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Das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen

27.08.2018 um 00:10
@Bauli

Spielt doch für mein Argument gar keine Rolle, was ich für ungeliebte Jobs halte und was nich. Wenn es diese gibt, müssen sie gemacht werden oder die Arbeit bleibt unerledigt. Da spielt es eben keine Rolle, wie sehr man sich in der Schule anstrengt, auch wenns dir nich gefällt.

mfg
kuno


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Das bedingungslose Grundeinkommen

27.08.2018 um 06:40
Es ist Zufall, dass ich diesen Artikel gelesen hab. Hab eigentlich nicht nach BGE-Themen gesucht.
Spätestens in 25 Jahren muss man Spaß an der Arbeit haben

Was meint er damit? Glaubt man einer Studie der renommierten Oxford-Universität, dann werden in nur 25 Jahren 47 Prozent der Jobs verschwunden sein. Die Arbeit wird künftig von Robotern oder Künstlichen Intelligenzen erledigt werden.

Nicht nur Fabrikarbeiter könnten in Zukunft durch Technologie ersetzt werden. Auch Buchhalter, Ärzte, Juristen, Lehrer, Bürokräfte und Finanzanalysten, schreibt „The Economist“.

Und so werden sich Menschen selbst Arbeit suchen müssen, so die Meinung des Forschers. Freudlose Tätigkeiten, die man nur aus finanziellen Gründen durchführt, würden ohnehin verschwinden. Doch wie erzieht man Kinder zu Erwachsenen heran, die Spaß an der Arbeit haben?

Hüthers Antwort: Nicht so, wie wir es jetzt tun. In seinem Buch „Rettet das Spiel“ plädiert Hüther dafür, Kindern wieder mehr Freiraum zum Spielen zu geben— auch im Kindergarten. Er sieht es als völlig nutzlos oder gar schädlich an, im Kindergarten bereits Schulunterricht in Mathematik oder Fremdsprachen zu geben. Denn nur im Spiel würden Menschen ihre Potenziale entfalten, so Hüther.

Kindergärten müssen Kinder spielen und selbst entdecken lassen

Er geht mit dem deutschen Bildungssystem hart ins Gericht. „Das System hat sich seit den 1950er-Jahren nicht mehr verändert und dient nur dem Zweck, Konsumenten hervorzubringen. Also Menschen, die nur arbeiten, um sich etwas leisten zu können.“

Er plädiert dafür, dass Erzieher in Kindergärten nicht darauf geschult werden sollten, die Kinder für die Schule vorzubereiten, sondern vielmehr, deren von Natur aus vorhandenen Entdeckungs- und Gestaltungsdrang zu fördern. „Kinder müssen selbstständig und unbekümmert die Welt entdecken und Erzieher müssen Freude und Fragen in ihnen wecken — und sie nicht belehren“, so Hüther.

[...]

Gerald Hüther malt ein fast dystopisches Bild von der Zukunft: „In einigen Jahren werden dann 20 Prozent der Menschen nur noch zu Hause sitzen, ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten und in der Virtual-Realiy-Brille leben, weil es keine Jobs mehr gibt, die sie mit ihren Fähigkeiten verrichten könnten.“

Die Lösung der Experten: Das ideologie-getriebene Bildungssystem müsse ein Ende haben. „Das Schulsystem der Nationalsozialsten hatte nur im Sinn, gute Nazis hervorzubringen, das der Kommunisten wollte Sozialisten hervorbringen und das der Industrienationen will Konsumenten hervorbringen“, sagt Hüther. Und dieses Schema gelte es zu durchbrechen.

Quelle: https://www.businessinsider.de/es-gibt-einen-gefaehrlichen-trend-in-deutschen-kindergaerten-er-wird-uns-in-25-jahren-zum...


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27.08.2018 um 06:46
„Kinder müssen selbstständig und unbekümmert die Welt entdecken und Erzieher müssen Freude und Fragen in ihnen wecken — und sie nicht belehren“
Ein Satz, den man übrigens auch auf die Schule anwenden sollte.


