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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

14.017 Beiträge, Schlüsselwörter: Linksextreme, Pseudolinke

Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:37
@def


Ist nicht mein Problem, wenn du mir meine Aussage nicht glaubst :D

ICH würde mir jedenfalls ungern nachsagen lassen, dass zur Durchsetzung meiner finanziellen Interessen haufenweise Leute im Krankenhaus landen und riesige Schadenssummen entstehen.
def schrieb:Um Geld sicher nicht aber sehr wohl um "Recht, um des Gesetzes willen." denn darauf baut unsere Gesellschaft auf.

Natürlich ist das nicht im anarchistischen Interesse linker Extremisten...
Das lehne ich ab. Gesetze sind zum Wohle von Menschen da. Nicht Menschen zum Gefallen von Gesetzen.


Wenn die Anwendung von bestimmten Gesetzen in einer bestimmten Situation wenig Sinn macht, sondern viel Schaden bewirken kann, dann muss diese Anwendung überdacht werden.


Ansonsten verhält man sich lediglich bürokratisch - man macht etwas, weil es eben so vorgeschrieben ist.

Das ist der Tod für Andersartigkeit und Freiheit.


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Uthred
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:42
@25h.nox

Strom kann man mittlerweile auch ganz anders produzieren, wenn wirklich gewollt wäre und an den Strukturen gearbeitet würde - wär Braunkohle wahrlich kein Thema mehr. Umweltschäden von Braunkohleabbau und -verstromung zu bagatellisieren, bringt jetzt nu auch nix, jahrzehntelang beschädigtes Grundwasser + plus ewige Mondlandschaften, wären ja schon ausreichend. Aber sollte auch immer wieder mal beachten, die Klimaziele gibts auch nich umsonst und wir hinken meilenweit hinterher. Der Austoß von Braunkohleverstromung spuckt mehr Klimagase aus als der Straßenverkehr.


Und das kleinere Übel fürs größere Wohl das is ja wohl ne Philosophische Frage. Man beachte immer Minderheitenschutz, das auch einen Rechtsstaat aus!


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rockandroll
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:44
Kc schrieb:Gesetze sind zum Wohle von Menschen da. Nicht Menschen zum Gefallen von Gesetzen.
du bist ein mann von salomonischer weisheit^^


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mentalo
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:46
Also, ich muss mich jetzt auch einmal zu Wort melden und meine Ansichten zu den sogenannten "Linksextremisten" äußern.

Ich bin ehrlich froh, dass es in Deutschland, wo der Staat im Kampf gegen Rechts nicht nur völlig versagt, sondern auch ganz bewusst wegschaut, noch Menschen vom linken Rand der Gesellschaft gibt, die sich organisieren und partizipieren und deutlich aktiver Neofaschismus bekämpfen als es die "bürgerliche" Gesellschaft tut. Das kann man derzeit auch wieder zu der Orga der Gegendemonstrationen in Magdeburg und Dresden sehen. Bravo! Das zum Thema Antifa.

Ich sehe im heutigen Zeitgeist und in der Diskussion gerade über Rote Flora und Davidswache durchaus Parallelen zu der Zeit vor fast 100 Jahren. Radikale Linke oder "Linksextremisten", wie sie im bürgerlichen Lager genannt werde, wurden zu dieser Zeit auch durch Reaktionäre verfolgt oder gar ermordet. Zu dieser Zeit haben Linksradikale die Monarchie auch bekämpft und für die Demokratie gekämpft. Ein Sozialist hat in Bayern den Freistaat ausgerufen (auch er wurde bald ermordet). Und heute gibt es eine neue reaktionäre Partei in Form der AfD, der Neoliberalismus hat längst alle Bereiche im Griff und emanzipatorisches Handeln in der Realpolitik wird mit rechtskonservativen Shitstorms versehen (siehe "die wollen Weihnachten abschaffen", "die wollen uns alle zu Vegetariern machen", "die diffarmieren den Trümmerfrauen").

Mir bereitet es durchaus Hoffnung, wenn junge Menschen heute aktiv gegen das Kapital, Faschismus und Rassismus kämpfen und nicht nur daheim rumsitzen. Das ist absolut notwendig. Ich bin selbst kein Kollektivist, sondern eher ein Individualist und gehöre auch nicht zu einer Antifa-Gruppe, schätze jedoch deren Arbeit sehr und wenn ich Zeit und Lust habe, bin ich auch dabei. Ich kann nicht bestätigen, dass "Linksextremisten" grundlos auf die Polizei losgehen. Andersrum jedoch schon.

