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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.981 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 10:59
@UffTaTa
Genau das meinte ich unter anderem, Politiker mit ihrer damaliger Politik haben die Ungleichheit massiv beeinflusst. Heute bin ich der Meinung es sollte nicht nur darum gehen von der obersten Schicht zu fordern, sondern viel mehr und insbesondere stehe ich dazu dem Mittelstand mehr Atmungsfreiheit zu geben und die Möglichkeiten zum Vermögensaufbau einfacher zu machen.

Bezüglich Steueroptimierungen, großteils sind sie kein Problem und sie bleiben ein wichtiges Werkzeug für jeden Unternehmer und als Motivations- und Förderungswerkzeug seitens des Staates an die Unternehmer.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:00
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ja, her damit. Besteuert endlich mal Flugbezin, für Privatgebrauch auch gerne 3-fach. Die Reichen können es sich ja leisten, dann sollen se das biotte auch.
Jawoll ja :Y: Sehe ich ganz genauso. Die überreichen Milliardäre könnte man vllt. sogar vierfach besteuern, ein mal noch extra für die CO2-Emission die da in Unmengen entsteht, beim Vielfliegen etc.
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Das ist nur eines von vielen, vielen Beispielen. Die Freiheit des Marktes und die Marktmacht des Verbrauchers sind eigentlich nur Propaganda-Lügen.
Das verstehe ich nicht. Wenn alle sich entscheiden würden, bspw. keine gelben, kugeligen Autos zu kaufen, dann werden die doch auch nicht mehr produziert werden, weil damit dann kein Profit zu machen ist, oder? Schon klar, zumeist entscheiden sich nicht alle für das Gleiche, aber wenn der Absatz sinkt, lohnt es sich für den Produzenten vllt. nicht mehr, und er produziert etwas wonach mehr Nachfrage besteht.

Wenn es um kritische Dinge geht, dann schnallt der Verbraucher ja - nachdem ihm die entsprechenden Informationen zugänglich gemacht werden - das ein Produkt nix gut is. Mir fällt dazu spontan Asbest im Baubereich ein, oder Quecksilber im Amalgam. Iwann kommen dann ja die entsprechenden gesetzlichen Regelungen (Verbote) dazu, sobald genug wissenschaftliche Grundlage dafür vorliegt.


Was ich jedoch kaum aushaltbar finde: der Verbraucher verdrängt. z.B. das schreckliche Tierleid, welches die Massentierhaltung mit sich bringt. Dafür müßte viel mehr Bewusstsein hergestellt werden. Es existiert schweres Tierleid und Tierqual, weil viel Fleisch gegessen wird. Hinzu kommt noch , dass diese Art der sadistischen Massentierhaltung viele Treibhausgase erzeugt.

Weshalb hält man sich nicht daran :( -->
Tierschutzgesetz (TierSchG): Definiert in \(\S 2\) die Pflicht, ein Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend zu ernähren, zu pflegen und unterzubringen.
Google KI

Würden wir das nicht verdrängen, und kein Fleisch mehr kaufen (oder höchstens aus artgerechter Haltung) würde die Massentierhaltung beendet werden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:17
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Was sind Übergewinne?
tu nicht so. Hatten wir gerade letztens darüber gesprochen. Das sind Trillionen-Gewinne wie sie derzeit diese großen Ölkonzerne aufgrund des Iran-Krieges machen, und zwar "außerplanmässige, überdurchschnittliche, überproportionale Gewinne" ... such es dir aus.
Kann doch wohl nicht wahr sein, dass diese Konzerne ersticken an ihren Gewinnen, und der Endverbraucher ausgenommen wird. Das verschlimmert die extreme Ungleichheit noch mehr. Den Reichen und Über-Reichen fällt es überhaupt nicht schwer Preiserhöhungen zu tragen. Aber dem Rest schon.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich hatte Dich doch gefragt! willst Du auch dass andere Leute Zugang zu deinem Eigentum haben? zB Auto, PC, Telefon etc....also wann überlässt Du diese der Allgemeinheit! Du bist verpflichtet!
Als ob die Aussage "Eigentum verpflichtet" bedeuten würde, was du da gerade wieder zusammenschreibst.

