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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.045 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:20
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Du scheinst nach Belieben Steuern und Gesamtabgaben nach Lust und Laune durcheinanderzubringen.
Das können du und der Herr Steuerfachgehilfe ja gerne so sehen. Dennoch bleibt es Tatsache
Die Untersuchung zeigt, dass die tatsächlichen Steuersätze von Superreichen weit unter den vorgesehenen Höchststeuersätzen liegen, während der Mittelstand mit einem höheren Anteil seines Einkommens zum Steuer- und Abgabenaufkommen beiträgt“, resümieren die Autoren. „Lediglich in der Schweiz sorgt die Vermögensteuer dafür, dass die effektiven Steuersätze von Superreichen deutlich näher an den Höchststeuersätzen liegen.“
https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/vermoegensverteilung-studie-beweist-superreiche-zahlen-weniger-steuern-als-der-mittelstand/29764214.html

Und darum geht es. Es trägt viel zur UNGLEICHHEIT bei, wenn die ÜBER-Reichen ihre Einkünfte, Assets, z.B. mit der Abgeltungssteuer versteuern können. Solche Möglichkeiten haben "Normalos" nun mal nicht.

Genauso wenig, wie "Normalos" nicht die Möglichkeiten im Erbschaftsrecht nutzen können, wie ÜBER-Reiche. Deshalb urteilte ja das Bundesverfassungsgericht 2014
Privilegierung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer ist in ihrer derzeitigen Ausgestaltung nicht in jeder Hinsicht mit der Verfassung vereinbar
https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2014/bvg14-116.html
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Nun mag man das ja ungerecht finden, dass Normalverdiener einen relativ grossen Anteil an Sozialabgaben haben, aber das ist eine gesetzliche Regelung und damit gesellschaftlicher Konsens.
Und um genau diese Ungleichheit geht es s.o. Die ÜBER-Reichen haben mit ihrer Lobbyarbeit bewirkt, dass sie die Gewinner im Steuersystems sind.

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:27
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und darum geht es. Es trägt viel zur UNGLEICHHEIT bei, wenn die ÜBER-Reichen ihre Einkünfte, Assets, z.B. mit der Abgeltungssteuer versteuern können. Solche Möglichkeiten haben "Normalos" nun mal nicht.
Wie beschrieben werden deren Einkünfte aus Unternehmensgweinnen doppelt besteuert. "Normalos" werden nur einfach besteuert.
Und um genau diese Ungleichheit geht es s.o. Die ÜBER-Reichen haben mit ihrer Lobbyarbeit bewirkt, dass sie die Gewinner im Steuersystems sind.
Genau das meine ich mit deinem Durcheinanderbringen. Jetzt bist du plötzlich wieder bei den Steuern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 12:44
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Genau das meine ich mit deinem Durcheinanderbringen. Jetzt bist du plötzlich wieder bei den Steuern.
Es geht um Steuern und gesetzliche Abgaben. Wurde hier doch beschrieben:
2. Der wahre Abgabenmix (Brutto zu Netto)Von einem Bruttojahreslohn von \(135.000\) Euro müssen Familien nicht nur Einkommensteuer zahlen, sondern auch in die gesetzlichen Sozialversicherungen einzahlen.Steuern: Je nach Familienkonstellation, Sonderausgaben (z. B. Kinderbetreuungskosten, Versicherungen) und Splittingvorteil werden hier ca. \(18.000\) bis \(25.000\) Euro fällig.Sozialabgaben: Der Arbeitnehmeranteil für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung schlägt mit etwa 20 % zu Buche, was bei \(135.000\) Euro Brutto rund \(27.000\) Euro entspricht.Gesamtabzug: Die gesamte Abgabenlast (Steuern und Sozialabgaben zusammen) liegt somit oft bei über 35 % bis 40 % des Bruttoeinkommens.
Beitrag von mitH2CO3 (Seite 905)

Ich gehe davon aus, dass du dem durchaus folgen konntest. Nix anderes ist - nach meinem Verständnis - gemeint in dem YouTube-Beitrag von Dr. Martyna Linertas, den der Herr Gehilfe "analysiert" hatte. Aber man hält sich dann an iwelchen Wortklaubereien auf, um vom Eigentlichen abzulenken.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Nun mag man das ja ungerecht finden, dass Normalverdiener einen relativ grossen Anteil an Sozialabgaben haben, aber das ist eine gesetzliche Regelung und damit gesellschaftlicher Konsens. Mit Kapitalismus hat das überhaupt nichts zu tun.
Sehr wohl hat das alles was mit Kapitalismus zu tun. Unser Steuersystem sowie unser Rechtssystem bilden das Fundament für das kapitalistische Wirtschaftssystem (bei uns soziale Marktwirtschaft). Oder wollt ihr diese Tatsachen etwa auch nicht anerkennen?

Wenn es wegen fehlender Reformen so weitergehen würde, führt das halt nur zu noch mehr UNGLEICHHEIT, was schlußendlich die Demokratie gefährdet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:08
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um Steuern und gesetzliche Abgaben.
Warum werden da die Sozialabgaben mit reingerechnet?

Arbeitnehmer zahlen zwar diese Abgaben, erhalten dafür aber auch Gegenleistungen.

Dividendenempfänger zahlen diese Abgaben nicht, erhalten aber auch keine Gegenleistungen.

Bleibt also nur der Steuervergleich. Wie ApexOne ja schon zeigte, zahlen "Normalos" weniger als die 25% Steuern, die Dividendenempfänger zahlen müssen. Zumal die Dividendenempfänger nicht nur die direkten 25% zahlen, sondern auch indirekt die Unternehmenssteuern, also ingesamt wesentlich mehr als 25%.

