mitH2CO3 schrieb:Ich bin dafür, passives Einkommen genauso progressiv zu besteuern wie Einkommen aus Arbeit. Die Abgeltungssteuer (Kapitalertragssteuer) ist eine Privilegierung der ÜBER-Reichen gegenüber allen anderen, die für ihre Einkommen progressiv besteuert werden.
Du vermischst da wieder Kapitalertragssteuer mit Körperschaftssteuer, die Überreichen (und auch viele drunter) haben es NICHT mit der Kapitalertragssteuer zu tun, sondern mit Körperschaftssteuer.
Kapitalertragssteuer (KeSt) = Privatdepot
Körperschaftssteuer (KöSt) = Firmendepot.
Die größeren Spieler werden halt ihr Einkommen NICHT privat auszahlen lassen wo dann die KeSt kommt, sie lassen den Großteil des Gewinns in der Firma und zwar je nach dem wie stark man ist nicht mal in der kapitallgesellschaftlichen Firma die operiert bzw. Business macht - nein, der Gewinn landet in der Holding-Firma welche die operierende Firma besitzt. Hier ist man dann sogar noch privilegierter als mit "nur" einer Firma als GmbH zum Beispiel.
Ansonsten - wir müssten wie immer über die Details der Idee über eine progressive Steuergestaltung bei Passiveinkommen sprechen bzw. wie genau man sich das vorstellt.
mitH2CO3 schrieb:No panic, wir haben die Wegzugsbesteuerung :Y: die Kapitalflucht verhindert.
Nein, du schikanierst damit den (gehobenen) Mittelstand und die einfachen Millionäre. Die Überreichen haben da schon lange Schlupflöcher zur Verfügung, vor allem wenn sie sich weiterhin innerhalb der EU bewegen. Das EU-Privileg, Stiftungen als Schutzschild, such dir aus.