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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.782 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

04.09.2019 um 19:45
@Jebneet: Bürgerliche Partei beschreibt wohl mehr eine Politik und nicht ob die bürgerlichen Schichten, also der Mittelstand eine Partei wählen. Wikipedia: Bürgerliche Partei

Die AFD wird sowohl von Arbeitern als auch von Mittelständlern gewählt. Trotzdem gehört sie aufgrund des rechtsextremen Teils der Partei nicht zum bürgerlichen Spektrum und wird z.B. von der CDU als Koalitionspartner ausgeschlossen.

Auch die NSDAP war als rechtsextreme Partei nicht Teil des bürgerlichen Spektrum und wurde von der konservativen Partei damals "Zentrum" bekämpft.

Natürlich kann die AFD, wenn sie sich von ihrem rechtsextremen Teil trennt und vom Aberglauben verabschiedet in Zukunft ein Koaltitionspartner der CDU werden und damit ins bürgerliche Spektrum rücken. Ähnlich wie in Österreich oder Ungarn kann sie dann mitregieren.


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04.09.2019 um 19:49
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Die vier Parteien kommen zusammen aktuell auf Bundesebene auf über 70%. Warum sollte man ohne Not so etwas machen?
Früher konnte eine Partei in Deutschland alleine regieren. Heute sind die Parteien vielfältiger und deshalb gibt es den Mix, bischen CDU, etwas Grüne, dazu SPD, vielleicht mal die FDP. Deshalb sagt auch die "stärkste Partei" nicht mehr viel aus, weil wenn die auch nur 25% hat, dann hat sie gegenüber den anderen Parteien die zusammen 75% haben kein besonderes Alleinstellungsmerkmal.

Man sieht auch wie klug die 5% Hürde ist, weil sonst hätten wir nicht 6 Parteien im Parlament sondern 20 mit lauter 1% Meinungen die keiner hören will.


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04.09.2019 um 20:10
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Es wäre sicherlich sehr vorteilhaft für euch, wenn ihr sagen könntet, dass es sich gegenseitig ausschließt, dass jemand rechts(radikal) und bürgerlich ist, aber das ist eine offensichtliche Lüge.
Nein. Du bist nur nicht gewillt oder intellektuell nicht in der Lage zu begreifen, was man dir vorlegt.

Hier noch einmal aus dem oben verlinkten Text:
Zitat von LandluftLandluft schrieb:mit (a) lebhafter und zensurfreier Öffentlichkeit, (b) mit zahlreichen streitenden und kooperierenden Gruppen und Organisationen, (c) mit viel bürgerschaftlichem Engagement zwischen Staat und Markt (Vereine, Stiftungen, Nachbarschaftsinitiativen, NGOs, Netzwerke) und (d) mit einer Kultur, in der bürgerliche Werte wie Freiheit, Selbständigkeit, Kritik, Leistungsorientierung, Respekt für Wissenschaft und Kunst sowie Verantwortung für das Gemeinwohl eine gewisse Rolle spielen.
Das sind alles Punkte, die die AfD auf das Schärfste ablehnt - sofern es nicht innerhalb der von ihr vorgegebenen Grenzen geschieht. Insbesondere der Respekt vor der Wissenschaft fehlt völlig, wenn man alleine an den Schwachsinn denkt, mit dem die AfD die menschliche Beteiligung am Klimawandel leugnet, Respekt für die Kunst ist bei der AfD nirgendwo vorhanden, wenn es nicht um Künstler oder Musiker geht, die bereits tot sind und deshalb nicht mehr ihre Stimme gegen die AfD erheben können. Vor allem aber lehnt die AfD die Verantwortung für das Gemeinwohl ab, denn das bezöge sich auf alle Mitglieder der Gesellschaft, unabhängig von Staatsangehörigkeit, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung.
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Schließlich kann niemand leugnen, dass der Nationalsozialismus gerade in der gebildeten und begabten deutschen Bourgeoisie eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Deshalb würde mich ernsthaft interessieren, warum ihr das leugnet, wenn ihr so geschichtsbewusst sind?
Mal abgesehen davon, dass mir die kalte Kotze hochkommt, wenn jemand tatsächlich dreist genug ist, den Nationalsozialismus eine "bemerkenswerte Erfolgsgeschichte" zu nennen, kannst du im oben verlinkten Text nachlesen, dass die Verknüpfung von Bürgertum und bestimmten Berufen überholt ist. Lies doch einfach mal, was man dir verlinkt.