Wer jetzt nach Law and Order schreit, sägt sich kurz- bis mittelfristig noch den eigenen Ast ab.


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25h.nox
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:48
Uthred schrieb:Strom kann man mittlerweile auch ganz anders produzieren, wenn wirklich gewollt wäre und an den Strukturen gearbeitet würde - wär Braunkohle wahrlich kein Thema mehr.
EE-strom ist teuer wenn wir auch noch die kohle schnell ersetzen müssten wäre strom einfach unbezahlbar...
Uthred schrieb:Umweltschäden von Braunkohleabbau und -verstromung zu bagatellisieren, bringt jetzt nu auch nix, jahrzehntelang beschädigtes Grundwasser + plus ewige Mondlandschaften, wären ja schon ausreichend.
sind in der region aber doch wirklich kein großes problem. da leben wenige menschen und es werden immer weniger, da kann man wasseraufbereitung schon bezahlen.
Uthred schrieb:Aber sollte auch immer wieder mal beachten, die Klimaziele gibts auch nich umsonst und wir hinken meilenweit hinterher. Der Austoß von Braunkohleverstromung spuckt mehr Klimagase aus als der Straßenverkehr.
klimaziele die schon lange keinen mehr intressieren weil sie niemand dran hält


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07.01.2014 um 17:48
@Kc
Kc schrieb:ICH würde mir jedenfalls ungern nachsagen lassen, dass zur Durchsetzung meiner finanziellen Interessen haufenweise Leute im Krankenhaus landen und riesige Schadenssummen entstehen.
Sorry, so sehr ich die Ausgewogenheit und Aussagekraft deiner Beiträge sonst schätze - hier wirds doch etwas seicht. Letztlich würdest du damit der Sichtweise den Boden bereiten, dass vor jedem gewaltverliebten Haufen bedingungslos zu kapitulieren ist. Der auf diese Weise langfristig verursachte Schaden dürfte in den meisten Fällen weitaus höher sein, als der kurzfristige. Auch wenn dieser Gefahren für Leib und Leben nicht ausschließt. Man muß das schonmal in aller Deutlichkeit erkennen und sagen.
Im Grunde ist ja das lahrelange Einknicken und sich anbiedern der Stadt Hamburg an den Linksextremismus die Ursache dafür, dass man sich jetzt so schwer tut, Recht und Ordnung wieder herzustellen. Von "Gewohnheitsrecht" wird immer häufiger gesprochen, und meint damit eigentlich "GewohnheitsUNrecht".


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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 17:54
@Tripane

Es ist doch keineswegs so, dass die Rote Flora ein Prototyp für zahlreiche, andere, besetzte Häuser wäre.

Ich denke, diese Einrichtung ist ein Sonderfall, der auch eine besondere Behandlung und Bewertung erfordert.

Dass so etwas möglich ist, zeigt der Fall eines ,ärztlich nachgewiesen, schwer kranken Mannes, glaube ebenfalls aus Hamburg, der vor einiger Zeit vor Gericht stand, weil er Cannabis für seinen Eigenbedarf anbaute. Aus dem Grund, dass Cannabis die beste Behandlungsmethode seiner Leiden darstellte, er aber finanziell nicht die Möglichkeit hatte, diese Behandlung aus eigener Tasche zu bezahlen, indem er sich offiziell bei Apotheken das Zeug aus den Niederlanden bestellte.

Das Gericht stellte das Verfahren ein.

Es gab zwar weder diesem Mann die offizielle Erlaubnis zum Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf, noch erlaubte es dies generell.

Es stellte aber auch klar, dass jedes neue Verfahren in dieser Hinsicht zu dem gleichen Ergebnis bei diesem Mann führen würde.


Sinnvolle Flexibilität.


Man sollte in anderen Städten eben von Anfang an keine Besetzungen zulassen, dann entstehen auch keine Probleme, wie die Rote Flora.


