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Wie geht es weiter mit der AfD?

70.754 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Wahlen, Partei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wie geht es weiter mit der AfD?

Wie geht es weiter mit der AfD?

08.02.2021 um 11:23
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen
Wikipedia: Rassismus
Keine Ahnung woher du dies gekopiepastet hast aber Rassismus bezieht sich auf Rasse, wie es der Name schon sagt. Eigentlich traurig, dass man das erklären muss.

Laut deiner Definition wäre dein gehate über Rechte ebenfalls rassistisch!

Es gibt sehr wohl sachliche Gründe den Bau von Minaretten zu verbieten. Ich habe dir bereits ein paar wenige aus einer Fülle von Gründen genannt.

So wie du über andere Menschen sprichts, solltest du der letzte sein der sich moralisch über andere erhebt. Soviel pauschalisierenden Hass den du in den Äther bläst findet man wohl nur auf tatsächlichen Naziforen oder eben unter Islamisten.


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08.02.2021 um 11:27
Zitat von drachimdrachim schrieb:Keine Ahnung woher du dies gekopiepastet hast aber Rassismus bezieht sich auf Rasse, wie es der Name schon sagt. Eigentlich traurig, dass man das erklären muss.
Tja, da hast du erfolgreich einige Jahrzehnte verschlafen.
Oder es geschafft dir den Mist einzureden.
Ist unterm Strich völlig egal.
Mach einfach so weiter, sonst gerät noch dein Weltbild in Gefahr. :D

Quelle hatte ich übrigens angegeben Wikipedia: Rassismus , aber den Artikel zu lesen hätte dich 10 min gekostet und am Ende noch etwas klüger gemacht.
Das hast du anscheinend erfolgreich verhindern können. :Y:


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08.02.2021 um 11:30
@Zyklotrop
hahaha ok, Wikipedia.

Naja, dann sollte man einen anderen Begriff erfinden. Da bei dieser Definition des Begriffs Rassismus, Rasse keine Rolle spielt. Macht nicht sehr viel Sinn oder?
Darüber nachzudenken hätte dich bestimmt zuviel Zeit gekostet und hätte dein Weltbild zerstört, nicht wahr;)


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08.02.2021 um 11:32
@Zyklotrop
Aber mal angenommen diese Definition würde Rassismus perfekt beschreiben. Warum bist du mit deinen Aussagen über Rechte kein Rassist? Würde mich echt wundernehmen wie weit deine Selbstreflexion reicht:)


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08.02.2021 um 11:33
Zitat von drachimdrachim schrieb:Es gibt sehr wohl sachliche Gründe den Bau von Minaretten zu verbieten. Ich habe dir bereits ein paar wenige aus einer Fülle von Gründen genannt.
Ehrlich gesagt sehe ich keine, außer man würde "den Islam" generalisieren, und im Hinterkopf viel mehr einen "radikalen Islamismus" meinen, der hier tatsächlich unerwünscht ist. Dass man diese beiden Phänomene aber sehr gut unterscheiden kann, ist ja nun auch nichts Neues, also werden mit dieser Erkenntnis die sachlichen Gründe schon recht dünn, denke ich.


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08.02.2021 um 11:34
Zitat von drachimdrachim schrieb:Warum bist du mit deinen Aussagen über Rechte kein Rassist? Würde mich echt wundernehmen wie weit deine Selbstreflexion reicht
Hättest du den Artikel gelesen und verstanden, dann müsstest du die Frage nicht mehr stellen.^^


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08.02.2021 um 11:35
Zitat von drachimdrachim schrieb:Warum bist du mit deinen Aussagen über Rechte kein Rassist?
Die Rechten sind keine Ethnie. Rassismus gründet auf einem Fehlglauben darüber, dass verschiedenen Ethnien bestimmte Eigenschaften (außer den körperlichen Merkmalen) zugeschrieben werden können. Das kann man aber nicht. Alle Menschen sind unterschiedlich, auch innerhalb der ethnischen Gruppen.


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08.02.2021 um 11:40
@weißichnixvon
Die Trennung zwischen Islam und Islamismus ist fliessend. Ich kann nur empfehlen den Koran zu lesen und sich dann die islamische Welt anzuschauen. Die Geschichte lehrt uns dass liberale Länder ganz schnell zu islamistischen Hochburgen wandeln können.

Minarette sind keine religiöse Pflicht um seinen Glauben auszuüben. Darüber hinaus sind eben solche Minarette Symbole des politischen Islams. Ein Islam der in alle Bereiche des Lebens eingreift und teils rechtswidriges Verhalten befürwortet oder begünstigt.

