eckhart schrieb:Zwischen AfD und Höcke sehe ich keinen Unterschied!
BH und sein Landesverband bzw. "der Osten" stellt mMn die Weichen, Kritik hat zur Folge, das man nicht wiedergewählt wird!
SpoilerUnd allen Beteuerungen zum Trotz ist die NSAFDAP längst eine Partei, in der es mindestens nicht weniger um Posten und Geld geht als beim kritisierten "Altparteienkartell" Die TAZ schrieb dazu 2020:
Björn Höcke hat im vergangenen Jahr ziemliches Tamtam gemacht. „Ich werde mich mit großer Leidenschaft der Neuwahl des Bundesvorstands hingeben“, kündigte der Thüringer AfD-Landeschef und Anführer des „Flügels“ im vergangenen Juli vor AnhängerInnen an. Die Parteispitze werde in der aktuellen Zusammensetzung nicht wiedergewählt. Plant die extrem rechte Parteiströmung bei den Vorstandswahlen einen Durchmarsch? Greift Höcke gar selbst zur Macht in der AfD?
Es waren Fragen wie diese, die daraufhin debattiert wurden – und verstärkt nach den drei Landtagswahlen in Ostdeutschland, bei denen die AfD mit „Flügel“-Männern an der Spitze erfolgreich war. Auch das würde wohl den Einfluss des „Flügels“ in der Partei weiter stärken.
Nach dem Parteitag, auf dem die AfD Anfang Dezember ihre Bundesspitze neu gewählt hat, muss man sagen: Diese Fragen waren falsch gestellt. Vergesst den Flügel! Viel wichtiger ist, dass der Rest der Partei offenbar seinen Frieden mit der extrem rechten Strömung gemacht hat. Die Mehrheit derer, die sich innerhalb der Alternative für Deutschland für gemäßigt halten, hat den Widerstand gegen Höcke, Kalbitz & Co aufgegeben. Sie hat den Flügel samt seiner extremsten Vertreter als integralen Bestandteil der Partei akzeptiert.
Abgestrafte Kritiker
Dies wird besonders beim Blick auf gescheiterte Kandidaturen deutlich: Georg Pazderski, Berliner Landeschef und bislang stellvertretender Bundesvorsitzender, flog aus dem Vorstand. Uwe Junge, Fraktionschef in Rheinland-Pfalz, bekam keine Mehrheit. Kay Gottschalk, Bundestagsabgeordneter aus Nordrhein-Westfalen und wie Pazderski bislang Vizechef der Partei, schaffte es nicht wieder in das Spitzengremium.
Alle drei hatten sich nicht nur in der Vergangenheit immer wieder gegen Höcke positioniert, sondern auch zuletzt maßgeblich an dem „Appell der Hundert“ mitgewirkt, der den Personenkult um Höcke und dessen Angriff auf den Bundesvorstand öffentlich kritisierte.
Verordnete Harmonie
Eine Stilkritik, mehr war das nicht. Der „Appell“ hatte es nicht einmal gewagt, Höcke, den man inzwischen mit richterlichem Segen einen „Faschisten“ nennen darf, inhaltlich anzugehen. Doch das reichte. Wer den Ruf hat, die selbst verordnete Harmonie wohl möglich zu stören, wurde auf dem Parteitag abgestraft. Die AfD-Spitze nennt das Professionalisierung. Man kann es aber auch anders nennen: Die angeblich Gemäßigten machen sich selbst zum Feigenblatt.
Quelle TAZ.deIch glaube das Höcke weiß, das er in der Landespolitik, iVm seinem Einfluß auf die Bundespartei besser aufgehoben ist. Im Bund wäre er wohl für viele tatsächlich ein Kriterium um die NSAFDAP nicht zu wählen. In Thüringen ist er aber soweit ab vom Schuß, das er nicht zu sehr auffällt. Für den Bundeswähler quasi "aus den Augen, aus dem Sinn".
Dennoch hat er auch heute noch, nach der "Auflösung" des "Flügels" genug Einfluß um im Bund intervenieren zu können.
martenot schrieb:Was mich unter anderem nervt: dass mich ausgerechnet eine Partei, die auf Heimatliebe pocht, aus meiner Heimat vertreiben würde, da ich im Fall einer Regierungsübernehme hier meine Sachen packen müsste.
