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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.782 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

12.01.2019 um 10:13
Zitat von KillingTimeKillingTime schrieb:Hä? Was hat Dr. Gauland (keine andere Partei hat mehr Doktortitel, dafür um so mehr Studienabbrecher*innen) mit der Deportation von Juden in Konzentrationslagern durch die Nazis zu tun?
Die Deportation von Juden hat Gauland als Vogelschiss bezeichnet, indem er meiner Meinung nach die 12Jahre in denen der Holocaust stattfand, als Vogelschiss bezeichnete.

Du darfst mich gern berichtigen, @KillingTime


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12.01.2019 um 10:17
Zumindestens zerlegt sich die AfD mal wieder, Poggenburg ist ja ausgetreten und will eine neue Partei gründen.


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12.01.2019 um 10:53
Zitat von KillingTimeKillingTime schrieb:Es tut mir leid, aber solche Seiten lese ich nicht (und ich möchte ich bitten, mir sowas nicht zu unterstellen, nicht mal daran denken, nein, nie). Ich bin intelligent genug, zu beobachten, Primärquellen zu lesen (oder zu hören) und eigene Schlüsse zu ziehen. Die Schlüsse mögen partiell falsch sein (weil mir dann Fakten fehlen).
Also du liest die Berliner Gau-Zeitung von 1931 und bist dort auf ein Zitat gestoßen, um welches sich zufällig ganze geschichtsrevisionistische Kreise im Netz scharen, bist dann zufällig aber auch zum selben Schluss gekommen wie die, weil du....dich nie mit der Person Goebbels oder dem Wahlkampf der NSDAP befasst hast?

Kurios....

Du bist dann aber sicherlich in der Lage, mir die Primärquelle zugänglich zu machen, ich suche nämlich händeringend nach einer eingescannten Version oder zumindest einer Abschrift des gesamten Aufsatzes.
Sekundärqullen, die sich auf dieses Zitat beziehen, gibt es dagegen sehr viele.

Und in "Aufsätze aus der Kampfzeit" ist der Aufsatz nicht enthalten, da die Sammlung ja leider 1930 endet.
Zitat von KillingTimeKillingTime schrieb:Ich weiß es nicht. Hitler schien mir in erster Linie zwar fanatisch, aber nicht besonders intelligent. In seinem rasenden Judenhass entdecke ich keine Äußerungen, durch welche ich darauf schließen kann, dass er lediglich "sozioökonomische Widersprüche auflösen" wollte, wie du das formulierst. Dieser ganze Fanatismus damals, der blanke Hass, sehr erschreckend wenn man das zum ersten Mal beobachtet.
Ich sprach nicht davon, diese Widersprüche aufzulösen sondern sagte Gegenteiliges. Diese Widersprüche wurden eben nicht aufgelöst und das war auch nie Ziel.
Ziel war diese Zustände einer völkischen Identität unterzuordnen und sie zu zementieren. Und das ist relativ unzweifelhaft, egal, wie ich das artikuliere.

Ich habe auch ein Zitat aus dem Angriff für dich dazu:
Hört auf Bürger zu sein! Hört auf, Proletarier zu heißen! Werdet Deutsche!

- Joseph Goebbels, Der Angriff, 26.03.1928
https://ia802306.us.archive.org/21/items/DerAngriff-AufsaetzeAusDerKampfzeit/GoebbelsJoseph-DerAngriff-AufsaetzeAusDerKampfzeit1935345S.ScanFraktur.pdf

S.222

Dort finden sich übrigens zahlose Verweise auf den Sozialismus, die komischerweise niemand irgendwo zitiert, um die Nazis zu "Linken" zu erklären.
Seltsam...
Zitat von satansschuhsatansschuh schrieb:Über was reden wir überhaupt? Was hat Göbbels denn geschrieben?
Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke [...] Nichts ist uns verhasster, als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock

- Joseph Goebbels, Der Angriff, 06.12.1931
Hierzu:

https://www.h-ref.de/organisationen/nsdap/kuehnelt-leddihn-sozialisten.php

Dort wird auch auf das Zitat Bezug genommen.


