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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.729 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 23:31
Mid 2 - 5 Leute sind eh im Pn. 2 werden wohl bald ins Körbchen springen🤦‍♂️

Amen


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:04
Zitat von vx110vx110 schrieb:Ich stelle mal und wage mal eine These:

Das Firmen pleite gehen, liegt vielleicht nicht manchmal daran, dass es keine Auftraege mehr gibt, sondern dass einige vielleicht auch extra Pleite machen um hier ein Business gegen die Wand zu fahren, paar Jahre zu warten um dann eventuell die Wegzugsbesteuerung, welche auch eine Diktatur-Art und Weise hat… , zu umgehen.
Sorry, aber das wäre ja total bescheuert! Bei der Wegzugsbesteuerung wird ja nur der nich realisierte Wert Zugewinn von Unternehmensanteilen besteuert, also nur ein Teil des Wertes und natürlich nich mit 100%.
Beispiel: Du hast ein Unternehmen oder Aktien im Wert von 10Mio.€, dann wäre die Wegzugsbesteuerung vielleicht 3Mio.€, es bleiben aber 7Mio übrig.
Fährste die Firma gegen die Wand, haste ja nen Totalverlust und verlierst statt 3Mio, die ganzen 10Mio.
Statt ein Unternehmen an die Wand zu fahren, sollte man das einfach verkaufen oder die Wegzugssteuer zahlen, was ja auch nur einen fiktiven Verkauf darstellt.

Es sei denn man is so drauf, dass man lieber alles verliert, ehe man dem Staat auch nur einen einzigen Cent überlässt (was ich so schon hier und da mal gelesen hab) und freut sich dann.
Bescheuert wäre das imho aber trotzdem. :)

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:12
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Es sei denn man is so drauf, dass man lieber alles verliert, ehe man dem Staat auch nur einen einzigen Cent überlässt (was ich so schon hier und da mal gelesen hab) und freut sich dann.
Exakt so und nicht anders :)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:19
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Oder wenn du wieder Aktien von iwelchen Umweltzerstörern kaufst, dann hat das einen Preis, nämlich die zerstörte Umwelt.
Ne du, den Unternehmen, die ggf. Umweltzerstörend agieren isses völlig egal, wer ihre Aktien kauft, das Geld bekommt ja nich das Unternehmen, sondern der Verkäufer.
Eigentlich wäre es sogar sehr sinnvoll wenn viele Leute Aktien solcher Unternehmen kaufen, denn dann haben sie ein Mitspracherecht als Miteigentümer und können so die Unternehmenspolitik zum Besseren beeinflussen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:20
Zitat von vx110vx110 schrieb:Exakt so und nicht anders
Na denn viel Spass damit, wenns schee macht. :D

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:30
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:In Deutschland leider nicht, die Steuer und Abgaben sind zu hoch - und der Kunde muss auch noch mitmachen.
Aber, hey, Moment: wo ist dein Unternehmen das so wirtschaftet? Gute Ratschläge sind zwar gut, Vormachen überzeugt auf der Stelle.
Ich mach sowas. Hab ein Haus extra so gebaut, dass es günstig vermietbar is und geringe Nebenkosten verursacht, mit dem Ziel, dass sozial Schwache da günstig drin wohnen können und so mehr für andere Sachen übrig haben. Geld verdiene ich damit trotzdem, nur eben nich das Maximum, was rauszuholen wäre.
Win-Win Situation.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 12:54
Der Multimillionär sagt, große Vermögen würden nicht gerecht versteuert. Es sei notwendig, Schlupflöcher, die Steuergestaltung ermöglichten, zu schließen.
recht hat er (leider weiß ich nicht mehr, welcher user das verlinkt hatte, aber es geht ja um den Inhalt)
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich mach sowas. Hab ein Haus extra so gebaut, dass es günstig vermietbar is und geringe Nebenkosten verursacht, mit dem Ziel, dass sozial Schwache da günstig drin wohnen können und so mehr für andere Sachen übrig haben. Geld verdiene ich damit trotzdem, nur eben nich das Maximum, was rauszuholen wäre.
Win-Win Situation
Das finde ich klasse 😊👍
Wenn alle Unternehmer und Vermieter so drauf wären, wäre es eine richtig gute kapitalistische Marktwirtschaft.

Kapitalisten unterstellen dir möglicherweise, du seist kein guter Kapitalist. 😉 ... muss man ja auch nicht sein 🙃
Auf alle Fälle bist du ein guter Mensch 👍


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:01
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Das finde ich klasse 😊👍
Wenn alle Unternehmer und Vermieter so drauf wären, wäre es eine richtig gute kapitalistische Marktwirtschaft.