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rockandroll
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07.01.2014 um 17:57
Tripane schrieb:Letztlich würdest du damit der Sichtweise den Boden bereiten, dass vor jedem gewaltverliebten Haufen bedingungslos zu kapitulieren ist.
darum gehts nicht, sondern um die verhältnismässigkeit und um die dringlichkeit der sache. es wurde ja schliesslich nieamnd enteignet oder seines eigentums beraubt, sodern man wehrt sich gegen diesen hau-ruck-plan, den der bestitzer hier vorschlug, nur weil er auf die schnelle einpaar euro machen will. seine soziale verantwortung bleibt dabei völlig auf der strecke, und die leute haben immer noch keine alternative.. nicht nur das. im laufe der letzten sagen wir 20 jahre wurden immer und immer mehr sozialer leistungen gekappt, während die reichen immer mehr vergünstigungen bekamen, und gerade in einer stadt wie HH, die die höchste milliardärsdichte der republik aufweist, ist das wasser auf die mühlen der unterschicht. man wehrt sich, so oder so, und fordert gerechtigkeit


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def
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07.01.2014 um 17:57
Kc schrieb:Das lehne ich ab. Gesetze sind zum Wohle von Menschen da. Nicht Menschen zum Gefallen von Gesetzen.
Das Wohl des Eigentümers und seine garantierten Rechte sind aber wohl doch nicht soviel wert, wie die Anliegen der Besetzer ...


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07.01.2014 um 18:03
@def

Das Wohl des Eigentümers und seine Rechte schätze ich als GERINGER ein im Vergleich zu dem Wohl einer vermutlich großen Zahl von Menschen, die darunter leiden würden, auf verschiedene Weise, wenn man allein wegen dessen Profitgier räumt.


Das kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein ;)

Deine Haltung klingt für mich ein wenig derartig:

,,Es ist Gesetz, also muss das so sein! Weil, das ist so!"


Und da bitte ich doch mal zu überlegen: Will man nur ein Mensch sein, der sich stur an Gesetze hält, die andere Menschen gemacht haben, ohne ihren Sinn zu hinterfragen?
Wozu hat man sein selbstständiges Denken? Wozu gibt es Veränderungen? Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt und sie dürfen auch nicht über sinnvollem Verhalten stehen.

Sie sollten eine grundlegende Richtlinie sein.


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Uthred
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07.01.2014 um 18:03
@25h.nox

Das mit dem teuer is ein kleiner Mythos, der Strom wird durch die Konzerne teuer gemacht, die Kilowattstunde kostet an der Leipziger Strombörse so wie gar nix - trotzdem sind die Preise hoch, weil man teure Windparke baut, wenn alles ein bischen kleiner gehalten wäre und sich mehr um Speicherung und Infrastruktur gekümmert worden wäre, wär das so teuer nich, wies grade dargestellt wird, es wurde bloß auch im Vorfeld viel zu wenig gemacht. Weil der wechsel nich wirklich gewünscht is.


Daß dort wenig Leute leben, issn prima Argument, mit bischen Glück lebt ja bald dort gar keiner mehr, außer Öfföff - es geht ja nu auch nich nur um Trinkwasser, was übersäuert auch sehr schlecht wieder aufzubereiten is, sondern auch um das Biotop dort.


Klimaziele werden nicht unwichtig, bloß weil sich keiner dran hält. Wenn niemand was macht, wird sich auch nie was ändern. Aber vielleicht beginnt es ja irgendwann Spaß zu machen Grimma und andere Orte alle 2 jahre wieder auszubuddeln.


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def
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07.01.2014 um 18:10
Kc schrieb:Das kann doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein ;)

Deine Haltung klingt für mich ein wenig derartig:

,,Es ist Gesetz, also muss das so sein! Weil, das ist so!"
Weil ich das verfassungsmäßige Recht auf Eigentum versuche hochzuhalten?

Na dann können wir ja gleich Discounter plündern weil das Wohl der Hungernden in der ganzen Welt für mich (und wahrscheinlich auch jeden anderen hier) höher wiegt als das Wohl der Anteilseigner.

Warum hat die Stadt nicht Flüchtlinge in diesem Gebäude untergebracht? Obdachlose? Das sollte doch so gesehen kein Problem darstellen. Wenn man schon enteignet, dann nicht für ein Kulturzentrum das man ohne Weiteres in einem anderen Gebäude unterbringen könnte. Warum tut man nicht das Gleiche bei den unzähligen Leerstehenden Gebäuden in der ganzen Republik? Ganz einfach: Weil es kein Politikum ist. Die Flora bietet aber all das...

