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AfD

99.367 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

gestern um 18:17
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Gerne, fangen wir mit Belegen an zu deinen Behauptungen.
Das ist Niveau, Belege für eine Meinung zu verlangen?

Oder ständig sich um Antworten herum zudrücken?


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AfD

gestern um 18:20
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das ist Niveau, Belege für eine Meinung zu verlangen?

Oder ständig sich um Antworten herum zudrücken?
Ok, deine Meinung beruht also auf für dich nicht belegbaren Annahmen.
Melde dich gerne wieder mit etwas inhaltsvollen.

Soviel zum Niveau.


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AfD

gestern um 18:24
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ok, deine Meinung beruht also auf für dich nicht belegbaren Annahmen.
Melde dich gerne wieder mit etwas inhaltsvollen.
Du kannst also nicht gegenargumentieren...

Gut, dann zeig du mir doch wie es besser geht und bringe Belege für die Denkzettel Behauptung


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AfD

gestern um 18:26
@behind_eyes

Jetzt wird das aber irgendwie Geplänkel, oder?

Ich halte es ja gerne mit meinem Nick, also dem gesunden Menschenverstand.

Wenn die Landesverbände mit Siegmund und Höcke beste Quoten aufweisen, kann es einfach nicht sein, dass man nicht weiß, wofür die Typen stehen. Schließlich krakeelen sie das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in die Mikrofone!


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AfD

gestern um 18:30
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Jetzt wird das aber irgendwie Geplänkel, oder?
Ernsthaft, hast du wirklich mehr erwartet wo schon die Frage nach einem Beleg so hoffnungslos degradiert.
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Ich halte es ja gerne mit meinem Nick, also dem gesunden Menschenverstand.
Danke dir dafür.
Zitat von CommonsenseCommonsense schrieb:Wenn die Landesverbände mit Siegmund und Höcke beste Quoten aufweisen, kann es einfach nicht sein, dass man nicht weiß, wofür die Typen stehen. Schließlich krakeelen sie das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in die Mikrofone!
Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?
Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".


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AfD

gestern um 18:33
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
OK.
Was spuckt denn dein gesunder Menschenverstand als wahrscheinlichste Variante aus?


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AfD

gestern um 18:36
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?
Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
Ich find dieses „alle AfD- Wähler sind rassisten/faschisten“ ziemlich gut vergleichbar mit jeder, der heroin nimmt / Alkohol trinkt ist ein Junkie / alkoholiker.


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AfD

gestern um 18:38
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ernsthaft, hast du wirklich mehr erwartet wo schon die Frage nach einem Beleg so hoffnungslos degradiert.
Nochmals: Niemand ist für eine Meinung einen Beleg schuldig und sie wurde klar als solche deklariert.


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AfD

gestern um 18:41
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?
Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
Dein "gesunder Menschenverstand" (mich gruselt es jedes Mal, wenn jemand damit argumentiert) kann sich keine 720 000 Rassisten in der SPD vorstellen, aber kann sich gut vorstellen, wie Menschen die nicht rassistisch sind eine zutiefst rassistische Partei wählen....
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Ich find dieses „alle AfD- Wähler sind rassisten/faschisten“ ziemlich gut vergleichbar mit jeder, der heroin nimmt / Alkohol trinkt ist ein Junkie / alkoholiker.
Lassen wir mal die Junkies und Alkoholiker raus aus der Gleichung.
Warum trinken die anderen Alkohol, obwohl sie in nicht mögen, warum nehmen sie Heroin, obwohl sie das nicht mögen?

Na, merkste was?


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AfD

gestern um 18:44
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Warum trinken die anderen Alkohol, obwohl sie in nicht mögen, warum nehmen sie Heroin, obwohl sie das nicht mögen?
Gibt so einige Möglichkeiten: Neugier, gruppenzwang, … ähnlich wie beim AfD-Wähler.


