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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.295 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 09:05
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Praktisches Beispiel: die dicksten Autos fährt bei uns ein Kleinbauer und ein Maurer. Die Millionäre fahren einen Subaru Geländewagen und 2x Kastenbus. Letztere haben jeweils je 3 Kinder. Das Vermögen wird also eh gedrittelt

Der Maurer hat nur 2 Kinder der Kleinbauer keins.
Anekdoten. Im Großen und Ganzen werden Reiche in ihrem Lifestyle "kopiert". Auch dieses sollten sie mal erkennen, also die Verantwortung, die sie beim Vorleben ihrer Verhaltensweisen haben.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:STOP THE DUMB
ja, das sollten sie, die Überreichen. Und daher auch

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 09:30
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Anekdoten. Im Großen und Ganzen werden Reiche in ihrem Lifestyle "kopiert"
Genau...

Anekdoten: Im Großen und Ganzen werden Reiche in ihrem Lifestyle "kopiert"


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 10:06
Die reichsten zehn Prozent der Erdbevölkerung tragen deutlich überproportional zur Zerstörung der Umwelt bei. Nur durch ihren Konsum verursacht dieses Zehntel pro Jahr Umwelt- und Klimaschäden in Höhe von schätzungsweise zwischen 1,7 und 5,7 Billionen US-Dollar (rund 1,5 bis 4,9 Billionen Euro), wie Forschende der niederländischen Universität Leiden und der englischen Universität Oxford im Fachjournal „Communications Sustainability“ berechnen.
zum einen - das scheint ja ne ziemliche genaue Berechnung zu sein wenn man so ne Spanne ermittelt hat. 1,7 und 5,7 ist ein Riesenunterschied da sollte man schon mal genauer sein wenn man wirklich für seriös gehalten werden will?

zum anderen würde mich mal interessieren wie viel diese Klimaschäden auf direkten Abbau fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist (Fliegen mit Privatjets) und wie viel davon auf anderweitigen Konsum zurückgeht.

das ist deswegen wichtig, weil z.b. der 'Konsum' von Beherbergungleistungen durch die Reisen nach Berlin ins Hilton von den Reichen, finanziert diese Filiale da mit 250 Mitarbeitern.

Will meinen wenn die 10% der Reichsten ihren Konsum drastig reduzieren würden, dann würden auch eine ganze Menge von Menschen erst mal ohne Geld dastehen und müssten sich was anderes suchen um ihre Familien zu ernähren? es ist also nicht nur schwarz/weiß was die CO2-Belastung betrifft.
(weiß allerdings nicht im Genauen, was z.b. der Betrieb eines Hilton oder z.b. einer Yacht-Werft in den Augen dieser Universität Leiden zu Klimaschäden beiträgt)

