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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.626 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.04.2026 um 19:15
Youtube: Georg Kreisler   Meine Freiheit, Deine Freiheit
Georg Kreisler Meine Freiheit, Deine Freiheit
Externer Inhalt
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Freiheit hat natürlich auch mit Deutschland was zu tun
Sofern man wirtschaftlich dazu was beiträgt
Manche müssen unfrei bleiben, keiner ist immun
Wenn er den Zug versäumt, der ihn dann freiträgt
Wenn er den Zug nicht sieht und alles komplizieren muss
Ja da, also dann wird es Regeln geben, die er respektieren muss
Dann wird ihm sein Arbeitgeber vielleicht sagen

Meine Freiheit muss noch lang′ nicht deine Freiheit sein
Meine Freiheit, ja, deine Freiheit, nein
Meine Freiheit wird von der Verfassung garantiert
Deine hat bis jetzt nicht interessiert

Meine Freiheit heißt, dass ich Geschäfte machen kann
Und deine Freiheit heißt, du kriegst bei mir 'nen Posten
Und da du meine Waren kaufen musst, stell′ ich dich bei mir an
Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten


Und es bleibt dabei
Dass meine Freiheit immer wieder meine Freiheit ist
Deine Freiheit bleibt
Meiner einverleibt
Und wenn ich meine Freiheit nicht hab'
Hast du deine Freiheit nicht
Und meine Freiheit wird dadurch zu deiner Pflicht
Und darum sag' ich dir

Verteidig meine Freiheit mit der Waffe in der Hand
Und mit der Waffe in den Händen deiner Kinder
Damit von deinen Kindern keines bei der Arbeit je vergisst
Was Freiheit ist

Meine Freiheit sei dir immer oberstes Gebot
Meiner Freiheit bleibt treu bis in den Tod
Wenn dir das vielleicht nicht logisch vorkommt, denk an eines bloß:
Ohne meine Freiheit bist du arbeitslos

Ja, Freiheit ist was anderes als Zügellosigkeit
Freiheit heißt auch Fleiß
Männlichkeit und Schweiß
Ich will dir sagen, was ich heutzutag′ als freiheitlich empfind
Die Dinge so zu lassen wie sie sind

Drum ist in jedem Falle meine Freiheit wichtiger als deine Freiheit je
Meine Freiheit, yes, deine Freiheit, ne
Meine Freiheit ist schon ein paar hundert Jahre alt
Deine Freiheit kommt vielleicht schon bald


Aber vorläufig wird nichts aus deiner Freiheitsambition
Denn du hast noch keine Macht und keine Organisation
Ich wär′ ja dumm, wenn ich auf meine Freiheit dir zulieb' verzicht
Darum behalt ich meine Freiheit, du kriegst deine Freiheit nicht
Noch nicht
Obwohl wir schon vor übern halben Jahrhundert, eher Jahrhunderten, von alten weißen, privilegierten Männern vorgewarnt wurden. :shrug:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.04.2026 um 19:24
Sehr sehr cool und stets aktuell, der Herr Kreisler :Y:
Ja, Freiheit ist was anderes als Zügellosigkeit
Freiheit heißt auch Fleiß
Männlichkeit und Schweiß
Ich will dir sagen, was ich heutzutag′ als freiheitlich empfind
Die Dinge so zu lassen wie sie sind
Das hätten se gerne!

Stiftungsname wird: Zügellosigkeit 🤘


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.04.2026 um 19:24
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Obwohl wir schon vor übern halben Jahrhundert, eher Jahrhunderten, von alten weißen, privilegierten Männern vorgewarnt wurden.
In unserer Hemisphäre.. in anderen Hemisphären hatten die privilegierten Männer andere Hautfarben. ^^


