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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

15.492 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Grüne ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

23.04.2021 um 17:45
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In Japan gabs in den letzten 30 Jahren zwar immer mal wieder deflationäre Phasen, aber das die seit Jahrzehnten mit Deflation lebten, kann man nun auch nich wirklich sagen.
https://www.laenderdaten.info/Asien/Japan/inflationsraten.php
Ist aus meiner Sicht eine beeindruckende Statistik. Das zeigt für mich, das Inflation in Japan nicht existent ist.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Ich liebe das ja seit Jahren dad man diecgiralgeldschopfung missinterpretiert
Er erklärt es aber recht gut. Wo soll bitte der inhaltliche Fehler sein?
Geld entsteht nun mal aus dem Nichts!
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Was ist an der Lufthansabeteiligung so schlecht?
Der Anteil! Genau wie bei der Commerzbank wird der entsprechende Anteil klein gerechnet, damit ja niemand mitreden darf. Das kritisiere ich massiv.


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

23.04.2021 um 22:02
Wir bitten um Verständnis für die Löschung einiger tagesaktueller Beiträge, die letztendlich vermeintliche Monitoraufnahmen von einer angeblich aktuellen Veranstaltung der Grünen thematisierten.

Aus gegebenem Anlass soll hier aber noch ein Thema kurz erwähnt werden, um proaktiv die Sinne und das Bewusstsein dafür zu schärfen.
Zitat von SpitzbergerSpitzberger schrieb:So sehe ich das auch. Und da diese Fotos einfach hier so reingerotzt wurden, frage ich mich ob hier einmal mehr wieder eine boeswillige Unterstellung untergejubelt werden soll.
"Wird schon keiner merken"
Der zitierte Post wird beispielhaft angeführt und verbleibt um auf etwas hinzuweisen: Ein Mindestmaß an Medienkompetenz.

Ein wenig hin und her hätte man sich ersparen können, wenn man wahlweise direkt die (Bild-)Quelle geliefert hätte oder (aufgrund des Verdachts möglicherweise manipulierter Bilder oder unrichtiger Quellen) diese erst einmal überprüft hätte.

Es wird gebeten künftig darauf zu achten und Quellen am besten direkt mitzuliefern wenn kontroverse Debatte absehbar ist oder diese Quellen im Zweifel erst zu validieren ehe man sie mitliefert. So ist es ohnehin im Einklang mit den Forenregeln.
Damit erspart man sich unnötige Nachfragen, Verwaltungs-Eingriffe oder im worst-case je nach Schwere und Problematik auch Verwarnungen.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und weiterhin frohes bzw. eifriges Diskutieren! :)


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24.04.2021 um 12:04
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Ist aus meiner Sicht eine beeindruckende Statistik. Das zeigt für mich, das Inflation in Japan nicht existent ist.
Naja, die Inflationsrate liegt in Japan nach deinem Link bei 1,1%, was schon mehr als nich existent is. Es ging mir auch darum, dass auch in Japan Inflation herrscht und nich Deflation, wenn sie auch recht gering is.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Der Anteil! Genau wie bei der Commerzbank wird der entsprechende Anteil klein gerechnet, damit ja niemand mitreden darf.
Der Bund is immerhin größter Einzelaktionär, von daher sollte man schon annehmen düren, dass die da mitreden dürfen. Wenn nich der größte Aktionär, wer dann?

mfg
kuno


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24.04.2021 um 14:15
@kuno7
Mit einem Anteil von nur 15% hat man noch keine Sperrminorität, d. h., man darf dann den Vorstand mitkontrollieren, selbstverständlich auch konstruktive Vorschläge im Aufsichtsrat machen und mitreden. Aber letztendlich ist der Einfluß begrenzt, denn die sonstigen Anteilseigner sind in der deutlichen Mehrheit. So sehr mitreden will man seitens der Bundesrepublik Deutschland bisher wohl auch gar nicht.