wenn man also schon von übermäßigem Konsum spricht, dann sollten wir die Schuld nicht nur bei denen sehen sondern auch mal bei uns in Frage stellen wieso so viele z.b. alle 3 Jahre ein neues Smartphone wollen obwohl das alte noch wunderbar funktioniert u.ä...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wer in seinen Konzernen (mit-)entscheidet, und die Relevanz der CO2-Emissionen nicht beachtet, MUSS für die sich daraus ergebenden Umweltschäden zur Verantwortung gezogen werden.
Ich kann Dir versichern dass ALLES was Kosten im Sinne von Steuern und Abgaben verursacht, sehr genau betrachtet wird...auch wenn Du das nicht glaubst.
Wer das in seinem Unternehmen macht, schafft sich einen Vorteil ggü Konkurrenz und vergrößert seine Marge.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. ich hatte eben gerade einen (erst vor drei Stunden) erschienenen Artikel in der SZ gelesen, dem man entnehmen kann, dass auch Wissenschaftler in Leiden und Oxford an dem Thema dran sind, weil man es schon lange nicht mehr ignorieren kann.
Guter Artikel, wichtigster Hinweis:
Gut 40 Prozent der Europäer zählen zum reichsten Zehntel
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/konsumverhalten-reichstes-zehntel-richtet-umweltschaeden-in-billionenhoehe-an-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-930-247194
Du hast Dich ja so aufgeregt warum ich Partei für die Reichen ergreife, jetzt siehst Du wer reich ist und wer dann besteuert wird, genauer gesagt: auch DU!
Von wegen ÜReiche....
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der Endverbraucher nutzt das Material, was er käuflich erwerben kann, hat keinen Einfluss auf die CO2-Emissionen bei der Herstellung des Produktes.
Der Endverbraucher könnte Holz nehmen, kann aber sein dass einer der 20.000 deutschen Bauvorschriften bzw. 4000 verpflichtende Normen Beton vorschreiben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Vermutlich hattest du nur überlesen, dass die Produzenten logischerweise in Forschung und Entwicklung investieren müssen, um Alternativen zu finden. Alternativen zum Beton (ich hab' lange in einem Fachwerkhaus mit Reetdach und Lehmwänden gelebt, bestes Wohnklima 🤘), und/oder halt Alternativen zur extremen CO2-Emission bei der Produktion.
Druckfeste (Hauptfunktion) Betonalternative sind Steine (müssen bearbeitet werden...CO2 ärmer? ) oder Stahlstrukturen, die gehen mit Habecks grünen Stahl, tolle Idee, man sah nur keine Produkte.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ok, auf solche Ideen komme ich oftmals nicht, weil ich so nicht denke. Wie soll sowas genau ablaufen ?
Holding Struktur im Ausland ohne Sprudelsteuer, Eigentümerin des produzierenden Werkes.
Mit einer CO2 Steuer beim Verbraucher würde sich alles schlagartig ändern, der kann nicht aus - aber das willst DU nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:22
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:Will meinen wenn die 10% der Reichsten ihren Konsum drastig reduzieren würden, dann würden auch eine ganze Menge von Menschen erst mal ohne Geld dastehen und müssten sich was anderes suchen um ihre Familien zu ernähren?
Und wo ist da das Problem? Man will die Reichen nicht haben, also leise heulen bitte.
*ist das ein Fehler? was meinst du mit "10% der Reichsten" - die anderen 90% Reiche werden nicht betrachtet?

BTW: wenn die Reichen endlich das tun was die Kommunisten sagen, sprich sie machen nichts mehr - wird es zu einer krassen Besteuerung der arbeitende Mittelklasse kommen, die müssen alles stemmen. Und wem es nicht reicht, der soll sich mal Gedanken machen wie er mit 25% MwSt. klar kommt. Die Reichen wird es nicht interessieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:24
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Guter Artikel, wichtigster Hinweis:
Gut 40 Prozent der Europäer zählen zum reichsten Zehntel
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/konsumverhalten-reichstes-zehntel-richtet-umweltschaeden-in-billionenhoehe-an-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-930-247194

ah danke, den Gedanke hatte ich vorhin auch - hatte aber nicht so richtig gewusst ob und wie ich danach suchen könnte..

es bestätigt also meinen Gedanke, dass zu den oberen 10% auch Deutschland in großem Maße gehört. also sind mit 'Die Reichen' nicht nur diejenigen gemeint die mehr als 250.000 Vermögen haben?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:*ist das ein Fehler? was meinst du mit "10% der Reichsten"
ja sorry das hab ich falsch geschrieben, ich meinte "die 10% Reichsten"


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:30
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:also sind mit 'Die Reichen' nicht nur diejenigen gemeint die mehr als 250.000 Vermögen haben?
:D Ich habe es in dem Thread quasi vor Monaten angemerkt, da wurde ich immer barsch korrigiert.
Wenn man sich anschaut wen SPD, Linke, Grüne als "Reich" deklarieren sollte jeder Durchschnittsverdiener sich Gedanken machen ob er in Grundsicherung geht oder das Land verlässt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:42
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Guter Artikel, wichtigster Hinweis:
Gut 40 Prozent der Europäer zählen zum reichsten Zehntel
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wissen/konsumverhalten-reichstes-zehntel-richtet-umweltschaeden-in-billionenhoehe-an-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260619-930-247194

da wird einem erstmal richtig bewusst wie arm der Rest der Welt ist..

