ApexOne schrieb:Du sollst deinen MA so viel zahlen wie Dir, Du bist ja Produktionsmittel Eigentümer und sollst die Leute nicht ausbeuten
Du müsstest den MA soviel zahlen, dass du pleite gehst, damit du sie nicht ausbeutest. Ausbeutung ist Grundprinzip im Kapitalismus, ohne funktioniert er nicht, ohne kein Arbeitgeber- / Arbeitnehmerverhältnis usw.
Ausbeutung meint hier aber etwas anderes als moralische Entrüstung.
mitH2CO3 schrieb:Daher bin ich ja auch für staatliche Leitplanken, die sowas steuern sollten.
Egal wie du es steuerst, entweder es gibt Kapitalakkumulation oder nicht.
mitH2CO3 schrieb:Daher bin ich ja auch für staatliche Leitplanken, die sowas steuern sollten. Es darf nicht möglich sein, dass einzelne Personen über so viel Geld und Macht verfügen, dass sie einfach alles kaufen und machen können. Irgendeine Art von Obergrenze sollte sich finden lassen. Und aller Gewinn, der darüber geht, geht an die Gesellschaft
Das wäre dann kein K. mehr.
mitH2CO3 schrieb:Werde bitte konkret.
Das schrieb ich schon. Noch konkreter: es ist blind den schwedischen Wohlstand und die schwedische (relative) Ungleichheit zu betrachten, ohne anzuerkennen das sie bedingt und ermöglicht wird durch Armut und Ungleichheit an anderer Stelle.
kuno7 schrieb:Ja, es können nich alle reich sein, das is klar, aber es gibt imho aber keinen Grund anzunehmen, dass man diese Ungleichheit nich auch verkleinern könnte, wenn man denn wöllte.
Das schrieb ich nun schon öfter Kapitalismus setzt Kapitalakkumulation voraus. Das bedeutet, dass es eine immer kleiner werdende Zahl an Personen, Instituten, Firmen gibt die immer größere Teile des Kapitals auf sich vereinen - alle anderen immer weniger. Wenn das eine systemimmanente Logik ist, dann kann man so wöllen wie man wöll, es ändert nix.
kuno7 schrieb:Da taugt dann Schweden als Beispiel doch ganz gut, nich im Vergleich zu Indien, aber im Vergleich zu den USA imho schon.
Einzelne singuläre Beispiele taugen überhaupt nicht um ein globales Wirtschaftssystem zu verstehen. Kann der Kapitalismus an einem Ort Wohlstand, Gleichheit und Zufriedenheit bringen, obwohl er global betrachtet das Gegenteil bewirkt? Ja, kann er.