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AfD

gestern um 18:50
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Dein "gesunder Menschenverstand" (mich gruselt es jedes Mal, wenn jemand damit argumentiert) kann sich keine 720 000 Rassisten in der SPD vorstellen,
Bleiben wir beim Signature Vorwurf: Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen. Korrekt.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:aber kann sich gut vorstellen, wie Menschen die nicht rassistisch sind eine zutiefst rassistische Partei wählen....
Jep, genau wie Nichtchristen die CDU wählen.
Bei der Bundestagswahl stimmten etwa 22 Prozent der Wählerinnen und Wähler ohne christliche Konfession für die Union (CDU/CSU)
Quelle: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/mehr-cdu-weniger-afd-so-haben-christinnen-bei-der-bundestagswahl-gewaehlt

Sehe nicht das das irgendwie super exotisch wäre.


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gestern um 18:59
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen.
OK. Was genau stellst du dir denn vor?


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gestern um 19:40
@Lanza
Zitat von LanzaLanza schrieb:Regieren? Gut regieren? Und damit die Opposition "klein machen"?
Was verstehst Du unter "regieren" und "gut regieren"? Willst Du ernsthaft behaupten, dass die Bundesregierung Deutschland zur Zeit nicht regiert?

@behind_eyes
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen.
Also ich kann mir das sehr gut vorstellen.


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AfD

gestern um 19:47
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Jep, genau wie Nichtchristen die CDU wählen.
Was ist denn so christlich an der CDU außer dem 'C'?

Ich sehe da deutliche Unterschiede zu der AfD.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Sehe nicht das das irgendwie super exotisch wäre.
Exotisch würde ich das auch nicht nennen, wenn ich eine Partei wähle, die absolut nichts für mich im Programm hat, nur um anderen einen "Denkzettel" zu verpassen.
Ich würde das nur absolut dumm nennen und moralisch verkommen.
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Gibt so einige Möglichkeiten: Neugier, gruppenzwang, … ähnlich wie beim AfD-Wähler.
Na, wer aus "Neugier" die AfD wählt, der ist ja erstmal fein mit deren Programm und Gruppenzwang kann ich mir da nicht vorstellen, so lange es geheime Wahlen gibt.
Zitat von AfricanusAfricanus schrieb:Was verstehst Du unter "regieren" und "gut regieren"?
Die Frage aller Fragen, was müsste eine Regierung tun, damit diese angeblichen Denkzettel Wähler nicht die AfD wählen.
Was wäre da konkret "gut regieren"?


Undnoch schwieriger: Wie soll sie das machen in einer Koalition, wo der einn Hü und der andere Hott sagt?


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AfD

gestern um 19:48
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Vorwurf: Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen. Korrekt.
Einer der ekelhaftesten und erfolgreichsten Rassisten kam aus der SPD. Der hat den Grundstein für eine Partei wie die AFD gesetzt.

Thilo Sarrazin. Sollte selbst dir ein Begriff sein.


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AfD

gestern um 19:49
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Na, wer aus "Neugier" die AfD wählt, der ist ja erstmal fein mit deren Programm und Gruppenzwang kann ich mir da nicht vorstellen, so lange es geheime Wahlen gibt
Was dir abgeht nannte man in der Schule Transferleistung. 😁


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AfD

gestern um 19:51
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Was dir abgeht nannte man in der Schule Transferleistung.
Du musst nicht gleich versuchen mich zu beleidigen, wenn dir du keine Argumente hast.


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AfD

gestern um 19:56
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Die Frage aller Fragen, was müsste eine Regierung tun, damit diese angeblichen Denkzettel Wähler nicht die AfD wählen.
Was wäre da konkret "gut regieren"?
Wahrscheinlich müsste die Regierung das machen, was die AfD verspricht.
Und da sind wir wieder bei dem Grund warum Menschen AfD wählen. Weil sie die Politik der AfD wollen. Sie wollen diese rechtsextreme Partei an der Macht haben.