Kapitalisten unterstellen dir möglicherweise, du seist kein guter Kapitalist. 😉
Jeder tut das, was er/sie für richtig hält. Ich erzähl das ja auch nich, weil ich dafür Applaus will oder so, sondern weil mir das Getue von einigen hier ziemlich auf den Sack geht und teilweise so getan wird, als wenn man entweder den Profit maximieren muss oder sonst Pleite geht, umsonst arbeitet oder drauf zahlt.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:01
Zitat von OptimistOptimist schrieb:recht hat er (leider weiß ich nicht mehr, welcher user das verlinkt hatte, aber es geht ja um den Inhalt)
Ich warte eigentlich darauf, dass mir jemand sagt welche Schlupflöcher denn hier so verpönnt sind, reden wir hier von jeglichen Steuerentlastungsmechanismen für Unternehmer von klein bis ganz groß?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich mach sowas. Hab ein Haus extra so gebaut, dass es günstig vermietbar is und geringe Nebenkosten verursacht, mit dem Ziel, dass sozial Schwache da günstig drin wohnen können und so mehr für andere Sachen übrig haben. Geld verdiene ich damit trotzdem, nur eben nich das Maximum, was rauszuholen wäre.
Win-Win Situation.
Respekt! :) Ich habe auch gewisse Pläne vor bzgl. Wohltätigkeit, allerdings anders als bei dir und noch bin ich kein Unternehmer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:02
Zitat von VenomVenom schrieb:anders als bei dir und noch bin ich kein Unternehmer.
Ich bin auch angestellt, hab aber auch Einkünfte aus Unternehmerischer Tätigkeit.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:05
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich mach sowas. Hab ein Haus extra so gebaut, dass es günstig vermietbar is und geringe Nebenkosten verursacht, mit dem Ziel, dass sozial Schwache da günstig drin wohnen können und so mehr für andere Sachen übrig haben. Geld verdiene ich damit trotzdem, nur eben nich das Maximum, was rauszuholen wäre.
Ok. Nur ist es kein Unternehmen dass in dem Korsett der Steuern, Abgaben und Bürokratie ist...so war die Frage gemeint.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Das finde ich klasse 😊👍
Wenn alle Unternehmer und Vermieter so drauf wären, wäre es eine richtig gute kapitalistische Marktwirtschaft.
Wo ist dein Unternehmen?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:hab aber auch Einkünfte aus Unternehmerischer Tätigkeit.
Vermietung und Verpachtung - Anlage V. Hat das Haus eine Betriebsnummer und du eine Unternehmensnummer? Wenn nein, dann hast bist Du kein Unternehmer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:08
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn nein, dann hast bist Du kein Unternehmer.
Doch, ich bin Unternehmer, hab ja wie gesagt noch weitere Einkommensquellen als Vermietung. Und wenn vermieten keine unternehmerische Tätigkeit is, was is es dann?

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:12
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Und wenn vermieten keine unternehmerische Tätigkeit is, was is es dann?
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Du zahlst dadrauf nicht mal Krankenkasse...komm auch wenn es für Dich ein aufregendes Abentuer ist, bist Vermieter und kein Unternehmer, bzw. hast Du kein Unternehmen...diese haben Unternehmensund Betriebsnummer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:12
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich erzähl das ja auch nich, weil ich dafür Applaus will oder so
das wusste ich, was anderes würde ich dir auch gar nicht zutrauen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:sondern weil mir das Getue von einigen hier ziemlich auf den Sack geht und teilweise so getan wird, als wenn man entweder den Profit maximieren muss oder sonst Pleite geht, umsonst arbeitet oder drauf zahlt.
geht mir genauso.
Zitat von VenomVenom schrieb:Ich warte eigentlich darauf, dass mir jemand sagt welche Schlupflöcher denn hier so verpönnt sind, reden wir hier von jeglichen Steuerentlastungsmechanismen für Unternehmer von klein bis ganz groß?
ich bin gegen jegliche Schlupflöcher im Steuerrecht.

Zu DDR-Zeiten war es so, dass man einen bestimmten Prozentsatz ablatzen musste und konnte sich beim Finanzamt nichts wieder holen.
Das Steuerrecht war somit sehr einfach und jeder konnte da durchsehen.

Die vielen Ausnahmen und Regeln die es im jetzigen System gibt, finde ich nicht gut.