Und ich hoffe wirklich für dich, dass die "Erfolgsgeschichte" gerade nur ein formulierungstechnischer Totalausfall war...


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04.09.2019 um 20:12
Zitat von eckharteckhart schrieb:Jetzt behauptet die AfD sie würde diese "Wende" fortführen?
Welche denn? Die der SED? Offensichtlich!
Die Wende war von DDR zu BRD. Die Wende fortführen wäre dann von BRD zum Deutschen Reich.


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04.09.2019 um 20:17
@eckhart
Zitat von eckharteckhart schrieb:Als Angehöriger einer bürgerlichen Schicht empfinde ich tiefste Hochachtung vor Menschen, die zu jeder Zeit von sich aus wussten, was gut und was schlecht ist!
Wer im AfD-Jargon redet, kann das nicht sein!
Richtig wer im AfD-Jargon spricht kann es nicht sein.

Der Germanist Detering erklärt dies:
Germanist Detering: AfD spricht keine bürgerliche Sprache

Die Sprache von AfD-Politikern entlarvt nach Ansicht des Göttinger Literaturwissenschaftlers Heinrich Detering, dass die Partei nicht zum bürgerlichen Spektrum zählt.

Die Sprache der AfD-Politiker sei durchzogen von Vulgarisierungen und aggressiven Schematisierungen, die auf Ausgrenzung zielen.
Widersprüchlich sieht der Wissenschaftler die „Verachtung der Andersartigen“, die einige AfD-Vertreter offen ausleben.
https://www.rnd.de/wissen/germanist-detering-afd-spricht-keine-burgerliche-sprache-V7JM65AGMFGBFADTAKGBB76ACI.html?fbclid=IwAR2iRPzNUkAsd265bXQjlk6Wj300EcBoA25rzZVE--mm5Zg4Fnj5oHdMYA4

siehe auch hier: https://www.waz-online.de/Nachrichten/Wissen/Germanist-Detering-AfD-spricht-keine-buergerliche-Sprache
@Jebneet


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04.09.2019 um 20:48
Zitat von JebneetJebneet schrieb:Schließlich kann niemand leugnen, dass der Nationalsozialismus gerade in der gebildeten und begabten deutschen Bourgeoisie eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Deshalb würde mich ernsthaft interessieren, warum ihr das leugnet, wenn ihr so geschichtsbewusst sind?
Dafür folgte auf die Erfolgsgeschichte ein enormer Aderlass. FunFact: das 3.Reich war auf SandÜberschuldung gebaut.


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04.09.2019 um 22:55
Was mir Sorgen macht: wenn in 6 Jahren alle Strategien gescheitert sind ignorieren kopieren kritisieren...was kann man dann überhaupt noch machen gegen die AfD auf demokratischem Wege?


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04.09.2019 um 23:02
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Was mir Sorgen macht: wenn in 6 Jahren alle Strategien gescheitert sind ignorieren kopieren kritisieren...was kann man dann überhaupt noch machen gegen die AfD auf demokratischem Wege?
Die Berliner Blase muss platzen. Politik kreist nur noch um sich selbst, und das merken die Leute. Sachthemen werden nicht gesellschaftlich diskutiert, sondern mehr oder weniger direkt beschlossen, die ganzen öffentlichen Diskussionen drehen sich nur noch um Personal, wer mit wem nicht mehr kann, muss x gehen, ist Y noch tragbar, was hat V zu Z gesagt, hat sich W bei Maischberger zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Das Problem ist nicht der Umgang mit der AFD, sondern der Umgang mit dem Wähler.