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24.04.2021 um 15:58
Zitat von Gast65565Gast65565 schrieb:Mit einem Anteil von nur 15% hat man noch keine Sperrminorität, d. h., man darf dann den Vorstand mitkontrollieren, selbstverständlich auch konstruktive Vorschläge im Aufsichtsrat machen und mitreden.
Klar, man hat nich das alleinige Sagen, aber eben den größten Einfluss aller Miteigentümer. Zum Vergleich, der Anteil von Niedersachsen an VW is gerade mal 12% und da sagt ja auch keiner, die hätten da nix zu melden, was ja auch dort definitiv nich der Fall is.
Zitat von Gast65565Gast65565 schrieb:So sehr mitreden will man seitens der Bundesrepublik Deutschland bisher wohl auch gar nicht.
Is ja auch ok so, schließlich soll die Commerzbank oder die Lufthansa auch kein Staatsbetrieb werden. Die Lufthansa is aber zumindest
stand heute ein recht gutes Geschäft für den Bund gewesen, deren Anteile sind derzeit etwa das 4-fache dessen wert, was der Bund mal gezahlt hat.

mfg
kuno


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24.04.2021 um 18:37
@kuno7
VW ist eine vollkommen andere Sache, da hatte das Land Niedersachsen inklusive der Stimmrechte für den Bund mal 20% und per VW-Gesetz eine Sperrminorität, die normal erst ab 25% gegeben ist, während alle Anteile oberhalb von 20% nur wie 20% der Stimmrechte gewertet wurden. Heutzutage entsendet das Land Niedersachsen zwar noch einen Vertreter (den Wirtschaftsminister) in den Aufsichtsrat, aber da der Anteil der Porsche Holding und der Qatar Holding größer sind, eine Sperrminorität nicht mehr gegeben ist, ist der Einfluß nicht mehr bedeutsam.

Bei der Commerzbank hat die Bundesrepublik Deutschland zwei Vertreter (Dönges, Czikowski) in den Aufsichtsrat entsandt. Im 19-köpfigen Aufsichtsrat sind zwei Stimmen nun nicht gerade viele.


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25.04.2021 um 07:42
Wenn die Grünen die nächste Kanzlerin stellen, hat eine kleine mediale Elite es geschafft, eine Klientelpartei für den dekadenten Wohlstandsbürger in eine vermeintliche Volkspartei umzuschreiben. Wenn man sich die Begeisterung für Baerbock in den Medienhäusern so anschaut, bekommt man einen leichten Vorgeschmack davon, wie der Wahlkampf ablaufen wird. Letztlich brauchen die Grünen weder Plakate noch sonst irgendeine Wahlwerbung, das übernehmen zum Nulltarif bereits der Spiegel, der Stern, die ÖR und eigentlich alle anderen Gazetten der BRD gleich mit. Eine kleine Auswahl, weil es so schön ist:
Baerbock ist „die Frau für alle Fälle“, „keiner kommt mehr an ihr vorbei“
Quelle: Spiegel
Sie ist ein „Politstar“
Quelle: TAZ
Es spricht „nichts gegen sie“
Quelle: Zeit Online
„Die Überlegene“
Quelle: Zeit
„Sie gehört zu der Sorte Politikerin, der das Gute nur selten gut genug ist“
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Tatsächlich gebe es „nichts, das nicht auf Baerbocks höchstpersönlicher Optimierungsliste landen kann“
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Baerbock sei „mehr Klartext, fast schon der Killer“
Quelle: DF
Baerbock setzt sich „mit der Wucht der Unbedingtheit durch“
Quelle: Süddeutsche Zeitung
„endlich anders“
Quelle: Stern
„eine wie keine“
Quelle: Zeit Online
„Vorbild für die Millionen pandemiemüden Mütter und Väter unserer Zeit“
Quelle: Zeit Online

und zu guter Letzt der Höhepunkt:
,„Und wenn Deutschland noch nicht reif ist für Baerbock?“
Quelle: Tagesspiegel


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25.04.2021 um 07:59
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Wenn die Grünen die nächste Kanzlerin stellen, hat eine kleine mediale Elite es geschafft, eine Klientelpartei für den dekadenten Wohlstandsbürger in eine vermeintliche Volkspartei umzuschreiben.
Mimimi. Heult da jemand herum?