Weiß eigentlich jemand, was aus den Anzeigen gegen Fettes Brot wurde?


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rockandroll
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07.01.2014 um 18:15
@def
die rechte können nur dann gelten, wenn alle menschen gerecht behandelt werden, und da hier das recht eines einzelnen etwas geld verdienen zu wollen, gegen das recht vieler steht, von der stadt als vollwertiges mitglied der gesellschaft zu gelten und ein kulturzentrum beanspruchen zu dürfen, sehe ich das recht des einzelnen etwas geld verdienen zu wollen, als nicht so notwendig an, gegeüber der anderen dringenderen sache. sein eigentum verliert er ja nicht, aber über eine alternative darf von allen seiten nachgedacht werden.. dafür wäre ich auch


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07.01.2014 um 18:31
@def
def schrieb:Weil ich das verfassungsmäßige Recht auf Eigentum versuche hochzuhalten?
Weil du offensichtlich nicht darüber nachdenken willst, was die jeweiligen Folgen sind, wenn dieses ,,verfassungsmäßige Recht" in dieser Angelegenheit ,,hochgehalten" wird oder nicht.

Du argumentierst stur:
,,Das steht so schwarz auf weiß, Eigentümer hat immer Recht, also muss das auch so sein. Egal, was für Folgen daraus entstehen."


Das ist unflexibel und bürokratisch.


Es geht nicht darum, heute so und morgen so zu handeln, dann benötigte man tatsächlich keine Gesetze mehr.

Aber man sollte diesen ganz speziellen Einzelfall Rote Flora auch als speziellen Einzelfall behandeln.

Nenne mir doch mal spontan ein Gebäude in Deutschland, das genau so, wie die Rote Flora schon seit Jahrzehnten von politisch Linken besetzt ist und ein ,,linkes Kulturprojekt". Wieviele gibt es?
def schrieb:Na dann können wir ja gleich Discounter plündern weil das Wohl der Hungernden in der ganzen Welt für mich (und wahrscheinlich auch jeden anderen hier) höher wiegt als das Wohl der Anteilseigner.
Ich hab dir schon einmal erklärt, warum das Beispiel mit deinem Laden nicht funktioniert :D
Ob du nun den Discounter nimmst oder Saturn ist irrelevant.


Diebstahl war zu keinem Zeitpunkt in diesen Märkten akzeptiert und mit höchster Sicherheit wird auch das Festhalten eines Diebes durch die Security NICHT zu großen Schäden und Gewaltausbrüchen führen!

Die Verhältnisse liegen dort vollkommen anders.


Da musst du dir schon was besseres ausdenken :D


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def
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Linksextremismus - die vergessene Gefahr

07.01.2014 um 18:34
Kc schrieb:Weil du offensichtlich nicht darüber nachdenken willst, was die jeweiligen Folgen sind, wenn dieses ,,verfassungsmäßige Recht" in dieser Angelegenheit ,,hochgehalten" wird oder nicht.
Ich denke sogar noch weiter, und überlege mir, was passiert, wenn diese Vorgehensweise Schule macht.
Kc schrieb:Diebstahl war zu keinem Zeitpunkt in diesen Märkten akzeptiert und mit höchster Sicherheit wird auch das Festhalten eines Diebes durch die Security NICHT zu großen Schäden und Gewaltausbrüchen führen!
Ich gebe dir da durchaus recht. Nur lässt sich Eigentum einfach nicht ersitzen. Da muss ich nur jemandem lang genug den Zutritt verweigern und habe plötzlich Recht? Das kannst du nicht ernst meinen...


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kakaobart
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07.01.2014 um 18:36
@rockandroll
rockandroll schrieb:du sprichst immer von rechtsstaat, und übersiehst hier, dass das recht ein gesellschaftlicher konsens zu gunsten aller sein sollte.
Und auch Linke partizipieren an diesem Konsens mit! Diese Grundordnung, die wir also alle gemeinsam legitimieren stört diese Linken nur dann, wenn sie sich davon behindert fühlen. "Diebstahl ist ein Verbrechen - außer ein Linker will etwas halt unbedingt haben!"
rockandroll schrieb:werden also hier welche schon seit generationen mehr begünstigt als andere, wird der konsens immer weiter hinfällig und das recht eines jeden einzelenen verliert an wirksamkeit.
Dein Eigentum wird von unserem Staat genauso geschützt wie das Eigentum von Herrn Kretzschmer.
rockandroll schrieb:auf der einen seite ein reicher der noch mehr einkommen braucht, und auf der anderen einpaar arme schlucker, die ein plätzchen für ihr kulturzentrum haben wollen, was ihnen die stadt woanders nicht zur verfügung gestellt hat, weil das verhältnis was bestand soweit von allen als gut geheißen wurde.
Auf der einen Seite also der Reiche - auf der anderen Seite die "armen Schlucker". Hier nimmst du schon eine Wertung vor, auf dessen Basis du über das Eigentumsrecht ein Urteil fällst... Was machst du eigentlich, wenn dir heute Nacht ein Obdachloser dein Auto klaut - ist das dann auch kein Verbrechen, wegen der unterschiedlichen finanziellen Situation von euch Beiden?!

