität" (gib mir dein Geld wenn ich Dich schon beschimpfe), "Sichtbarkeit" (schau, ich tu nix), "Wertschätzung" (Zahle und halte den Mund).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

21.03.2026 um 17:42
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Keine Sorge, die Deutschen sind dem Staat geradezu hörig
Der Kim schon wieder :merle:

immerhin hast du die Prios der Caring Economy verinnerlicht: Partnerschaft, Solidarität, Wertschätzung und Sichtbarkeit. Feini.

Nur mit den Definitionen drehst du frei. Die hast du nämlich einfach mal bei den Überreichen abgeschrieben:
1. gib mir dein Geld, wenn ich dich schon beschimpfe
2. schau ich tu nix
3. zahle und halte den Mund.

Somit: sechs, setzen, Eselsohren auf ☝️und nächstes Mal pro Vermögenssteuer wählen! Dann wird das mit dir auch noch :)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 05:17
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Caring Economy
Wenn ich im kapitalistischen Geldflussdiagramm schaue, fehlt da immer noch die Bezahlung/Finanzierung dieser Wertschöpfung - deswegen hapert es auch in der Praxis.

Aber, Lösung:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Prios der Caring Economy verinnerlicht: Partnerschaft, Solidarität, Wertschätzung und Sichtbarkeit.
Die Leistungserbringer und Leistungsempfänger in diesem System können diese 4 Punkte zu einander zeigen/einbringen, da braucht es keine nicht involvierten Partizipatoren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

22.03.2026 um 08:54
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Leistungserbringer und Leistungsempfänger in diesem System können diese 4 Punkte zu einander zeigen/einbringen, da braucht es keine nicht involvierten Partizipatoren.
Ha ha ha ... Du bist schon auch funny :)

Man soll also einfach vergessen, basierend auf welcher Ausbeutung die Familien Superreich & Co. ihre Milliarden gemacht haben? Was bist Du? Deren schlechter Jurist? Nix wird vergessen! Es ist Zeit die Rechnung aufzumachen! Btw. wird die Vermögenssteuer insb. juristisch befürwortet:
Die Vermögensteuer entspricht dem Leistungsfähigkeitsprinzip, wie es im Fall von Deutschland im Grundgesetz festgelegt ist (Art. 3 Abs. 1 GG). Vermögen erfüllt Funktionen (wie z. B. Sicherheit, Unabhängigkeit, wirtschaftlicher und sozialer Einfluss), die eine eigenständige steuerliche Leistungsfähigkeit des Vermögens begründen.
Nach Ansicht des Bundesfinanzhofs verstößt es nicht gegen das Grundgesetz, wenn im Sinne einer Doppelbesteuerung bei Unternehmensvermögen zum einenr Ebene der Kapitalgesellschaft und zum anderen auf der Ebene der Anteilseigner besteuert wird. Eine im Anschluss an dieses Urteil eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom BVerfG abgelehnt, da für die Anteilseigner mit der Rechtsform der Kapitalgesellschaft besondere Vorteile verbunden sind, die eine über die Besteuerung des Vermögens der Kapitalgesellschaft hinausgehende Steuerbelastung rechtfertigen.
Die Vermögensteuer besitzt eine sozialpolitische Aufgabe. Juristisch wird diese Funktion der Vermögensteuer mit ihrer Fähigkeit zur Verwirklichung des Sozialstaatsprinzips begründet. Da laut Thomas Piketty[3] sowie dem gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung die Einkommen der Vermögenden tendenziell überdurchschnittlich sind, könnte eine reformierte Vermögensteuer die Vermögenskonzentration zumindest verlangsamen.[4] Eine Studie des Internationalen Währungsfonds von 2015 verweist explizit auf die Vermögensteuer als eine Maßnahme gegen Ungleichheit. So könne „die Umverteilungsrolle der Finanzpolitik durch ein stärkeres Vertrauen auf Vermögens- und Grundsteuern gestärkt werden“.[5]
Laut Joachim Wieland kann die Vermögensteuer im Rahmen einer einnahmenorientierten Haushaltspolitik einen Beitrag zur Reduktion der Staatsverschuldung leisten. Das deutsche Steuerniveau sei auf einer ähnlichen Höhe wie in der Schweiz oder den USA, obwohl Deutschland mit der Wiedervereinigung und der Euro-Rettung zusätzliche Leistungen erbrachte.[6] Gerade hohe Vermögen profitierten bei der Euro-Rettung und in der Finanzkrise 2008/2009 aus Sicht der DSTG in besonderer Weise von staatlichen Schutzmaßnahmen.[7]
Laut Oxfam leistet eine Vermögenssteuer einen Beitrag gegen die globale Erwärmung, da der Konsum von Luxusgütern sowie ein Großteil der Investitionen von Reichen klimaschädlich ist.[8]
Wikipedia: Vermögensteuer

Weitere Argumente für die Befürwortung der Vermögenssteuer aus volkswirtschaftlicher Hinsicht kann sich der Herr Jurist im Wikiartikel selbst durchlesen.

PRO VERMÖGENSSTEUER! Und zwar Pronto!


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