ApexOne schrieb:Im Diskurs geht es darum wieviel Verantwortung jeder zu tragen, nicht nur ein paar...finanzmathematisch schliesst zB ein Freibetrag (Steuer, Vermögen, Erbschaft) den Großteil der Bevölkerung von der Verantwortung schlichtweg aus....NULL Verantwortung.
Verantwortung ... ein grosses Wort, welches man im entsprechenden Kontext dann schon auch differenzierter betrachten sollte.
Wenn du der Meinung bist, dass der Großteil der Bevölkerung bei den angesprochenen Steuern von der Verantwortung ausgenommen ist (NULL Verantwortung) ist es mMn. eine sehr punktuelle Sicht der Dinge. Seitens des Staates ermöglicht man nach meinem Verständnis dem Bürger das bisschen Vermögen (im Vergleich zu den Reichen und Superreichen), zu erhalten aufzubauen und weiterzuvererben, und das Ganze halt möglichst ohne große Verluste. (Wobei der Markt den Preis des zu vererbenden Eigenheimes bestimmt, worauf man wiederum keinen unmittelbaren Einfluss haben kann).
Der Bürger zahlt in das System sehr wohl mit ein, also auch mit den indirekten Steuern (Mwst., Energiesteuer etc.) und kommt damit der ihm möglichen Mitverantwortung nach.
Jeder nach seinen Möglichkeiten. Wer noch mehr verdient, soll sich seiner gesellschaftlichen Mitverantwortung ebenfalls bewußt sein, und gerne zahlen, damit es allen besser gehen kann. Mehr Geld bringt halt auch mehr finanzielle Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt mit sich. Wir leben hier ja nicht in einem Königreich wie früher, wo der König auf den Geldsäcken hockte und sein Volk sich mit wenig zufrieden geben mußte.
ApexOne schrieb:Daher sind Wörter/Sätze wie "wir", "gerecht", "partnerschaftlich" einfach Käse - wie kann sich jemand mein Partner nennen der nichts beitragen will?
Du hast zB. eine Freibetragvermögensgrenze bei 2 Mio vorgeschlagen, betrifft ca. 0,8 Mio Personen aus 84 Mio...
Genaus so! Sieh' du das halt als Käse, wenn du nicht anders kannst. Wie gesagt, es gibt verschiedene Ebenen von Verantwortung. Der Superreiche kann auch nix verdienen, wenn sich nicht iwo Arbeitskräfte verantwortlich für ihre Jobs zeigen.
ApexOne schrieb:Ich habe da eher wenig Verständnis wenn ich höre wir seien alle gleich, möchten gleich behandelt werden und dann haut man solche Sachen raus.
Ich hab' keine Achtung vor asozialen Egomanen (echter Weichkäse), die sich dem System entziehen, um woanders ein paar Taler mehr Gewinn zu machen, statt hier am Sozialstaat mitzuwirken, damit es allen besser geht.