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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.411 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:51
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Heute ist Geld das ultimative Kontrollmittel. Es zwingt den Einzelnen in die totale Abhängigkeit vom System, weil man ohne Scheine und Konten nicht einmal mehr die grundlegendsten Bedürfnisse decken kann. Wer das Geld kontrolliert, kontrolliert das Verhalten der Menschen
Na gut, Du hast ja Recht, aber was machen wir denn nun dagegen? Das System und das Geld werden wir ja offenbar nicht los, da die von Dir beschriebenen Beharrungskräfte, die aus der Kapitallogik resultieren, stärker sind als die Ausstiegswünsche jener, die die Entwicklung zunehmend sorgenvoll beobachten und bewerten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:55
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Denn der Endkunde hat am Monatsende oft schlicht nicht mehr den finanziellen Spielraum, weil das System sein Einkommen durch explodierende Mieten, Energiekosten und Abgaben bereits massiv absaugt
Mmh angesichts dessen das 42 Prozent sofort einkassiert werden bevor er darüber verfügen kann.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:hoher Rechnungsbeträge viel zu wenig an, weil ein riesiger Teil für staatliche Abgaben, Versicherungen und den enormen bürokratischen Verwaltungsaufwand draufgeht.
Komisch das ist alles eher im antikapitalistischen Ursachen zu suchen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 09:57
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Nein, es braucht nur Menschen, die die Fähigkeiten haben, Häuser zu bauen. Und diese Fähigkeiten in einer Gesellschaft einbringen, weil sie wissen, dass dafür auch ihre Bedürfnisse erfüllt werden.
Du brauchst da die komplette Baubranche

Und du glaubst die Bauen dann selbstlos Häuser

Ob du Geld hast böser keins der Aufwand bleibt und jeder will entsprechend Vergütung

Bedürfnisse mögen bis zu einem Grad gleich sein, der Aufwand sie zu befriedigen hingegen nicht


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:07
Na gut, Du hast ja Recht, aber was machen wir denn nun dagegen? Das System und das Geld werden wir ja offenbar nicht los...
Das ist eine berechtigte Frage. Und die Antwort darauf mag im ersten Moment simpel klingen, ist aber ein wichtiger Schritt: Wir müssen damit aufhören, so zu tun, als sei alles in bester Ordnung. Wir müssen die Problematiken erst einmal kollektiv anerkennen und uns bewusst aus der systemischen Ignoranz herausbewegen.
Genau das sieht man doch hier im Thread perfekt: Sobald man die fundamentalen Fehler des Kapitalismus und der geldgesteuerten Allokation sachlich benennt, schalten viele User sofort ab, meistens Individuen, die vom System profitiert und sich das Hamsterrad vergoldet und bequem eingerichtet haben. Es wird reflexartig abgewiegelt, schöngeredet oder mit neoliberalen Lehrbuch-Phrasen um sich geworfen, weil die Wahrheit unbequem ist. Diese intellektuelle Verweigerungshaltung ist ein wichtiges Schutzschild des Systems.

Ich muss hier kein neues, perfektes utopisches Gesellschaftsmodell aus dem Ärmel schütteln, um das aktuelle System kritisieren zu können. Das ist eine beliebte rhetorische Nebelkerze, um jede Debatte im Keim zu ersticken. Aber Veränderung beginnt im Kopf. Solange eine Gesellschaft in der kollektiven Ignoranz verharre und unproduktive Scheinberufe höher wertschätze und bezahle als das reale Handwerk, die Pflege oder die physische Infrastruktur, wird sich sowieso gar nichts ändern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:13
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Komisch das ist alles eher im antikapitalistischen Ursachen zu suchen.
Komisch ist daran nur der Irrglaube, dass der moderne Kapitalismus und der administrative Staat getrennte Welten wären. In Wahrheit lieben Großkonzerne und ihre Lobbyisten diese ausufernde Bürokratie, weil sie damit den kleinen Handwerksmeister im Dorf elegant vom Markt fegen, während sie den Verwaltungsapparat selbst aus der Portokasse zahlen. Wer diese künstlich erzeugten Abgabenberge und administrativen Scheinberufe für „antikapitalistisch“ hält, hat die reale Dynamik des modernen Korporatismus schlicht nicht verstanden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:25
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Solange eine Gesellschaft in der kollektiven Ignoranz verharre und unproduktive Scheinberufe höher wertschätze und bezahle als das reale Handwerk, die Pflege oder die physische Infrastruktur, wird sich sowieso gar nichts ändern.
Auch hier gebe ich Dir Recht, aber läuft es dann nicht darauf hinaus, dass die Korrumpiertheit der Profiteure des Systems allein schon zahlenmäßig stärker zum Tragen kommt, so dass sich in der Effizienz rein gar nichts am System ändern wird, bis es an der Konfrontation mit den ökologischen Fundamenten kollabiert, weil man wie das Kaninchen auf die Schlange blickt?

Ich meine: Es ist erkennbar und erwartbar, dass das System auf längere Sicht scheitern wird, da es die Fundamente untergräbt, auf denen es beruht.

Wir können das haarklein und bis ins Detail analysieren und prognostizieren - analog zum Drogensüchtigen, der erwartbar und vorhersehbar nicht sehr alt werden wird, weil er seinen Körper systematisch zugrunde richtet, aber weil er von seiner Sucht nicht loskommt, konsumiert er weiter, bis er irgendwann einen elenden Tod stirbt - aber es bewirkt nichts, was eine grundlegende Wende betrifft.

Auch die präziseste Analyse ändert nichts am analysierten Sachverhalt, sondern beschreibt ihn nur und belässt ihn dann. Das scheint mir das zu sein, worauf es am Ende hinauslaufen wird: Hoffen, dass es nicht noch schlimmer werden möge, während es sukzessive immer schlimmer wird.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Veränderung beginnt im Kopf.
Ja, aber veränderte Köpfe sind immer noch am Leib angewachsen, der den Kopf nicht nur trägt, sondern überhaupt erst als integrierten Körperteil erst hervorgebracht hat. Und der Leib ist nun mal primär auf das leibliche Wohl bedacht. Ideale fallen da gewöhnlich hinten runter, wenn es beginnt, unbequem zu werden.


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