Es geht vielmehr darum, dass du dein Haus nicht so bauen oder gestalten sollst, dass es nicht in's Gesamtbild oder das Gesamtkonzept passt, das du dich verpflichtest den Bürgersteig sauber zu halten etc. So ist das gemeint: Eigentum verpflichtet der Gesellschaft gegenüber.

Zudem ... Eigentum beinhaltet Vermögen. Dieses bedeutet wiederum, dass man anteilig zu seinem Vermögen Steuern an die Allgemeinheit zahlen sollte. Wo bleibt also die Wiedereinführung der Vermögenssteuer?

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 11:22
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das verstehe ich nicht. Wenn alle sich entscheiden würden, bspw. keine gelben, kugeligen Autos zu kaufen, dann werden die doch auch nicht mehr produziert werden, weil damit dann kein Profit zu machen ist, oder? Schon klar, zumeist entscheiden sich nicht alle für das Gleiche, aber wenn der Absatz sinkt, lohnt es sich für den Produzenten vllt. nicht mehr, und er produziert etwas wonach mehr Nachfrage besteht.
So ist das. Angebot und Nachfrage. Ohne Nachfrage ist Angebot auch tot bzw führt dazu.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn es um kritische Dinge geht, dann schnallt der Verbraucher ja - nachdem ihm die entsprechenden Informationen zugänglich gemacht werden - das ein Produkt nix gut is. Mir fällt dazu spontan Asbest im Baubereich ein, oder Quecksilber im Amalgam. Iwann kommen dann ja die entsprechenden gesetzlichen Regelungen (Verbote) dazu, sobald genug wissenschaftliche Grundlage dafür vorliegt.
Agree, wobei die Dummheit und Ignoranz oder auch Gier der Menschen solltest du nicht unterschätzen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was ich jedoch kaum aushaltbar finde: der Verbraucher verdrängt. z.B. das schreckliche Tierleid, welches die Massentierhaltung mit sich bringt. Dafür müßte viel mehr Bewusstsein hergestellt werden. Es existiert schweres Tierleid und Tierqual, weil viel Fleisch gegessen wird. Hinzu kommt noch , dass diese Art der sadistischen Massentierhaltung viele Treibhausgase erzeugt.

Weshalb hält man sich nicht daran :( -->
Damit befasse ich mich auch immer mehr und versuche mich da in Studien dazu usw einzulesen.
Aber eines ist sicher - Menschen sind Speziesisten und das beinhaltet auch die moralische Haltung gegenüber Tieren die anders gemessen wird als bei Menschen. Viele sind auch komplett ungebildet über die Intelligenz und Bewusstseinslevel von Tieren, sogar über Kühe und Schweine.

