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Bündnis 90/Die Grünen

28.034 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Deutschland, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Bündnis 90/Die Grünen

12.07.2020 um 22:44
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum sollte das denn sittenwidrig sein? Es wird ja nich gefordert, dass sie abtreiben müssen, sondern nur, dass sie die grundsätzliche Bereitschaft dazu signalisieren oder andersrum, es sollen keine Ärzte eingestellt werden, die Abtreibungen ablehnen.
Die Forderung, eine Einstellung als Uni Arzt-Ärztin von der Haltung zur Abtreibung abhängig zu machen -- davon also, menschliches Leben vor der Geburt zu beenden -- ist krank.

Grüne wählen hieße, wenn sie mit ihrem ansinnen durchkommen, Berufsausübung mit Gesinnungstest (Tötung Ungeborener) wählen.


Unvorstellbar für mich, wie sich hier Politik versucht, in die Autonomie von Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzumischen und einen Gesinnungstest an den Beginn der Berufsausübung zu stellen.
Auszug Eid des Hippokrates
Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.
Wikipedia: Eid des Hippokrates


der wird in Deutschland allerdings nicht geleistet


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Bündnis 90/Die Grünen

13.07.2020 um 00:04
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Aber er ist noch in der Partei...und ich halte Dich für so integer dass Du weiß dass es falsch ist.
Ich finde es richtig, sich glaubhaft und strikt von seinen Vorstellungen zu distanzieren.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Angesichts den Beißreflexen und Forderungen der Grüninnen nach Rücktritten bei Verfehlungen anderer Politiker...fehlt hier die letzte Konsequenz.
Da kann ich dir nich komplett widersprechen, andererseits fehlt mir oft genug in anderen Parteien die entsprechende Konsequenz in der Distanzierung, selbst bei einem Ausschluss.
Das ständige Dreck werfen geht mir jedenfalls einigermaßen auf den Sack.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich kenne das ärztliche Berufsrecht gut genug um zu wissen dass eine solche Einengung und verallgemeinernde Vorabfestlegung nicht damit vereinbar ist.
Ich bin, was die Juristerei betrifft kompletter Laie, dennoch vermute ich das sowas letztlich von nem Richter entschieden wird und selbst wenn deine Chancen dessen Entscheidung vorherzusagen sicher besser sind als meine, bleibt es dennoch eine Vermutung und keine Tatsache.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Die Forderung, eine Einstellung als Uni Arzt-Ärztin von der Haltung zur Abtreibung abhängig zu machen -- davon also, menschliches Leben vor der Geburt zu beenden -- ist krank.
Das is deine Meinung, kann man aber auch anders sehen.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Grüne wählen hieße, wenn sie mit ihrem ansinnen durchkommen, Berufsausübung mit Gesinnungstest (Tötung Ungeborener) wählen.
Gehts vielleicht noch etwas pathetischer? Wenn du Abtreibungen aus welchen Gründen auch immer ablehnst, is das ja dein gutes Recht. In Deutschland sind sie unter bestimmten Bedingungen afaik legal und Ärzte bestimmter Fachrichtungen führen diese auch durch.
Wenn sie übliche Bestandteile ihrer Tätigkeit aus persönlichen Gründen ablehnen, sollte der Arbeitgeber dies auch wissen, meine ich.

kuno


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13.07.2020 um 06:22
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich finde es richtig, sich glaubhaft und strikt von seinen Vorstellungen zu distanzieren.
Da gehe ich nicht mit, auch ein Höcke bleibt für mich ein Nazi...auch wenn er sich "glaubhaft und strikt distanziert".
Aktuell läuft in der Gesellschaft ein Diskurs über Straferhöhungen bei Kindesmissbrauch.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Das ständige Dreck werfen geht mir jedenfalls einigermaßen auf den Sack.
In Bezug auf den Grünen war eher die Kreativität im Dummen gepaart mit den Auftritten gemeint :D


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13.07.2020 um 07:26
Zitat von leopart225leopart225 schrieb:Was ist denn heute schon noch normal?