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27.08.2018 um 14:24
Dieser Hüther ist recht zukunftsgläubig, wenn er das Verschwinden von 47 % aller Jobs annimmt. Wer möchte sich schon gern von einer Maschine diagnostizieren lassen, wenn er zum Arzt geht? Schließlich ist das Placebo, daß ein mitfühlender menschlicher Arzt die Wehwehchen ernst nimmt, mindestens so wichtig wie die eigentliche Behandlung, das war schon zu Zeiten der Schamanen so. Maschinen werden da immer nur Assistenz sein, aber nie den Chefarzt ersetzen.
Die Jobs, die verschwinden werden, werden durch die auch in Zukunft wohl kaum mehr ansteigenden niedrigen Geburtenraten ausgeglichen, und zweifellos werden auch neue Jobs entstehen in Berufszweigen, die dann mehr Gewicht erhalten werden, wie etwa Web- oder Cyber-Designer. Oder aber ein komplettes back to the roots, wenn echte Handarbeit wieder einen Wert darstellen wird statt dem genormten 08/15-Werkstück aus dem 3-D-Drucker.
Deswegen die "Notwendigkeit" eines BGE zu behaupten ist unsinnig. Alles ändert sich nur, wie es immer schon war, von Leibeigenschaft zu freien Menschen oder von der Feudal- in eine Industriewirtschaft, lief alles ohne BGE.


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27.08.2018 um 14:59
Rao schrieb:Dieser Hüther ist recht zukunftsgläubig, wenn er das Verschwinden von 47 % aller Jobs annimmt.
Auch hier wieder: er bezieht sich auf eine Oxford-Studie...
Rao schrieb:Wer möchte sich schon gern von einer Maschine diagnostizieren lassen, wenn er zum Arzt geht? Schließlich ist das Placebo, daß ein mitfühlender menschlicher Arzt die Wehwehchen ernst nimmt, mindestens so wichtig wie die eigentliche Behandlung, das war schon zu Zeiten der Schamanen so. Maschinen werden da immer nur Assistenz sein, aber nie den Chefarzt ersetzen.
Du meinst also in Zeiten von Dr. Google würde das nicht funktionieren?
Mein Arzt nimmt sich noch Zeit. Aber ich war schon bei anderen die eben keine Zeit fanden und nimmt man sich die offiziellen Schlüsselsätze zur Hand - wie lange eine Behandlung dauern darf und was davon bezahlt wird, wird klar was auf der Stecke bleibt.

Ich sage: im Alltag werden uns mehr und mehr Sensoren begleiten die unsere Vitalwerte und unsere Aktivitäten aufzeichnen und analysieren.
Rao schrieb:Die Jobs, die verschwinden werden, werden durch die auch in Zukunft wohl kaum mehr ansteigenden niedrigen Geburtenraten ausgeglichen
Woher hast du diese Prognose? Mal ehrlich, zeigt doch mal eure Quellen?
Zuletzt ist die Geburtenrate wieder etwas gestiegen.

Dazu kommt wir brauchen nicht unendlich viele Web- oder Cyber-Designer und nicht alle können derartige hochqualifizierte Jobs machen.


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27.08.2018 um 15:07
Die Geburtenrate liegt trotzdem unter der Mindest-Reproduktionsrate. Ohne Zuwanderung schrumpfen wir uns langfristig gesund. Weniger Kinder bedeuten, daß für die vorhandenen mehr getan wird (oder werden könnte) sprich bessere schulische Aussichten, mit mehr Gewicht auf zukünftige berufliche Selbständigkeit, sprich keine bildungsfernen Hartz-Karrieren in typischen bildungsfernen Hartz-Familien mehr. Ergo ein Sinken der Zahl der Geringverdiener, vor allem wenn der Staat irgendwann zwangsläufig bei den momentanen Problemstellen, Zeitarbeit, Lohndumping etc., nachbessern muß. Und damit ein Sinken der Bevölkerungszahlen, für die ein BGE überhaupt in Frage käme, denn gut ausgebildete Leute kommen überall auf der Welt unter, die sind in Deutschland nicht angenagelt.


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27.08.2018 um 15:09
@Rao
Klar, was du meinst. Aber woher nimmst du deine Schlussfolgerungen? Hast du eine Quelle?


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27.08.2018 um 15:10
Logisches Denken. Und Hoffnung, daß selbst die Politiker irgendwann mal ihren Verstand einschalten. Denn an der demographischen Entwicklung kommen auch sie nicht vorbei.


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27.08.2018 um 15:16
Schau Dir die Geburtenrate doch an! Alles unter 2,1 Kinder (möglichst gesund und arbeitsfähig) pro Frau im Durchschnitt, führt zu einem Bevölkerungsrückgang, weil auch von diesen statistischen 2,1 Kindern nicht jedes eigene 2,1 Kinder produzieren kann oder will. Weniger Bevölkerung führt früher oder später zu mehr offenen Stellen, wenn die alten Stelleninhaber in Rente gehen oder wegsterben und nicht genug Junges nachwächst. Ergo dürfen gern ein paar überflüssig gewordene Berufe wegfallen. Dazu im Ausgleich ein paar neue Berufszweige, selbst wenn sie nur Nischenprodukte sind, und gut ausgebildete Leute können jederzeit auch ins Ausland gehen, wenn das Einkommen in Deutschland zu niedrig ist.