Das ganze Thema ist aber auch ordentlich kompliziert und sehr emotional aufgeladen und das betrifft auch mich. Der Umgang mit Tieren ist bei mir einer der Hauptantriebsmotoren warum ich auf die Menschheit mittlerweile deutlich empathieloser gucke als der Durchschnittsmensch wahrscheinlich. Mein Kaninchen daheim ist mir wertvoller als Milliarden von fremden Menschen und da in jederlei Hinsicht. Der Mensch ist genauso ein Tier für mich wie ein Schwein, eine Kuh, ein Hund und so gucke ich auf sie auch. Auf die einen besser, auf die anderen schlechter. Aber das geht weit über das Thema hier hinaus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:50
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:tu nicht so. Hatten wir gerade letztens darüber gesprochen. Das sind Trillionen-Gewinne wie sie derzeit diese großen Ölkonzerne aufgrund des Iran-Krieges machen, und zwar "außerplanmässige, überdurchschnittliche, überproportionale Gewinne" ... such es dir aus.
..und ich hatte eine andere Firma genannt...Biontech...das waren auch außerplanmässige, überdurchschnittliche, überproportionale Gewinne..
Also warum da nicht?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:dein Haus nicht so bauen oder gestalten sollst, dass es nicht in's Gesamtbild oder das Gesamtkonzept passt
Ich weiss, ich weiss - mein Haus muss wie das vom Nachbar aussehen und umgekehrt, so kommt kein Neid auf.
Und wenn ich eine Garage habe, muss ich drinnen parken, der Nachbar der die Garage aus Kostengründen nicht gebaut hat, darf aber auf der Strasse parken.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:das du dich verpflichtest den Bürgersteig sauber zu halten etc.
Ich weiss, ich weiss - wenn es um Pflichten aufbürden geht, gibt es keine Grenzen. Man zahlt zwar Grundsteuer, aber den Bürgersteig in der Seitenstrasse muss man selbst sauber halten, den auf der Hauptstrasse, ebenfall mit Eigentümer, macht die Stadtreinigung sauber.
Das ist alles so schön gerecht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht vielmehr darum, dass du dein Haus nicht so bauen oder gestalten sollst, dass es nicht in's Gesamtbild oder das Gesamtkonzept passt, das du dich verpflichtest den Bürgersteig sauber zu halten etc. So ist das gemeint: Eigentum verpflichtet der Gesellschaft gegenüber.
Dann ist ein Mietspiegel nicht verpflichtend...oder kostenloses Wohnen wenn der Mieter nicht zahlt - ich bin für Miete nach Gebot, Kündigungsfrist von einem 1 Monat beidseitig.
Dann würden wir einen gigantischen, kapitalistisch fantastischen Wohnbauboom erleben!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 16:42
Zitat von VenomVenom schrieb:Der Umgang mit Tieren ist bei mir einer der Hauptantriebsmotoren warum ich auf die Menschheit mittlerweile deutlich empathieloser gucke als der Durchschnittsmensch wahrscheinlich.
Ich verstehe, was du sagen möchtest. Manchmal kann man es kaum noch aushalten bzw. ertragen, wie der Umgang mit anderen Lebewesen und/oder der Umwelt ist. Ja, man sollte sich abgrenzen können, weil's sonst zu viel wird für den Einzelnen werden könnte. Dennoch halte ich Empathiefähigkeit für wertvoll, und möchte diese nicht verlernen, möchte nicht "abstumpfen". Btw. Einige Tierarten scheinen auch sowas wie im weitesten Sinne Empathiefähigkeit zu besitzen. Vllt. nicht alle Arten, aber die Beispiele hier schon :) https://www.scinexx.de/dossierartikel/empathische-tiere/
Zitat von VenomVenom schrieb:Der Mensch ist genauso ein Tier für mich wie ein Schwein, eine Kuh, ein Hund und so gucke ich auf sie auch. Auf die einen besser, auf die anderen schlechter. Aber das geht weit über das Thema hier hinaus.
Denke ich nicht :) Wenn Männer und Frauen ihre Empathiefähigkeit auch mehr in Politik und Wirtschaft zulassen würden, wäre es ein erster Schritt in eine bessere Richtung, denke ich zumindest. Wie soll man sonst auch verstehen und anerkennen, wie wertvoll fürsorglicher Umgang - Care-Arbeit - und auch Nachhaltigkeit sind, in jeder Hinsicht. Nicht nur Mensch und Tier betreffend sondern selbstverständlich auch die Natur, unsere Lebensgrundlage.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:00
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:..und ich hatte eine andere Firma genannt...Biontech...das waren auch außerplanmässige, überdurchschnittliche, überproportionale Gewinne..
Also warum da nicht?
Doch ja, da natürlich auch. Generell und grundsätzlich bei allen, die von Krisen übermäßig profitieren.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich weiss, ich weiss - mein Haus muss wie das vom Nachbar aussehen und umgekehrt, so kommt kein Neid auf.
Und wenn ich eine Garage habe, muss ich drinnen parken, der Nachbar der die Garage aus Kostengründen nicht gebaut hat, darf aber auf der Strasse parken.
Hab' ich mir so noch nie überlegt :D Soll er doch auf der Straße parken. Ich muß dafür im Winter nicht Eiskratzen :)

