kuno7 schrieb:Na ob private Kranken- und Rentenversicherung nun so wirklich große Privilegien für Unternehmer darstellen, sei mal dahingestellt.
Ich kenne nen Selbstständigen, der muss mit über 70 noch arbeiten, weil die gebildeten Rücklagen für den Ruhestand nich ausreichen. Der is froh, das er überhaupt noch gesetzliche Rente bekommt (aus ein paar Jahren angestellter Arbeit), leider reicht das nich mal, um die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zahlen zu können.
Der wird wohl arbeiten müssen, bis er tot umfällt.
Es geht mir nicht nur um die private Versicherung. Ich rede generell von den Privilegien und Vorteilen eines Unternehmers die man als Angestellter gar nicht erst haben kann.
- Betriebsausgaben und Vorsteuerabzug
- Gestaltung des zu versteuernden Einkommens
- Investitionsbedingte Freibeträge
- Uneingeschränkte zeitliche Autonomie
- Freie Ortswahl und Arbeitsplatzgestaltung
- Direkte Kausalität zwischen Leistung und Einkommen
- Strategische Entscheidungsfreiheit
- Aufbau von Firmenvermögen
- Nutzung von Holding- und Gesellschaftsstrukturen (ab bestimmte Größe natürlich)
- Erhöhter Spielraum bei Verträgen und Verhandlungen
Das sind alles Dinge die eben Ungleichheit gegenüber fest Angestellten erzeugen aber sie sind richtig und wichtig. Immerhin tragen Unternehmer natürlich auch ein spezifisches Risiko die ein Angestellter nie haben wird.