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12.01.2019 um 11:02
@KillingTime
die Quelle wäre so https://www.afdbundestag.de/wortlaut-der-umstrittenen-passage-der-rede-von-alexander-gauland/
richtig angegeben, aber was soll's.
Außerdem schön, dass es Dich freut, Reden von AfD Politikern wie Gauland platzieren zu können, die Frage wäre, warum ist das so? Weil Du meinst, wenn ich den Wortlaut lese, lese ich keine Relativierung der NS Zeit? Dann hast Du Dich getäuscht.


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12.01.2019 um 11:08
Nochmal zu dem Vogelschiss;
Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die 12 Jahre. Aber, liebe Freunde, Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in unserer über 1000-jährigen Geschichte. Und die großen Gestalten der Vergangenheit von Karl dem Großen über Karl V. bis zu Bismarck sind der Maßstab, an dem wir unser Handeln ausrichten müssen.
https://www.afdbundestag.de/wortlaut-der-umstrittenen-passage-der-rede-von-alexander-gauland/

wenn er jetzt anstelle von Vogelschiss vergleichsweise kurze Zeit - denn das wollte er jawohl mit seiner verunglückten Metapher ausdrücken - gesagt hätte, wäre das dann immer noch verwerflich gewesen? An die AfD-Hater. ;) Also in etwa so:
]Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die 12 Jahre. Aber, liebe Freunde, Hitler und die Nazis bestimmten nur eine sehr kurze Zeit in unserer über 1000-jährigen Geschichte. Die großen Gestalten der Vergangenheit von Karl dem Großen über Karl V. bis zu Bismarck sind der Maßstab, an dem wir unser Handeln ausrichten müssen.



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12.01.2019 um 11:16
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:wenn er jetzt anstelle von Vogelschiss vergleichsweise kurze Zeit - denn das wollte er jawohl mit seiner verunglückten Metapher ausdrücken - gesagt hätte, wäre das dann immer noch verwerflich gewesen? An die AfD-Hater.
Edit: ich kapier's schon; Gauland wollte nicht sagen vergleichsweise kurze Zeit, er wollte durch die Benutzung des Wortes Vogelschiss die Bedeutung der NS-Zeit für die deutsche Geschichte runterspielen, richtig?. Heißt also, die revidierte Version wär ok?


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12.01.2019 um 11:22
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Gauland wollte nicht sagen vergleichsweise kurze Zeit
Hätte es denn das irgendwie besser gemacht?

Ich behaupte Nein!


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12.01.2019 um 11:23
@stereotyp
Naja, nicht ganz. Die großen Gestalten der deutschen Geschichte, die der Maßstab sind, reichen nur bis Bismark. Kein Demokrat dabei. Also ich weiß nicht...


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12.01.2019 um 11:23
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:An die AfD-Hater.
Ist das das neue Wort für Linke? :D


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12.01.2019 um 11:25
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:wenn er jetzt anstelle von Vogelschiss vergleichsweise kurze Zeit - denn das wollte er jawohl mit seiner verunglückten Metapher ausdrücken - gesagt hätte, wäre das dann immer noch verwerflich gewesen? An die AfD-Hater. ;)
Ja, weil es geschichtsrevisionistischer Vollschrott ist und einem bei Gesabbel von 1000 jähriger deutscher Geschichte sowieso zum Speien sein sollte.


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12.01.2019 um 11:29
Zitat von SubcomandanteSubcomandante schrieb:Die großen Gestalten der deutschen Geschichte, die der Maßstab sind, reichen nur bis Bismark. Kein Demokrat dabei. Also ich weiß nicht...
boah. Das ist aber schon ganz schön kreative Kritik, wie ich finde; @Subcomandante Kompliment. Aber jetzt, wo Du es sagst, schon auffällig, dass er weder Adenauer noch Schmidt noch sonstwen nennt. :) Aber das find ich jetzt nicht groß verwerflich. Läßt von mir aus auf eine rechte Gesinnung schließen, Treffer.
Zitat von eckharteckhart schrieb:Gauland wollte nicht sagen vergleichsweise kurze Zeit
Hätte es denn das irgendwie besser gemacht?