wir profitieren schon ganz schön von unseren Wirtschaften und dem Kapitalismus muss man anmerken..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:52
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wir profitieren schon ganz schön von unseren Wirtschaften und dem Kapitalismus muss man anmerken..
...und wer den Kapitalismus zügeln will, zügelt was? Arrivederci und Bye Bye Sozialstaat...interessant ist dass die die ihn am meisten brauchen oder haben wollen, ihn am schnellsten schädigen wollen.
1x1 Finanzen -> Gewinn kann geteilt werden, dann profitieren alle. Verlust kann man auch teilen, dann verlieren alle.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 11:55
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:...und wer den Kapitalismus zügeln will, zügelt was?
wie wäre es mit einem Vorschlag und Kompromiss zur Güte - nicht zügeln sondern besser lenken stattdessen? ;)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 12:03
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wie wäre es mit einem Vorschlag und Kompromiss zur Güte - nicht zügeln sondern besser lenken stattdessen? ;)
Tja, diese Methode muss aber weiter einem Parameter genügen: ausreichend Gewinn. Wegen mir kann man alles lenken wie man will, auch anders, von mir aus - aber weniger Gewinn bedeutet weniger Staatseinnahmen, weniger Gewinn bedeutet auch weniger Investition bzw. wirtschaftliche Aktivität.
Was ist ausreichender Gewinn? Easy:
- fängt Inflation/Kostensteigerung ab
- fängt steigende Lohnkosten ab
- fängt eventuelle kommende Steuern und Abgaben ab
- erlaubt Investitionen dass man im Geschäft bleiben kann
- erlaubt eine Rendite die einen Umzug ins Ausland überflüssig macht
Basta, so schwer ist das nicht. Jetzt nimm deinen SchwarzRotGoldenen Stift und markiere was passt und was geändert werden kann.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 12:10
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Easy:
ich würde noch anhängen zusätzlich

- ermöglicht Finanzierung der überalterten Gesellschaft

--
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:so schwer ist das nicht
wenn ich mir das jetzt so recht überlege, dann haben wir unseren Sozialstaat eigentlich zu stark ausgebaut auf Basis der Exporte in andere Länder also auf dem Geld 'anderer'?

müssten die Länder nicht eigentlich hauptsächlich sich erstmal daran orientieren wie sie sich selbst versorgen können und daran ihren 'sozialen Reichtum' einrichten?

weil jetzt aktuell sehen wir ja das Problem, was damit einhergeht, dass wir nicht mehr so viel Geld von anderen Ländern bekommen..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 12:20
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:weil jetzt aktuell sehen wir ja das Problem, was damit einhergeht, dass wir nicht mehr so viel Geld von anderen Ländern bekommen..
Blöden gibt man doch kein Geld, man nimmt von ihnen (ja, das musste sein).
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:wenn ich mir das jetzt so recht überlege, dann haben wir unseren Sozialstaat eigentlich zu stark ausgebaut auf Basis der Exporte in andere Länder also auf dem Geld 'anderer'?
Auch hier ist die Logik falsch: DE hat über seine Verhältnisse gelebt, es hat die geringe Inlandsleistung mit Exporten ergänzt und trotzdem mehr ausgegeben.
Bedeutet: wer sagt DE hat "zu viel" exportiert übersieht dass ohne dieses die Kosten nicht gedeckt gewesen wären.
Zitat von RayWondersRayWonders schrieb:müssten die Länder nicht eigentlich hauptsächlich sich erstmal daran orientieren wie sie sich selbst versorgen können und daran ihren 'sozialen Reichtum' einrichten?
Normale Länder haben selten die deutsche Vollkaskomentalität - die können mit Unterschieden leben und auch mit einem gewissen Leid..es gibt auch kein Leistungsneid.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 14:27
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weil Hans und Franz auch einen SUV haben wollen, genauso einen, wie die Herren Millionöhrs. Die machen vor wie man die Umwelt verpestet, die anderen ahmen es nach. Simple as that.
Simple war leider Deine Antwort und dazu noch zu kurz gegriffen.