Eine solche Symbolik möchten die Menschen in einem freien und demokratischen Land nicht. Man hat abgestimmt und das Resultat wurde akzeptiert. Wie es sich für eine Demokratie gehört.


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08.02.2021 um 11:43
@weißichnixvon
Seine Definition beinhaltet weder Rasse, Population noch Ethnie. Das war meine Kritik an dieser Definition und darum auch mein Vergleich mit seinem Hass gegen Rechte.

Deine Antwort kann sich also nicht darauf beziehen.

Deine Definition von Rassismus macht da schon sehr viel mehr Sinn.


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08.02.2021 um 11:49
Zitat von drachimdrachim schrieb:Die Trennung zwischen Islam und Islamismus ist fliessend. Ich kann nur empfehlen den Koran zu lesen und sich dann die islamische Welt anzuschauen. Die Geschichte lehrt uns dass liberale Länder ganz schnell zu islamistischen Hochburgen wandeln können.
Selbst wenn das so wäre, müsste man immer noch zwischen einfachen Gläubigen und irgendwelchen Gefährdern unterscheiden. Die Geschichte und die Umstände in anderen Ländern lassen sich auch nicht so einfach auf unsere Situation übertragen.

Die Geschichte lehrt uns zB auch, dass gerade der Islam eine der ersten Kulturen in Europa war, die eine vergleichsweise liberale Gesellschaft formen konnte, also ist auch das kein wirklich tragfähiges Argument.


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08.02.2021 um 11:59
@weißichnixvon
Damit kannst du nur Andalusien meinen und das hatte vielseitige Gründe und Friede, Freude Eierkuchen war das auch nicht.
Hier ein kleiner Auszug
Die theoretischen Grundregeln für das Zusammenleben waren durch das
Gottesgesetz gegeben: Juden und Christen waren als Angehörige einer Religion
des Buches berechtigt, ihre Religion weiter auszuüben und ein normales
Zivilleben zu führen. Allerdings mussten sie eine Kopfsteuer entrichten (was
auch dazu beigetragen haben mag, den Bekehrungseifer zu zügeln) und
gewisse Vorschriften, die die Überlegenheit des Islam gewährleisten sollten,
beachten: kein Neubau von Kirchen und Synagogen, kein Glockengeläut, kein
Militärdienst, keine Pferde als Reittiere, keine allzu prächtigen Gewänder, keine
Regierungsposten, keine Heirat muslimischer Frauen (weil diese dadurch den
Ungläubigen untertan geworden wären; umgekehrt folglich möglich), keine
Bekehrungsversuche zum Christentum. Diese waren bei Todesstrafe verboten.
Andererseits durfte ein muslimischer Herr seinen christlichen Sklaven nicht am
Besuch des Gottesdienstes hindern.
Quelle: Thomas Breuer

Diesem "relativ" friedlichen Machterhalt steht eine jahrhundertealte, grausame Islamisierung christlicher Städten von Saudi Arabien bis nach Europa.


Richtig, man muss unterscheiden. Nur ist dies teilweise unmöglich. Daher hat man das Symbol des politischen Islams (Minarette) verboten.


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08.02.2021 um 12:09
Zitat von drachimdrachim schrieb:Diesem "relativ" friedlichen Machterhalt steht eine jahrhundertealte, grausame Islamisierung christlicher Städten von Saudi Arabien bis nach Europa.
Und davor gab es eine Jahrtausende alte Kulturfede zwischen den Europäern (Griechen, Römer, Byzanz) und den dort lebenden zB semitischen Völkern, zu denen auch die Araber gehören, wobei diese ständig das Nachsehen hatten .. bis zur islamischen Expansion, die das etwas ausgeglichen hatte. So eindimensional ist Geschichte nun auch nicht, und alles hat seine Ursachen und Wirkungen.

Das nur am Rande.

Wenn die AfD hier ständig versucht irgendeine Islamisierung zu propagieren, muss man sich schon mal fragen, auf welchen konkreten Gegebenheiten das alles fußt, und ob das überhaupt viel Substanz hat. Die "paar radikale Islamisten", die auch mit aller Härte des Gesetzes verfolgt werden, sind noch lange keine Islamisierung. Die vielen Millionen friedlichen Moslems in Europa erst recht nicht.


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08.02.2021 um 12:17
@weißichnixvon
Es geht nicht um irgendwelche Feden sondern um eine Ideologie die Andersgläubige und Andersartige als Menschen zweiter Klasse behandeln und das heute noch.

