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AfD

99.263 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

um 08:58
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Was mich aber ebend interessiert, wieso werden sie gewählt und vor allem von immer mehr Menschen aus dem gegensätzlichen politischen Lager?
Das fußt ja auch nur auf dem Glauben, man wäre "Fan" einer Partei, nur weil man sie wählt. Ich würde mal behaupten, ein großer Teil der Wähler interessiert sich mittlerweile eher weniger dafür, was er vor 4 Jahren gewählt hat. Der Wahl-O-Mat ist sicherlich kein Zufallsprodukt.


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um 09:00
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Man kann das hier im Forum super nachvollziehen. Früher hieß es: wer AfD wählt ist Nazi. So.
Dann hat man gemerkt dass eben nicht nur der gestiefelte Ronny aus dem tiefsten Osten die AfD wählt, sondern immer mehr Menschen aus allen Schichten und Wähler aus der eigenen favorisierten Partei „überlaufen“.
Also zieht der Spruch nicht mehr. Dann kam die Losung „wer AfD wählt unterstützt faschisten“.

Und wenn man dann fragt wieso das so ist, kommt die stumpfe Antwort „wer AfD wählt, unterstützt Faschisten“.

Hat ja @Stirnsänger wieder eindrucksvoll bewiesen.

Was mich aber ebend interessiert, wieso werden sie gewählt und vor allem von immer mehr Menschen aus dem gegensätzlichen politischen Lager?
Ich finde, hier werden zwei unterschiedliche Fragen vermischt. Natürlich sollte man sich fragen, warum Menschen AfD wählen. Da gibt es ganz unterschiedliche Motive, und die sollte man ernst nehmen, wenn man Wähler zurückgewinnen möchte.

Das ändert aber nichts an der zweiten Frage: Welche politische Wirkung hat eine Stimme für die AfD? Wer eine Partei wählt, unterstützt damit die Partei insgesamt – also auch ihre problematischen Strömungen und Funktionäre. Das heißt nicht, dass jeder AfD-Wähler selbst rechtsextrem oder faschistisch ist. Aber die politische Unterstützung der Partei umfasst eben auch diejenigen innerhalb der Partei, die entsprechende Positionen vertreten.


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um 09:04
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Man kann das hier im Forum super nachvollziehen. Früher hieß es: wer AfD wählt ist Nazi. So.
Das hat hier auch früher keiner behauptet. Dier Kernaussage war - wer AfD wählt ist Faschist, dumm oder beides. Daran hat sich auch nichts geändert.


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um 09:08
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:Das fußt ja auch nur auf dem Glauben, man wäre "Fan" einer Partei, nur weil man sie wählt. Ich würde mal behaupten, ein großer Teil der Wähler interessiert sich mittlerweile eher weniger dafür, was er vor 4 Jahren gewählt hat. Der Wahl-O-Mat ist sicherlich kein Zufallsprodukt.
Meinst du? Also ich wähle seit jeher schwarz. Ich hab damals auch gedacht, der Merz ist ein zahlenmensch, in dem Fall wär es mal gut wenn wir jemanden haben der aufs Geld guckt. Das ist ja bekanntlich schwer nach hinten los gegangen.
Sicher gibt es Menschen die quasi Wahl-hopping betreiben. Ich denke aber schon dass der größte Teil hinter „seiner Partei“ steht.
Erklären kann ich’s mir eigentlich dadurch dass eben große Teile sich von ihrer Partei verarscht fühlen.
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Das ändert aber nichts an der zweiten Frage: Welche politische Wirkung hat eine Stimme für die AfD? Wer eine Partei wählt, unterstützt damit die Partei insgesamt – also auch ihre problematischen Strömungen und Funktionäre. Das heißt nicht, dass jeder AfD-Wähler selbst rechtsextrem oder faschistisch ist. Aber die politische Unterstützung der Partei umfasst eben auch diejenigen innerhalb der Partei, die entsprechende Positionen vertreten.
Ja da hast du recht. Das kannst aber bei quasi jeder Partei sagen. Es gibt überall komische gestalten. Von reiche erschiessen, bis Männer öffentlich kastrieren zu Sex mir Kindern legalisieren.
Weißt was ich mein?

Mich interessiert eigentlich immer weniger was Menschen tun sondern viel mehr warum sie es tun.