Der Grüne Cohn-Bendit erregt sich etwa „wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt sich auszuziehen. Es ist großartig, weil es ein Spiel ist. Ein wahnsinnig erotisches Spiel. Die Sexualität eines Kindes ist etwas Fantastisches.“
Der Artikel ist schon ein paar Tage alt, der stammt von 2013. Dass der Typ immer noch in der Partei ist, ist ein ganz klarer Minuspunkt für die Grünen.

Zu den Schwangerschaftsabbrüchen: Im Artikel der tagesschau steht:
Dem "Welt"-Bericht zufolge, der sich ebenfalls auf Zahlen der Behörde beruft, ist die Zahl der Arztpraxen und Kliniken, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, zwischen 2003 und 2018 um rund 40 Prozent auf etwa 1200 Stellen gesunken.
Es wäre vielleicht ratsam, sich zu fragen, warum die Zahl derer, die diese Arbeit machen wollen so gering ist. Vielleicht gehört der Bauch - oder zumindest das, was darin gerade zu leben beginn - eben doch nicht bedingungslos der Frau. Ich konnte mit dem "mein Bauch gehört mir" noch nie was anfangen, es impliziert, dass ein ungeborenes Kind so eine Art Wurmfortsatz im Körper der Frau ist und diese dann damit machen kann, was sie will. Es wäre sehr schön, wenn die Grünen hier etwas zu Besinnung kommen würden. Die Freiheit eines jeden einzelnen ist durch die Freiheit des anderen begrenzt. Und die Freiheit der Frauen kann nicht Begrüdung für den Mord an Ungeborenen sein.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Die Forderung, eine Einstellung als Uni Arzt-Ärztin von der Haltung zur Abtreibung abhängig zu machen -- davon also, menschliches Leben vor der Geburt zu beenden -- ist krank.
ja, leider.


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13.07.2020 um 07:57
Zitat von oldzambooldzambo schrieb:Es wäre vielleicht ratsam, sich zu fragen, warum die Zahl derer, die diese Arbeit machen wollen so gering ist.
Einen Grund sehe ich auch bei der unklaren bzw. ungünstigen rechtlichen Lage....da sind die 218 und 219 ff. StGB wirklich nicht einfach.
Eine mögliche Folge:
https://www.tagesschau.de/inland/abtreibung-werbung-urteil-103.html


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13.07.2020 um 09:23
Zahl der Abtreibungen in Deutschland von 1996-2019:

sage und schreibe 2.797.153

Also in einem Zeitraum von 24 Jahren wurden fast 2,8 Millionen ungeborene Kinder ihres Rechts zu leben beraubt. Und das, obwohl Verhütung so einfach wie nie ist, die Menschen aufgeklärt sind usw.

Mit Ausnahme der Jahre 2014, 2015 und 2016 wurden jährlich über 100.000 Abtreibungen vorgenommen.

Einen Mangel an Möglichkeiten sehe ich da keineswegs!
Grundlage der Abbrüche, Methode und regionale Unterschiede

Rund 96 Prozent der Abbrüche erfolgte nach einer Beratung durch eine staatlich anerkannte Organisation. Medizinische oder kriminologische Indikationen waren in knapp vier Prozent der Fälle Grund des Abbruchs. Dabei wurden mehr als 80 Prozent der Abbrüche ambulant in gynäkologischen Praxen vorgenommen. Häufigste Methode war mit knapp 60 Prozent die sogenannte Absaugmethode (Vakuumaspiration), gefolgt vom medikamentösen Schwangerschaftsabbruch mit rund 23 Prozent (Mifegyne). Regional stechen vor allem Berlin und Sachsen-Anhalt mit den höchsten durchschnittlichen Schwangerschaftsabbruchraten von 115 bzw. 87 Abbrüchen je 10.000 Frauen hervor.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232/umfrage/anzahl-der-schwangerschaftsabbrueche-in-deutschland/Quelle für Zitat und Zahlen:



Unsere Gesellschaft beraubt sich selbst eines Teils ihres Nachwuchses und beklagt dann Überalterung und Fachkräftemangel. Es ist ein Irrsinn, die Berufschancen von angehenden/bereits etablierten Medizinern an Universitäten davon abhägig zu machen, dass sie Abtreibungen vornehmen wollen. Zumal der überwiegende Teil der Abtreibungen in gynäkologischen Praxen stattfindet, also beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin, die die Frau ohnehin behandelt.