Eine Islamisierung beschreibt den Zustand, dass der Islam immer mehr Teil des alltäglichen Lebens wird und dieses auch zu seinen Gunsten beeinflusst.
Ist der Islam die letzten 20 Jahren präsenter geworden? Ja.


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08.02.2021 um 12:25
Zitat von drachimdrachim schrieb:Naja, dann sollte man einen anderen Begriff erfinden. Da bei dieser Definition des Begriffs Rassismus, Rasse keine Rolle spielt. Macht nicht sehr viel Sinn oder?
Iss klar.
Deine Weigerung mal kurz zu lesen und sich weiter zu bilden lässt natürlich mich und nicht dich schlecht aussehen.
Muss man wissen. :D
Für dich noch mal im Zusammenhang, mancher muss ja zum Jagen getragen werden.
Die in der Rassismusforschung aktuell akzeptierte Definition stammt von dem französischen Soziologen Albert Memmi:

„Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen“

– Memmi, S. 103 u. 164[42][45][46][47]
Diese Definition ist nicht auf rassenbiologisch begründete Rassismen beschränkt, so stützt sich die „rassistische Anklage bald auf einen biologischen und bald auf einen kulturellen Unterschied. Einmal geht sie von der Biologie, dann wieder von der Kultur aus, um daran anschließend allgemeine Rückschlüsse auf die Gesamtheit der Persönlichkeit, des Lebens und der Gruppe des Beschuldigten zu ziehen.“ (Memmi, S. 165 f.).[42][48]

Sie enthält drei Elemente, die Memmi für wesentlich erachtet und denen auch in der aktuellen Rassismusforschung zentrale Bedeutung zukommt.[49] Memmi betont, dass keines dieser Elemente für sich allein schon den Rassismus ausmache, dieser entstehe erst durch die Verknüpfung (Memmi, S. 44).
Wikipedia: Rassismus

Aber klar, die Definition, die von Leuten akzeptiert wird die sich mit Rassismus und seiner Erforschung wissenschaftlich bechäftigen, ist natürlich doof.
Weil sie nicht mit der der AFD oder der ihrer Fangirls und -boys übereinstimmt.
Muss man wissen. :Y:


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08.02.2021 um 13:29
@Zyklotrop
Du hast diese irreführende Definition ins Spiel gebracht. Dann ist es wohl auch nicht zuviel verlangt, dass du deine Quellen auch richtig und komplett widergibst.

Hab ich es richtig verstanden, diese Definition stammt von einem einzigen Soziologen? Du tust hier so als ob dies die ultima ratio wäre.
Auch dein Autoritätsargument macht dies nicht glaubwürdiger.

Nun Gut. Nehmen wir diese Definition spasseshalber für voll. Selbst nach dieser wäre es nicht rassistisch den Islam zu kritisieren oder gar zu beleidigen. Da der Islam weder Kultur noch Rasse ist. Selbst wenn man "Kultur" gelten lassen würde, wäre es immer noch kein Rassismus da:
Zitat von ZyklotropZyklotrop schrieb:dass keines dieser Elemente für sich allein schon den Rassismus ausmache, dieser entstehe erst durch die Verknüpfung
Und wenn ich mir das so durchlese wäre eine dunkle Hautfarbe auf Grund derer eine Beleidigung fusst, nicht rassistisch da das kulturelle Element fehlt. Oder wie muss man das verstehen?

Zudem wäre dann positiver Rassismus inexistent, da er nicht zum Vorteil des Anklägers oder zum Nachteil des Opfers gereicht.

Hört sich für mich nach unausgegorenem Schwachsinn an aber ich bitte darum mich zu belehren.


