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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.079 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

25.01.2013 um 12:52
@Tripane

ich sag ja nicht, dass man keine gesetze braucht und keine grenzen :p
aber ich sag kein Mensch ist besser als der andere in dem sinne wie hier versucht wird zu sagen, dass es moralisch erhabene menschen gibt und moralisch verwerfliche.


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25.01.2013 um 12:55
@kulam
kulam schrieb:... Jedenfalls muss ich zusehen, dass ich mich nicht zu dem Unrecht hergebe, das ich verdamme."
Im Prinzip stimme ich dem zu, jedoch muß man sehen, dass das Leben in einer Gesellschaft immer auch mit notwendigen Kompromissen behaftet ist. Wie gesagt, ich bin liberal, daher ziehe ich stets den Individualismus tendenziell dem Kollektivismus vor. Aber nichts in grenzenlos.
kulam schrieb:Man kann solche Aktionen als Input fuer eine Regierung sehen, die diesen dann auch zu verarbeiten hat und Konsequenzen zu ziehen hat. Je weniger ein Staat solche Arten des Widerstands zu verzeichnen hat, desto effizienter ist ein Staat darin seine Buerger zufriedenzustellen.
Im Prinzip ja. Allerdings ist es schwer, die Zufriedenheit bzw. Stärke der Unterdrückung nur am Grad des Spürbaren Widerstandes der Bevölkerung auszumachen.


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25.01.2013 um 13:06
@Shionoro
Ich glaube zu wissen, was du meinst. Dennoch ist dies für mich eine reine Frage des Standpunktes.

Was ich NICHT tun kann ist, mich einfach über andere zu erheben, und mir einzubilden mein Standpunkt habe von allen anderen als "objektiv richtig" anerkannt zu werden. Wenn du das meinst, stimme ich dir zu.

Aber aus der Sicht einer Gesellschaft ist es anders zu bewerten, weil hier zwar (wie gesagt, ich bin eher liberal) das Individialrecht gepflegt werden sollte, dies aber nicht grenzenlos möglich ist. Wir sind daher zur Kompromissbildung manchmal quasi verdammt. Und dieser Kompromiß hat, wenn er demokratisch gewonnen wird und die Gängelung des Einzelnen zu minimieren versucht, stellvertretend (weil wir das "wahrhaftig Bessere" wohl nie finden werden) als "das Bessere" zu gelten.


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25.01.2013 um 13:07
@Tripane
Tripane schrieb:Im Prinzip ja. Allerdings ist es schwer, die Zufriedenheit bzw. Stärke der Unterdrückung nur am Grad des Spürbaren Widerstandes der Bevölkerung auszumachen.
Ich sage ja nicht dass das der einzige Kanal ist ueber den Buerger den Gesetzgebungsprozess beeinflussen koennen, es ist nur so, dass gewissen Interessengruppen und Lobbies viel direktere und einfachere solche Kanaele zur Verfuegung stehen.

@Shionoro
Shionoro schrieb:weil gesetze nichts mehr wert sind, wenn sie nicht eingehalten werden, und man daher gegen die gesetze vorgehen muss, sie aber nicht brechen sollte.
Es gibt auch Gesetze die sind von Natur aus nicht viel wert, dass kann man unter anderem daran bemessen, wie solche Gesetze gemacht werden, von wem und vor allem fuer wen. Ich sehe ein, dass deine Einstellung sehr viel Sinn macht in freiheitlich-demokratischen Rechtsstaaten, aber wenn man sich etwa in einer Militaerdiktatur befindet kann man solche Gesetzestreue getrost fallen lassen


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25.01.2013 um 13:17
@kulam

natürlich, da gehen wir konform.
Wo der apparat selbst absolut korrupt ist und es daher keine änderng auf dem theoretisch legitimen weg geben kann hat man keine wahl außer dem ungehorsam gegenüber dem staat, der danna uch absolut legitim ist.


Ich beziehe mich mit dem was ich sage also eher auf deutschland, wo ich das einfach nicht sehe.