Ich würde bei dieser Frage übrigens dem künftigen Arbeitgeber dreist ins Gesicht lügen um meine Chancen der freien Berufsausübung nicht zu zerstören!

Für Abtreibungen wegen medizinischer Indikationen und in Folgen von Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest habe ich vollstes Verständnis.

Grüne stark bei Tierwohl & Umweltschutz, aber ansonsten: unwahlbar für mich


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Bündnis 90/Die Grünen

13.07.2020 um 09:32
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Grüne stark bei Tierwohl
nicht mal das sehe ich, angesichts des letzten Kompromisses (letztens hier im Thread besprochen)


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13.07.2020 um 09:37
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Da gehe ich nicht mit, auch ein Höcke bleibt für mich ein Nazi...auch wenn er sich "glaubhaft und strikt distanziert".
Der Vergleich trägt aber nich, denn erstens wäre Höcke dann wohl kein Nazi mehr, sonst wäre die Distanzierung ja nich glaubhaft und zweitens geht es ja darum, ob sich der Rest der Partei glaubhaft vom Höcke distanziert und das findet eben gerade nich statt.

Ich beurteile eine Partei nich nach einzelnen Mitgliedern, sondern inhaltlich über ihren Gesamtauftritt und da sehe ich die AfD durchaus auf Linie mit Höcke, bei den Grünen aber nich mal einen Hauch von Cohn Bendit.
Käme ja auch keiner auf die Idee ernsthaft zu meinen Buschkowski verträte die politische Linie der SPD.

mfg
kuno


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13.07.2020 um 10:24
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin, was die Juristerei betrifft kompletter Laie, dennoch vermute ich das sowas letztlich von nem Richter entschieden wird und selbst wenn deine Chancen dessen Entscheidung vorherzusagen sicher besser sind als meine, bleibt es dennoch eine Vermutung und keine Tatsache.
@kuno7

Es ist keineswegs nur eine Vermutung, dass ärztliches Berufsrecht von den Ärztekammern aus autark gemacht wird und nicht von Grünen Fantasten ohne Bezug zur Medizin. Das ist ja auch ganz gut so. Anders verhält es sich zum Beispiel mit Forderungen, Einstellungen nach Frauenquote durchzuführen. Das ist oft auch aktivistischer Blödsinn, weil ohnehin die Frauen schon sehr stark repräsentiert sind und die Stellensituation oft erfordert: Wir stellen ein, wer auch immer sich halbwegs qualifiziert bewirbt. Aber wenigstens tangiert es die eigentliche Berufsausübung nicht.

Die Einstellung aber an die Durchführung bestimmter umstrittener Eingriffe zu koppeln, wäre ein schwerer Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung und wäre in dieser Art ohne Beispiel.

Und es ist natürlich völliger Schwachsinn, der hochspezialisierten Uniklinik Medizin basismedizinische Eingriffe aufzudrücken. Das ist ein Beweis für derart erschreckend fehlende Sachkenntnis, dass es selbst mich zum Thema Grüne noch mal überrascht. Und das erfordert Einiges.

Vielleicht würde es ein Richter entscheiden. Aber die unfassbar schwierige Entscheidung, ob ein schwerer Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung zulässig ist, entscheidet der in 1 Minute während des Essens, während er gleichzeitig auf seinem Handy zockt und am anderen Apparart mit seiner Frau telefoniert.
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Ich würde bei dieser Frage übrigens dem künftigen Arbeitgeber dreist ins Gesicht lügen um meine Chancen der freien Berufsausübung nicht zu zerstören!
@Seidenraupe

Das würde ich nicht tun. Ein Arbeitgeber, der schon bei der Einstellung sittenwidrige Aussagen von mir verlangt, würde als Arbeitgeber schlicht ausscheiden. Das ist auch leicht, weil Ärzte sich den Arbeitsplatz ziemlich aussuchen können.
Und jemand, der an einer Universität hochqualifizierte Medizin betreiben möchte, wird sich nicht mit Basismedizin abgeben wollen, sonst könnte er / sie ja eine Praxis aufmachen.