Wenn sich jemand einen SUV kauft, dann mit Sicherheit nicht aus dem Grund, das die Millionäre sich einen SUV kaufen. Wenn... dann sind das auch meist ganz andere Statussymbole bei Millionären/Milliardären. Bentley, Maybach, RR, gerne auch Sportschlitten wie Ferrari oder Maserati. Schöne Autos, zweifellos, aber diese wird sich Otto-Normalbürger kaum leisten können ohne sich zu verschulden.

Einige Normalbürger kaufen sich einen SUV als Familienauto, andere z. B. weil sie den höheren Einstieg als vorteilhaft erachten. Die Gründe können vielfältig sein. Getriggert wird der Konsument natürlich auch durch Werbung, oder halt wegen dem Nachbarn, weil der schon einen SUV hat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 15:05
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn sich jemand einen SUV kauft, dann mit Sicherheit nicht aus dem Grund, das die Millionäre sich einen SUV kaufen.
Meine Güte. Ist mir so egal wie diese Automarken alle einzeln heißen. Ich brauche nur bei meiner Freundin in den privaten Fuhrpark zu sehen. Dort sind die vermutlich teuersten Autos iwelche Porschetypen. Aber zwei SUV werden auf jeden Fall gefahren. Insg. stehen dort 13/14 Autos herum. Will sagen, auch da ist mMn. vieles Symbolstatusgehabe. Und das meine ich mit dem angesprochenen Phänomen.
Celebrities brauchen Inhalte, um Öffentlichkeit herzustellen. Und heute stellen sie oft Reichtum dar, um Relevanz zu suggerieren. Die Omnipräsenz dieses neuen Star-Typus ist verantwortlich dafür, dass Luxus heute bis in die Mittelschicht idealisiert wird. Superreiche werden in der gegenwärtigen Celebrity Culture weniger als Bedrohung, mehr denn als Vorbild und Versprechen wahrgenommen. So wurde Donald Trump als Richfluencer und Celebrity Präsident. Doch während die Zurschaustellung und die Identifikation mit Reichtum einen Höhepunkt erreicht hat, nimmt die ungleiche Verteilung von Vermögen mehr und mehr zu. Und das hängt zusammen.
https://www.surplusmagazin.de/luxus-konsum-soziale-medien/

Es geht darum, dass sich die Mittelschicht an den Reichen orientiert (Autos, Urlaube, Shopping). Darauf haben sich Luxusgüteranbieter doch schon lange eingestellt. Es gibt Günstigversionen/Zweitlinien von allen möglichen Luxusartikeln. Was weiß ich ... angefangen bei LV, Prada, GUCCI bis hin zu günstigem Silberschmuck von Cartier usw. Wenn die Reichen verschwenderisch leben, dann wollen das viele Menschen aus der Mittelschicht halt auch. Dabei wird dann auf alles geachtet, was die Reichen so vorleben, nur halt nicht auf den CO2-Emissionen. Wen schert so was schon, wenn man so viele "schöne" Dinge haben kann.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 15:10
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dort sind die vermutlich teuersten Autos iwelche Porschetypen. Aber zwei SUV werden auf jeden Fall gefahren. Insg. stehen dort 13/14 Autos herum.
Meine Güte.. damit gehört man ja fast schon zu den Reichen Millionären. Hast Du dort schon mal Deine Meinung kund getan und sie auf das Klimaschädliche Verhalten aufmerksam gemacht?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht darum, dass sich die Mittelschicht an den Reichen orientiert (Autos, Urlaube, Shopping).
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn die Reichen verschwenderisch leben, dann wollen das viele Menschen aus der Mittelschicht halt auch.
Na gut. Diese Behauptung ist bestimmt belegbar.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 15:14
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Meine Güte.. damit gehört man ja fast schon zu den Reichen Millionären. Hast Du dort schon mal Deine Meinung kund getan und sie auf das Klimaschädliche Verhalten aufmerksam gemacht?
Sie sind Erben, arbeiten dennoch beide. Und ja, meine Meinung ist dort bekannt. Diskussionen helfen nicht weiter. Dennoch mögen wir uns :)
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Na gut. Diese Behauptung ist bestimmt belegbar.
Na ja, ich hatte nun gerade zur Identifikation mit den Reichen das letzte Zitat eingestellt.


