mitH2CO3 schrieb:Die Frage ist für einen Laien schon iwie überfordernd, wie es ein Oberlehrer hier bereits zum Besten gab. Man muß was über Scopes wissen, wo welche Materialien verarbeitet werden, was ein Produkt der Industrie ist and what ever.
Nein, die Frage ist ganz einfach: Warum rechnest du die CO2-Produktion dem einen Häuslebauer direkt zu, und bei dem anderen Häuslebauer rechnest du die CO2-Produktion demjenigen zu, der einfach nur im Auftrag des Häuslebauers dieses Haus errichtet?
Diese Frage ist nicht für einen Laien überfordernd, sondern in Wirklichkeit deckt sie den Denkfehler auf. Weshalb du dich ja auch um eine Antwort drücken möchtest.
Wie das? Bei CO2-intensiven Produkten wie Elektronik hat man keine Auswahlwöglichkeiten, was die Materialien anbetrifft. Volle Verantwortung auf Herstellerseite.
Die Herstellung von Elektronik bringt nun einmal eine gewisse CO2-Produktion mit sich, egal ob das ein Unternehmen oder der Verbraucher herstellt. Das Unternehmen stellt das nur für den Verbraucher her, nicht für sich selbst. Und wenn der Verbraucher ein elektronisches Gerät haben möchte, dann ist er dafür verantwortlich, dass dieses CO2 produziert wurde, es ist nämlich egal, wer das Gerät am Ende tatsächlich hergestellt hat.
Was sagst du eigentlich dazu, dass nach deiner Argumentation die Yachtbesitzer ("die Reichen") ihren CO2-Abdruck drastisch senken könnten, wenn sie das CO2 nicht selbst produzieren, sondern von anderen erledigen lassen, wie in dem Beispiel eigenes Flugzeug vs. gechartertes Flugzeug? Wäre das dann in deinem Sinne?
Naja, mir ist schon klar, eigentlich geht es gar nicht darum. Es geht darum, dass man nutzniessen möchte, aber andere dafür bezahlen sollen. Die Bezahlung soll über Steuern abgewickelt werden ("TAX THE RICH"). Und nun wird nach irgendwelchen Umständen gesucht, mit der man die Besteuerung begründen kann.