Es gibt keine Volkspartei!
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Letztlich brauchen die Grünen weder Plakate noch sonst irgendeine Wahlwerbung, das übernehmen zum Nulltarif bereits der Spiegel, der Stern, die ÖR und eigentlich alle anderen Gazetten der BRD gleich mit.
1. Den Begriff BRD hört man nur einer Szene
2. Deine Auswahl an Zeitungen betrifft eher das linke Spektrum, also deren Klientel. Verlinke doch mal eher Berichte von der FAZ, RT today oder Tichys Einblick.

Zusatzfrage: Seit wann liest ein CDU- oder FDP-Wähler die taz?


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25.04.2021 um 08:13
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Mimimi. Heult da jemand herum?
Ich stelle fest. Wüsste nicht, wo ich hier rumgeheult habe.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Es gibt keine Volkspartei!
Das ist Blödsinn. Es gibt klassische Klientelparteien (z.B. FDP) und Parteien, die über das eigene Kernklientel hinaus Wähler akquirieren können. Und genau das haben die Grünen unter kräftiger Mithilfe der Medien geschafft. Wie man das jetzt bezeichnet, spielt dabei keine Rolle. Die übliche Bezeichnung ist Volkspartei.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:1. Den Begriff BRD hört man nur einer Szene
Ok, das ist mir neu. In welcher Szene benutzt man denn diesen Begriff? Dieser ominöse Begriff steht auch ganz häufig im Grundgesetz. Gehört das Grundgesetz nun auch zu irgendeiner Szene? Gilt das auch für Deutschland? Oder ist dieser Begriff neuerdings auch indiziert? Man lernt heutzutage wirklich nie aus.
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Deine Auswahl an Zeitungen betrifft eher das linke Spektrum, also deren Klientel. Verlinke doch mal eher Berichte von der FAZ, RT today oder Tichys Einblick.
Bei einer ausgewogenen Verteilung würde ich dir Recht geben, so jedoch nicht.


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25.04.2021 um 08:13
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Wenn die Grünen die nächste Kanzlerin stellen, hat eine kleine mediale Elite es geschafft, eine Klientelpartei für den dekadenten Wohlstandsbürger in eine vermeintliche Volkspartei umzuschreiben.
Die Grünen machen halt viel richtig und haben kreative und progressive Ideen für die Zukunft. Etwas das die konservativen auf erschreckende Art und Weise vermissen lassen.
Ich hoffe sie können den Schwung jetzt mitnehmen bis zur Wahl damit wir den schwarzen Korruptionsmoloch endlich mal wieder loswerden.


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25.04.2021 um 08:31
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Die Grünen machen halt viel richtig
Absolut. Sie sind die einzige Partei, in der die alte Garde zurücktritt und neue unverbrauchte Gesichter ins erste Glied rücken lässt. Zudem haben die Grünen es verstanden die ganze Partei auf Hochglanz zu polieren, zwar häufig etwas seicht, aber perfekt auf ihre Zielgruppe und die Jugend zugeschnitten. Natürlich hat man einen riesigen Medienapparat im Rücken, der einen stützt. Dennoch ist es richtig, dass die Grünen die einzige Partei ist, die mit der Zeit gegangen ist und ein modernes, frisches Auftreten hat. Und die Grünen sind mittlerweile auch prinzipientreu und Rücken keinen Millimeter von ihren Positionen ab. Wohingegen man sich bei der CDU und der SPD mittlerweile fragen muss, wofür die Parteien eigentlich stehen wollen.
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:progressive Ideen für die Zukunft
Das teile ich nicht. Das sind häufig Ideen aus der miefigen Mottenkiste des Sozialismus, in dem der Staat die Macht bei sich konzentriert. Das hat nie funktioniert und auch mit neuem, frischen Anstrich wird auch dieser Versuch wieder scheitern. Aber ja, man hat die alten miefigen, sozialistischen Ideen einer Frischzellenkur verpasst, sodass sie hipp & modern klingen.
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Ich hoffe sie können den Schwung jetzt mitnehmen bis zur Wahl damit wir den schwarzen Korruptionsmoloch endlich mal wieder loswerden.
So traurig das auch sein mag, aber selbst ich befürworte das, da die Vetternwirtschaft in der CDU sowie die ganzen Seilschaften endlich ein Ende haben müssen. Die Partei muss sich komplett neu aufstellen.