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27.08.2018 um 15:23
Rao schrieb:Logisches Denken.
Also Befürworter des BGEs dürfen nur mit Quellen arbeiten und die Gegenseite beruht sich auf "logisches Denken" - einfach so aus dem Bauch heraus. Okay...
Rao schrieb:Schau Dir die Geburtenrate doch an!
Als jemand, der auch logisch denken kann:
25% sind im Niedriglohnsektor gefangen. Wir leben in Zeiten von Prekären Arbeitsverhältnissen. Zukunft wird immer weniger Planbar.
Ich würde fast behaupten, dass es an den Lebensumständen liegt, weshalb Menschen weniger Kinder bekommen.

Aber Hey:
Rao schrieb:Ohne Zuwanderung schrumpfen wir uns langfristig gesund.
Und dann auch noch gepaart mit Einwanderungskritik - des Deutschen liebstes Thema.


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27.08.2018 um 15:33
Kinder muß man sich in einem Land, in dem Kinderarbeit verboten ist und Kinder sehr lange finanziert werden müssen, erst mal leisten können. Wer sich ohne finanzielle Sicherheit auf ein Kind einläßt, steht anschließend oft dumm da, weil die eigene Lebensplanung mit beruflichen Chancen etc. massiv darunter leidet. So gesehen sorgt die momentane Niedriglohnphase geradezu für eine niedrige Geburtenrate.
Soll man dann die Kinder, die trotzdem auf die Welt kommen, unter dieser Situation leiden lassen, ihnen Bildung und berufliche Chancen vorenthalten? Wer dazu nein sagt als Politiker (und wieviele täten dazu schon ja sagen? Außer vielleicht ein paar AfD-ler), muß dafür sorgen, daß die Situation der Bildungsstätten sich massiv verbessert. Somit hätten die Kinder eine bessere Chance als die eigenen Eltern, sich erst schulisch und später beruflich zu qualifizieren. Aus dem "Tief" der einen Generation (Eltern) wird dadurch ein "Hoch" der nächsten (Kinder). Und bis die Kinder ins erwerbfähige Alter kommen, verabschiedet sich die Großeltern-Generation gerade aus dem Berufsleben. Freie Plätze also für jeden, der ausbildungsmäßig fähig ist, diesen Platz auch auszufüllen.


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27.08.2018 um 16:41
Negev schrieb:Die Lösung der Experten: Das ideologie-getriebene Bildungssystem müsse ein Ende haben. „Das Schulsystem der Nationalsozialsten hatte nur im Sinn, gute Nazis hervorzubringen, das der Kommunisten wollte Sozialisten hervorbringen und das der Industrienationen will Konsumenten hervorbringen“, sagt Hüther. Und dieses Schema gelte es zu durchbrechen.
aber das finde ich interessant bzw. endlich mal auf den Punkt gebracht! Es wird ständig über vergangenes gemeckert, das die Kinder in der Schule quasi schon indoktriniert wurden usw... besonders wenn ich jetzt mal auf die DDR-Zeit blicke.
Ja und heute? Da werden sie halt darauf getrimmt ordentliche Konsumenten bzw. Leistungserbringer zu werden. es wird auf Kapitalismus getrimmt bzw. auf unser System.
"Ihr fliegt sofort raus, wenn ihr das später bei nem Arbeitgeber macht", "später sagt euch das keiner mehr", "von nix kommt nichts", oder "ihr werdet schon noch sehen wie es ist wenn man für sein Geld was tun muss" sind nur einige Parolen die allzu gerne genannt werden.

Jedenfalls war das zu meiner Zeit in den 90ern noch so.... wenn man das ständig gesagt bekommt dann glaubt man das noch irgendwann....

Dem Artikel kann ich nur zustimmen.


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27.08.2018 um 16:51
Negev schrieb:Ein Satz, den man übrigens auch auf die Schule anwenden sollte.
Nur ist die Forderung die Schule möge die Menschen in einer Welt der kapitalistischen Produktionsweise doch bitte nicht nach den dafür notwendigen Maßstäben zurichten doch relativ naiv bis absurd.