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19.06.2026 um 15:26
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du hast Dich ja so aufgeregt warum ich Partei für die Reichen ergreife, jetzt siehst Du wer reich ist und wer dann besteuert wird, genauer gesagt: auch DU!
Von wegen ÜReiche....
Weil ich dem Vorschlag aus Oxford nicht folge. Man sollte den Mittelstand entlasten. Ich bin daher für eine int. Milliardärssteuer und für eine Reform der Erbschaftssteuer, mit entsprechenden Freibeträgen. Die ÜBER-Reichen (ab 100 Millionen aufwärts) werden es verkraften, wenn sie für ihre Umweltverpestung Verantwortung zu übernehmen haben. Die CO2-Emissionen der anderen sind vergleichsweise erheblich geringer. Dennoch sollte man auf sein eigenes (Kauf-)Verhalten reflektieren. Ja, unbedingt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Der Endverbraucher könnte Holz nehmen, kann aber sein dass einer der 20.000 deutschen Bauvorschriften bzw. 4000 verpflichtende Normen Beton vorschreiben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Druckfeste (Hauptfunktion) Betonalternative sind Steine (müssen bearbeitet werden...CO2 ärmer? ) oder Stahlstrukturen, die gehen mit Habecks grünen Stahl, tolle Idee, man sah nur keine Produkte.
Lehm ist eine sehr interessante, nachhaltige Option.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Holding Struktur im Ausland ohne Sprudelsteuer, Eigentümerin des produzierenden Werkes.
Mit einer CO2 Steuer beim Verbraucher würde sich alles schlagartig ändern, der kann nicht aus - aber das willst DU nicht.
Nö, will ich nicht. Ich würde meinen (hoffen), dass im betreffenden Fall eine int. ÜBER-Reichsteuer greifen würde, oder eher nicht?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 15:51
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn die Reichen verschwenderisch leben, dann wollen das viele Menschen aus der Mittelschicht halt auch.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Na gut. Diese Behauptung ist bestimmt belegbar.
Durchaus, würde hier aber völlig den Rahmen sprengen. Die wissenschaftlich fundierte Idee dazu geht zurück auf Thorstein Veblen (vielleicht gibt es das sogar schon vorher) zur Jahrhundertwende.
Es gibt zahlreiche Studien die sich mit dem Thema beschäftigen, allerdings eher nicht generell sondern auf einzelne Gruppen, Produkte, Dienstleistungen usw. runtergebrochen. Die zeigen aber alle das gleiche Bild, eben das was @mitH2CO3 schrieb, wenn auch nicht als einziger Motor für verschwenderisches Verhalten / Konsum.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.06.2026 um 17:12
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es geht darum, dass sich die Mittelschicht an den Reichen orientiert (Autos, Urlaube, Shopping). Darauf haben sich Luxusgüteranbieter doch schon lange eingestellt. Es gibt Günstigversionen/Zweitlinien von allen möglichen Luxusartikeln. Was weiß ich ... angefangen bei LV, Prada, GUCCI bis hin zu günstigem Silberschmuck von Cartier usw. Wenn die Reichen verschwenderisch leben, dann wollen das viele Menschen aus der Mittelschicht halt auch.
Nein, die Mittelschicht orientiert sich maximal an der oberen Mittelschicht bzw. den "Neureichen". Weil die Statussymbole der wirklich Reichen und Überreichen meistens gar keine Marktprodukte sind, und so lächerlich weit weg von den finanziellen Verhältnissen der Mittelschicht, dass sie für sie keine Rolle spielen. Den Porsche, oder fünf, kannst du dir als Regionalleiter irgendeiner Supermarktkette locker leisten oder finanzieren, die Privatyacht mit 20-köpfiger Crew sicherlich nicht. Und Privatyachten gibt es auch nicht in der "Billigversion". Wenn du ernsthafte Soziologen dazu lesen willst, probier es mal Thorstein Veblen, der hat das in seiner "Theory of the leisure class" schon im Jahr 1899 sehr überzeugend dargestellt.


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