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.04.2026 um 20:07
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Die setzen sehr wohl auf Markt
Klar. In China ist das Ackerland komplett in kollektivem Besitz, mit einer Größe die nicht unterschritten werden darf. Bauern pachten das Land. Was angebaut wird ist staatlich vorgegeben, Nahrungssicherheit Staatsdoktrin, harte Quoten bei „strategischen Pflanzen“, Abgabe zu staatlich gesetzten Mindestpreisen.
Und auch bei der Verteilung hält der Staat mal eben 50% der weltweiten (!) Mais und Weizenvorräte, Verarbeitung und Großhandel sind fest in Hand von Staatsunternehmen.
Man muss schon mit der Lupe suchen um ein Land zu finden, dass in Sachen Nahrungsmittel mehr staatlich kontrolliert ist, als China.
Und genau dieses Land ist nach den Neunzigern wesentlich für den Rückgang von Hunger verantwortlich - das kannste wohl kaum mit der tollen Effektivität von Marktmechanismen erklären, die da eben keine Rolle spielen.
Klar China hat in vielen Bereichen liberalisiert, etwa im Einzelhandel. Aber nicht wesentlich in der Nahrungsmittelproduktion oder Verteilung.
Die Länder hingegen mit der größten Verschwendung und dem größten Hunger sind eben kapitalistische Länder. Sofern man bei Somalia zB überhaupt noch von einem Wirtschaftssystem sprechen will.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Im Vergleich zu welcher Bilanz?
Wieso Vergleich? Das muss man nicht mehr vergleichen, die Bilanz ist für sich völlig desaströs. Nicht nachhaltig, nicht effektiv, nicht gerecht. Was brauchst du denn da noch? Das es im Stadtstaat Ur noch schlechter war? Oder wie?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.04.2026 um 22:22
Zitat von paxitopaxito schrieb:beiden Ländern? Kommunismus? Das im Kapitalismus weniger gehungert wird als z.B. in Stammesgesellschaften, schlicht ne faustdicke Lüge.
Somalia ist nicht Mal ein funktionierender Staat, eher Bürgerkriegsgebiet

Zum Thema Indien,
Wikipedia: Wirtschaft Indiens#:~:text=Indien ist eine gelenkte Volkswirtschaft,der 1990er Jahre schrittweise verringert.

Indien hat eine komische Mischung
Zitat von paxitopaxito schrieb:Klar. In China ist das Ackerland komplett in kollektivem Besitz, mit einer Größe die nicht unterschritten werden darf. Bauern pachten das Land. Was angebaut wird ist staatlich vorgegeben, Nahrungssicherheit Staatsdoktrin, harte Quoten bei „strategischen Pflanzen“, Abgabe zu staatlich gesetzten Mindestpreisen.
Und auch bei der Verteilung hält der
Du hast den Link nicht gelesen.

Ich sagte auch nicht das China da komplett kapitalistische ist

Ansonsten ließ den Link welche Reformen bzgl Marktwirtschaft die Hungernote beendeten

China ganzes Wachstum entstammt vdem privat Sektor oder glaubst du BYD wird von der Partei geführt
Zitat von paxitopaxito schrieb:Wieso Vergleich? Das muss man nicht mehr vergleichen, die Bilanz ist für sich völlig desaströs. Nicht nachhaltig, nicht effektiv, nicht gerecht. Was brauchst du denn da noch? Das es im Stadtstaat Ur noch schlechter war? Oder wie?
Nun zum vergleichen brauchst du einen Maßstab, nri dir die wünsch dir was Utopie.

Also ich lebe lieber in einer Marktwirtschaft als im Feudalismus


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 08:06
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Also ich lebe lieber in einer Marktwirtschaft als im Feudalismus
Marktwirtschaft im feudalismus
Die Marktwirtschaft im feudalismus war stark von den Strukturen des Feudalismus geprägt. Der Handel und die gewerbliche Produktion spielten eine untergeordnete Rolle, während die Landwirtschaft das zentrale Element der Wirtschaft war. Die meisten Menschen waren Bauern, die auf den Ländereien von Adligen arbeiteten und deren Ernte als Abgabe an den Grundherrn abgaben mussten. Der Handel fand vor allem in Städten statt, und die meisten wirtschaftlichen Transaktionen fanden auf lokaler Ebene statt. Die Geldwirtschaft war im feudalen System unterentwickelt, oft bezahlt in Naturalien. Mit der Industrialisierung und der einsetzenden Kapitalisierung veränderten sich die Basis und Rahmenbedingungen der europäischen Wirtschaftsformen grundlegend.
Quelle: https://www.bing.com/search?q=marktwirtschaft%20im%20feudalismus&qs=n&form=QBRE&sp=-1&ghc=1&lq=0&pq=marktwirtschaft%20im%20feudalismus&sc=6-30&sk=&cvid=85FE03ACA38849EDB34451C0514648CA

Du meinst sicherlich Du lebst lieber in kapitalistischer Marktwirtschaft?