Na ja, bin nun auch kein Fan von Gleichmacherei. Aber wenn man will, dann findet man auch Umsetzungsmöglichkeiten für eigene kreative oder individuelle Vorstellungen.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich weiss, ich weiss - wenn es um Pflichten aufbürden geht, gibt es keine Grenzen. Man zahlt zwar Grundsteuer, aber den Bürgersteig in der Seitenstrasse muss man selbst sauber halten, den auf der Hauptstrasse, ebenfall mit Eigentümer, macht die Stadtreinigung sauber.
Das ist alles so schön gerecht.
Jo, Pflichten und Regeln gehören nun mal zu jeder Gemeinschaft. Die würde ja ohne nicht funktionieren, weil sich eben viele selbst am nächsten sind.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Dann ist ein Mietspiegel nicht verpflichtend...oder kostenloses Wohnen wenn der Mieter nicht zahlt - ich bin für Miete nach Gebot, Kündigungsfrist von einem 1 Monat beidseitig.
Dann würden wir einen gigantischen, kapitalistisch fantastischen Wohnbauboom erleben!
Miete nach Gebot? Merkst du noch was? Wer mit wenig Einkommen soll denn da mitbieten können? Denk mal an Niedriglöhner und Teilzeitarbeitende. Es braucht vielmehr dringend Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.
"Mietnomaden" hingegen sind ein echtes Problem. Da denke ich auch, dass man als Vermieter da anders durchgreifen dürfen sollte.

Deine Vorschläge nehme ich oftmals als recht aggressiv gegenüber benachteiligten Menschen wahr. Die soziale Komponente bei den ganzen Anliegen ist aber mMn. vordergründig. Es geht schliesslich um Menschen, und nicht um iwelche Gegenstände. Man sollte doch darum bemüht sein, dass es allen besser geht, bspw. Vermietern UND Mietern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 18:33
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Doch ja, da natürlich auch. Generell und grundsätzlich bei allen, die von Krisen übermäßig profitieren.
Meinst du nicht, dass Firmen wie Biontech nicht lieber den Gewinn nutzen sollten um zu expandieren um in zukünftigen ähnlichen Ereignissen schneller reagieren zu können? Und grundsätzlich ist ja auch vorher schon eine Menge Geld drauf gegangen für die mRNA Forschung. Pharmaunternehmen leben von den Patenten, wenn die erstmal auslaufen, müssen Milliarden und etliche Jahre Forschung abgegolten sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:03
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Adenauersteuer laut deiner Tabelle: 45 DM + 15% aus 1200DM = 225 DM -> Steuerbelastung 11,5%.
zu heute:
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Steuerlast 15,55%.
Na, bist noch Fan? Er hat die Leute weniger besteuert als heute.
Nicht zu vergessen, damals gab es keine Mehrwertsteuer, und als die viel später das erste mal eingeführt wurde, lag sie bei 10%.

Fairerweise sollte erwähnt werden, es gab eine Umsatzsteuer, 4% soweit ich gesehen habe, ohne Möglichkeit zum Vorsteuerabzug,
Zitat von UffTaTaUffTaTa schrieb:Ja, her damit. Besteuert endlich mal Flugbezin, für Privatgebrauch auch gerne 3-fach.
Flugbenzin ist nur für gewerblichen Gebrauch steuerfrei. Privatflieger bezahlen bereits jetzt mehr fürs Benzin als Autofahrer, mit 2,50 bis über 3 Euro pro Liter kann man rechnen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:29
Zitat von ToxidToxid schrieb:Meinst du nicht, dass Firmen wie Biontech nicht lieber den Gewinn nutzen sollten um zu expandieren um in zukünftigen ähnlichen Ereignissen schneller reagieren zu können?
Doch, natürlich sollen sie das. Der "Zufallsgewinn" für Biontec war exorbitant hoch. Dadurch bleibt genug Geld für Weiterentwicklung UND zusätzliche Steuern. Es müßte jedoch auch gleiches Prinzip für alle gelten, also für die jeweiligen Gruppen die man besteuert. Die Beispiele gerade (medizinische Forschung und Ölkonzerne) sind systemrelevant. Wie wird da bei der Besteuerung differenziert, bzw. wird da differenziert?