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25.04.2021 um 08:36
@MoltoBene
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Das sind häufig Ideen aus der miefigen Mottenkiste des Sozialismus, in dem der Staat die Macht bei sich konzentriert.
Ich lese aus dem Programm was völlig anderes, neoliberal mit bißchen Sozialpolitik als Feigenblatt.


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25.04.2021 um 08:36
Zitat von Gast65565Gast65565 schrieb:Ich lese aus dem Programm was völlig anderes, neoliberal mit bißchen Sozialpolitik als Feigenblatt.
Wo liest du denn da neoliberal?!? :)
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Das teile ich nicht. Das sind häufig Ideen aus der miefigen Mottenkiste des Sozialismus, in dem der Staat die Macht bei sich konzentriert. Das hat nie funktioniert und auch mit neuem, frischen Anstrich wird auch dieser Versuch wieder scheitern. Aber ja, man hat die alten miefigen, sozialistischen Ideen einer Frischzellenkur verpasst, sodass sie hipp & modern klingen.
Sehe ich nicht so. Wenn man gestalten will führt kein Weg dran vorbei das auch umsetzen zu können. Das die Märkte da in den letzten Dekaden gezeigt haben das sie es nicht können ist es nur ein logischer Schritt das Zepter wieder in die Hand zu nehmen. Zumindest in wichtigen Teilbereichen.


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

25.04.2021 um 08:49
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Sehe ich nicht so. Wenn man gestalten will führt kein Weg dran vorbei das auch umsetzen zu können. Das die Märkte da in den letzten Dekaden gezeigt haben das sie es nicht können ist es nur ein logischer Schritt das Zepter wieder in die Hand zu nehmen.
Da haben wir dann unterschiedliche Standpunkte. Die Kritik am freien Markt teile ich auch in Ansätzen, daher befürworte ich die soziale Marktwirtschaft als Garant für Wohlstand und Stabilität. Jedoch frage ich mich bei deinem Absatz, wo du das Scheitern der Märkte siehst, denn überall dort, wo die Märkte federführend waren, hat sich mittel- bis langfristig die Situation der Bevölkerung verbessert.

Überall dort, wo sozialistische Ideen in den letzten Dekaden die Marktwirtschaft reglementiert haben, geht bzw. ging es der Bevölkerung schlechter. Egal ob man die Versuche in Südamerika nimmt, oder auf dem europäischen Kontinent die DDR, die UDSSR, das ehemalige Jugoslawien oder Kuba. Egal welches Land man nimmt, die vermeintlich progressiven Ideen mündeten in einer immer stärkeren Fokussierung des Staates, bis am Ende alle arm waren bis auf die Kader der Partei und einige wenige Profiteure. Ich sehe nicht, wieso das mit den Grünen anders sein sollte. Gerade die Geschichte hat gezeigt, dass es immer so endet, egal zu welcher Zeit, egal in welchem Land. Am Ende verbindet alle Versuche der kollektive Niedergang und die Verarmung der Bevölkerung.


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Grüne für einen normalen Menschen noch wählbar?

25.04.2021 um 09:06
Zitat von Gast65565Gast65565 schrieb:Ich lese aus dem Programm was völlig anderes, neoliberal mit bißchen Sozialpolitik als Feigenblatt.
Ich gebe dir in Teilen Recht. Der Kern der Programmatik klingt für mich wie alter Wein in neuen Schläuchen - mehr Staat, mehr Umverteilung, weniger Freiheit. Jedoch erfreuen sich insbesondere die Eliten der Finanzwirtschaft, wie Lagarde & Co. an den Ideen der Grünen. Also eine gewisse Art des Neoliberalismus oder Turbokapitalismus ist nicht von der Hand zu weisen. Noch nie standen so viele Spitzenvertreter der Wirtschaft und Finanzelite auf einer vermeintlich linken Seite.