Warum ist wohl - gerade aus der roten Szene - noch nicht der Vorschlag gekommen, die Miete für dieses Objekt durch eine Stiftung zu zahlen, die sich aus Spenden (aus der linken Szene) finanziert?! Dann können mal die vielen Linken und Sympathisanten selbst DAS machen, was sie hier von einem Einzelnen erwarten: Auf Teile des eigenen Wohlstandes verzichten zu Gunsten dieser "armen Schlucker". Offenbar wird ja sogar durch die Bewohner dort im Gebäude selbst Geld durch Veranstaltungen erwirtschaftet...von diesem Geld hat man meines Wissens dem Eigentümer noch nichtmal symbolisch einen Teil zukommen lassen - selbst in den Jahren vor diesem Streit. Dankbarkeit? Denkste!
rockandroll schrieb:ich weiss ja nicht, was hier für rechte beklagt werden sollen, aber solche verhältnisse -dass ein reicher noch mehr geld braucht, während die armen mal wieder nicht genau wissen wohin- strapazieren mein verständnis von gerechtigkeit doch arg, denn wo in der natur steht eigentlich geschrieben, dass überhaupt irgendjemand auf dieser welt das recht hat ein stück land sein eigen zu nennen, hm?
Gib du erstmal DEIN Eigentum ab...danach diskutieren wir über deinen Vorschlag das Konzept von Eigentum generell abzuschaffen. Denn nur mit dem Finger NUR auf das Eigentum Anderer zu zeigen und zu erklären, daß die das nicht haben dürfen, ist keine seriöse Diskussionsgrundlage.

Und dieses leidige Wiederholen der Suggestion, daß diese armen Brandstifter ja nicht wissen, wo sie hin sollen... Unserer Sozialstaat deckt sehr wohl die Grundbedürfnisse jedes Menschen und es wird auch in Hamburg die Möglichkeit einer anderweitigen Unterbringung bestehen. Aber das ist dann halt kein riesiges Gebäude mit toller Partyfläche, daß man nach belieben behandeln kann einschließlich lauter Partys zu jeder beliebigen Zeit.
rockandroll schrieb:wenn hier jemand auf den konsens der gesellschaft pochen will, um sein "recht" geltend zu machen, sollte er sich auch seine pflichten gegüber der gellschaft bewusst machen, die ihm genau dieses recht erst ermöglicht, und dazu gehören es auch diesen armen schluckerern ihr recht auf würde nicht zu nehmen zb. und einiges an solzialer verantwortung mehr.
Dieser unverschämte, egoistische Raubtierkapitalist lies die Linksextremen dort über zehn Jahre kostenlos Leben - ohne Probleme zu machen. Soll er sich noch ein Bein abschneiden...oder reicht die Verpfändung des Erstgeborenen?