Die Ölkonzerne fahren auf jeden Fall gerade Gewinne ein, die jenseits jeder "Normalität" sind, und sollten unbedingt entsprechend besteuert werden. Weshalb passiert nix?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Ölkonzerne fahren auf jeden Fall gerade Gewinne ein, die jenseits jeder "Normalität" sind,
Das ist schön, dann fallen ja richtig gut Steuern ab. Du bist doch immer so für Steuern.

Wenn der Vertrag zwischen Gesellschaft und Unternehmen lautet "Von den Gewinnen musst du aber einen bestimmten Teil abgeben", warum soll der nicht mehr gelten, wenn die Gewinne höher sind? Woraus sollte sich das Recht des Staates herleiten, plötzlich einen grösseren Anteil fordern zu dürfen?

Macht ihr das zuhause auch so, wenn dein Mann eine Gehaltserhöhung bekommt, dann forderst du von ihm einen höheren prozentualen Anteil an dem Lohn für die Haushaltskasse? Mal so als hypothetisches Beispiel, deine realen Verhältnisse kenne ich ja nicht, sind ja auch nicht relevant.

Und soll das eigentlich auch für die Gegenrichtung gelten, wenn der Gewinn mal deutlich unter dem Durchschnitt liegt, muss das Unternehmen dann weniger an Steuern bezahlen, oder ist so etwas dann mal wieder nicht vorgesehen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:17
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Woraus sollte sich das Recht des Staates herleiten, plötzlich einen grösseren Anteil fordern zu dürfen?
Was für eine Leistung hat denn so ein Ölkonzern zusätzlich erbracht, wenn er von einer Krise überdurchschnittlich profitiert? Wenn du eine Gehaltserhöhung erhältst, dann ja vermutlich für eine gute Leistung. Hier sind weit und breit keine Leistungen zu erkennen. Es wird nur wie blöd Geld gescheffelt.

Die Allgemeinheit leidet unter den hohen Energie- und Lebenshaltungskosten, hierfür kann man so eine Übergewinnsteuer durchaus verwenden. Es sollte halt so gemacht werden, dass die Ölkonzerne die zusätzliche Steuer nicht wieder auf den Endverbraucher umlegen. Das gilt es natürlich zu vermeiden, ist ein Knackpunkt.

Bei dem Thema geht es doch auch wieder um Ungleichheit. Wahnsinnsgewinne bei den Riesenkonzernen, und der Normalverbraucher stöhnt unter seinen Belastungen. Das driftet doch alles viel zu weit auseinander. Weiss doch inzwischen auch jeder.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:36
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was für eine Leistung hat denn so ein Ölkonzern zusätzlich erbracht, wenn er von einer Krise überdurchschnittlich profitiert?
Ähh, es liefert trotz Krise weiter Energieprodukte...und das ist keine Leistung? Wenn man es so sieht, sollten die vielleicht mal nicht liefern, dann enteignet der Staat sofort.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Allgemeinheit leidet unter den hohen Energie- und Lebenshaltungskosten
Die sind Steuern und Fantasieabgeben gesteuert, es zahlen auch die die kostenlos Geld vom Staat wollen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wahnsinnsgewinne bei den Riesenkonzernen, und der Normalverbraucher stöhnt unter seinen Belastungen.
Kauft doch endlich diese legendären E Autos und Wärmepumpen, installiert PV und Speicher.
Zeigt es ihnen!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:14
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ähh, es liefert trotz Krise weiter Energieprodukte...und das ist keine Leistung? Wenn man es so sieht, sollten die vielleicht mal nicht liefern, dann enteignet der Staat sofort.
Sag mal von was erzählst du da schon wieder? NIX gar nix machen diese Konzerne in Krisen anders als sonst. Außer, dass sie schneller Geld zählen. Aber ja, und wieder der pöhse Staat, der alle gleich enteignet. Du kommst doch nicht klar ohne iwelche Feindbilder.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Die sind Steuern und Fantasieabgeben gesteuert, es zahlen auch die die kostenlos Geld vom Staat wollen.
Was sollen diese aneinandergereihten Worte bedeuten? Ergibt da iwas einen Sinn? Nein, ich denke nicht.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Kauft doch endlich diese legendären E Autos und Wärmepumpen, installiert PV und Speicher.
Zeigt es ihnen!
Schallt die Stimme aus dem Steuerasyl in Georgien. Aber klar, wenn du das als Wandersteuerfachgehilfe sagst ... wird gemacht 🫡 .. und vorher

