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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.729 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 09:54
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo geht denn ein Unternehmer verantwortlich mit Ressourcen um, wenn er auf eine Ressource zurückgreift, die begrenzt ist?
Im Geschäft, je begrenzter, umso wertvoller.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, und genau das meine ich mit Bauchnabelfixierung. Weshalb müssen es 4000-5000 Aktien sein, die Nachhaltigkeit nicht berücksichtigen?
Was bedeutet nachhaltige Anlagen "liefen scheisse"?
Die Rendite passt nicht. Ich weiss nicht wofür Du Geld anlegen würdest, aber bestimmt nicht um Minus zu machen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es soll halt immer mehr und mehr sein. Kurzfristig, schnell.
Richtig. Willst Du nicht bei Bestellungen/Vorhaben schnell bedient werden damit es erledigt wird? Wenn Du das Produkt brauchst, was bringt ein längere Wartezeit?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Etwas weniger würde auch genügen, wenn man faire Produkte Einkauf, und damit einen teureren VK hat. Dafür hat man was für die ganze Lieferkette getan, in ökologischer und sozialer Hinsicht.
In Deutschland leider nicht, die Steuer und Abgaben sind zu hoch - und der Kunde muss auch noch mitmachen.
Aber, hey, Moment: wo ist dein Unternehmen das so wirtschaftet? Gute Ratschläge sind zwar gut, Vormachen überzeugt auf der Stelle.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nö, weil du vermutlich bereits ein Alter erreicht und genug verdient hast, um bis zum Lebensende versorgt zu sein.
Wenn dem nicht so wäre, würde ich insb. dich schon zur Arbeit zwingen. Bist vermutlich noch nicht im Rentenalter und arbeitsfähig. Also los.
Bin 53...aber unabhängig davon, auch mit 20 würde ich keinen Finger rühren wenn die Bezahlung nicht passt.
Aktuell zwingst Du die Arbeitsfähigen nicht in die Arbeit weil?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 10:17
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Im Geschäft, je begrenzter, umso wertvoller.
Du raffst es nicht. In deinem Fall verkauft der unverantwortliche und geldgierige Unternehmer einfach weiter (wie früher die Korallen, bis das verboten wurde). Jo, ganz offensichtlich muss das mit gesetzlichen Regelungen gemacht werden, um Einhalt zu gebieten. Denn der Unternehmer will ja nur verkaufen, Geld machen, der Rest egal. :N:

Nach mir die Sintflut. Der Witz ist aber, dass wir hier alle nicht lebend rauskommen. Demnach, Geld kannste also nicht mitnehmen und zuvor auch nicht essen, wenn alles zerstört sein sollte.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die Rendite passt nicht. Ich weiss nicht wofür Du Geld anlegen würdest, aber bestimmt nicht um Minus zu machen.
Bedeutet denn "die Rendite passt nicht" zwangsläufig Minus machen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Richtig. Willst Du nicht bei Bestellungen/Vorhaben schnell bedient werden damit es erledigt wird? Wenn Du das Produkt brauchst, was bringt ein längere Wartezeit?
Natürlich gibt es auch Wartezeiten. Im Möbelbau, bei Autos usw. Aber darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass man auch mit diesen Aktien auf Langfristig gehen kann. Wenn man in zuvor genannte "fürsorgliche" Unternehmen investiert, dann zahlt sich das ggf. später aus. Es geht doch darum, das Jetzt so zu gestalten, wie man (oder Nachfolgegenerationen) leben wollen.
Die Zeiten des Konsumrausches sind vorbei. Zum Glück. War auch nicht mehr auszuhalten. Für Niemanden, schon garnicht für die Umwelt (s-. Meeresverschmutzung etc.)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aber, hey, Moment: wo ist dein Unternehmen das so wirtschaftet? Gute Ratschläge sind zwar gut, Vormachen überzeugt auf der Stelle.
Schau hin bei GEPA, FairTrade, WeltPartner usw.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bin 53...aber unabhängig davon, auch mit 20 würde ich keinen Finger rühren wenn die Bezahlung nicht passt.
Diesbezüglich bin ich bei Dir. Ich arbeite nicht unterbezahlt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aktuell zwingst Du die Arbeitsfähigen nicht in die Arbeit weil?
Was soll diese Pauschalisieren jetzt wieder? Kommt auf Alter, Qualifikation sowie Nachfrage an, oder nicht. Ü50 kann es schwieriger werden einen adäquaten Job zu finden. Zählst halt bereits zu den Alten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 10:25
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nach mir die Sintflut.
Du übertreibst.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Demnach, Geld kannste also nicht mitnehmen
Eben, aber ausgeben, warum jemand anderen geben?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Bedeutet denn "die Rendite passt nicht" zwangsläufig Minus machen?
...alles unter 8% ist schlecht...man fängt die Gebührenerhöhungen nicht ab, deckt nicht die Eigenkosten und Versicherungen ab...die Inflation macht auch Probleme.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn man in zuvor genannte "fürsorgliche" Unternehmen investiert, dann zahlt sich das ggf. später aus.
Dafür gibt es aber keine Anzeichen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was soll diese Pauschalisieren jetzt wieder? Kommt auf Alter, Qualifikation sowie Nachfrage an, oder nicht.
Also, unter den 5,5 Mio Grundsicherungsempfänger ist keiner den Du nicht zur Arbeit zwingen könntest?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 10:41
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du übertreibst.
Nein. Wenn man sich einen Scheiss um andere Aspekte kümmert als Renditen, ist das mMn. fahrlässiges Verhalten. Gegenüber der Umwelt und der Nachfolgegeneration. Man kann auch durch die eigenen Kaufentscheidungen Einfluss darauf nehmen, wie mit der Umwelt und den Arbeitskräften umgegangen wird.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Eben, aber ausgeben, warum jemand anderen geben?
Weil man (jaaaa, auch im Ausland) in Solidargemeinschaften lebt. Jeder einzelne von uns ist Teil einer Gesellschaft, und erhält ggf. von der Gesellschaft und gibt der Gesellschaft zurück. Anders funktioniert Zusammenleben nicht gut. (Ich rede von freiheitlichen Systemen, nicht von autokratischen).
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...alles unter 8% ist schlecht...man fängt die Gebührenerhöhungen nicht ab, deckt nicht die Eigenkosten und Versicherungen ab...die Inflation macht auch Probleme.
Klar, Gejaule, wenn's nicht noch mehr und noch mehr und noch mehr Rendite gibt. Ich hab' nur mal kurz bei Google geschaut, was die nachhaltigen Aktien wie die erneuerbaren Energien so machen. Sieht doch gar nicht mal so schlecht aus
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dafür gibt es aber keine Anzeichen.
aha ...
Positive Kursentwicklung (2025/2026): Nach vier schwierigen Jahren erlebten Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien (Solar, Wind, Clean-Tech) 2025 ein Comeback und übertrafen teilweise den breiteren Aktienmarkt.
Aber dann kommt wieder der kapitalistische Gierschlund, und meldet 80% Rendite bei fossilen Energie. Hurra! Kaufen!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also, unter den 5,5 Mio Grundsicherungsempfänger ist keiner den Du nicht zur Arbeit zwingen könntest?
Was ne hirnige Frage: wen kann man denn zu Arbeit zwingen, Kim?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:24
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was ne hirnige Frage: wen kann man denn zu Arbeit zwingen, Kim?
Die die arbeiten könnten, aber es in ganz unsolidarischer Weise nicht tun, dafür aber immer mehr haben wollen. Auch eine Art des Kapitalismus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:28
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Es steht übrigens jedem frei seine Ideen zu verwirklichen, dafür viel Zeit zu opfern und ebenso erfolgreich zu werden.
Nicht wirklich. Wegzugsbesteuerung. Das ist reine Schikane und Abzocke und für mich ein Einschnitt in die "Grundrechte".
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zu viel Solidarität? Das definiere doch bitte mal näher!
Wie ich bereits sagte, nehme ich das nämlich als haltlose Aussage wahr (z.B. im Hinblick auf Steuerbetrug <--> Bürgergeldbetrug).
Zu viel Solidarität mit jeglichem Scheiss.

Wir sollen immer Solidarität zeigen, mit Ukraine, mit Israel, mit USA, mit Klima, mit LGBTQ, mit Gender, mit Flüchtlingen, mit Steuern, mit Straßenbau, mit Infrastruktur, wo nichts geht.