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AfD

gestern um 19:59
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wahrscheinlich müsste die Regierung das machen, was die AfD verspricht.
:D Ganz genau. Und aus diesem Grund wird diese Frage auch nicht konkret beantwortet, sondern man schwurbelt rum "Denkzettel§ " den Wähler ernst nehmen" "gut regieren"

Sonst würde man ja zugeben müssen, dass die die AfD wählen, weil sie die AfD geil finden.


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AfD

gestern um 20:08
Das WSI hat mit Dr. Andreas Hövermann (
WSI-Experte für Transformation und demokratische Integration) in einer Studie untersucht was Wechselwähler sowie Neuwähler vom "typischen" Kernwähler motivatorisch unterscheidet.
Migrations- und demokratiefeindliche Parteien sind weltweit auf dem Vormarsch. In Deutschland verdoppelte die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl ihren Zweitstimmenanteil. Wie dieser Zuwachs gelang, was die treibenden Faktoren sind und welche Rolle die jüngsten politischen und wirtschaftlichen Krisen spielen, hat eine neue WSI-Studie untersucht.
Die Daten für seine Studie stammen aus verschiedenen Wellen der Erwerbspersonenbefragung der Stiftung. Der Wissenschaftler spricht vom „Vordringen“ der AfD „in neue Schichten außerhalb ihrer rechtsradikalen Kernwählerschaft“. Eine wichtige Rolle spielen Benachteiligungsgefühle und Abstiegsängste, die mit Verunsicherungen verbunden sind. Die Antwort auf diese Verunsicherung sollte ein „positiver demokratischer Zukunftsentwurf sein, der die soziale Absicherung gerade der Personen, die von dem Wandel des Arbeitsmarktes besonders betroffen sind, in den Mittelpunkt stellt“, analysiert das WSI. Wichtig sei, den Menschen echte Alternativen statt Sündenböcke anzubieten.
Hier wird mitgeteilt, daß sich neue AfD Wähler nicht mehr aus ihrer Kernwählerschaft generiert und auch - ist es ein Seitenhieb? - das die heutzutage gängige Tatktik des Zeigen auf einen Sündenbock eher nachteilig ist. Da kann man vom Sündenbock "alles Rassisten und Faschisten" bis zur Parteisignature-Position "AfD dumm doof und schlecht" alles dazugezählt werden. Deckt sich - Achtung nur eigene Erfahrung - mit Gesprächen von Wählern etablierter Parteien... Da höre ich immer öfter das die sich beschweren das ihre Partei viel zu sehr auf die AfD guckt als auf sich selbst. Eine Erkenntnis die ich teile und damit ist wohl diese Sündenbocktaktik gemeint die niemand mehr versteht.

Aktueller Stand der Daten:
In der aktuellsten Erhebungswelle wurden im März 2025 nach der Bundestagswahl knapp 6.700 Erwerbspersonen befragt. Die Verdopplung der Stimmenzahl für die AfD spiegelt sich auch in der Stichprobe wider: Sie enthält annähernd gleich viele Befragte, die schon 2021 AfD gewählt hatten wie Befragte, die 2025 zur AfD gewechselt sind.
Situation:
Für wen haben AfD-Neuwählende zuvor gestimmt? Hier ist kein klares Muster erkennbar. Rund 60 Prozent wählten 2021 CDU/CSU, SPD und FDP, wobei die FDP an der Spitze steht: Knapp 22 Prozent derer, die sich 2025 neu für die AfD entschieden haben, hatten zuvor FDP gewählt. Knapp 21 Prozent der Neuwähler*innen hatten 2021 ihre Stimme der Union gegeben, gut 18 Prozent der SPD. Auch von zuvor Nichtwählenden konnte die AfD hinzugewinnen – 15 Prozent der AfD-Neuwählenden sind 2021 nicht zur Wahl gegangen. Niedrige einstellige Anteile entfallen auf Linke und Grüne. Frühere Wählerinnen und Wähler anderer Parteien stellen 16 Prozent der neuen AfD-Wählenden. Insgesamt sei festzuhalten, so Hövermann, dass es der AfD gelungen ist, in erheblichem Ausmaß „ehemalige Wählende der politischen Mitte“ anzusprechen.
Man hat also "erhebliche" Stimmen aus der politischen Mitte bekommen, das sind jetzt jene "Rassisten und Faschisten".