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13.07.2020 um 11:15
Zitat von SeidenraupeSeidenraupe schrieb:Für Abtreibungen wegen medizinischer Indikationen und in Folgen von Vergewaltigung, Missbrauch und Inzest habe ich vollstes Verständnis.
Und wenn sich ein Mediziner da auch weigern würde?
Wenn es (auch) um solche geht, bei der Forderung?


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Bündnis 90/Die Grünen

13.07.2020 um 11:54
@Seidenraupe
Stimme Dir zu, zu Kindern haben viele Grüne ja in mehrfacher Hinsicht ein seltsames Verhältnis, angefangen bei gewissen Herren, die trotz pädophiler Texte und Ansichten immer noch in der Partei sind, abgesehen davon, dass es ganze pädophile Gruppen bei den Grünen gab (Indianer und so.. ausgerechnet auch noch "Indianer" ...) über ein munteres "Abtreibung nach Wunsch" (nicht etwa nur aus gesundheitlichen Gründen, Missbrauch, Vergewaltigung etc, man kann ja nicht zur Adoption freigeben, sondern besser ist, dem Kind das Recht auf Leben zu nehmen) bis zu eigenartigen Methoden in Sachen Bildung in Schulen etc
Und in Sachen Tierschutz kann man die Truppe scheinbar jetzt auch vergessen.
Wasser predigen und Wein trinken....


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13.07.2020 um 12:08
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:nd wenn sich ein Mediziner da auch weigern würde?
Wenn es (auch) um solche geht, bei der Forderung?
@Groucho

Ein notfallmäßiger Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen ist berufsrechtlich hinreichend geregelt und kann natürlich auch jetzt schon nicht verweigert werden, es sei denn ein Frau wendet sich an einen Arzt, wie zB einen Orthopäden der einfach gar nicht in der Lage sein kann, einen solchen Eingriff durchzuführen. Und in dem Fall nützt eine Verpflichtungserklärung natürlioh ohnehin nichts. Insofern gibt es da keinerlei Regelungsbedarf.

Und wenn es um Schwangerschaftsabbrüche nach Vergewaltigungen ginge (ein sehr geringer Anteil an den Abtreibungen insgesamt) dann hätten sie es wohl erwähnt.

Ich sehe keine Grund, nicht das gesprochene Wort als politischen Vorschlag zu nehmen, sondern etwas völlig anderes.

Selbst wenn es 'gut gemeint' wäre, kann es nicht die absolute Verblödung relativieren, die darin besteht, das Berufsrecht komplett auf den Kopf stellen zu wollen und genau das falsche Ende des medizinischen Spektrums in die Pflicht nehmen zu wollen.


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13.07.2020 um 12:33
Zitat von BauliBauli schrieb:Was interpretierst Du da jetzt wieder rein? Wo habe ich was von ruhig sein geschrieben? Sei so gut und zeige mir das.
Du beanstandest, dass „lautstark“ Rechte eingefordert wird und ein Sonderstatus hervorgehoben wird. Tut man das nicht, ist man ruhig.


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13.07.2020 um 12:54
@Luminita

Ja, man geht damit an die Öffentlichkeit, dass man anders ist als andere und das die normale Gesellschaft soviel Toleranz haben soll, damit Extrawürste akzeptiert werden.

Es sind so viele Menschen verschieden und schwerbehindert, die keine Lobby haben.

Die Menschen aber, die immer einfordern sind zum größten Teil gesund, wenn sie denn wollen, dass der größte Teil der Betriebskosten von der normalen Mehrheit getragen wird. Es sei denn, wenn die Betriebskosten für die Stunden von den Einfordernden Menschen übernommen wird und zum Beispiel 500,00 Euro auf 10 Personen aufgeteilt wird, ist ja alles okay. Dann kostet der Eintritt eben 50,00 Euro für 4 Stunden.

Ein Schwerbehinderter muss auch seine Mehrkosten tragen, die ihm entstehen wie zum Beispiel assistierende Hilfen, wenn er/sie über Vermögen verfügt.