Vielleicht lässt sich das am ehesten mit der Verzahnung von Kommunismus und Turbokapitalismus in China erklären. Dieses Modell scheint den westlichen Demokratien wirtschaftlich überlegen zu sein. Und ich habe durchaus das Gefühl, dass man in den Grünen die politische Partei sieht, mit der man am ehesten das chinesische Modell kopieren kann. Und man braucht sich nichts vormachen. Die Billionen an EUR, die in die Rettung des Klimas gesteckt werden - die fließen auch in irgendwelche Taschen, aber bestimmt nicht in die Taschen der Mittelschicht oder Geringverdiener. Also mit den Grünen lässt sich für die oberen 5% wahrscheinlich am meisten Geld verdienen.


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25.04.2021 um 09:08
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Wenn die Grünen die nächste Kanzlerin stellen, hat eine kleine mediale Elite es geschafft, eine Klientelpartei für den dekadenten Wohlstandsbürger in eine vermeintliche Volkspartei umzuschreiben.
gut gesagt :)
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Die Grünen machen halt viel richtig und haben kreative und progressive Ideen für die Zukunft. Etwas das die konservativen auf erschreckende Art und Weise vermissen lassen.
das mag richtig sein, aber wieso die Medien Wahlhelfer spielen und Wahlwerbung betreiben, verstehe ich ganz und gar nicht.
Ist es nicht eigentlich der Auftrag des Jurnalismus, neutral und sachlich zu berichten? Die Beispiele die Moltobene zitiert hatte klingen jedenfalls sehr emotional, subjektiv und euphorisch.
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Ich hoffe sie können den Schwung jetzt mitnehmen bis zur Wahl damit wir den schwarzen Korruptionsmoloch endlich mal wieder loswerden
Und du meinst, wenn eine andere Partei an der Macht ist, wird es dann alles so viel besser, gibts dann nach ein paar Jahren nicht auch wieder Korruption? Ist der Hang zur Vetternwirtschaft an eine "Farbe" gebunden?
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Absolut. Sie sind die einzige Partei, in der die alte Garde zurücktritt und neue unverbrauchte Gesichter ins erste Glied rücken lässt. Zudem haben die Grünen es verstanden die ganze Partei auf Hochglanz zu polieren, zwar häufig etwas seicht, aber perfekt auf ihre Zielgruppe und die Jugend zugeschnitten.
so wirkts auf mich auch. Nur traue ich halt diesem "Frieden" nicht, bzw. dass dies alles echt ist.
Auch die Mimik schon alleine von der Annalena kommt mir teilweise nicht sehr echt, sondern mehr oder weniger aufgesetzt vor.
Das muss natürlich nichts zu sagen haben, aber vertrauensbildend wirks leider nicht auf mich. So einer wie z.B. der Bosbach, der wirkt sehr echt und authentisch auf mich.
Wenn das ein Grüner wäre, dann würde ich auch mit gutem Gefühl für diese Partei stimmen - dem würde ich abnehmen, dass er tatsächlich vor hat, das was er verspricht auch umsetzen zu wollen.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Ich sehe nicht, wieso das mit den Grünen anders sein sollte. Gerade die Geschichte hat gezeigt, dass es immer so endet, egal zu welcher Zeit, egal in welchem Land. Am Ende verbindet alle Versuche der kollektive Niedergang und die Verarmung der Bevölkerung.
naja, "arm" ist aber auch relativ.
Ich hatte damals in der DDR nicht den Eindruck, dass es in Größenordnungen wirklich Arme gab (vereinzelt vielleicht). Die meisten Menschen hatten finanziell ihr Auskommen.
Im Gegenteil, sie bekamen für ihr Geld nur oft nicht groß was zu kaufen, weil ganz einfach teilweise die begehrten Waren knapp waren. Aber sowas zähle ich nicht unter Armut.

Aber wie auch immer, im Grundprinzip sehe ich es schon auch so, dass es auch der Sozialismus nicht gebracht hat.
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:daher befürworte ich die soziale Marktwirtschaft als Garant für Wohlstand und Stabilität.
ich im Grunde auch, nur mit der Einschränkung dass Lebensnotwendige Bereiche (Wasser, Gesundheitswesen) staatlich oder zumindest teil-staatlich bleiben müssten.
Denn gerade im Gesundheitswesen sieht man doch jetzt, was das Gewinnstreben an Sparmaßnahmen bei den Pflegekräften gebracht hatte.