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27.08.2018 um 16:51
knopper schrieb:"Ihr fliegt sofort raus, wenn ihr das später bei nem Arbeitgeber macht", "später sagt euch das keiner mehr", "von nix kommt nichts", oder "ihr werdet schon noch sehen wie es ist wenn man für sein Geld was tun muss" sind nur einige Parolen die allzu gerne genannt werden.
Komisch, zu meinen Schulzeiten (West) hat sowas niemand gesagt ... aber daß nix von nix kommt und jeder was tun muß für sein Essen, war (auf dem Land) immer eine Selbstverständlichkeit, die gar nicht extra erwähnt werden mußte, kostenlos nachgeschmissen bekam da niemand etwas und wer vom Sozialamt leben mußte, war entweder ein armer Hund (wenn er nix dafür konnte wegen Krankheit) oder aber ein chronischer Faulpelz (wenn eigentlich arbeitsfähig). Und dann gab es meistens noch ein paar Sozialhilfe-plus-Schwarzarbeit-Familien, mit denen niemand was zu tun haben wollte und deren Kinder auch in den Schulen geschnitten wurden, weil sie schlecht erzogen waren und meistens klauten wie die Raben, weil sie zuhause völlig nach dem Recht des Stärkeren wie ein Rudel Tiere lebten.


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27.08.2018 um 18:17
Die gerne als "Kapitalismus" verschriene freie Marktwirtschaft hat sich gerade deswegen so breit durchgesetzt, weil sie eben nicht derart ideologisch verbohrt ist, anzunehmen, man bräuchte sich nur ein paar Hirngespinste zurechtlegen und die "Umgebung" würde dann sozialerweise schon was Nettes draus stricken.
Es ist grade andersrum. Man muß sich mit seiner Umgebung, der Natur den Menschen und ihren Bedürfnissen rational auseinandersetzen, wenn man sie bestmöglich bedienen will.


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27.08.2018 um 18:27
Rao schrieb:Die Geburtenrate liegt trotzdem unter der Mindest-Reproduktionsrate. Ohne Zuwanderung schrumpfen wir uns langfristig gesund. Weniger Kinder bedeuten, daß für die vorhandenen mehr getan wird (oder werden könnte) sprich bessere schulische Aussichten, mit mehr Gewicht auf zukünftige berufliche Selbständigkeit, sprich keine bildungsfernen Hartz-Karrieren in typischen bildungsfernen Hartz-Familien mehr. Ergo ein Sinken der Zahl der Geringverdiener, vor allem wenn der Staat irgendwann zwangsläufig bei den momentanen Problemstellen, Zeitarbeit, Lohndumping etc., nachbessern muß. Und damit ein Sinken der Bevölkerungszahlen, für die ein BGE überhaupt in Frage käme, denn gut ausgebildete Leute kommen überall auf der Welt unter, die sind in Deutschland nicht angenagelt.
Das ist nicht zwangsläufig so, zuallererst verschiebt sich die Gesellschaft in Richtung ältere Menschen. Nehmen wir an unser Staat hat 80 Millionen Einwohner, dann 60 Millionen oder 40 Millionen der Anteil Kinder im Staat kann prozentual durchaus gleich bleiben oder sinken wegen Überalterung, gleichzeitig mit einer schrumpfenden Bevölkerung wird aber auch unser BIP und Produktivität sinken evtl. im gleichen Verhältnis wie die Bevölkerung aber möglicherweise auch stärker wegen Überalterung. Am Ende bleiben in einer geschrumpften Gesellschaft die Anteile vielleicht ähnlich und es nicht gesagt ob mehr Geld für Kinder vorhanden ist.


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27.08.2018 um 19:45
Tripane schrieb:Die gerne als "Kapitalismus" verschriene freie Marktwirtschaft hat sich gerade deswegen so breit durchgesetzt, weil sie eben nicht derart ideologisch verbohrt ist, anzunehmen, man bräuchte sich nur ein paar Hirngespinste zurechtlegen und die "Umgebung" würde dann sozialerweise schon was Nettes draus stricken.
Richtig, die kapitalistische Produktionsweise bringt nämlich pure (Rechtfertigungs-)Ideologie hervor, die den Menschen glauben lässt, jeder könne das Glück finden, wenn er nur hart genug im Geschäft ist. Von der irrigen Annahme, Arbeitsprodukte hätten von jeher so etwas wie einen Tauschwert gehabt, mal ganz abgesehen. Klar ist das besser als die Leibeigenschaft, aber die tatsächliche Freiheit bleibt trotzdem auf Supermarktregale beschränkt, in denen man sich dann irgendwas identitätsstiftendes gegen die durch die Entfremdung hervorgerufene Leere kaufen kann.
Tripane schrieb:Es ist grade andersrum. Man muß sich mit seiner Umgebung, der Natur den Menschen und ihren Bedürfnissen rational auseinandersetzen, wenn man sie bestmöglich bedienen will.
Dumm nur, dass dies im Kapitalismus gerade nicht der Fall ist. Da sind die Bedürfnisse des Menschen nur ein Vorwand für mehr Absatz und die totale Befriedigung wäre der Tod, weshalb man sich immerzu auch um Verknappung bemühen muss.