Den Bewohnern wurde auch nicht ihre Würde genommen - die bekamen eine schriftliche Aufforderung das Gebäude bitte bis zum Datum xy zu räumen. Wie hätte man das noch würdevoller gestalten sollen - sie mit Gummibärchen raus locken und dann schnell absperren?
rockandroll schrieb:eigentum schön und gut, aber das gesetz als solches entsand dafür, dass menschen gerechtigkeit widerfährt
Nachdem ganz Deutschland jetzt anhand der Krawalle, der Bomben und der Androhung von Anschlägen auf die Familien der Polizisten sehen durfte, was für eine menschenverachtende Gruppe sich dort eingenistet hat...meine ich, daß es gerecht wäre einigen dieser Verbrecher (die damit was zu tun haben!) eine neue Bleibe in der "Am Glasmoor 99" in 22851 Norderstedt anzubieten - kostenlos und mit einem Mietvertrag über 2-5 Jahre!
rockandroll schrieb:hier wird das gerechtigkeitsempfinden zu sehr strapaziert, und deshalb muss das eigentumsrecht etwas leiden. finde ich in ordnung, denn es trifft keinen armen
Denkt sich der Obdachlose vielleicht auch, während er dir das Handy klaut. Einmal würdest du über so einen Diebstahl vielleicht noch lächeln...aber wenn sich das "rechtlich" so etapliert hat, daß Obdachlose das halt einfach dürfen und es dir darum ständig passiert...dann hättest du sicher ein Problem damit. Und ich will nochmal darauf hinweisen, daß die Flora NICHT von völlig Mittellosen bewohnt wird, die keine andere Wahl hätten! Ich müsste in meinem Vergleich also eigentlich den Obdachlosen durch deinen Nachbarn ersetzen...

@Kc
Kc schrieb:Ich denke nicht, dass hier eine Erpressung vorliegt. Die Rotfloristen haben meines Wissens nicht gesagt:,,Wenn die Flora geräumt wird, schlagen wir alles kurz und klein".
Naja...es wird sehr wohl schon im August konkret angedeutet:

roteflora-400x298
Kc schrieb:Vielmehr würde dieses Handeln eine vermutliche, sogar ziemlich wahrscheinliche, Folge einer Räumung sein.

Die Vermeidung von gewalttätigen Krawallen sehe ich nicht als Einknicken an, sondern als vorheriges Nachdenken:

Lohnt sich ein status quo, also dass die politisch Linken, wie schon seit Jahrzehnten, die ,,Rote Flora" behalten dürfen, auch, wenn das dem (einzelnen) Eigentümer schadet?

Oder muss man sich zwangsläufig auf große Straßenschlachten einlassen mit zu vermutendem, großem, finanziellem, materiellem und personellem Schaden?
Wie ich bereits erklärte, kann nach dieser Form der Ausschreitungen dem Bürger kein Kompromiss mehr vermittelt werden. JETZT, da wir wissen das sich in diesem Gebäude offensichtlich nicht irgendwelche "sozial engagierte Linke", sondern fanatische Brandstifter und Bombenleger eingenistet haben, kann es kein Zurück mehr geben. Die Vorgänge in den vergangenen Wochen haben gezeigt, daß einige dieser Leute ins Gefängnis und nicht in ein subventioniertes "Kulturzentrum" gehören!

110205 DaswarennochZeiten
http://oireszene.blogsport.de/2011/02/04/5-2-2011-hamburgrote-flora-das-waren-noch-zeiten-oldschool-solifeier/

Dort etabliert sich schon seit Jahren eine gewaltfixierte Gruppe von Fanatikern - und die Gewalt, die dort gloryfiziert wird trägt nun endlich ihre furchtbaren Früchte. Es darf dort keinen Kompromiss mehr geben, weil man sich damit nur Zeit erkaufen könnte. Der Samen der Gewalt ist in dieser Szene rund um die Rote Flora bereits gepflanzt...und wartet nur auf einen Grund zu eskalieren. Dieser kriminellen linken Szene muß der Nährboden nachhaltig (!) entzogen werden, bevor sich diese Szene stark genug fühlt selbst Morde ungestraft begehen zu "dürfen". Denn das Bedürfnis nach solchen Mordanschlägen ist defakto in dieser kriminellen Szene vorhanden und reibt sich momentan hauptsächlich mit der Angst vor den juristischen Konsequenzen bzw. der Konsequenz eines Lebens im Untergrund. Dieser Untergrund wird durch die Verfügung über autonom organisierte, linksradikale Zentren attraktiver. Ferner wird in der Roten Flora offenbar die logistische, propagandistische und finanzielle Plattform geboten, um mindestens die Straßengewalt zu ermöglichen.