Und wie war das damals mit Dampfplauderer Merz und dem Bierdeckel?
Nichts mehr davon zu hören.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Das finde ich klasse 😊👍
Wenn alle Unternehmer und Vermieter so drauf wären, wäre es eine richtig gute kapitalistische Marktwirtschaft
ich hatte hier übrigens was vergessen:
So wirds richtig:
gute kapitalistische soziale Marktwirtschaft
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wo ist dein Unternehmen?
verstehe deine Frage nicht.
Es bezog sich auf die Vermietung von kuno7
Ob nun Unternehmer oder Vermieter ist für mich egal.
Es geht um den Gedanken von Kuno, Sozialschwachen unter die Arme zu greifen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Doch, ich bin Unternehmer
Wozu wollt ihr Euch um diese Begriffe "streiten"? Sh oben 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 13:18
Zitat von OptimistOptimist schrieb:ich bin gegen jegliche Schlupflöcher im Steuerrecht.

Zu DDR-Zeiten war es so, dass man einen bestimmten Prozentsatz ablatzen musste und konnte sich beim Finanzamt nichts wieder holen.
Das Steuerrecht war somit sehr einfach und jeder konnte da durchsehen.

Die vielen Ausnahmen und Regeln die es im jetzigen System gibt, finde ich nicht gut.
Die "vielen Ausnahmen" gibt es aber gerade wegen der vielbeschworenen "Gerechtigkeit" - es muss ja jeder Furz unbedingt wahlweise gefördert/steuerlich ausgeglichen werden oder umgekehrt durch die Besteuerung "gesteuert", weil alles andere "ungerecht" wäre.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 14:10
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die "vielen Ausnahmen" gibt es aber gerade wegen der vielbeschworenen "Gerechtigkeit" - es muss ja jeder Furz unbedingt wahlweise gefördert/steuerlich ausgeglichen werden oder umgekehrt durch die Besteuerung "gesteuert", weil alles andere "ungerecht" wäre.
Dem stimme ich auch zu. Je nach dem von welchen Mechanismen wir eigentlich sprechen würde ich sagen sie sind sogar notwendig, damit sich eine Unternehmensführung überhaupt lohnt. Würde man es machen wie es manche Bürger verlangen würde sich Unternehmertum gar nicht mehr lohnen und man fährt die Wirtschaft komplett gegen die Wand.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 14:31
Zitat von VenomVenom schrieb:Je nach dem von welchen Mechanismen wir eigentlich sprechen würde ich sagen sie sind sogar notwendig, damit sich eine Unternehmensführung überhaupt lohnt
und weshalb gibts für AN eigentlich die Möglichkeit, sich Steuern zurück zu holen?
Wie gesagt, würde es nicht reichen, soundsoviele Prozente als Abgabe festzulegen und gut ist?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 14:37
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aus der Geschichte lernen wir etwas über die Zukunft: jede kommunistische Revolution oder Machtübernahme startet und endet mit einer Säuberungswelle, Erschiessen ist das mildere Mittel.
Bist ja schon wieder bei Erschiessungen, Kim, unfassbar. Beruhige dich doch einfach mal.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:100 Vermögende von 21,7 Mio weltweit. Auch wenn es nur einer gewesen wäre, wäre er die Referenz für die Bubble.
Aber selbstverständlich, und wenn es nur der allgemein bewunderte Jen-Hsun Huang ist, nicht wahr :D

Zudem gibt es über TaxMeNow hinausgehende Interessengruppen von Vermögenden, die sich für eine Reichensteuer aussprechen.
Vermögen hilft (Vermögende für Steuergerechtigkeit): Eine Gruppe von Superreichen in Deutschland, die sich für eine stärkere Besteuerung von großen Vermögen einsetzt.

Netzwerk Steuergerechtigkeit: Eine Organisation, die sich für ein faires Steuersystem einsetzt und regelmäßig Daten zu Vermögensverteilung und Steuerprivilegien veröffentlicht.

Bürgerbewegung Finanzwende: Setzt sich ebenfalls für Steuergerechtigkeit ein und fordert, dass große Erbschaften und Unternehmensvermögen stärker belastet werden.

Millionäre für eine Vermögensabgabe: Eine internationale Bewegung von Reichen (oft Teil von "Patriotic Millionaires"), die fordern, von ihrem Vermögen mehr an den Staat abzugeben.