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:36
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:NIX gar nix machen diese Konzerne in Krisen anders als sonst.
Ok, sollen sie jetzt liefern oder nicht?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was sollen diese aneinandergereihten Worte bedeuten? Ergibt da iwas einen Sinn?
Gesetze, Auflagen, Abgaben werden von der Politik beschlossen. Der Endverbraucher der angeblich unter den Kosten ächzt, hat die Politiker gewählt.
Ich kann Dir garantieren dass echte Kapitalisten keine erhöhten Steuern & Co. wollen.
Also: der Endverbraucher will es, der Endverbraucher zahlt es.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schallt die Stimme
Wer sich über das Reichtum von Milliardöre beschwert, erscheint umso doofer je mehr Geld er ihnen gibt.
Meinst Du nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:28
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer sich über das Reichtum von Milliardöre beschwert, erscheint umso doofer je mehr Geld er ihnen gibt.
Meinst Du nicht?
@ApexOne

Ich frage mich oft, warum sich so viele Menschen an den sehr Reichen abarbeiten und ich glaube ich weiss jetzt warum:

Sie halten Wirtschaft für ein gedeckeltes System, als ob Geld entweder beim Milliardär ist oder bei der armen Witwe Bolte.
Dass das nicht gedeckelt ist und die Wirtschaftskraft der Reichen am Ende nicht allen, aber vielen zugute kommt, wird gerne übersehen.
Dass Wirtschaft nur mit relativem Reichtum funktioniert, sollte eigentlich jeder verstehen. Ohe Herbert Quandt wäre BMW 1960 abgewickelt worden.
Die Arbeitsplätze wären dann weg gewesen. Das hätte eben nicht der Sparverein von der Hermannsklause machen können.

Natürlich hat der Lidl Gründer mehr Geld, als er fürs Leben benötigt. Aber Lidl ist ja mehr als ein Milliardär, andere Firmen ähnlich.

Sie bieten Arbeitsplätze, die zum Teil gut bezahlt sind und sie bieten Arbeitsplätz für Menschen, die sonst schwer in den ersten Arbeitsmarkt kämen, natürlich weniger gut bezahlt. Und unsere Discounter führen eben auch dazu, dass Menschen mit geringen Einkommen sich -wenn sie es wollen- günstig gute Lebensmittel kaufen können oder Duschgels oder Heckenscheren oder Osterdeko.

Ginge es den Menschen im Durchschnitt besser, wenn es hier nur Tane-Emma-Läden gäbe? Ich kaufe Fleisch nur in Hofläden, aber das kann oder will sich eben auch nicht jeder leisten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:39
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:warum sich so viele Menschen an den sehr Reichen abarbeiten
- System N.E.I.D. ( :; Spaß )
- Unwissen, die deutsche Gesellschaft hat ein ganz merkwürdige Einstellung zu Finanzen, die meisten wissen nicht was der Finanzheini von der Sparkasse redet, ich habe auch oft die Erfahrung gemacht dass viele ihren Lohnzettel nicht verstehen
- Mode: sich für die Gerechtigkeit anderer einsetzen
- Populismus: wenn zB obere zwei Faktoren zusammentreffen, braucht es nur "Experten für das Geld anderer" die irgendwas Wildes erzählen

Wenn man deine anderen Punkte betrachtet, Reiche ermöglichen auch sehr viel für die breite Masse, Beispiele:
- Technologie die teueren Autos ist, ist irgendwann in den kleinen Modellen
- Fliegen -> vorher Privileg, jetzt Masse
- Mobil Telefonieren
usw. etc.
...die Early Adopter haben richtig Geld hingelegt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:45
@ApexOne

Natürlich kann Reichtum problamtisch sein. Wenn sich zB ein superreicher Kleptokrat in einem armen Land einen 400 Zimmer Palast hinbauen lässt von Arbeitern die im Prinzip Sklaven sind, dann führt das nicht dazu, dass die Bevölkerung profitiert. Dann führt das in der Umgebung zu Wasserknappheit und keine Entwicklung kommt in Gang. Aber hier stimmt das doch gar nicht. Reiche geben Geld aus für Dinge, die sie oft in der Form nicht obljektiv benötigen, wovon aber viele Andere leben.