Solange die Betreiber nicht ausdrücklich die Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaates anerkennen, stellen sie eine Gefahr für die Allgemeinheit dar und haben als Konsequenz keinerlei Anspruch auf öffentliche Unterstützung.
Kc schrieb:Meiner Ansicht nach ist es eher in öffentlichem Interesse, dass die Rote Flora so bleibt, wie sie ist.
Hinter diesem öffentlichen Interesse muss das Privatinteresse von Kretzschmer zurückstehen.
Hier geht es aber nicht mehr nur um das finanzielle Interesse von Kretzschmer - sondern auch um die öffentliche Sicherheit, die im Falle eines Bleiberechtes EBENFALLS (und langfristig sogar erst recht) gefährdet wäre.
Kc schrieb:Er wusste von Anfang an, dass er sich da eine problematische Immobilie holt, die er nicht einfach typisch-kapitalistisch wieder verkaufen oder abreissen und die beliebten ,,Luxuswohnungen" bauen kann.
Die Linken wussten von Anfang an, daß sie nicht ewig in diesem Gebäude ihre Gewaltszene kultivieren können... ;o)
Kc schrieb:Es ist kein gerechtfertigter Aufwand, wenn man sich mit den ganzen Folgen einer etwaigen Räumung der Roten Flora auseinandersetzen muss, die eventuell gigantische Schadenssummen und verletzte Polizisten bewirken wird, nur, damit ein Herr Kulturinvestor, der sich verkalkuliert hat, wieder eine eigenartige Idee (siehe ,,Flora-Aktien verkaufen") durchsetzen kann.
Die Linken hatten Jahre lang Zeit sich auf den Tag einer Räumung vorzubereiten - inklusive einem richtigen Mietvertrag, dessen Beitrag durch die Veranstaltungen durchaus refinanzierbar wären. Finanziellen Egoismus betreibt hier also definitiv nicht alleine der Eigentümer - und wir müssen uns für diese Diskussion aus der Propaganda-Falle lösen, daß in der Roten Flora irgendwelche völlig Mittellose leben würden, für die dieses Objekt die letzte Hoffnung ist. Die Räumung dieses Objektes bedeutet für die Betroffenen nicht den Tod...es bedeutet noch nichtmal das Ende der linken Gewaltkultur in Hamburg. Es bedeutet lediglich das Ende einer VÖLLIG KOSTENLOSEN VILLA als Zentrum für antidemokratische Propaganda. Die Linksextremen werden das (leider) weiterhin irgendwo in Hamburg betreiben können...nur müssen sie dann einen Teil ihrer Einnahmen für die Miete abgeben. Und DARAUF haben die keinen Bock!

Hier steht also nicht der geldgierige Goliath gegen den armen, obdachlosen David, der auf Mitleid wegen seiner Situation hofft - sondern hier stehen sich zwei Parteien gegenüber, die BEIDE aus finanziellen Interessen handeln! Und weil eine der beiden Parteien juristisch im Unrecht ist, will sie jetzt mit Gewalt ihren Willen durch setzen.
Kc schrieb:Stell dir mal vor, du gehst zu einem Hells Angel und sagst zu ihm:,,Wem gehört denn das schwule Bike da drüben? Dir? Dachte immer, Homos mögen nur Pink!"
Dann hätte ich vermutlich ein paar Zähne weniger...aber verdammt viel Stil! :oD
Kc schrieb:Auch bei Kretzschmer gilt: Jeder, der mal grob drüber geschaut hat über die Angelegenheit, erst recht eine involvierte Person wie Kretzschmer, kann mit 99,99% Wahrscheinlichkeit sagen:
,,Wenn mit Räumung gedroht wird, wird dies Randale zur Folge haben."
Wie hätte er es denn anders anstellen sollen? Das mit den Gummibärchen und dann absperren? :o/

@mentalo
mentalo schrieb:Ich bin ehrlich froh, dass es in Deutschland, wo der Staat im Kampf gegen Rechts nicht nur völlig versagt, sondern auch ganz bewusst wegschaut, noch Menschen vom linken Rand der Gesellschaft gibt, die sich organisieren und partizipieren und deutlich aktiver Neofaschismus bekämpfen als es die "bürgerliche" Gesellschaft tut.
Jajaja...wir leben immernoch im 3. Reich und nur die heroischen Brandstifter in der Roten Flora leisten noch erbitterten Widerstand - ohne den "Angelika Hitler" schon längst die Weltherrschaft an sich gerissen hätte!
mentalo schrieb:Ich sehe im heutigen Zeitgeist und in der Diskussion gerade über Rote Flora und Davidswache durchaus Parallelen zu der Zeit vor fast 100 Jahren. Radikale Linke oder "Linksextremisten", wie sie im bürgerlichen Lager genannt werde, wurden zu dieser Zeit auch durch Reaktionäre verfolgt oder gar ermordet.
http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/anschlag189.html

Die Linksextremen organisieren Bombenanschläge oder verletzen einen Polizisten schwer mit einem Stein - und du baust hier die Legende der verfolgten und ermordeten Linksextremen zusammen.