Ich behaupte Nein!
versteh ich nicht. Ich dachte eigentlich, das Verwerflichste an seiner Aussage sei:
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Edit: ich kapier's schon; Gauland wollte nicht sagen vergleichsweise kurze Zeit, er wollte durch die Benutzung des Wortes Vogelschiss die Bedeutung der NS-Zeit für die deutsche Geschichte runterspielen
aber dann erklär mir bitte nochmal, was dein Hauptkritikpunkt ist. @eckhart Und diese Schlussfolgerung, könntest Du mir auch gleich nochmal genauer erklären? Das kapier ich ohne Erklärung nämlich gar nicht.
Zitat von eckharteckhart schrieb:Die Deportation von Juden hat Gauland als Vogelschiss bezeichnet, indem er meiner Meinung nach die 12Jahre in denen der Holocaust stattfand, als Vogelschiss bezeichnete.



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12.01.2019 um 11:33
Zitat von FiernaFierna schrieb: Gesabbel von 1000 jähriger deutscher Geschichte sowieso zum Speien
Inwiefern? @Fierna Meinst Du die deutsche Geschichte währt noch keine 1000 Jahre, oder was? Ist über 1000jährige deutsche Geschichte denn jetzt auch schon Nazi-Sprech?


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12.01.2019 um 11:39
Zitat von SubcomandanteSubcomandante schrieb:Naja, nicht ganz. Die großen Gestalten der deutschen Geschichte, die der Maßstab sind, reichen nur bis Bismark. Kein Demokrat dabei. Also ich weiß nicht...
Es ist ja offensichtlich von welcher deutschen identität man spricht, wenn man Karl den Großen bemüht. Wer hat etwas gegen Geknechtete, wenn er zu den Knechtern gehört, denkt man sich an der Basis - vergisst dabei nur zu erwähnen, dass die Habenichtse nichts zu sagen haben.


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12.01.2019 um 11:56
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:aber dann erklär mir bitte nochmal, was dein Hauptkritikpunkt ist. @eckhart Und diese Schlussfolgerung, könntest Du mir auch gleich nochmal genauer erklären? Das kapier ich ohne Erklärung nämlich gar nicht.
Aus Klonovsky kommt die Geringschätzung für die Opfer, der Gauland pflichtbewusst seine Stimme leiht.
Oder schätzt Gauland die Ofer des Nationalsozialismus selber gering? Das weiß ich nicht!
Die AfD nichts weiter als Sprachrohr rechter Verleger und Schriftsteller- steht das auch irgendwo im AfD Programm?


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12.01.2019 um 12:03
Zitat von eckharteckhart schrieb:Aus Klonovsky kommt die Geringschätzung für die Opfer, der Gauland pflichtbewusst seine Stimme leiht.
das Vogelschißzitat gibt diese Einschätzung aber nicht her. @eckhart


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12.01.2019 um 12:14
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Inwiefern? @Fierna Meinst Du die deutsche Geschichte währt noch keine 1000 Jahre, oder was?
Gauland macht hier keineswegs irgendwelche historischen Aussagen sondern beschwört lediglich eine im 19 Jhr erfundene "deutsche Identität", geboren aus einerm Minderwertigkeitskomplex gegenüber Nationen wie Frankreich und England, die in ihrer Überkompensation und kombiniert mit dem später alles dominierenden preußischen, illiberalen und militaristischen Ekeldenken den Boden für den Vernichtungsantisemitismus setzte und im NS kulminierte.
Die Reduktion auf "12 Jahre" ist in sich bereits eine Relativierung und Weigerung sich historischer Kontinuität zu stellen, die vollkommen pauschale Überhöhung von allem außerhalb dieser 12 Jahre revisionistischer Natur und lediglich an geistlosen Nationalismus appelierend.