Sogar vom Protzbau des gigantomanischen Kanzleramtsneubaus in Berlin profitieren doch diejenigen, die den Trumm dahinbauen und zwar nicht zu Sklavenlöhnen. Auch danach profitieren da normale Menschen in Gestalt von Mitarbeitern davon, zB der Fahrer der dort die Zeppelinrundflüge in der Eingangshalle durchführt.

Und große Firmen benötigen nun mal Investitionsvolumen. Das machen nicht die 'Omas gegen rechts' oder der SPD Ortsverein in Castrop-Rauxel.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:49
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich frage mich oft, warum sich so viele Menschen an den sehr Reichen abarbeiten
Auch weil sie verklärt in die Vergangenheit blicken.
Kurz gesagt: **Ja, das war deutlich häufiger möglich als heute** – aber es war kein universeller Standard und hing stark von Land, Region und Job ab.

### Wie das damals aussah

In den 1960er- und 1970er-Jahren – besonders in Ländern wie Westdeutschland oder den USA – gab es eine Phase starken Wirtschaftswachstums (oft als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet). Das hatte mehrere Folgen:

* **Löhne und Produktivität wuchsen parallel**
Ein Industriearbeiter konnte mit einem Einkommen oft eine Familie ernähren.

* **Hauspreise waren im Verhältnis zu Einkommen deutlich niedriger**
Typisch war ein Verhältnis von etwa 3–5 Jahresgehältern für ein Haus (heute oft 8–15+ in vielen Regionen).

* **Einfachere Lebensstandards**
Häuser waren kleiner, weniger luxuriös, oft ohne Extras, die heute als selbstverständlich gelten.

* **Stabilere Jobs**
Langfristige Anstellungen, Tarifverträge und starke Gewerkschaften sorgten für Planungssicherheit.

### Aber: Es war kein Märchen für alle

Man sollte das nicht romantisieren:

* Viele Häuser wurden **selbst gebaut („Muskelhypothek“) oder über Jahre erweitert**
* Familien waren oft **finanziell knapp aufgestellt**, trotz Eigenheim
* Es gab **große Unterschiede zwischen Stadt und Land**
* Frauen arbeiteten häufiger nicht – was heute gesellschaftlich anders ist, aber wirtschaftlich eine Rolle spielte

### Was sich seitdem verändert hat

Heute ist es für einen Alleinverdiener deutlich schwerer:

* Immobilienpreise sind schneller gestiegen als Löhne
* Mehr Kosten im Alltag (Mobilität, Versicherungen, Energie etc.)
* Höhere Ansprüche an Wohnqualität
* Weniger stabile Erwerbsbiografien

### Fazit

**Ja – ein „normaler“ Arbeiter konnte sich damals unter bestimmten Bedingungen ein Haus leisten, oft auch als Alleinverdiener.**
Aber: Es war meist mit Verzicht, Eigenleistung und langfristiger Bindung verbunden – und nicht jeder konnte das.

Wenn du willst, kann ich dir das konkret für Deutschland mit Zahlen (z. B. Durchschnittslohn vs. Hauspreis damals vs. heute) gegenüberstellen.
Quelle: chatGPt
Ja — und die Zahlen sind interessanter, als viele Debatten vermuten lassen. Das Bild ist nämlich zweigeteilt:
**Für den Durchschnittsdeutschen war Eigentum früher oft erreichbar, aber nicht unbedingt bequem.** Heute ist es regional viel extremer geworden.