Ich nicht. Das geht auch besser.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 08:44
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Du meinst sicherlich Du lebst lieber in kapitalistischer Marktwirtschaft?

Ich nicht. Das geht auch besser.
Es geht immer besser. Vorm Kapitalismus waren 95 % der Weltbevölkerung bettelarm, mit dem Kapitalismus sind es noch 8 %. Sicherlich gibt es immer was zu optimieren, aber diese Gesellschaftsordnung hat flächendeckenden Wohlstand gebracht. Ansonsten gibt’s oder gab’s ja genug Beispiele auf der Welt, wie es noch laufen könnte….


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 09:02
@Fritzchen037

Wie geht Kommunismus mit Demokratie zusammen?

Demokratie sorgt im Kapitalismus für Verteilungsgerechtigkeit.

"Das Pendant", die Vergesellschaftung der Produktionsmittel im Kommunismus, lässt dem Einzelnen - mit meinem Vorstellungsvermögen - doch nicht viel Freiheit, sein ganz eigenes Ding durchzuziehen? Wenn alles allen gehört, fehlt mir iwie das Individuelle. Was übersehe ich da ggf.?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 09:08
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Du hast den Link nicht gelesen.
Nein, werde ich auch nicht. Schau wir können darüber diskutieren ob einzelne Nationalstaaten da mal mehr oder weniger dem Kapitalismus frönen oder ob es Sinn macht bei Failed States überhaupt noch von einem wirtschaftlichen System zu sprechen. Aber das ist am Ende irrelevant, weil ich auf das globale zeige, nicht auf Nationalstaaten (oder fast global, es gibt ja noch ein paar Urvölker irgendwo im Dschungel und sowas).
Und global betrachtet haben wir eben eine kapitalistische Wirtschaftsordnung, daran ändern auch irgendwelche selbsternannten „realexistierenden Sozialismen“ nix.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:China ganzes Wachstum entstammt vdem privat Sektor oder glaubst du BYD wird von der Partei geführt
Ich hab dir die Punkte genannt, in denen China massiv vom Dogma der Profitmaximierung in der Nahrungsmittelproduktion abweicht. Wie ich schrieb Nahrungssicherheit ist da Staatsdoktrin, verständlich nach den Erfahrungen unter Mao.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nun zum vergleichen brauchst du einen Maßstab, nri dir die wünsch dir was Utopie.
Du willst vergleichen, nicht ich. Ich zeige auf einen Haufen Scheiße und nenne das dann auch einen Haufen Scheiße. Du hast das Fass mit der Lebensmittelproduktiin aufgemacht, ich hab aufgezeigt das die kapitalistische Wirtschaft hier ineffizient ist, da sie nicht dafür sorgen kann das alle genug zu essen haben - obwohl es genug gibt. Gleichzeitig ist sie ungerecht, da auf der anderen Seite so ein Überfluss produziert wird, das Nahrungsmittel in grotesker Weise verschwendet werden. Und sie ist nicht nachhaltig, sie zerstört die Grundlagen für die Erzeugung von Nahrungsmitteln an sehr vielen Stellen und gefährdet damit die Nahrungssicherheit in (naher) Zukunft.
Das sind Fakten @Fedaykin , da brauche keinen Vergleich zu anderen Systemen um das zu kritisieren. Wenn du das für dein Gemüt brauchst, kannst du gerne nen Vergleich zum System des Hochmittelalters bemühen oder sowas, aber ich sehe da tatsächlich keinen großen Sinn.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 11:03
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:"Das Pendant", die Vergesellschaftung der Produktionsmittel im Kommunismus, lässt dem Einzelnen - mit meinem Vorstellungsvermögen - doch nicht viel Freiheit, sein ganz eigenes Ding durchzuziehen? Wenn alles allen gehört, fehlt mir iwie das Individuelle. Was übersehe ich da ggf.?
Was kannst Du denn heute entscheiden? Was können 90% der Menschen entscheiden?
Was können sie entscheiden, wenn die Produktionsmittel Allen gehören und wenn Alle gemeinsam darüber entscheiden was gebraucht wird, ihnen wichtig ist, sie haben wollen? Wenn sie mitentscheiden können und nicht außen vor bleiben, bis was auf den Markt gekarrt wird?