Diese Aussagen haben üebrhaupt nichts mit Geschichte zu tun, ganz im Gegenteil, und daran ändert auch nicht das fragmenthafte Nennen irgendwelcher "großen Persönlichkeiten" irgendwas, das ebenfalls nur dazu dient die große "Kulturnation" zurückzuholen.
Die Zeit der Ottonen geriet seit dem 19. Jahrhundert in das Zentrum nationaler Geschichtsbilder. Die Historiker suchten im Mittelalter nach den Gründen für die verspätete Nationsbildung. Das Reich Heinrichs I. und Ottos I. galt als der erste eigenständige Staat der Deutschen. Otto habe durch seinen Sieg in der Lechfeldschlacht 955 gegen die Ungarn, der Gewinnung Italiens und 962 durch den Erwerb der Kaiserkrone Deutschland den ersten Platz unter den europäischen Völkern verschafft.[123] Mit der Gründung des Erzbistums in Magdeburg leitete Otto außerdem die Ostbewegung ein. Heinrich und Otto galten für Jahrzehnte im Mittelalterbild der Deutschen als Gründer des Deutschen Reiches. Erst durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte zur Nationsbildung sind solche ehemals als sicher geltende Vorstellungen verloren gegangen. Die moderne Mediävistik sieht heute das Deutsche Reich in einem Prozess entstanden, der im 11. und 12. Jahrhundert noch nicht abgeschlossen war.[124]
[...]
1861 schaltete sich Julius Ficker in den Historikerstreit ein und warf Sybel anachronistische Positionen vor: Eine deutsche Nation habe es zu Ottos Zeit noch nicht gegeben; Schuld am Niedergang trage nicht das Kaisertum, vielmehr Barbarossas maßloses Ausgreifen nach Sizilien.[128] Leopold von Ranke blieb abseits des Streites. Er deutete Ottos Kaisertum eher aus dem Gegensatz von romanischer und germanischer Welt als aus der Italien- oder Ostpolitik, wobei jene durch die Kirche, diese durch den Kaiser aus Sachsen repräsentiert gewesen seien. Die Folge war, dass damals neue Forschungsansätze und Fragestellungen wie etwa Karl Lamprechts Kulturgeschichte keine Beachtung fanden. Der Streit, bei dem sich die Positionen klein- oder großdeutsch, preußisch oder österreichisch, protestantisch oder katholisch abwechselten, erschloss zugleich europäische Perspektiven.

Ernst Dümmler sah 1876 in seiner bis heute ausführlichsten Darstellung von Ottos Regierung einen „jugendkräftigen Aufschwung“, einen „nationalen Zug“ unter diesem Kaiser „durch die Herzen des Volkes“ gehen, „das damals zuerst anfieng, … sich das deutsche zu nennen und deutsch zu fühlen“.[129] Der Historiker-Streit spaltete die Geschichtswissenschaft und prägte noch im frühen 20. Jahrhundert die Urteile der Historiker. Obgleich Heinrich Claß 1926 „freudiger Stolz“ auf Ottos Leistung erfüllte, verurteilte er dennoch seine Italienpolitik als „verhängnisvoll und unglücksschwanger“.[130] 1936 widmete Robert Holtzmann seine Biographie Ottos „dem deutschen Volke“ mit dem Bemerken, dieser habe „der deutschen Geschichte des Mittelalters Weg und Ziel gewiesen, die deutsche Kaiserzeit nicht nur eingeleitet, sondern auf Jahrhunderte hinaus wahrhaft beherrscht“.[131]

Im Nationalsozialismus begann für die Ideologen unter Heinrich I. „die nationale Sammlung der Deutschen“, unter Otto dem Großen „der bewußte Versuch nationaler Aufrichtung und Kultivierung“. Dieser Tenor wurde bald von allen Schulungszentren der Partei bis hin zum „Völkischen Beobachter“ verbreitet.[132] Hingegen wollten Heinrich Himmler und preußisch orientierte Historiker wie etwa Franz Lüdtke oder Alfred Thoss[133] zunächst einzig in Ottos Vater Heinrich I. den Stifter des deutschen Volkes sehen. Das änderte sich mit dem „Anschluss“ Österreichs und dem damit „großdeutsch“ gewordenen Reichsanspruch. Albert Brackmann als der damals einflussreichste und höchstrangige Historiker verfasste auf Einladung Himmlers unmittelbar nach Kriegsbeginn die Schrift „Krisis und Aufbau in Osteuropa. Ein weltgeschichtliches Bild“, die im SS-eigenen Ahnenerbe-Verlag noch 1939 erschien und von der 7000 Exemplare zu Schulungszwecken auch von der Wehrmacht bestellt wurden.[134] Ottos Plan, dem Magdeburger Erzbistum „die ganze Slawenwelt zu unterstellen“, wird darin als „der umfassendste Plan, den je ein deutscher Staatsmann hinsichtlich des Ostens gefasst hat“, dargestellt.[135]