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08.02.2021 um 13:36
Zitat von drachimdrachim schrieb:Du hast diese irreführende Definition ins Spiel gebracht. Dann ist es wohl auch nicht zuviel verlangt, dass du deine Quellen auch richtig und komplett widergibst.
Ich hatte den zugehörigen Artikel verlinkt. Das reicht.
Zitat von drachimdrachim schrieb:Hab ich es richtig verstanden, diese Definition stammt von einem einzigen Soziologen?
Ja, ist wie mit Einstein. Der Hat seine RT auch alleine ausgebrütet.
Darum gehts aber nicht, denn mittlerweile wird die RT und auch die Definition Memmis von den anerkannten Fachleuten geteilt.
Das hatte ich auch verlinkt, dick unterlegt und unterstrichen. Mehr kann man da nicht machen.
Wenn dir das nicht reicht, dann ist es halt so.
Zitat von drachimdrachim schrieb:Nun Gut. Nehmen wir diese Definition spasseshalber für voll
Ich bin sicher Memmi freut sich einen Ast wenn er das liest.^^
Zitat von drachimdrachim schrieb:Und wenn ich mir das so durchlese wäre eine dunkle Hautfarbe auf Grund derer eine Beleidigung fusst, nicht rassistisch da das kulturelle Element fehlt. Oder wie muss man das verstehen?
Sei mir nicht böse, aber ich habe hier keinen Lehrauftrag. Wenn Wikipedia dir zu kompliziert ist und dich das Thema interessiert, dann wirst du bestimmt auch Seiten finden die es noch einfacher aufbereiten.
Viel Glück dabei.


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08.02.2021 um 13:43
@Zyklotrop
Ne komm, das würde mich interessieren. Es wäre also nicht rassistisch wenn ich einem Schwarzen sagen würde, dass ich seine Hautfarbe scheisse finde, weil in dieser Aussage das kulturelle Element fehlt?

Ehm ja Quantenphysik mit Soziologie zu vergleichen aber andere herablassend behandeln, ganz mein Humor.


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08.02.2021 um 20:06
@drachim
Zitat von drachimdrachim schrieb:Ne komm, das würde mich interessieren. Es wäre also nicht rassistisch wenn ich einem Schwarzen sagen würde, dass ich seine Hautfarbe scheisse finde, weil in dieser Aussage das kulturelle Element fehlt?
Warum muss man dir alles vorkauen?
Lies doch erstmal die Quellen durch, die dir verlinkt wurden, bevor du weiterhin so saublöde Fragen stellst!
Wikipedia: Rassismus#Rassismusdefinition nach Albert Memmi
Sie enthält drei Elemente, die Memmi für wesentlich erachtet und denen auch in der aktuellen Rassismusforschung zentrale Bedeutung zukommt.[49] Memmi betont, dass keines dieser Elemente für sich allein schon den Rassismus ausmache, dieser entstehe erst durch die Verknüpfung (Memmi, S. 44).

Differenz
Die Grundlage des Rassismus besteht in der nachdrücklichen (Über-)Betonung oder Konstruktion tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zwischen Rassist und Opfer. „Der Unterschied ist der Angelpunkt rassistischer Denk und Handlungsweise“ (Memmi, S. 48).[42] Memmi weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei um einen «allgemeinen Mechanismus» handelt, er „[Der Rassismus] beschränkt sich weder auf die Biologie noch auf die Ökonomie, die Psychologie oder die Metaphysik; er ist eine vielseitig verwendbare Beschuldigung, die von allem Gebrauch macht, was sich anbietet, selbst von dem, was gar nicht greifbar ist, weil sie es je nach Bedarf erfindet“ (Memmi, S. 83).[42] „Die Rassisten verabscheuen die Araber jetzt nicht mehr wegen ihrer sonnenverbrannten Haut oder ihrer levantinischen Gesichtszüge, sondern weil sie – «machen wir uns doch nichts vor» – einer lächerlichen Religion anhängen, ihre Frauen schlecht behandeln, grausam oder einfach rückständig sind“ (Memmi, S. 101).[42] Die Benutzung des Unterschiedes sei zwar für die rassistische Argumentation unentbehrlich, „aber es ist nicht der Unterschied, der stets den Rassismus nach sich zieht, es ist vielmehr der Rassismus, der sich den Unterschied zunutze macht“. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Unterschied real sei oder reine Fiktion, für sich allein wichtig oder unbedeutend. „Wenn es keinen Unterschied gibt, dann wird er vom Rassisten erfunden; gibt es ihn hingegen, dann wird er von ihm zu seinem Vorteil interpretiert“ (Memmi, S. 167).[42]