Es gibt sicherlich verutuschung und ignoranz von seiten mancher staatlicher bediensteter, beamten oder sogar ganzer organe, aber diese hat einfach nicht das ausmaß als das man behaupten könnte auf dem legitimen weg ließe sich eine sache bei genügend druck nicht ändern.


Dagegen muss ich mich immer wieder fragen, was aktionen die nicht legal sind für einen nutzen haben.

Jetzt mal weg von den containern gibt es da sehr vieles, wo leute behaupten es sei total wichtig und gegen faschismus (da wir hier ja beim thema links sind ) aber in wirklichkeit ist es eine farce.


Wenn jemand ne deutschlandflagge klaut und dann nen flyer ans auto macht mit 'ihr flagge förder faschismus wir haben si entsorgt', und dann auch noc denkt er würde damit irgendwen 'aufwecken' kann ich nur müde lächeln.

Ich z.b. bin auch ein gegner des nationen und volksdenkens, aber mit einer solchen aktion fördert man lediglich trotz und widerstand oder sogar hass, bzw. auch relativierung von rechtsextremismus weil man sich selbst sehr radikal inszeniert als offensichtlich linker.



Ich denke mit groß angelegten aktionen z.b. bei dem container fall könnte man sehr viele menschen davon überzeugen, dass dieses wegwerfen ein fehler ist.

Ich meine auch gelesen zu haben, dass die EU jetzt gegen diese verschwendung von lebensmitteln vorgehen will.


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25.01.2013 um 13:26
@Shionoro

Ja das sehe ich aehnlich, die Flaggenaktion war absolut ueberfluessig und kontraproduktiv. Ich habe vorher schonmal irgendwann erwaehnt, dass sich Links"extreme" oft Aktionen bedienen, die eher mehr Feinde schaffen, als die "Sache" foerdern.

Wie gesagt was die Legitimitaet von Aktionen angeht ist bei mir die Grenze nicht das Gesetz, sondern da wo man sich dem Unrecht hingibt, das man eigentlich bekaempfen will.


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25.01.2013 um 14:02
@kulam
kulam schrieb:Wie gesagt was die Legitimitaet von Aktionen angeht ist bei mir die Grenze nicht das Gesetz, sondern da wo man sich dem Unrecht hingibt, das man eigentlich bekaempfen will.
Im wesentlichen kann ich diesem Grundsatz nur zustimmen, weil wir sonst von vorneherein jedem totalitären Regime signalisieren würden "Führer befiehl, wir folgen". Und das kanns nicht sein. Das sollte uns die Geschichte (nicht nur die eigene) gezeigt haben.

Aber gleichzeitig kann dieser Grundsatz in der Realität nur Leitlinie sein, und darf nicht als absolute Vorgabe betrachtet werden, weil wir sonst umgekehrt jeden selbstgerechten Querulanten ermutigen, sich gegen die Gesellschaft auszutoben, wie ihm grade beliebt.


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25.01.2013 um 14:05
kulam schrieb:was die Legitimitaet von Aktionen angeht ist bei mir die Grenze nicht das Gesetz, sondern da wo man sich dem Unrecht hingibt, das man eigentlich bekaempfen will.
Wenn jemand das Töten von Menschen aus ideologischen Gründen nicht für unrecht hält, ist für diese Person politischer Mord also legitim.

Passt eigentlich in die Geschichte der kommunistischen Weltbewegungen jeglicher Coleur.


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25.01.2013 um 14:06
@Shionoro
Shionoro schrieb:Dagegen muss ich mich immer wieder fragen, was aktionen die nicht legal sind für einen nutzen haben.
Sie können in einer Gesellschaft ohne stabilem Wertekonzept den Nutzen haben, Grenzen aufzuweichen, auszuloten wie weit man gehen kann. Was wegen seiner Weichheit nicht gebrochen werden kann, versucht man zu verbiegen.


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25.01.2013 um 14:12
Branntweiner schrieb:Passt eigentlich in die Geschichte der kommunistischen Weltbewegungen jeglicher Coleur.
insoweit sich diese kommunistische Bewegung dem Unrecht hingegeben hat, dass sie eigentlich bekämpfen wollte.

