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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle
um 13:43👍 ... und möglichst viele Steuern! Denk' an dein Idol Huang! JEDE Steuer gerne bezahlen 💸ApexOne schrieb:Ach, du willst nur dass ich gesund bleibe damit ich mehr Steuern zahlen kann.
Gerade gelesen: in Amerika und Großbritannien lagen die höchsten Spitzensteuersätze zwischen 90% bis 94%, und die Wirtschaften nahmen dadurch keinen Schaden, im Gegenteil.
Zur Geschichte der Steuern in den USAhttps://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/das-steuersystem-von-saez-und-zucman-mit-einigen-ueberlegungen-fuer-deutschland/
Kaum jemand weiß heute noch, dass die USA bis in die 1980-er Jahre zu den Staaten mit den höchsten Steuern in der Welt gehörten. Und das kam so: Die US-Bürger waren stets überzeugt davon, in einer viel gerechteren Gesellschaft zu leben, als die Europäer. Mit der Industrialisierung und dem Entstehen großer Konzerne änderte sich aber die Lage. Im Jahre 1919 hielt ausgerechnet der konservative Ökonom Irving Fisher, Präsident der American Economic Association, auf deren Jahrestagung eine Rede, in der er die „undemokratische Vermögenskonzentration in den USA“ anprangerte.
Als nach der Weltwirtschaftskrise 1929 Millionen Menschen arbeitslos wurden und Millionen von Bauern ihre Höfe verloren, weil sie die Zinsen nicht mehr bezahlen konnten, wurde 1932 Franklin D. Roosevelt zum Präsidenten gewählt. Er entpuppte sich in der Folge als der radikalste Sozialreformer der US-Geschichte. Gegen den massiven Widerstand der konservativen Kreise wurde er als einziger Präsident dreimal wiedergewählt.
Roosevelt schaffte es, den Spitzensteuersatz für Jahreseinkommen ab 25.000 Dollar – das entspricht heute ca. eine Million Dollar – schrittweise von 25 Prozent auf zunächst 91 Prozent anzuheben. Nach Kriegseintritt 1942 beantragte er dann im Kongress einen Spitzensteuersatz von 100 Prozent. Interessant ist vor allem seine Begründung: „Die Unterschiede zwischen niedrigen und sehr hohen individuellen Einkommen müssen verringert werden. … kein US-Bürger (sollte) über ein Nettoeinkommen, also nach Steuern, von über 25.000 Dollar verfügen …“ Der Kongress hielt das aber für übertrieben und beschloss einen Spitzensteuersatz von „nur“ 94 Prozent.
Das Interessante an der Begründung von Roosevelt bestand darin, dass es ihm nicht um die Einnahmen – also um die Ökonomie – ging. Den Spitzensteuersatz mussten eh nur maximal 306 Bürger zahlen. Sein Ziel war es, die Ungleichheit zu reduzieren. Es ging ihm allein um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft, also wie Fisher um die Demokratie. Auch in Großbritannien lagen übrigens die Spitzensteuersätze von 1941 bis Mitte der siebziger Jahre bei 90 Prozent. Bemerkenswert daran ist auch, dass diese extrem hohen Steuern keineswegs der Wirtschaft schadeten. Im Gegenteil! Die Wirtschaft prosperierte in dieser Zeit.
In der Folge dokumentieren die Autoren akribisch die wechselhafte Geschichte der Steuern in den USA. Ein Land, bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch stolz darauf war, gerechter und demokratischer zu sein als die elitären Gesellschaften in Europa, hat sich heute ins Gegenteil verkehrt. Schon unter Reagan wurde der Spitzensteuersatz auf 28 Prozent gesenkt. Unter Trump zahlt nun ein Milliardär erstmals in der US-Geschichte weniger als seine Sekretärin.
Jap, es geht immer noch um Ungleichheit, weniger um persönliche Interessen :)ApexOne schrieb:Du willst von Reichen auch nur Geld, natürlich für andere, nicht für Dich...
Ist das etwa deine Meinung? Denn so du das mir unterjubeln willst, ist es eine Lüge. Ich habe hier sehr Vermögende benannt, die ich sozial & cool finde :)ApexOne schrieb:Klar, reiche Leute sind per se Sozialidioten.