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07.01.2014 um 18:37
@def

Es sagt niemand, dass die Rote Flora ,,rechtmäßig besetzt" ist.

Die Besetzung wird geduldet im Interesse der Allgemeinheit, weil eine Räumung höchstwahrscheinlich weitaus größeren Schaden anrichten wird, als der status quo.

Es ist eine sinnvolle, strategische Entscheidung.


Andere ,,Rote Floras" muss man von vornherein an der Entstehung hindern, dann hat man diese Schwierigkeit nicht ;)


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def
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07.01.2014 um 18:39
Kc schrieb:Die Besetzung wird geduldet im Interesse der Allgemeinheit, weil eine Räumung höchstwahrscheinlich weitaus größeren Schaden anrichten wird, als der status quo.
DAS ist es was mir zu denken gibt...


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rockandroll
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07.01.2014 um 18:46
@kakaobart
hab jetzt lange auf deinen beitrag gewaretet, und wie erwartet pauschalisiest und überdramatisierst du hier die situation wieder maßlos.

ich bleibe dabei. mein gerechtigkeitsempfinden ist hier anders angelegt, schliesslich geht es noch lange nicht darum jemanden zu enteignen, sondern darum ein schon sehr lange bestehendes verhältnis zu erhalten, bis eine lösung gefuden wird, die zu beider zufriedenheit ausfallen wird.

im übrigen passt das nun so gar nicht in die belehrung die du mir im rahmen der "patriotismus-debatte" zuteil werden liessest, wo du mich einen egoisten schimpftest, weil ich angeblich zu wenig für meine landsleute übrig habe. wie du siehst habe ich sogar sehr viel für sie übrig, aber nicht für alle, sodern die, die es wirklich brauchen. die die schon geung haben, stehen weiter hinten in meiner gunst noch mehr bekommen zu sollen.. das ist gerechtigkeit in meinem dafürempfinden :)


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07.01.2014 um 18:47
@Kc

Sinnvolle Flexibilität sehe ich in deinem Beispiel mit dem kranken Mann gegeben, der für seinen Eigengebrauch Hanf "importiert". Einfach, weil da die ohnehin inzwischen etwas umstrittene Gesetzgebung des totalen Hanfverbotes in einem konkreten, an klare Bedingungen (Krankheit, Eigengebrauch, alternativlos) geknüpften Fall aufgeweicht wird.

Die Grenze zur "unsinnigen Willkür" ist aber recht fließend, und im Fall "Rote Flora" sehe ich die obigen Bedingungen nicht. Sie werden hier ersetzt durch "Gewohnheit" und die körperliche Bedrohung ist keine natürliche (Krankheit) sondern die Gewaltverliebtheit des RF Umfeldes. Das kann man nicht gleichsetzen.
Und letztlich sind im RF-Fall andere Menschen, nicht nur der RF Eigentümer) sondern auch Anwohner viel stärker mit eingebunden, während man die Cannabis Sache eher als "Privatsache" sehen kann.
Kc schrieb:Man sollte in anderen Städten eben von Anfang an keine Besetzungen zulassen, dann entstehen auch keine Probleme, wie die Rote Flora.
Da stimme ich ausdrücklich zu!
Man sieht hier aber bereits, dass dieses Versäumnis in Hamburg eben Sache der Politik war. Es nun ganz "sozial" auf einen einzigen Mann abzuwälzen, nur weil die gesellschaftliche Landschaft bereits derart von linkem Denken geprägt ist, dass man einen "Investor" automatisch mit "böse" assoziiert,gefällt mir nicht.
Dann soll die Stadt eben das Gelände+Gebäude zurückkaufen und dann von mir aus eine Bürgerbefragung durchführen, wie es weitergehen soll. Aber bitteschön eben zu einem fairen Preis. Lachhaft dass hier plötzlich um Beträge geknausert wird, die echte Peanuts sind, nur um ja dem "Kapitalisten" das "Profitstreben" zu vermasseln. Da ist schon sehr viel planwirtschaftlich-dirigistisches Denken spürbar.


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