Nehmen wir als Beispiel Mode. Kann heute jede/r Mensch, der das will, Interesse daran hat, seine eigene Kleidung entwerfen und benutzen? Oder kann man nur sich anschauen, was da so im Regal liegt und auf dem Ständer hängt und ob einem davon was gefällt?

Was kannst Du Dir denn selber für Dein Leben vorstellen? Oder brauchst Du dafür immer Andere?

Ist das Ausleben individueller Vorstellungen nicht proportional zu den Möglichkeiten? Du musst Dir, wenn Du erkennen möchtest, was möglich ist sämtliche ökonomischen Grundlagen wegdenken, wo Du nicht mitentscheiden kannst.

Vergesellschaftung von Produktionsmitteln hat nichts mit Verstaatlichung zu tun.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 11:07
@Fritzchen037

schau' mal, ich hab' das eben zur besseren Nachvollziehbarkeit abgeschrieben, aus dem Buch "Die verkannten Grundlagen der Ökonomie - Wege zur Caring Economy" von Riane Eisler Spoiler.Bild 11.02.26 um 16.28

Das sind die Bausteine, welche die Caring Economy beinhaltet. Sie würde nach meinem Verständnis auf Demokratie und Marktwirtschaft basieren. Und eben auf der längst überfälligen Anerkennung der Care-Arbeit, die bei den beiden Dominazsystemen einfach herausfällt.
Im Zentrum dieses neuen Wirtschaftsmodells steht der Privathaushalt.
Er ist das eigentliche Herzstück der Wirtschaftsproduktivität, denn er ist Grundlage und Voraussetzung für sämtlich anderen Bereiche. Haushalte sind - anders als in den meisten Texten der Ökonomie beschrieben - nicht nur konsumierende Einheiten, sondern vielmehr Produktionsstätten, wobei ihr wichtigstes „Produkt“ seit jeher Menschen sind - und dieses „Produkt“ ist in der postindustriellen Wirtschaft, in der Unternehmen mantrahaft nach „hoch qualifiziertem Humankapital“ verlangen, von größter Bedeutung.

Wenn in herkömmlichen Wirtschaftsanalysen die Voraussetzungen für hochqualifiziertes Humankapital untersucht werden, finden Fürsorge und Care-Arbeit in der Regel keine Beachtung. In herkömmlichen Wirtschaftsmodellen werden die grundlegenden Wirtschaftssektoren - Privathaushalte, Non-Profit-Bereich und Ressourcenwirtschaft - ausgeblendet, was zu verzerrter Wahrnehmung und einer verfehlten Politik führt.


Das neue Wirtschaftsmodell beinhaltet alle sechs Wirtschaftssektoren:


Erster und grundlegender Sektor: Privathaushalte
Zweiter Sektor: Non-Profit-Bereich
Dritter Sektor: Marktwirtschaft
Vierter Sektor: Illegale Schattenwirtschaft
Fünfter Sektor: Staatswirtschaft
Sechster Sektor: Ressourcenwirtschaft


Den zweiten Sektor bildet der Non-Profit-Bereich, also die Gemeinwirtschaft, in der anstelle von Gewinn vorrangig nicht-monetäre Ziele verfolgt werden. Dazu zählen das ehrenamtliche Engagement für zivilgesellschaftliche Anliegen wie karitative Zwecke oder Fragen sozialer Gerechtigkeit ebenso manche Aspekte der alternativen Tauschwirtschaft, zum Beispiel lokale Tauschringe oder Reginalwährungen, die sich immer stärker verbreiten. Auch in diesem Sektor spielen Fürsorge und Care-Arbeit eine wichtige Rolle.

Die Marktwirtschaft bildet den dritten Sektor. Dieser Sektor steht im Zentrum der konventionellen Wirtschaftsanalysen und -beschreibungen - und obwohl der Markt von den beiden ersten Sektoren angetrieben wird, werden diese bei marktwirtschaftlichen Bewertungen und Regelungen nicht berücksichtigt. Zurzeit ist die Marktwirtschaft so aufgebaut, dass sie Fürsorge und Care-Arbeit eher verhindert als fördert - obwohl Studien gezeigt haben, Beschäftigte kreativer und produktiver sind, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Zum vierten Sektor, der illegalen Schattenwirtschaft, gehören Drogen-, Sex- und Waffenhandel ebenso wie wirtschaftliche Aktivitäten, die von kriminellen Syndikaten oder Banden kontrolliert werden. In diesem Sektor mangelt es typischerweise an Fürsorge (ganz zu schweigen von den Morden und anderen Gräueltaten, die für ihn charakteristisch sind.)

