Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September erschüttern Vorwürfe der Vetternwirtschaft die selbst ernannte Rechtsstaatspartei. Nach Recherchen von ZDF Frontal sind mehrere Familienangehörige von Abgeordneten der AfD in den Büros ihrer Parteikollegen angestellt.
So arbeitet der Vater des AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund im Büro des Bundestagsabgeordneten Thomas Korell und erhält dafür monatlich 7.725 Euro. Auch die Eltern des Landtagsabgeordneten Matthias Büttner sind für das Büro Korell tätig.* Beide erhalten monatlich je 556 Euro, ausgezahlt vom Deutschen Bundestag.
"Dass ausgerechnet der Vater des Spitzenkandidaten und Fraktionschefs von Sachsen-Anhalt mit 7.725 Euro pro Monat so üppig vergütet wird, riecht nach Vetternwirtschaft und unzulässiger Bereicherung."
Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten
Laut dem Mitarbeiter sind das keine Einzelfälle: "Es hat sich eine Selbstbedienungsmentalität breitgemacht, indem Steuergeld gegenseitig für Familienangehörige eingesackt wird – widerlich."
Auch ein anderer AfD-Insider, der mit den Fällen vertraut ist, spricht von einer Praxis mit System.
Die AfD ist damit angetreten, die "Selbstbedienung der Parteien" zu beenden – gemeint waren damit offenbar die anderen?
Quelle:
https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/afd-sachsen-anhalt-vetternwirtschaft-vorwurf-familienangehoerige-angestellt-100.htmlDer letzte Satz trifft es mal wieder gut. Egal was die AfD so behauptet, es passiert oft das Gegenteil davon.