Initiativen reicher Erben (z.B. um Marlene Engelhorn): Einzelne vermögende Personen, die sich für die Umverteilung ihrer geerbten Vermögen starkmachen.

Stiftungen und Philanthropen: Viele Vermögende engagieren sich über eigene Stiftungen, oft jedoch mit dem Ziel der Privatisierung gesellschaftlicher Aufgaben statt direkter Steuerzahlungen.
Also tut ihnen doch endlich den Gefallen und TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 14:38
Zitat von OptimistOptimist schrieb:und weshalb gibts für AN eigentlich die Möglichkeit, sich Steuern zurück zu holen?
Wie gesagt, würde es nicht reichen, soundsoviele Prozente als Abgabe festzulegen und gut ist?
Weil unterschiedliche Arbeitnehmer unterschiedliche Belastungen haben, die man aus Gründen der Gerechtigkeit ausgleichen will.

Das fängt bei unterschiedlich weiten Wegen zur Arbeit an, geht über Faktoren wie Wochenend- oder Feiertagsarbeit weiter hin zu Ausgaben für die berufliche Weiterbildung und so weiter und so fort.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

05.04.2026 um 14:48
Zitat von VenomVenom schrieb:In Dänemark läufts aber auch nicht sonderlich rund gerade. Die Sozialdemokraten haben eine Menge an Stimmen verloren, dafür sind die rechtspopulistischen Nationalisten wiedergeboren, hast du das Ergebnis gesehen?
Stellst Du dazu bitte mal was ein, einfach zur besseren Nachvollziehbarkeit?
Zitat von VenomVenom schrieb:Die großen Firmen inklusive LEGO verüben scharfe Kritik an die Sozen dort wegen dem Vorschlag bzgl. Vermögenssteuer.
Die gibt es überall, diese Egomanen. Aber es gibt eben eine wachsende Anzahl von Vermögenden, welche die Problematik sehr wohl erkennen. Der soziale Frieden wird durch noch mehr Ungleichheit gefährdet. Ganz einfach.
Zitat von VenomVenom schrieb:Ich würde zudem gerne wissen was konkret du an Schlupflöchern schlecht findest, denn die gibts auch in Dänemark und diese werden bewusst vom Staat zugelassen.
Ich finde es nicht vertretbar, dass Vermögende bisher diverse Möglichkeiten nutzen können, Steuerlücken auszunutzen, um weniger bis gar keine Steuern zu zahlen. Daher braucht es dringend einer Steuerreform. Hier die zumeist genutzten Mittel, um sich "arm" zu rechnen, sich einer Besteuerung zu entziehen.
Holding-Strukturen: Vermögende nutzen Holding-GmbHs, um Gewinne aus operativen Tochtergesellschaften steuergünstig (zu ca. 1,5 %) zwischenzuparken, anstatt sie privat zu entnehmen. Gewinne, die von einer Tochtergesellschaft an die Holding ausgeschüttet werden, sind zu 95 % von der Körperschaftsteuer befreit.

Stiftungen (Familienstiftungen): Vermögen wird in Stiftungen eingebracht, wodurch es dem Zugriff der privaten Einkommensteuer entzogen wird. Stiftungen zahlen oft deutlich weniger Steuern als Privatpersonen oder GmbHs, insbesondere bei Immobilien oder Aktienanlagen. Zudem fällt die Vermögenssteuer in Deutschland derzeit nicht an, da sie seit 1997 ausgesetzt ist.

„Kaufen, Leihen, Vererben“-Strategie: Anstatt Vermögenswerte (wie Immobilien oder Aktien) mit hohen Gewinnen zu verkaufen und zu versteuern, werden diese gehalten und als Sicherheit für Kredite genutzt (Leihen). Das liefert Liquidität ohne Steuerpflicht.

Ausnutzung von Verlustverrechnung: Verluste aus dem einen Investment können gegen Gewinne aus einem anderen Investment aufgerechnet werden, wodurch die Steuerlast sinkt.

Wohnsitzverlagerung (Steueroasen): Reiche verlegen ihren Wohnsitz in Länder mit geringer oder gar keiner Einkommensteuer.
Investitionen in steuerbegünstigte Anlagen: Nutzung von Immobilien (nach 10 Jahren steuerfreier Verkauf) oder bestimmten Finanzprodukten, die steuerliche Vorteile bieten.

Gemeinnützige Stiftungen: Durch Spenden an eigene, gemeinnützige Stiftungen kann das zu versteuernde Einkommen stark reduziert werden, während man gleichzeitig Kontrolle über das Vermögen behält
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