Sie Staatswirtschaft bildet den fünften Sektor. Der Staat regelt die Marktwirtschaft durch politische Entscheidungen, Maßnahmen, und Gesetze. Außerdem bietet er - entweder direkt oder indirekt über private Unternehmen - Dienstleistungen an, die Care-Tätigkeiten beinhalten, wie zum Beispiel das öffentliche Gesundheitswesen. Doch für unbezahlte Care-Arbeit in Privathaushalten und im Non-Profit-Bereich gibt es in den meisten Staaten nur wenig Unterstützung, obwohl alle anderen Wirtschaftssektoren doch von dieser Arbeit abhängig sind. Außerdem geht Regierungspolitik oft rücksichtslos an den Belangen der Mehrheit vorbei, um die Interessen der Wohlhabenden zu befriedigen, und den meisten Staaten gelingt es nicht, mit ihrer Politik die rücksichtslose Ausbeutung und Verschmutzung unserer Ressourcen zu verhindern.

Dabei ist die Ressourcenwirtschaft, die den sechsten Sektor darstellt, ebenso wie die Haushaltswirtschaft der Privathaushalte von grundlegender Bedeutung, denn unser natürliches Umfeld generiert Rohstoffe, von denen die Marktwirtschaft abhängig ist. Trotzdem findet auch die Natur in herkömmlichen Wirtschaftsmodellen nur wenig Berücksichtigung, und dies hat eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen zur Folge, deren Auswirkungen durch die Entwicklung immer wirkmächtiger Technologien zunehmend katastrophaler werden. Lange Zeit wurde der Umweltschutz in Wirtschaftstheorien gar nicht berücksichtigt, mittlerweile steht er in Kosten-Nutzen-Analysen üblicherweise auf der Kostenseite.

Die hier beschriebenen sechs Wirtschaftssektoren interagieren beständig miteinander. Wenn wir Veränderungen herbeiführen möchten, die in unserer Welt heute nötig sind, müssen wir alle diese Sektoren in die Betrachtung miteinbeziehen. Die Herausforderung besteht darin, Wirtschaftsmodelle sowie Maßnahmen und Regeln zu entwickeln, die den ersten, zweiten und sechsten Sektor berücksichtigen und ihnen den gebührenden Wert beimessen - denn das ist die Grundlage für eine Caring Economy, eine Ökonomie, die auf Fürsorge basier. Wir brauchen ein System, das unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten gerecht wird, statt sie auszunutzen, das unsere Mitwelt bewahrt, statt sie zu zerstören, und das unser großartiges Potential an Fürsorge und Kreativität zur Entfaltung bringt, statt es einzuschränken.
Wie ist Deine Meinung denn dazu?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 11:23
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Was kannst Du denn heute entscheiden?
Also ich bilde mir ein, über mein Leben und wie ich es führen möchte, entscheiden zu können :) Ich hoffe, dass ich deine Frage jetzt nicht mißverstanden habe, weil sie vordergründig so simpel erscheint.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Kann heute jede/r Mensch, der das will, Interesse daran hat, seine eigene Kleidung entwerfen und benutzen?
Weshalb denn nicht? Wenn man eine Nähmaschine hat und die Materialien ... go for nice things :Y:
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Was kannst Du denn heute entscheiden?
Ich vermute, dass ich Dich gerade nicht richtig verstehe. S.O.

Ok, gebe zu, dass ich gerne die finnische Staatsbürgerschaft hätte, aber dafür müßte ich dort hinziehen. Ist halt meine Entscheidung hier zu bleiben. Will sagen: ich fühle mich in einer Demokratie nicht in meinen Entscheidungen eingeengt oder beschränkt o.Ä.
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Was kannst Du Dir denn selber für Dein Leben vorstellen? Oder brauchst Du dafür immer Andere?
Nein, nicht immer. Sowohl als auch :) Entscheide gerne selbst über mich und mein Leben, aber bin auch ein soziales Wesen, das sich austauschen, interagieren, lernen möchte ... wie z.B. gerade hier ;)
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Wenn sie mitentscheiden können und nicht außen vor bleiben, bis was auf den Markt gekarrt wird?
Ich kauf auf'm Biohof oder in Bioläden. Alles was halt geht. Treffe meine Kaufentscheidung und lasse mein Geld dort, wo die Lieferkette möglichst transparent ist (gerne regionale Produkte) und wo darauf geachtet wird, dass Mensch, Natur und Tiere nicht ausgebeutet werden. Wo es nicht geht, geht's halt nicht (Auto, Handy, PC etc.)
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Vergesellschaftung von Produktionsmitteln hat nichts mit Verstaatlichung zu tun.
Wie ist es denn dann gemeint? Irgendwer muß doch den Überblick oder die Verantwortung auch dafür haben 🤔