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25.04.2021 um 09:16
@McMurdo
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Wo liest du denn da neoliberal?!?
Hast Du das Wahlprogramm nicht gelesen??? Ich sehe nichts, was am derzeitigen neoliberalen Wirtschaftsmodell rüttelt - lediglich einige Korrekturen bezogen auf Ökologie, Nachhaltigkeit und bißchen Sozialkosmetik.


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25.04.2021 um 09:19
Zitat von MoltoBeneMoltoBene schrieb:Die Kritik am freien Markt teile ich auch in Ansätzen, daher befürworte ich die soziale Marktwirtschaft als Garant für Wohlstand und Stabilität.
Naja, dafür geht die Schere zwischen Arm und Reich hier aber auch immer noch arg weit auseinander und Eun Ende ist grade nicht abzusehen. Ein Zeichen für Stabilität ist das nicht grade.
Und die Finanzkrise und jetzt Corona zeigen das Versagen der Märkte ja mehr als deutlich. Auch da sehe ich weder Wohlstand und Stabilität.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das mag richtig sein, aber wieso die Medien Wahlhelfer spielen und Wahlwerbung betreiben, verstehe ich ganz und gar nicht.
Ist es nicht eigentlich der Auftrag des Jurnalismus, neutral und sachlich zu berichten?
Hab mir jetzt nicht die Artikel angesehen aber auch Journalisten dürfen natürlich ihre Meinung zu bestimmten Personen und Parteien angeben und wenn es dann auch noch ggf. die Stimmung im Land wiedergibt ist es ja sachlich.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und du meinst, wenn eine andere Partei an der Macht ist, wird es dann alles so viel besser, gibts dann nach ein paar Jahren nicht auch wieder Korruption? Ist der Hang zur Vetternwirtschaft an eine "Farbe" gebunden?
Das System der Korruption ist tatsächlich ziemlich einmalig ausgeprägt in der CDU/CSU.


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25.04.2021 um 09:27
Zitat von McMurdoMcMurdo schrieb:Das System der Korruption ist tatsächlich ziemlich einmalig ausgeprägt in der CDU/CSU.
würde ich nicht so sehen.
Wenn ich alleine meine Kommune betrachte, da hat z.B. die SPD ganz schön linke Dinger abgezogen (erfuhr ich privat von Einer, welche in der SPD war und demzufolge einen großen Einblick hatte - deswegen war sie dann auch ausgetreten, weil sie das nicht mehr mit ansehen konnte).
Kann ich leider nicht beweisen, muss ich also als Anekdote deklarieren.
Was die Parteien allgemein betrifft: Wenn hauptsächlich von CDU/CSU Skandale raus kamen, könnte es vielleicht daran liegen, dass sie zu leichtsinnig waren und sich "erwischen" ließen? ;)

Aber was ich mit allem nur sagen will:
Ich denke schon, dass es immer auf die Menschen ankommt und nicht von einer Parteienstruktur abhängt, ob Korruption stattfindet. Und da glaube ich nun nicht, dass es bei den Grünen nur Leute mit "Heiligenscheinen" gibt, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Da kann man nun halt geteilter Meinung sein und das liegt wohl alles im Auge des Betrachters.


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25.04.2021 um 09:35
Zitat von OptimistOptimist schrieb:würde ich nicht so sehen.
Wenn ich alleine meine Kommune betrachte, da hat z.B. die SPD ganz schön linke Dinger abgezogen (erfuhr ich privat von Einer, welche in der SPD war und demzufolge einen großen Einblick hatte - deswegen war sie dann auch ausgetreten, weil sie das nicht mehr mit ansehen konnte).
Kann ich leider nicht beweisen, muss ich also als Anekdote deklarieren.
Kein Problem. Das einzelne immer Bestecchlich und korrupt sind streiten ich ja gar nicht ab. Ist aber dann doch nochmal was anderes wenn so etwas System hat.


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