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13.07.2020 um 13:09
@Bauli
Da stimm ich Dir zu, auf der einen Seite normal behandelt werden wollen, auf der anderen aber Extrawürste fordern, beisst sich meistens. Und diese Menschen sind weder behindert, noch krank, warum sollen die einen extra Schwimmtag bekommen? Damit weniger Leute im Becken sind und man mehr Platz hat?


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13.07.2020 um 13:36
Zitat von abberlineabberline schrieb:Da stimm ich Dir zu, auf der einen Seite normal behandelt werden wollen, auf der anderen aber Extrawürste fordern, beisst sich meistens.
Na dann schaffen wir doch glatt mal die Barrierefreiheit wieder ab. Was nehmen es sich Menschen, die zu einer Minderheit gehören, nur heraus und fordern Extrawürste. Wo doch die absolute Mehrheit sowas gar nicht braucht. und dann wollen sie es womöglich noch nichtmal aus ihrer eigegen Tasche bezahlen, pff, wo kommen wir denn da hin. /sarkasmus off
Zitat von abberlineabberline schrieb:Und diese Menschen sind weder behindert, noch krank, warum sollen die einen extra Schwimmtag bekommen? Damit weniger Leute im Becken sind und man mehr Platz hat?
Das hättest du gewusst, wenn du nicht nur pauschal abwertend argumentieren würdest, sondern dich mit dem Thema befasst hättest.

Es geht schon darum das Transgender nicht in Umkleiden gelassen wurden. Stell dir vor dir wird der Zutritt verwehrt und man lässt dich weder in die Frauenumkleide noch die der Männer rein, weil du für so manche Menschen nichts von beidem bist.
Da geht es nicht um eine vermeintliche Frechheit und Spaß, was du hier so widerlich unterstellst, mehr Platz beim schwimmen zu haben. Es geht um Diskriminierung. Aber wie soll jemand, der von all dem niemals betroffen war, auch nicht meint mal irgendwann betroffen zu sein, auch verstehen um was es geht.


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13.07.2020 um 13:46
@abberline
@Bone02943

Transgender sind ja gemessen an der Gesamtbevölkerung doch eher eine kleine Randgruppe.
Bei 7 Wochentagen wäre das schon eine recht große Extrawurst, wenn für eine Kleinstgruppe 1/7 der Zeit reserviert bliebe.

Bei jeder politisch begründeten Extrawurst stellt sich dann sofort die Frage:
Welche anderen kleinen Gruppen können denn dann erst recht eine gleichsinnige Forderung stellen, die dann das gesamtsystem ad absurdum führt.

Wenn schon Transgender einen eigenen Schwimmtag bekommen, warum nicht auch sehr Fettleibige mit einem BMI>40. Dann noch einen Schwimmtag im Burkini. Dann noch einen Schwimmtag für Amputierte. Und einen Schwimmtag für Menschen mit stark überschießendem Haarwuchs. Und und und. Das wird eng bei 7 Wochentagen.

Außerdem führt es eine Gesellschaft nicht zusammen, wenn man Gruppen separiert. Da wäre es ja noch eher andenkbar, eine kleine Umkleidekabine für Menschen mit dem Merkmal 'D' zu errichten. Merkmal 'D' im Ausweis haben aber nicht mal 1000 Menschen in Deutschland. Also wird man das auch nicht vorauseilend in jedem Schwimmbad tun müssen.


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Bündnis 90/Die Grünen

13.07.2020 um 14:02
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn schon Transgender einen eigenen Schwimmtag bekommen, warum nicht auch sehr Fettleibige mit einem BMI>40. Dann noch einen Schwimmtag im Burkini. Dann noch einen Schwimmtag für Amputierte. Und einen Schwimmtag für Menschen mit stark überschießendem Haarwuchs. Und und und. Das wird eng bei 7 Wochentagen.
Nur um das mal einzuordnen. Bei Transgender geht es nicht darum, dass es ihnen peinlich wäre unter anderen Menschen zu sein. Es gab Diskriminierungen.

