Fedaykin schrieb:Die setzen sehr wohl auf Markt
Klar. In China ist das Ackerland komplett in kollektivem Besitz, mit einer Größe die nicht unterschritten werden darf. Bauern pachten das Land. Was angebaut wird ist staatlich vorgegeben, Nahrungssicherheit Staatsdoktrin, harte Quoten bei „strategischen Pflanzen“, Abgabe zu staatlich gesetzten Mindestpreisen.
Und auch bei der Verteilung hält der Staat mal eben 50% der weltweiten (!) Mais und Weizenvorräte, Verarbeitung und Großhandel sind fest in Hand von Staatsunternehmen.
Man muss schon mit der Lupe suchen um ein Land zu finden, dass in Sachen Nahrungsmittel mehr staatlich kontrolliert ist, als China.
Und genau dieses Land ist nach den Neunzigern wesentlich für den Rückgang von Hunger verantwortlich - das kannste wohl kaum mit der tollen Effektivität von Marktmechanismen erklären, die da eben keine Rolle spielen.
Klar China hat in vielen Bereichen liberalisiert, etwa im Einzelhandel. Aber nicht wesentlich in der Nahrungsmittelproduktion oder Verteilung.
Die Länder hingegen mit der größten Verschwendung und dem größten Hunger sind eben kapitalistische Länder. Sofern man bei Somalia zB überhaupt noch von einem Wirtschaftssystem sprechen will.
Fedaykin schrieb:Im Vergleich zu welcher Bilanz?
Wieso Vergleich? Das muss man nicht mehr vergleichen, die Bilanz ist für sich völlig desaströs. Nicht nachhaltig, nicht effektiv, nicht gerecht. Was brauchst du denn da noch? Das es im Stadtstaat Ur noch schlechter war? Oder wie?