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04.09.2019 um 23:07
Zitat von peterleepeterlee schrieb:wenn in 6 Jahren alle Strategien gescheitert sind ignorieren kopieren kritisieren...was kann man dann überhaupt noch machen gegen die AfD auf demokratischem Wege?
Es gibt dafür immer noch eine Ultima Ratio. Nennt sich Parteiverbotsverfahren.


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04.09.2019 um 23:20
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:Es gibt dafür immer noch eine Ultima Ratio. Nennt sich Parteiverbotsverfahren.
Das wird den Flächenbrand maximal verzögern.


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04.09.2019 um 23:21
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das wird den Flächenbrand maximal verzögern
Welchen Brand? Meinst du Krieg?


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04.09.2019 um 23:31
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Welchen Brand? Meinst du Krieg?
Nein, den aktuellen Siegeszug der Rechten.

Wenn wir realistisch sind, besteht die Parteiführung der AFD aus einer Reihe von Politrentnern, Verbrechern, überzeugten Rechtsextremisten mit ellenlanger einschlägiger Vita und Karrieristen, die in der freien Wirtschaft mehrfach versagt haben.

Trotzdem wird die Partei mit Werten gewählt, die vor Jahren nur sogenannte Volksparteien für sich beanspruchen konnten und hat mittlerweile auch zehntausende Mitglieder.

Das zeigt, dass im ganzen Land etwas ganz gewaltig aus dem Ruder läuft, und ich denke, dass diese Entwicklung groß genug ist, dass sie durch rein legalistische Schranken nicht mehr zu stoppen ist. Alleine die Durchsetzung eines Parteiverbots (mit anschließender Durchsetzung, d.h. Verfolgung und Verbot von möglichen Nachfolgeorganisationen) geht vermutlich bereits jetzt über die Kräfte des Rechtsstaats - die AFD hat jetzt bereits mehr als 4 mal so viele Mitglieder wie die KPD als sie verboten wurde - die KPD-Verfolgung hat die Justiz noch fast 10 Jahre beschäftigt und zog noch endlos lange Prozesse nach sich.


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04.09.2019 um 23:33
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Verbot von möglichen Nachfolgeorganisationen) geht vermutlich bereits jetzt über die Kräfte des Rechtsstaats - die AFD hat jetzt bereits mehr als 4 mal so viele Mitglieder wie die KPD als sie verboten wurde - die KPD-Verfolgung hat die Justiz noch fast 10 Jahre beschäftigt und zog
Verstehe. Man müsste im Interesse der Demokratie diese Maßnahme anwenden und durchziehen. Im Interesse des Schutzes der Demokratie. Wie 31-33 eben nicht gemacht wurde


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04.09.2019 um 23:35
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Verstehe. Man müsste im Interesse der Demokratie diese Maßnahme anwenden und durchziehen. Im Interesse des Schutzes der Demokratie. Wie 31-33 eben nicht gemacht wurde
Die Frage ist halt, ob man es noch kann. 35.000 Personen langfristig zu überwachen, ob sie irgendwo im Hinterzimmer eine Nachfolgeorganisation anstreben ist schwierig, und Polizei und Behörden pfeifen doch jetzt schon auf dem letzten Loch was die Überwachung der rechten Szene angeht.


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04.09.2019 um 23:37
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die Frage ist halt, ob man es noch kann. 35.000 Personen langfristig zu überwachen, ob sie irgendwo im Hinterzimmer eine Nachfolgeorganisation anstreben ist schwierig, und Polizei und Behörden pfeifen doch jetzt schon auf dem letzten Loch was die Überwachung der rechten Szene angeht.
Man war aber auch auf dem rechten Auge total blind bzw. ist es noch...