Adolf Hitler schloss sich der Sybelschen Einschätzung mit einer günstigeren Sicht auf Otto an. Er nannte in Mein Kampf drei wesentliche und bleibende Erscheinungen, die aus dem „Blutmeer“ der deutschen Geschichte hervorgegangen seien: Die nach der Lechfeldschlacht erfolgende Eroberung der Ostmark, die Eroberung des Gebietes östlich der Elbe und die Schaffung des brandenburgisch-preußischen Staates.[136] Folglich nannte er „Die militärische Weisung für den Einmarsch in Österreich vom 11. März 1938“ das erste Dokument seiner Tätigkeit als neuer Oberbefehlshaber der Wehrmacht, „Unternehmen Otto“, das mit der Weisung zur Umbenennung Österreichs in „Ostmark“ vom 24. Mai 1938 abgeschlossen wurde. Hitlers neuer Generalstabschef Franz Halder, unbeteiligt am „Unternehmen Otto“, arbeitete 1940 den Feldzug gegen Russland als „Plan Otto“ aus. Zur Vermeidung einer Doppelung wurde daraus das „Unternehmen Barbarossa“.
[...]
Solche Töne der Begeisterung über eine nationale Erfüllung im 10. Jahrhundert einschließlich ihrer europäischen Aufgipfelung sind heute in Fachkreisen so gut wie verstummt.[138] Seit den 1980er Jahren veränderte sich die Perspektive auf Otto I. nachhaltig.
Wikipedia: Otto I. (HRR)#Geschichtsbilder und Forschungsperspektiven


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12.01.2019 um 12:21
@stereotyp
Natürlich gibt es eine Deutsche Geschichte die über 1000 Jahre alt ist, was Höcke meinte, ist gezielte Provokation.


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Wie geht es weiter mit der AfD?

12.01.2019 um 12:23
Zitat von FiernaFierna schrieb:Gauland macht hier keineswegs irgendwelche historischen Aussagen sondern beschwört lediglich eine im 19 Jhr erfundene "deutsche Identität", geboren aus einerm Minderwertigkeitskomplex gegenüber Nationen wie Frankreich und England,
wtf. deutsche Identität is auch nicht mehr?
Ich mein, willst Du bestreiten, dass es eine deutsche Geschichte gibt, die verdammt weit zurückreicht? Vielleicht nicht so gefestigt in Demokratien wie England oder Frankreich, d'accord.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Die Reduktion auf "12 Jahre" ist in sich bereits eine Relativierung und Weigerung sich historischer Kontinuität zu stellen, die vollkommen pauschale Überhöhung von allem außerhalb dieser 12 Jahre revisionistischer Natur und lediglich an geistlosen Nationalismus appelierend.
will man die Nazizeit eingrenzen, bieten sich die 12 Jahre Kanzlerschaft eben an. Das macht doch jeder so. dem Gauland da nen Strick draus drehen zu wollen, versteh ich auch nicht. @Fierna


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12.01.2019 um 12:28
Realo schrieb (Beitrag gelöscht):Die NPD wurde nicht verboten, weil sie zu klein ist.
AfD wird nicht verboten, weil sie zu groß ist (und etliche vom Verfassungsschutz selbst AfD-Wähler bzw. -Sympathisanten sind).
also, wenn die Sache vors BVerfG geht, da habe ich keine Bedenken, dass unsere Verfassungsrichter Skrupel wegen der Größe haben könnten.
Zitat von HayuraHayura schrieb:Natürlich gibt es eine Deutsche Geschichte die über 1000 Jahre alt ist, was Höcke meinte, ist gezielte Provokation.
meinst Du Gauland?@Hayura
Aber, wenn ich @Fierna recht verstehe, dann ist schon allein die Rede von einer tausendjährigen deutschen Geschichte ein Unding, das sich von selbst verbieten sollte. ;)


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