Kannst du das wenigstens zugeben, oder musst du das gleich wieder wegschneiden?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sehr wohl hat das alles was mit Kapitalismus zu tun. Unser Steuersystem sowie unser Rechtssystem bilden das Fundament für das kapitalistische Wirtschaftssystem (bei uns soziale Marktwirtschaft).
Nein. Der Kapitalismus braucht als Fundament eigentlich nur den Schutz des Eigentums. Kapitalismus funktioniert in einem Staat ohne Regeln problemlos, der Schutz des Eigentums könnte nötigenfalls sogar auch selbst sichergestellt werden.

Das Steuer- und Rechtssystem kommt aussenrum und gibt dem Kapitalismus einen eingrenzenden Rahmen, in dem er agieren kann. Der Kapitalismus benötigt das aber nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 13:13
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht um Steuern und gesetzliche Abgaben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Nix anderes ist - nach meinem Verständnis - gemeint in dem YouTube-Beitrag von Dr. Martyna Linertas, den der Herr Gehilfe "analysiert" hatte.
Sprich wörtlich sagt die Doktor Frau:
In Deutschland zahlt eine Mittelschichtsfamilie gemessen am Einkommen mehr Steuern, als es Millionäre und Milliardäre tun. Das muss aber so nicht sein. Man kann da ganz konkret was gegen machen.
Bei Dir kann man nachsichtig sein, aber wenn eine Forscherin den Unterschied zwischen "Steuern" und "Abgaben" nicht kennt....nicht schelcht von einem Gehilfen der eine Doktorin korrigieren kann.
Übrigens, bei einer Einkommenssteuer Erklärung kann der Unterschied zwischen "ist" und "gemeint" Knast bedeuten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:21
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Warum werden da die Sozialabgaben mit reingerechnet?
Es sind zweckgebundene Abgaben, die zum Lohn gehören, oder etwa nicht?
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Dividendenempfänger zahlen diese Abgaben nicht, erhalten aber auch keine Gegenleistungen.
Sie sollten aber für ihre Dividenden Sozialabgaben bezahlen. Habeck hatte den Gedanken mal aufgebracht, und ich finde ihn gut. Mit hohen Freibeträgen würde man genau die treffen, die so bemüht sind, Beiträge zu vermeiden, nämlich die ÜBER-Reichen. Habeck hatte den Gedanken mal aufgebracht. Das sollte man weiter verfolgen!
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Kannst du das wenigstens zugeben, oder musst du das gleich wieder wegschneiden?
Sozialabgaben gehören zum Lohn. Wie könnte ich sie trennen :shrug: sag' du es mir. Im Hinterkopf sollte man auch haben, dass derart dieser krasse Ungleichheitsaspekt verdeutlicht werden kann.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Kapitalismus braucht als Fundament eigentlich nur den Schutz des Eigentums.
Und wie willst du Eigentum ohne Rechtsgrundlage schützen? Wie sollen (Kauf- oder Arbeits-) Verträge bindend sein ohne Rechtsgrundlage?
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Kapitalismus funktioniert in einem Staat ohne Regeln problemlos, der Schutz des Eigentums könnte nötigenfalls sogar auch selbst sichergestellt werden.
Dann wären wir wieder beim Rechts des Stärkeren. Macht, Gewalt und Korruption wären angesagt. Ist das dein Ernst?
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Der Kapitalismus benötigt das aber nicht.
Ohne Eigentumsrechte, Vertragsfreiheit und Rechtssicherheit gibts keinen Kapitalismus.

Zu den Steuern: wer würde denn ohne Steuern die Infrastruktur, die Verteidigung und die Grundlagenforschung finanzieren? Großmeister E. Musk oder wie? Wer würde den Sozialstaat finanzieren?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:26
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Übrigens, bei einer Einkommenssteuer Erklärung kann der Unterschied zwischen "ist" und "gemeint" Knast bedeuten.
Ah, und jetzt soll sie aufpassen, dass sie nicht in den Knast geht? Du drehst doch schon wieder völlig frei.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bei Dir kann man nachsichtig sein, aber wenn eine Forscherin den Unterschied zwischen "Steuern" und "Abgaben" nicht kennt....nicht schelcht von einem Gehilfen der eine Doktorin korrigieren kann.
Als ob sie ihn nicht kennen würde. Es geht um Verdeutlichung der Ungleichheit. Mit diesem Beispiel lässt sich dieser Aspekt der Ungleichheit sehr gut darstellen. Zumindest für normal denkende Menschen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es sind zweckgebundene Abgaben, die zum Lohn gehören, oder etwa nicht?
Richtig, und damit sind es - aufgrund der Zweckbindung - der Definition nach keine Steuern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:35
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Richtig, und damit sind es - aufgrund der Zweckbindung - der Definition nach keine Steuern.
Die Einkommenssteuer ist der steuerliche Anteil. Aber die Sozialabgaben gehören zum Lohn. Wie sollte man das trennen?

Das Einkommen der ÜBER-Reichen (Assets) -> Kapitalertragssteuer -> keine Sozialabgaben -> große Ungleichheit.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:39
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie sollte man das trennen?
Indem man Fachbegriffe richtig verwendet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:45
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Indem man Fachbegriffe richtig verwendet.
Dann nimm von mir aus als übergeordneten Begriff "Arbeitslast" (die Gesamtbelastung durch Steuer, Sozialabgaben, welche man für Einkommen halt zu leisten hat.) Und hier ist ganz klar festzuhalten, dass die ÜBER-Reichen durch ihre steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten weniger "Arbeitslast" erbringen müßen als "Normalos" mit den zusätzlichen Sozialabgaben..


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