Ein paar grobe Vergleichswerte für Westdeutschland bzw. später Deutschland:

| Zeitraum | Durchschnittliches Jahresbrutto | Typischer Hauspreis | Verhältnis Hauspreis / Jahreseinkommen |
| -------- | ------------------------------: | -------------------------: | -------------------------------------: |
| ca. 1970 | ~13.500 DM | ~80.000–100.000 DM für EFH | etwa 5–7 Jahresgehälter |
| ca. 1988 | ~45.000 DM | ~190.000 DM Reihenhaus | etwa 4–5 Jahresgehälter |
| ca. 2020 | ~55.000 € | ~400.000–470.000 € | etwa 7–9 Jahresgehälter |

Die groben Relationen tauchen in mehreren Auswertungen und historischen Vergleichen auf. ([Reddit][1])

Das allein erklärt aber noch nicht, warum viele ältere Leute sagen: „Ein Arbeiter konnte damals ein Haus bauen.“

Denn dazu kamen drei große Unterschiede:

* **Grundstücke waren oft billiger**, besonders am Stadtrand oder auf dem Land.
* Viele Häuser wurden mit enorm viel Eigenleistung gebaut.
* Ein „normales Haus“ war kleiner und einfacher ausgestattet.

Ein typisches Eigenheim der 60er/70er:

* 90–120 m² statt heute oft 140–180 m²
* ein Bad
* niedrige Decken
* wenig Dämmung
* kein Designanspruch
* häufig Teil-Selbstbau

Dazu kamen oft:

* keine Fernreisen
* ein Auto statt zwei
* weniger Konsum allgemein


Der entscheidende Punkt ist aber wahrscheinlich dieser:

In den 60ern und frühen 70ern stiegen die Löhne vieler Industriearbeiter ziemlich stark mit der Produktivität. Ein Facharbeiter bei Firmen wie Volkswagen, Siemens oder Thyssen konnte tatsächlich mit einem Einkommen eine Familie und oft auch ein Eigenheim finanzieren.

Allerdings gab es einen Haken, den man heute leicht vergisst: die Zinsen.

In den 70ern/80ern lagen Hypothekenzinsen oft bei 6–9 %, teilweise darüber. ([Finanzküche][2])
Heute wirken Hauspreise brutal hoch, damals waren die monatlichen Kreditraten wegen der Zinsen ebenfalls hart.

Deshalb ist die ehrliche Antwort:

* **Ja, Alleinverdiener-Arbeiter konnten häufiger Häuser erwerben als heute.**
* Aber das galt vor allem für:

* stabile Industriejobs,
* günstigere Regionen,
* kleinere Häuser,
* viel Eigenleistung,
* jahrzehntelange Kredite.

Und: In Großstädten wie München oder Hamburg war Eigentum auch damals schon deutlich schwieriger als auf dem Land.

Interessant ist außerdem, dass einige moderne Studien sagen: „Im Bundesdurchschnitt“ seien Immobilien heute langfristig gar nicht extrem unerschwinglicher geworden. Aber dieser Durchschnitt verschleiert die Realität der Ballungsräume ziemlich stark. Genau darüber wird viel gestritten.

[1]: https://www.reddit.com/r/de/comments/1cq5wlv/baupreise_1970/?utm_source=chatgpt.com "r/de - Baupreise 1970"
[2]: https://www.finanzkueche.de/blog/reich-durch-hauskauf-die-entwicklung-der-immobilienpreise?utm_source=chatgpt.com "Reich durch Hauskauf? Die Entwicklung der ..."
Quelle: s.O.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:54
@abbacbbc

Danke für den guten Beitrag. Ich habe vielleicht den Vorteil, einen Teil dieser Vergangenhiet noch erlebt zu haben. Und natürlich war der Eigenheimerwerb / Bau damals anders als heute, viel Eigenleistung, Verzicht, Rechnen beim Einkaufen etc.

Und ein smart home mit 3fach Verglasung, mindestens 25qm Kinderzimmer pro Kind kostet eben nicht das gleiche wie eine alte Bergbauhütte, die man selbst renoviert hatte.

Auch ein erheblicher Teil des Wohnungsmangels resultiert au dem qm Anspruch. Jedes Bürgergeld Kind hat heute einen Rechtsanspruch auf ein Kinderzimmer, das größer ist als jedes Kinderzimmer , das ich in meiner Kindheit gesehen hatte, meins zB.


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