Ansonsten gibt es wohl nichtmal eine Interessengruppe, die einen eigenen Badetag fordert. Die Stadtratsfraktion der Grünen, kam in Bayern wohl hauptsächlich wegen eines Vorfalls aus Berlin auf die Idee.

Bevor es dann wieder heißt "die Transgender fordern..."
Diskriminierungsfreies Badeerlebnis soll möglich sein

Uwe Scherzer, Stadtrat der Grünen in Nürnberg, setzt sich für eine diverse, inklusive und vielfältige Stadtgesellschaft ein. "Es gab mehrere Baustellen, die zu diesem Entschluss geführt haben", berichtet er im Gespräch mit inFranken.de. Unter anderem immer wieder auftretende Diskriminierungsfälle gegenüber trans*geschlechtlichen Menschen.

Ein Fall in Berlin, bei dem eine junge trans Frau nicht in die Frauenumkleidekabine durfte, sei unter anderem ausschlaggebend gewesen. Generell seien trans*- und intergeschlechtliche Menschen täglich mit Diskriminierung sowie vielen stigmatisierenden Normen konfrontiert, heißt es vonseiten der Stadtfraktion. "Viele betroffene Menschen fühlen sich unwohl in Schwimmbädern", so Scherzer. Denn als trans*geschlechtlicher Mensch sei man in Männer- und Damenbereichen oftmals nicht willkommen.
https://www.infranken.de/lk/nuernberg/nuernberger-gruene-fordern-badetag-nur-fuer-trans-und-intergender-menschen-art-5023194
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Außerdem führt es eine Gesellschaft nicht zusammen, wenn man Gruppen separiert. Da wäre es ja noch eher andenkbar, eine kleine Umkleidekabine für Menschen mit dem Merkmal 'D' zu errichten. Merkmal 'D' im Ausweis haben aber nicht mal 1000 Menschen in Deutschland. Also wird man das auch nicht vorauseilend in jedem Schwimmbad tun müssen.
Es gibt sicher mehrere Möglichkeiten. Wie komplette Unisexbereiche bei Umkleiden und Duschen. Die es auch heute schon teilweise gibt.
Ich denke es wird auch keiner einen " trans- und intergeschlechtlichen Badetag" für alle Bäder fordern, selbst wenn es vor Ort keinen Bedarf dafür gibt.
Bei entsprechenden Problemen aber sollte man sich halt etwas einfallen lassen.
Und wenn man schon umbaut, allgemein alles auf Einzelkabinen auslegen, Umkleide wie Duschen.


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13.07.2020 um 14:30
@Bone02943
Unisexduschen in Schwimmbädern und Sporthallen? Also nur einer statt zwei Räume? Na das wird ja was...
Für Einzelduschen soll dann jedes Schwimmbad und jede Sporthalle umgebaut werden? Und das nur, weil eine Handvoll Leute vielleicht oder auch nicht diskriminiert werden KÖNNTEN?
Statt eines eigenen Tages, der nur spaltet, statt vereint, sollte man eher alle zusammen schwimmen lassen. Und wem zu viel Leute im Bad sind, empfehle ich morgens zu gehen, da ist meist halbwegs entspannt


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Bündnis 90/Die Grünen

13.07.2020 um 15:12
@abberline

Ja manchmal kann man Dinge einfach und geräuschlos lösen. So haben die allermeisten 70er Jahre Hallenbäder hier im Ruhrgebiet eine sogenannte Lehrerumkleide, weil man es wohl Lehrer und Schülern nicht zumuten wollten, den nackigen Lehrer zu betrachten. Diese Umkleide könnte doch schon mal außerhalb der Schulzeit für transsexuelle Menschen reserviert werden.

Dann brauchen wir dafür keinen Extra Badetag und auch nicht die Einrichtung zusätzlicher Gender Lehrstühle, weil 200 ja bei Weitem nicht genug sind.
In älteren Freibädern sehe ich immer auf der Wiese verteilt kleine Umkleidekabinen, die ohnehin nur für 1 Person gedacht sind.

So finden die Grünen mal wieder Lösungen, zu denen flächendeckend eher gar kein Problem da ist.


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