Wertung
Das bloße Aufzeigen einer Verschiedenheit zwischen zwei Individuen oder Gruppen stellt, so Memmi, für sich allein genommen noch keinen Rassismus dar. „Der Rassismus liegt nicht in der Feststellung eines Unterschieds, sondern in dessen Verwendung gegen einen anderen“ (Memmi, S. 214).[42] „Der Rassismus ist die Wertung […]“, er beginnt dort, wo der Unterschied eine Interpretation[50] erfährt und ihm eine (zusätzliche) Bedeutung beigemessen wird, in der Art, dass sie (ab)wertend wirkt und Nachteile für den Bewerteten nach sich zieht.[51] „Erst im Kontext des Rassismus nimmt diese Betonung des Unterschieds eine besondere Bedeutung an […]“ (Memmi, S. 166).[42] Die Hervorhebung von tatsächlichen oder eingebildeten Unterschieden ist für Memmi lediglich ein „bequemes Werkzeug für etwas ganz anderes, nämlich die Infragestellung des Opfers“, woraus sich als Konsequenz ergibt, dass die Merkmale des anderen stets negative sind, sie bezeichnen etwas Schlechtes, während die Merkmale des Rassisten gut sind. „Der Rassist ist liebenswert, weil sein Opfer verabscheuungswürdig ist. Die Welt des Rassisten ist die des Guten, die Welt seines Opfers die des Bösen“ (Memmi, S. 98–99).[42]

Verallgemeinerung
Verallgemeinerung wird von Memmi in zweifacher Hinsicht aufgefasst. Sie drückt sich zum einen als „Entindividualisierung“ oder „Entpersönlichung“, die gleichsam mit einer „Entmenschlichung“ einhergeht, zum anderen als „Verabsolutierung“ oder „Verewiglichung“ aus; er spricht in diesem Sinne von einer „doppelten Verallgemeinerung“. „Die Beschuldigung richtet sich fast immer zumindest implizit gegen fast alle Mitglieder der Gruppe, so daß jedes andere Mitglied derselben Beschuldigung ausgesetzt ist, und sie ist zeitlich unbegrenzt, so daß kein denkbares Ereignis in der Zukunft dem Prozeß jemals ein Ende machen kann“ (Memmi, S. 114).[42] Das Individuum wird nicht mehr für sich betrachtet, sondern als Mitglied einer Gruppe, deren Eigenschaften es zwangsläufig, a priori besitzt, es wird entindividualisiert. „Zugleich verdient die gesamte Fremdgruppe, der das Stigma des Schädlichen und Aggressiven anhaftet, daß man sie angreift; umgekehrt verdient jeder Angehörige der Fremdgruppe a priori die Sanktion […]“ (Memmi, S. 116).[42] Mit dem Verlust der Individualität geht der Verlust der persönlichen und menschlichen Rechte und Würde einher. Der Mensch wird nicht in differenzierender Weise beschrieben; „er hat nur das Recht darauf, in einem anonymen Kollektiv zu ertrinken“ (vgl. Memmi, S. 183–186).[42] Jeder wirkliche oder erfundene Mangel des Einzelnen wird auf die ganze pseudoverwandtschaftliche Gruppe ausgedehnt, und gleichzeitig wird der Einzelne aufgrund eines kollektiven Makels verurteilt. „Individuelles und kollektives Merkmal stehen in einer Art dialektischem Verhältnis zueinander“ (vgl. Memmi, S. 170 f.).[42]

Die andere Form der Verallgemeinerung ist die zeitliche Unbegrenztheit der Beschuldigungen. „Der Rassist möchte in dem Stempel, den er dem Gesicht seines Opfers aufdrückt, dessen endgültige Züge sehen. Nicht nur, daß das Opfer einer Gruppe angehört, deren Mitglieder alle diese Makel tragen, sie tun es außerdem für immer. Damit hat alles seine Ordnung für die Ewigkeit. Ein für allemal sind die Bösen böse und die Guten gut […]“ (Memmi, S. 117 f.).[42]



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09.02.2021 um 10:11
@JohnDifool
Meine Fragen orientieren sich an dem was gepostet wurde. Selbstverständlich klicke ich nicht jeden link an und lese mich da durch. Dafür ist mir meine Zeit zu schaden.

Aber danke für deine Mühe den Text zu kopieren.
Zu Memmings Definition, man kann alles da rein interpretieren. Mal ist Islamkritik rassistisch mal nicht, je nach Gusto des Lesers.
Eine Definition von Rassismus, in der Religionskritik oder von mir auch auch bashing als Rassismus deklariert werden kann, entbehrt jeder Logik und sollte verworfen werden. Da es den Begriff "Rassismus" ad absurdum führt oder wie du es ausdrücken würdest, Saudumm ist.


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09.02.2021 um 10:42
@drachim
Der AfD droht mittlerweile die Einstufung der Partei als rechtsextrem und die bundesweite Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Ich verstehe deine Kritiken teilweise, aber wer hat das Ganze zu verantworten wenn nicht die AfD selbst?

Da kommen unsere Rechtspopulisten (FPÖ) doch viel besser weg als die AfD.


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