Genau !


Damit hast Du aufgezeigt, was genau im Speziellen daran falsch war !


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25.01.2013 um 14:13
Branntweiner schrieb:Wenn jemand das Töten von Menschen aus ideologischen Gründen nicht für unrecht hält, ist für diese Person politischer Mord also legitim.
Ich hab hier Thoreau zitiert, der den Begriff civil disobedience gepraegt hat. Das haben unter anderem auch Gandhi und Martin Luther King uebernommen. Die drei waren ja bekannt fuer Massenmord und Totschlag.
Branntweiner schrieb:jeglicher Coleur.
Is ja allet dat selbe, wa?


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25.01.2013 um 14:14
eckhart schrieb:insoweit sich diese kommunistische Bewegung dem Unrecht hingegeben hat, dass sie eigentlich bekämpfen wollte.
Politischer Mord war kein Unrecht, das die kommunistische Bewegung bekämpfen wollte, sondern ein Mittel, das sie anwendete. Wieder und wieder und wieder.


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25.01.2013 um 14:16
Branntweiner schrieb:Politischer Mord war kein Unrecht, das die kommunistische Bewegung bekämpfen wollte, sondern ein Mittel, das sie anwendete. Wieder und wieder und wieder.
Stalin hat Kommunisten umgebracht. Wer war hier der Kommunist ?


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25.01.2013 um 14:16
Tripane schrieb:Aber gleichzeitig kann dieser Grundsatz in der Realität nur Leitlinie sein, und darf nicht als absolute Vorgabe betrachtet werden, weil wir sonst umgekehrt jeden selbstgerechten Querulanten ermutigen, sich gegen die Gesellschaft auszutoben, wie ihm grade beliebt.
Stimmt schon, man kann die Leitlinie einem universaleren katergorischen Imperativ unterordnen, und selbst von diesem kann man ableiten, dass es Gesetze gibt die unrecht sind.


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25.01.2013 um 14:17
eckhart schrieb:Wer war hier der Kommunist ?
Solange der Kommunismus nur von seinen Feinden definiert werden darf, duerfen auch ausschliesslich Pol Pot, Mao, Stalin, Enver Hoxha usw als Kommunisten gelten.


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Branntweiner
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25.01.2013 um 14:18
kulam schrieb:Ich hab hier Thoreau zitiert, der den Begriff civil disobedience gepraegt hat. Das haben unter anderem auch Gandhi und Martin Luther King uebernommen. Die drei waren ja bekannt fuer Massenmord und Totschlag.
So ist es halt mit schwammigem moralischem Relativismus. Jeder kann seine eigene Handlung legitimieren.


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25.01.2013 um 14:19
Wenn das Entfernen irgendwelcher von chinesischen SklavenarbeiterInnen genähter Fähnchen von Autos schon als "linksextreme Gefahr" angesehen wird, was sind dann die Morde an Menschen, wie sie beispielsweise die NSU begangen hat? Rechtsliberale Ausrutscher?


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25.01.2013 um 14:19
kulam schrieb:Solange der Kommunismus nur von seinen Feinden definiert werden darf, duerfen auch ausschliesslich Pol Pot, Mao, Stalin, Enver Hoxha usw als Kommunisten gelten.
@Branntweiner
Achso ich vergaß, dass nach wie vor Opfer des Stalinismus nichts zu sagen haben !


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Branntweiner
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25.01.2013 um 14:21
kulam schrieb:Solange der Kommunismus nur von seinen Feinden definiert werden darf, duerfen auch ausschliesslich Pol Pot, Mao, Stalin, Enver Hoxha usw als Kommunisten gelten.
Alle sind Kommunisten. Nur Kommunisten nicht. Ist schon klar.

Und wann kommt wer daher und sagt, Hitler war kein Nationalsozialist?


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25.01.2013 um 14:24
Branntweiner schrieb:Und wann kommt wer daher und sagt, Hitler war kein Nationalsozialist?
Du weißt selbst, dass das unklug wäre,
man könnte auf seine Verbindungen zum Großkapital kommen
und ihn einen Rechtskonservativen titulieren.


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