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04.09.2019 um 23:39
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Man war aber auch auf dem rechten Auge total blind bzw. ist es noch...
Unbestritten.

Ein Verbot der AFD wäre aber trotzdem ein einmaliger Präzedenzfall in der Geschichte der BRD, mit vielen ungeklärten Fragen. Alleine die Tatsache, dass die AFD im Bundestag und allen Länderparlamenten (außer Bremen) mit Fraktionsstärke vertreten ist, würde enorme Konsequenzen nach sich ziehen müssen. Das sind Fragen, auf die es momentan noch keine Antworten gibt, das müsste sich quasi im Laufe des Verfahrens ergeben.


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05.09.2019 um 04:36
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ein Verbot der AFD wäre aber trotzdem ein einmaliger Präzedenzfall in der Geschichte der BRD, mit vielen ungeklärten Fragen. Alleine die Tatsache, dass die AFD im Bundestag und allen Länderparlamenten (außer Bremen) mit Fraktionsstärke vertreten ist, würde enorme Konsequenzen nach sich ziehen müssen. Das sind Fragen, auf die es momentan noch keine Antworten gibt, das müsste sich quasi im Laufe des Verfahrens ergeben.
Aber wenn das die letzte Möglichkeit ist muss so ein Verfahren eingeleitet werden. Sonst kommt das rechte denken flächendeckend raus die AfD regiert nach her noch was soll dann aus dem liberalen Staat werden?


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05.09.2019 um 05:15
Zitat von peterleepeterlee schrieb:Was mir Sorgen macht: wenn in 6 Jahren alle Strategien gescheitert sind ignorieren kopieren kritisieren...was kann man dann überhaupt noch machen gegen die AfD auf demokratischem Wege?
Sie auf sämtlichen Landes- als auch auf Bundesebene regieren lassen. Am allerbesten mit absoluter Mehrheit und somit allein regierend.

Ist natürlich absurd. Soll nur ein Gedankenspiel sein.

Aber würde dieses Gedankenspiel Realität werden, dann würde es sich mit der AfD von selbst erledigen. Das erhoffe ich mir ja gerade in meinem Gedankenspiel und wäre der beste demokratischste Weg, um sie wieder klein, unbedeutend zu kriegen.
Wählt sie überall an die Macht und lasst sie regieren und klein würden sie wieder werden.

Sprich, würden sie die Verantwortung tragen, regieren, und müssten somit liefern - dann würde entweder erst gar nichts geliefert werden oder falls doch, dann aber auf keinen Fall für die breite Masse, die Mehrheit der Bevölkerung zufriedenstellend.

In wenigen Jahren wäre die AfD dann wieder komplett einstellig und nur noch der harte Rechte Kern und vielleicht der ein oder andere wohlhabende konservative Unternehmer würde sie dann noch wählen.

Also ich bin wirklich der Meinung, wenn die AfD ernsthaft liefern, Politik machen müsste - dann wäre das sogleich auch ihr Untergang, weil das nix werden würde.

Jetzt sind sie nur so stark, so stark geworden, weil sie hervorragend brüllen können und das Brüllen vielen gefällt und der Inhalt des Brüllens auch geglaubt wird.


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05.09.2019 um 06:50
Zitat von tudirnixtudirnix schrieb:s gibt dafür immer noch eine Ultima Ratio. Nennt sich Parteiverbotsverfahren.
Und nicht zuletzt ist es ein solches Demokatieverständnis, welches die Leute in die Arme der Populisten drängt.


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05.09.2019 um 06:56
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Und nicht zuletzt ist es ein solches Demokatieverständnis, welches die Leute in die Arme der Populisten drängt.
Du meinst Leute, die die AfD scheiße finden, fangen an sie zu wählen, wenn jemand von einem Parteiverbotsverfahren spricht?

Das klingt mir wie eine Entschuldigung für Rassisten und Idioten, die AfD zu wählen.


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