Reicht dir das nicht?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:es ist skurril, dass du das so interpretierst. Ich habe keinesfalls von Null Euro für Dich gesprochen. Gewinnspannen liegen, je nach Bereich, bei 20 bis was weiss ich wieviel Prozent. Etwas weniger würde auch genügen, wenn man faire Produkte Einkauf, und damit einen teureren VK hat. Dafür hat man was für die ganze Lieferkette getan, in ökologischer und sozialer Hinsicht.
@ApexOne

Es ist einfach die Agenda von: Du wirst nichts besitzen und glücklich sein. Das ist was hier der erotische Traum ist, von Regierung, die als Ober-Babbas herrschen werden und den fanatischen Bauern, die wie in Nordkorea klatschen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, das sind durchaus wichtige und interessante Fragen. Mir persönlich gefällt sehr das Wohlfahrtsmodell in Dänemark. Dieses ist nicht günstig (Steuersätze bis zu 60% nach meinem Kenntnisstand). Aber die Menschen sind dort zufrieden, weil es weitestgehend allen gut geht. Die Prioriäteten liegen auf kostenloser Gesundheitsversorgung, hohe Arbeitslosengelder, umfangreiche Kinderbetreuung, damit Mütter auch Vollzeit arbeiten können etc.
Klingt ja teilweise gut. Sowas ist aber in Deutschland nicht möglich, wie man sieht. Ich habe aber trotzdem fertig und strebe Länder an, in denen die Steuerlast bei <10% liegt. Da funktioniert irgendwie auch alles mehr oder weniger, was für Deutsche immer ein Unding scheint.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die die arbeiten könnten, aber es in ganz unsolidarischer Weise nicht tun, dafür aber immer mehr haben wollen. Auch eine Art des Kapitalismus.
Unsolidarisch aber hier in Deutschland, ganz ehrlich, warum arbeiten wenn man da mehr oder weniger auch von Leben kann. Wenn das Geld gestrichen würde, denke Ich, dass ganz viele aufeinmal doch sich morgens um 6 aufraffen könnten. Nicht alle aber die Mehrheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:40
Was man nicht vergessen sollte, in Dänemark liegt das durchschnittliche Einkommen höher als in Dl. Die zahlen zwar mehr Steuern als hierzulande, letztendlich bleibt denen dennoch mehr vom Netto übrig.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Die die arbeiten könnten, aber es in ganz unsolidarischer Weise nicht tun, dafür aber immer mehr haben wollen. Auch eine Art des Kapitalismus
Genau so ist es. Für mich sind das sogar die wahren Kapitalisten. Gar nicht einmal so unschlau.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:45
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was ne hirnige Frage: wen kann man denn zu Arbeit zwingen, Kim?
Mich anscheinend schon:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:würde ich insb. dich schon zur Arbeit zwingen. Bist vermutlich noch nicht im Rentenalter und arbeitsfähig. Also los.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Kim
Dankeschön! Ich frage mich schon was nach dem Arbeitszwang kämme, würde ich nicht folgen.Knast? Doch erschiessen?
Zitat von vx110vx110 schrieb:Klingt ja teilweise gut.
Lass Dir keinen dänischen Bären aufbinden - im Flexicuritiy System muss Du aktiv Arbeit suchen, jeden Job (auch unter Qualifikation) annehmen, längeres Pendeln & niedrigeren Gehalt akzeptieren...wenn nicht, werden die Leistungen komplett gestrichen. Auf 0. Was im Land der anspruchsvollen Nichtarbeiter nicht geht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Lass Dir keinen dänischen Bären aufbinden - im Flexicuritiy System muss Du aktiv Arbeit suchen, jeden Job (auch unter Qualifikation) annehmen, längeres Pendeln & niedrigeren Gehalt akzeptieren...wenn nicht, werden die Leistungen komplett gestrichen. Auf 0. Was im Land der anspruchsvollen Nichtarbeiter nicht geht.
Ne man Ich habe fertig. Steuern sind ab einem gewissen Prozentsatz für mich Raub an eigener Leistung. Somit kommt Dänermark auch nicht niemals in Frage. Kalt, Ostsee, Nordsee... da gibts viel bessere Destinationen um sich niederzulassen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:54
Zitat von vx110vx110 schrieb:Steuern sind ab einem gewissen Prozentsatz für mich Raub an eigener Leistung.
Bei mir ist die Grenze bei Komplettabgaben = 30% und zwar ohne so Firlefanz wie AG Anteil etc...
Zitat von vx110vx110 schrieb:da gibts viel bessere Destinationen um sich niederzulassen.
Auf jeden Fall.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:56
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bei mir ist die Grenze bei Komplettabgaben = 30% und zwar ohne so Firlefanz wie AG Anteil etc...
Diese habe Ich auch mal hier erwähnt, mittlerweile liegt meine bei 10%. Maximal 15%. Rest ist für mich Ausnutzen und Raub.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:56
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:AG Anteil
Uiuiuiuiui, stell doch nicht so böse Worte in den Raum, sonst kannst du der versammelten Kommunistenprominenz demnächst zu erklären versuchen, dass Löhne hier schon mit deutlich über 50% besteuert und verabgabt werden... Das dauert dann auch wieder Wochen voller "lustiger" Diskussionen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 11:58
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Uiuiuiuiui, stell doch nicht so böse Worte in den Raum, sonst kannst du der versammelten Kommunistenprominenz demnächst zu erklären versuchen, dass Löhne hier schon mit deutlich über 50% besteuert und verabgabt werden...
...ja dann werde ich gezwungen das Halbteilungsgebot aus dem Urteil zur Vermögenssteuer zu erklären...da hatte Don Quijote leichtes Spiel mit den Windmühlen...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 12:08
Jetzt stellt euch mal nicht an. Ich warte schon die ganze Zeit darauf, das jemand Überstunden macht um mehr Geld verteilen zu können.