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 12:52
Zitat von paxitopaxito schrieb:Und global betrachtet haben wir eben eine kapitalistische Wirtschaftsordnung, daran ändern auch irgendwelche selbsternannten „realexistierenden Sozialismen“ nix.
Genau und seit 200 Jahren hat sie Welt einen unglaublichen Wandel gemacht, nicht alles zum guten aber doch na vorne.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab dir die Punkte genannt, in denen China massiv vom Dogma der Profitmaximierung in der Nahrungsmittelproduktion abweicht. Wie ich schrieb Nahrungssicherheit ist da Staatsdoktrin, verständlich nach den Erfahrungen unter Mao.
Genau deshalb hat man im dem Sektor viel mehr Freiheiten eingeführt an liberalen Ideen und Methoden wegen der Katastrophen der zentralen Vorgaben.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Du willst vergleichen, nicht ich. Ich zeige auf einen Haufen Scheiße und nenne das dann auch einen Haufen Scheiße. Du hast das Fass mit der
Kannst du machen, allein du hast keineb Haufen. Der besser ist...

Nur deine dem Kapitalismus entstammende Idee das alles irgendwie super sein sollte nach 300 000 Jahren


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 12:57
Zitat von Fritzchen037Fritzchen037 schrieb:Nehmen wir als Beispiel Mode. Kann heute jede/r Mensch, der das will, Interesse daran hat, seine eigene Kleidung entwerfen und benutzen
Kann er, 🤷. Wer will kann es sogar selbst machen, Nähmaschinen sind kein Hexenwerk


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 13:29
Zitat von paxitopaxito schrieb:Sicher. Da gilt dann aber immer noch, was ich schrieb.
Du schriebst folgendes:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Dann müsstest du so hart gegensteuern, dass Unternehmen und Privatleute keinen Gewinn machen können. Das wäre mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft verbunden.
Und das is bezogen auf Vermögens- und Erbschaftssteuer eben falsch! Unternehmen tangiert eine Vermögenssteuer schon mal gar nich, Erbschaftssteuer auch nich. Dem Unternehmen isses halt egal, wem es gehört.
Privatleute betrifft ne Vermögenssteuer zwar, aber nur wenn sie über dem Freibetrag liegen. Wie aber soll das zum Zusammenbruch der Wirtschaft führen?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Was du damit schaffst ist eine Abwanderung des Kapitals und eine Verlagerung von Vermögen in Stiftungen, Unternehmen usw.
So etwas lässt sich ja auch per Gesetz ändern. Wer sagt, dass das Vermögen einer Stiftung nich besteuert werden darf?
Zitat von paxitopaxito schrieb:So wie ich mir von dir wünsche das du darlegst wie das unter dem realen Bedingungen irgendwie umgesetzt wird.
Wie soll das gehen? Soweit ich weiß, wird das so ja nirgends umgesetzt. Nur wenn du daraus folgern willst, es sei unmöglich, weil es das noch nie gab, dann is das schlicht ein Fehlschluss.
Wenn du aber behauptest, das was ich mir vorstelle sei unmöglich zu erreichen, dann solltest du schon erklären können, warum das so sein soll. Ein "gabs noch nie" is da allerdings völlig untauglich.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab dir wirklich aufs niedrigste runtergebrochen die kapitalistische Logik dargelegt und warum sie zwangsläufig zu Ungleichheit führt.
Und ich hab dir deine Fehlschlüsse aufgezeigt, die du aber bislang konsequent ignorierst. Warum eigentlich? Sollte man in einer Diskussion nich auf Gegenargumente eingehen?
Kann ja sein, ich liege falsch, hab ich auch kein Problem mit, aber ein bisschen mehr als ein "trust me Bro" müsste da schon kommen.

Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich hab dir gezeigt, dass dies mit der realen Welt übereinstimmt.
Bestreite ich ja gar nich, lediglich einige deiner Schlüsse daraus finde ich fraglich.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Zeig Du doch bitte erstmal das deine Umverteilungsfantasien innerhalb des kapitalistischen Systems real mehr sind als Fantasien.
Wie genau stellst du dir das denn vor? Ich hab dargelegt was ich ändern würde und welche Folgen das imho haben würde. Was fehlt dir denn noch?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die gibt es bereits, Wirkung: 0.
Finde ich nich! Die unterschiedliche Besteuerung in einzelnen Staaten is auch ein Grund dafür, dass die Ungleichheit nich überall gleich gleich hoch is. Von daher is die Wirkung deutlich über Null.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.04.2026 um 13:53
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Klar, solange man auf der Seite der "reicheren" Menschen steht, kann man das okay finden.
Kann man auch ok finden, wenn dem nich so is!
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn wir uns die kapitalistische Wertschöpfung der letzten 200 Jahre anschauen, dann müssen wir feststellen, dass diese Wertschöpfung für westliche Staaten, also die Privilegien, die wir als Bevölkerung in westlichen Demokratien haben, auf dem unsagbaren Leid der Ausbeutung kolonial eingenommener Staaten und Ressourcen beruht.
Is das so? Ich für meinen Teil bin der Ansicht, dass der westliche Wohlstand vor allem darauf beruht, dass dort die Produktivität deutlich am höchsten is.
Darfst mir aber zeigen, dass es nur an der Ausbeutung der Kolonien liegt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Diese linksliberalen Ansätze des: "wir reformieren den Kapitalismus in ein Land in dem für immer Frühling ist" wird leider nicht funktionieren.

Liberale denken immer, dass eine sozialer Kapitalismus der Weg ist, aber sozialer Kapitalismus ist ein Oxymoron.

Das ist so wie verheirateter Junggeselle. Das gibt es nicht. Das kann es gar nicht geben. Einen sozialen Kapitalismus kann es nicht geben, denn Kapitalismus ist ein aggressives, degeneratives, zerstörerisches, krisenproduzierendes Scheißsystem. Das kann nicht sozial sein.
Viele aufgereihte Behauptungen aber keine einziger Beleg oder Erklärung. Also zeig mal auf, warum das so sein soll, wie du behauptest.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Übrigens: Soziale Marktwirtschaft heißt einfach: Okay, wir machen Kapitalismus und bauen da so ein paar Mechaniken ein, die dazu führen, dass erstens das revolutionäre Potenzial klein gehalten wird und zweitens die Arbeiter, die keine Lohnarbeit haben, am Leben gehalten werden und so ein Ersatzheer für das Kapital besteht. Das ist soziale Marktwirtschaft und die existiert in Deutschland bereits.
Soziale Marktwirtschaft bedeutet, dass mehr als nur die Reichsten vom System profitieren. Es gibt die soziale Marktwirtschaft auch nich nur als ein starres System, sondern es variiert, wie sozial sie is. In Deutschland was die soziale Marktwirtschaft in den 70ern auch noch deutlich sozialer als sie es heute is, der Trend geht vom Sozialen weg.
Ich möchte die SM in Deutschland gern noch sozialer, als sie das vor 50Jahren schon mal war.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn man das Unternehmen jetzt stärker besteuern würde, dann ist die Profitabilität logischerweise nicht mehr gegeben, wenn sie vorher gegeben war. Ist ja logisch. Dann machen vielleicht auch Unternehmen zu.
Eine Vermögens- und Erbschaftssteuer betrifft ein Unternehmen ja nicht, sondern nur deren Besitzer. Folglich können solche Steuern auch keinen Einfluss auf die Profitabilität der Unternehmen haben.
Wenn Frau Klatten und ihr Bruder morgen 2% Vermögenssteuer auf ihr Vermögen zahlen müssten, dann hat das auf BMW (was ja den Löwenanteil von deren Vermögen ausmacht) absolut Null Einfluss. Im einfachsten Fall würden die einfach nur 2% ihrer Aktien an den Staat übertragen, womit sich lediglich die Besitzerstruktur von BMW geändert hätte, für das Unternehmen selbst und dessen Profitabilität hat das keinen Einfluss.

kuno


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