Dich nervt das aber für die NSAFDAP ist das nicht deine Heimat und du bist kein Deutscher! Denn dieser unterliegt einer Definition die nichts beinhaltet, was auch nur im Ansatz dagegen spricht! Toleranz ist dort ein Schlagwort ohne wirklichen Inhalt!
Dasdeeeeniz schrieb:Ganz so krass würde ich es nicht erwarten. Aber ich gehe davon aus, wenn die AfD Regierungsverantwortung übernehmen würde, dass sie alles daran setzen werden, LGBTQ unsichtbar zu machen, eventuell unsere gewonnen Rechte beschneiden würden (Ehe für alle beispielsweise) und sich Hatespeech und Diskriminierung weiter "normalisieren" würde.
Würde/tue ich aber. Was du ansprichst ist die politische Seite. Daraus macht der kleine, ungebildete, missverstandene und ungeoutete Nazischläger mit Baseballschläger als Phallusersatz ganz schnell mal die praktische Umsetzung. Und nach dem "Warum" gefragt wird er sich darauf hinausreden, daß du eben nicht der Definition eines echten, aufrechten Thoitschen entsprichst - womit wir dann wieder bei der NSAFDAP wären!
eckhart schrieb:
martenot schrieb:Generell stelle ich mir ein AfD-Deutschland ungefähr wie eine Mischung aus Putins Russland und Trumps Amerika vor, mit einer chaotisch-aggressiv-inkompetenten Regierungsmannschaft, bei gleichzeitiger Unterdrückung oppositioneller Parteien und Strömungen sowie erschwerter Meinungsäußerung, wenn man nicht mit der Regierungsmeinung übereinstimmt.
So in etwa hat Chrupalla bei Mioska seinen Plan für Deutschland durchblicken lassen.
Was ich daran immer wieder faszinierend finde ist die Tatsache, das man sich nicht nur an den "Vorbildern" orientiert, man will sich zumindest dem Einen, namentlich RU und Sugar Vladi voller Inbrunst und Hingabe vor die Füsse werfen. Und keinen scheints zu stören, obwohl man doch ein thoitscher Übermensch ist an dessen Wesen die Welt genesen soll! Man will sich von äußeren Zwängen, insbesondere beim Thema Flüchtlinge und EU lösen, sich aber gleichzeitig anderen unterwerfen. Aber gut, Rechtsextreme, Bildung und Logik - da kann man nicht viel erwarten....
eckhart schrieb:Ich weiß nicht wo da noch Optimismus "a la" "Meuthen" herkommen soll.
Welcher Optimismus? Meuthen mag tatsächlich versucht haben, sich nach seinem Austritt zu dinstanzieren:
Anfang 2022 verließ Jörg Meuthen die AfD. Nun räumt der Ex-Parteichef schwere Fehler ein und gibt Einblicke in interne Machtkämpfe. Höcke hält er für "demokratiegefährdend".
Von Jana Heck, Katja Riedel und Hannes Vogel, WDR, und Willem Konrad, WDR/NDR
Die Männer, die auf den Fernsehbildern Seit an Seit nebeneinanderstehen, wirken miteinander vertraut. Einer dieser Männer ist Jörg Meuthen, damals noch einer von zwei Parteichefs der AfD. "Da steh ich da. Neben mir steht Höcke und Poggenburg und Kalbitz Spalier, und ich lächle freundlich", erinnert sich Meuthen sechs Jahre später an seinen Besuch des sogenannten Kyffhäusertreffens 2018. Es war jener Ort, an dem die Köpfe des rechtsextremen Flügels der AfD sich stets besonders extrem geäußert haben.Der Ex-Parteichef, einst mehrfacher Besucher dieser Treffen, will sich heute von diesen Bildern distanzieren. "Das ist ein Kainsmal auf der Stirn. Das kriege ich nie wieder los. Aber ich habe genau an jenem Tag (…) für mich die Entscheidung getroffen: Die sind gefährlich. Die bekämpfe ich jetzt". Er nimmt später tatsächlich einen Machtkampf mit Höcke und seinen Anhängern auf. Den Meuthen aber verliert.
Quelle Tagesschau.de, auch der Rest ist durchaus interessantDieser Versuch ist aber spätestens mit dem Beitrag zur Werteunion krachend gescheitert, als er von einer rechtsextremen in eine rechte Schwurblerpartei gewechselt ist. Und dort war er tatsächlich die hellere unter den abgebrannten Kerzen. Was aber in Gesellschaft von Maaßen und Kuhr (der von Kuhr Security) nicht sonderlich schwer ist!