Sarkasmus Ende


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 13:24
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dankeschön!
Immer wieder gerne.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich frage mich schon was nach dem Arbeitszwang kämme, würde ich nicht folgen.Knast? Doch erschiessen?
Du mit deinen Erschiessereien. Schon iwie befremdlich.

Nö, Carearbeit 🧹 würde folgen, was denn sonst? Das ganze Haus von oben nach unten ... blitzblank, Fenster & Alles, danke.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 13:26
Zitat von vx110vx110 schrieb:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zu viel Solidarität? Das definiere doch bitte mal näher!
Wie ich bereits sagte, nehme ich das nämlich als haltlose Aussage wahr (z.B. im Hinblick auf Steuerbetrug <--> Bürgergeldbetrug).
Zu viel Solidarität mit jeglichem Scheiss.

Wir sollen immer Solidarität zeigen, mit Ukraine, mit Israel, mit USA, mit Klima, mit LGBTQ, mit Gender, mit Flüchtlingen, mit Steuern, mit Straßenbau, mit Infrastruktur, wo nichts geht. Reicht dir das nicht?
Ne, und nun? Weshalb ist denn Solidarität für dich so anstrengend? Es ist doch wunderbar, wenn man sich solidarisch fühlen kann, sich gegenseitig unterstützen kann etc. Was für ein Problem hast du? Wo liegt deine Überforderung? Meine ich ganz ernst.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 13:28
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, das sind durchaus wichtige und interessante Fragen. Mir persönlich gefällt sehr das Wohlfahrtsmodell in Dänemark. Dieses ist nicht günstig (Steuersätze bis zu 60% nach meinem Kenntnisstand). Aber die Menschen sind dort zufrieden, weil es weitestgehend allen gut geht. Die Prioriäteten liegen auf kostenloser Gesundheitsversorgung, hohe Arbeitslosengelder, umfangreiche Kinderbetreuung, damit Mütter auch Vollzeit arbeiten können etc.

Es wird an Mensch & Umwelt gedacht. Vorbildlich.
Soweit ich es weiss geht man in Dänemark aber auch knallhart mit Sozialempfängern um die ihren Arsch hochkriegen und kriegt auch nicht jeder einfach so Geld wie er will, die Unternehmer haben deutlich mehr Spielraum was die Angestellten angeht und können fast problemlos Kündigungen verteilen ohne dafür angemotzt zu werden vom Staat und da ist mehr.

Ich würde trotzdem nicht die Politik 1:1 übernehmen müsste mir Dänemark aber auch näher angucken. Ist trotzdem nicht dasselbe wie Deutschland oder Österreich, das muss man auch bedenken.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 13:37
@Venom

Zum dänischen System
Vorteile

Hohe Lohnersatzleistungen:
Arbeitslose erhalten teilweise bis zu 90 % ihres früheren Gehalts (durch die A-kasse), was den Lebensstandard sichert.
Hohe Investition in Integration: Das System bietet intensive Weiterbildungsmaßnahmen und Jobvermittlung.
Geringe Langzeitarbeitslosigkeit: Durch den hohen Druck und die Förderung finden Menschen schneller zurück in den Arbeitsmarkt.
Guter Zugang zu Sozialdiensten: Auch während des Bezugs bestehen Rechte auf kostenlose Gesundheitsversorgung und Kinderbetreuung.