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27.08.2018 um 23:44
paranomal schrieb:Dumm nur, dass dies im Kapitalismus gerade nicht der Fall ist. Da sind die Bedürfnisse des Menschen nur ein Vorwand für mehr Absatz und die totale Befriedigung wäre der Tod, weshalb man sich immerzu auch um Verknappung bemühen muss.
Dafür, dass die Bedürfnisse des Menschen im Kapitalismus nur ein "Vorwand" sein sollen, wie du sagst, bedient er sie aber verdammt gut. Schon das alleine macht ihn ihn zu meinem bevorzugten Wirtschaftssystem.


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28.08.2018 um 11:38
taren schrieb:Das ist nicht zwangsläufig so, zuallererst verschiebt sich die Gesellschaft in Richtung ältere Menschen. Nehmen wir an unser Staat hat 80 Millionen Einwohner, dann 60 Millionen oder 40 Millionen der Anteil Kinder im Staat kann prozentual durchaus gleich bleiben oder sinken wegen Überalterung, gleichzeitig mit einer schrumpfenden Bevölkerung wird aber auch unser BIP und Produktivität sinken evtl. im gleichen Verhältnis wie die Bevölkerung aber möglicherweise auch stärker wegen Überalterung. Am Ende bleiben in einer geschrumpften Gesellschaft die Anteile vielleicht ähnlich und es nicht gesagt ob mehr Geld für Kinder vorhanden ist.
Du berücksichtigst den Zeitfaktor nicht ein. Wenn jetzt weniger Kinder geboren werden, schlagen die Effekte erst in 20+ Jahren (Berufseintritt) bzw. in 60+ Jahren ein (Renteneintritt).
Jetzt weniger Kinder bedeutet entweder, daß man jetzt entweder die Kosten für Bildung zurückfahren kann, oder aber daß man die Kostenhöhe beläßt und somit das gleiche Geld auf weniger Kinder verteilt, so daß jedes Kind mehr zur Verfügung hat. (Was ja wünschenswert wäre, oder?)

Da die wirtschaftliche Produktivität heute nicht mehr rein von der Menge an Arbeitskräften abhängt, wenn eine Person allein eine ganze vollautomatische Fabrik im Auge behalten kann, ist ein Rückgang an Arbeitskräften nicht unbedingt ein Fehler. Wenige Arbeitskräfte mit besserer Bildung machen einen ganzen Haufen Arbeitskräfte mit schlechter Ausbildung wett. So gesehen ist nicht gesagt, daß die Verhältnisse in einer geschrumpften Gesellschaft automatisch schlechter werden müssen. Auf das Know-How samt konsequenter Nutzung der Ressourcen (einschließlich Bildung und Innovationskraft) kommt es an.


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29.08.2018 um 23:11
Suppenhahn schrieb am 24.08.2018:Arbeitslos wurde nur der, der sich nicht den neuen Herausforderungen stellte, sondern im dashabenwirschonimmersogemacht-Modus hängengeblieben ist.
Die Digitalisierung erschließt keine neuen Markt, das unterscheidet diese 4. Industrielle Revolution von den bisherigen 3. Es wird der bestehende Markt effizienter gemacht und Effizienz bedeutet die teure menschliche Arbeitskraft immer weiter zu ersetzten mit Robotern und Algorithmen die sich nicht wegen Freizeit beschweren oder einen hohen Lohn fordern.

Damit das neue Jobs entstehen hast du natürlich Recht, nur glaube ich, dass mehr Jobs wegfallen als neue entstehen.
Und die meisten neuen Jobs werden wohl im Informatikbereich entstehen. Das hilft nur einem 50 jährigen Busfahrer nichts der nicht klug genug ist und außerdem zu alt um sich umzuschulen.
Handwerk wird auch ein Bereich sein den es wohl noch lange geben wird. Wenn alles maschinell und gleich hergestellt wird, dann wird das Handwerk als Unikat wohl einen Boom erleben.


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