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um 09:11
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Ja da hast du recht. Das kannst aber bei quasi jeder Partei sagen. Es gibt überall komische gestalten. Von reiche erschiessen, bis Männer öffentlich kastrieren zu Sex mir Kindern legalisieren.
Weißt was ich mein?

Mich interessiert eigentlich immer weniger was Menschen tun sondern viel mehr warum sie es tun.
Natürlich gibt es in jeder Partei einzelne Personen mit fragwürdigen Aussagen. Die Frage ist für mich eher, welchen Einfluss solche Personen in der Partei haben und wie die Partei damit umgeht. Werden sie isoliert oder prägen sie den Kurs? Das finde ich den entscheidenden Unterschied bei der AfD.


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um 09:11
Zitat von cejarcejar schrieb:Das hat hier auch früher keiner behauptet.
Öhm doch. Das war jetzt das erste Ergebnis. Einfach mal in die Volltext Suche eingeben. Da gibt’s noch viele Beispiele mehr.
Zitat von Cthulhus_callCthulhus_call schrieb am 04.09.2024:Wer also trotzdem Nazis wählt ist ein Nazi. Die Wähler der AfD sollten wenigstens das Rückgrat aufbringen sich zu bekennen.



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um 09:15
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Natürlich gibt es in jeder Partei einzelne Personen mit fragwürdigen Aussagen. Die Frage ist für mich eher, welchen Einfluss solche Personen in der Partei haben und wie die Partei damit umgeht. Werden sie isoliert oder prägen sie den Kurs? Das finde ich den entscheidenden Unterschied bei der AfD.
Sehe den Punkt. Allerdings sehe aber ich auch bei anderen Parteien da wenig Konsequenzen.
Du hast natürlich recht, dass gestalten wie zb ein Höcke (der wird ja immer als leuchtendes Beispiel genannt) weit weg von rechtsstaatlichkeit stehen. Darüber brauchen wir nicht zu reden.

Und da sind wir wieder am Anfang: wieso wählen Menschen die vorher im gegensätzlichen Lager waren trotzdem die AfD?


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um 10:08
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Man kann das hier im Forum super nachvollziehen. Früher hieß es: wer AfD wählt ist Nazi. So.
Dieser Zustand konnte gehalten werden, erweitert mit "Rassist", nix früher.

Die SPD wusste es demnach jahrelang nicht das da ne knappe 3/4 Million Rassisten und Faschisten in ihren Reihen steht die 2025 gewechselt sind.

Falls ehrliches Interesse vorhanden ist, die Abwanderung von der SPD zur AfD wurde im Nachgang der Wahl 2017 aufgearbeitet:
Die Befunde zeigen, dass vermehrt kultu-
relle Gründe, wie die persönliche Einstellung, Zuzug von Einwanderern einschränken zu
wollen, die Wechselwahl zur AfD positiv beeinflusst. Außerdem zeigt das Alter einen leicht
positiven Einfluss auf die Wechselwahl zur AfD. Eine nähere Untersuchung weiterer mögli-
cher kultureller sowie ökonomischer Gründe zur Wechselwahl sollte das Ziel künftiger For-
schungen sein.
Schlagworte: Wechselwahl, Sozialstruktur, Milieus, cleavages
Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://d-nb.info/1243182644/34&ved=2ahUKEwjT6vCth46WAxXwlP0HHaHXAVMQFnoECCMQAQ&usg=AOvVaw2uSIviKqOGdWJb2ttJDN36

Seit dem hat sich jedoch nix geändert.


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AfD

um 10:15
Zitat von Grishnakh84Grishnakh84 schrieb:Ich denke aber schon dass der größte Teil hinter „seiner Partei“ steht.
Die Parteienbindung gibt es seit Jahrzehnten nicht mehr. Warum auch? Dafür gibt es einfach keine sachliche Begründung. Zusätzlich kommt dann noch das strategische Wählen, um bestimmte Konstellationen zu erreichen.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Die SPD wusste es demnach jahrelang nicht das da ne knappe 3/4 Million Rassisten und Faschisten in ihren Reihen steht die 2025 gewechselt sind.
Das sind die Arbeiter. Bei denen verfangen einfache Geschichten - schon immer. Nur hat die SPD Ihre Kernklientel verraten. Wenn du nichts für deren Geldbeutel machst, dann wandern sie eben ab. Das in der SPD jede Menge Rassisten sind, das sehe ich selbst in meiner Stadt hier.


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