Nachteile
Hoher Druck und strenge Auflagen: Das System gilt als fordernd und wenig flexibel, was psychisch belastend sein kann.
Einkommenseinbußen für Junge: Personen unter 30 Jahren erhalten deutlich geringere Leistungen als über 30-Jährige.
„225-Stunden-Regel“: Wenn ein Partner in einer Beziehung nicht mindestens 225 Stunden Arbeit nachweisen kann, wird die Sozialhilfe gekürzt.
Strenge Regelungen für Nicht-EU-Bürger: Drittstaatsangehörige müssen oft lange Aufenthaltszeiten nachweisen, um volle Leistungen zu erhalten.
Wenig Karenzzeit: Die Pflicht zur Arbeitsaufnahme greift sehr schnell, oft auch bei sozialversicherungsfreien Tätigkeiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dänemark ein sehr großzügiges, aber auch sehr strenges Sozialsystem hat, das auf die Maximierung der Erwerbstätigkeit ausgerichtet ist.
Quelle: Google KI

Das war jetzt ne oberflächliche Anfrage, die man ggf. noch vertiefen sollte. Aber so insgesamt macht es auf mich schon einen sozialen und fairen Eindruck. Weshalb sollte man das Modell nicht auf D übertragen können? Bestimmte Härten könnte man ggf. schon auch ausgleichen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 13:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das war jetzt ne oberflächliche Anfrage, die man ggf. noch vertiefen sollte. Aber so insgesamt macht es auf mich schon einen sozialen und fairen Eindruck. Weshalb sollte man das Modell nicht auf D übertragen können? Bestimmte Härten könnte man ggf. schon auch ausgleichen.
Weil das nach deiner Definition "Arbeitszwang" und "Einschlagen auf die Schwächsten" wäre:
Dänemark setzt Arbeitssuchende durch ein sehr striktes "Fordern und Fördern"-Prinzip unter Druck, das auf hoher Flexibilität für Arbeitgeber und strengen Auflagen für Arbeitslose basiert (Flexicurity-Modell).

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

Schnelle Sanktionen: Arbeitslose müssen sich intensiv bewerben. Wer Termine beim Jobcenter versäumt, Bewerbungen nicht nachweist oder zumutbare Arbeit ablehnt, verliert schnell Leistungen.

"Arbeitszwang" für Sozialhilfeempfänger: Empfänger von Sozialhilfe (kontanthjælp) sind verpflichtet, eine bestimmte Anzahl von Stunden gemeinnütziger Arbeit zu leisten ("225-Stunden-Regel"), um ihren Leistungsanspruch nicht zu verlieren.
Aktivierung statt Ausruhen: Das System zielt darauf ab, Arbeitslose extrem schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, oft durch verpflichtende Trainingsprogramme oder Praktika, um die "Brücke zur Arbeit" zu schlagen.

Intensive Kontrolle: Die Jobcenter überprüfen aktiv die Aktivitäten der Arbeitssuchenden.

Dieses System ist Teil des dänischen "Flexicurity"-Modells: Es ist für Arbeitgeber sehr einfach, Mitarbeiter zu entlassen (Flexibilität), aber Arbeitslose werden engmaschig betreut und unter Druck gesetzt, um schnell wieder eine Stelle zu finden (Sicherheit/Aktivierung).
Quelle: Google-KI

Das System einzuführen, "aber Härten auszugleichen" würde nicht funktionieren, weil damit die aktivierende Komponente des Systems fehlt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

04.04.2026 um 14:01
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Weil das nach deiner Definition "Arbeitszwang" und "Einschlagen auf die Schwächsten" wäre:
So verstehe ich es nicht, nein. Wenn die Rede von Fordern und Fördern ist, werden die Menschen bei diesen Prozessen doch begleitet. Das hat nix mit Einschlagen auf die Schwächsten zu tun. Und wenn ein Mensch aus gesundheitlichen (psychisch/physisch) Gründen da raus fällt, ist doch das Gesundheitssystem für ihn oder sie zuständig.

Arbeitslose verlieren schnell Lesitungen. Das könnte schwierig sein. Wenn jemand aber schaut, weshalb der Leistungsempfänger Termine nicht einhält, eine Ursache erkennbar wird, müßte man an der ja arbeiten können. Wieviele fallen denn in Dänemark darunter. Interessant könnte es überhaupt sein, wie viele Bürgergeldempfänger, Arbeitslose dort anteilig zur Bevölkerung leben.

Denn spannend ist ja, dass sich die Dänen - ebenso wie die Bewohner anderer nordischen Länder - dort glücklich fühlen. Wenn dem nicht so wäre, würde ich das System ggf. anders deuten. Die allgemeine gesellschaftliche Zufriedenheit scheint jedoch sehr hoch zu sein, hygge :)


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