Kernthema:
Außerdem hat der Wissenschaftler untersucht, inwieweit sich neue Wähler*innen von der Stammwählerschaft der AfD unterscheiden. Während AfD-Stammanhänger*innen deutlich überdurchschnittlich häufig männlich und oft mittelalt sind, einen niedrigen bis mittleren Schulabschluss aufweisen und häufiger in Ostdeutschland leben, zeigt sich dies für neuere Wählende teilweise weniger deutlich. Punkten konnte die AfD zuletzt stärker auch bei Frauen als zuvor. Unter denjenigen, die zuletzt zur AfD gewechselt sind, lässt sich „erstmalig kein Männerüberschuss mehr aufzeigen“. Verglichen mit der Stammwähler*innenschaft sind verstärkt auch Westdeutsche und Menschen in der Altersgruppe von 56 bis 65 Jahren hinzugekommen.
Die Wahlevolution ist jetzt also an einer Stelle angekommen, an denen die Wähler sich nicht mehr pauschal in einen Topf werfen lassen können. Mehr Frauen, mehr Wessis, mehr Bildungsgrad.

Was die Motivationen angeht ist die Zuwanderung Thema Nr. 1
Häufiger als die alte Riege vertreten diejenigen, die zur AfD gewechselt sind, neben der Forderung nach Zuwanderungsbegrenzung in wirtschaftspolitischen Fragen auch „linkere“ Positionen. Sie sprechen sich beispielsweise häufiger für eine Verringerung der Ungleichheit oder einen höheren Mindestlohn aus.

Allerdings sind Verteilungsfragen nicht die, die AfD-Wählende am meisten bewegen. Die Migration bleibt das Thema Nummer eins, wie auch die vorliegende Studie zeigt. Wenig Mitgefühl und Unterstützungsbereitschaft äußern AfD-Wählende auch gegenüber Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind – wobei die Solidarität mit Geflüchteten aus der Ukraine auch bei Wähler*innen anderer Parteien deutlich nachgelassen hat. „Explizit kein Mitgefühl“ äußerten zuletzt 64 Prozent der AfD-Wählenden und 24 derer, die anderen Parteien als AfD und BSW ihre Stimme gaben
Trotzdem sich der Wähler hier in einen unmoralischen Kontext pressen lässt, zeigt die Studie wenig Zugang zu Erkenntnissen das hier von Rassisten und Faschisten ausgegangen werden muss.

Weitere Gründe:
Der Groll richtet sich aber nicht nur gegen Geflüchtete, die sich „hinten anstellen“ sollen – das sahen 85 Prozent der AfD-Wählenden bei der vorletzten Welle der Erwerbspersonenbefragung im vergangenen Dezember so. Auch gegenüber Bürgergeldbeziehenden dominiert die Ablehnung: Zwei Drittel der AfD-Wählenden stimmen der Aussage zu, dass sich Menschen, die Sozialhilfe oder Bürgergeld beziehen, „auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben“ machten.
Sozialneid also, schäbig aber kein Alleinstellungsmerkmal von Rassisten und Faschisten.

Aber das Thema ist größer:
Ausgeprägte Benachteiligungsgefühle
Besonders ausgeprägt sind die Ablehnung von Geflüchteten und Bürgergeldbeziehenden bei AfD-Wählenden, die das Gefühl haben, von der Gesellschaft „systematisch vernachlässigt“ zu werden – während andere „mehr bekommen als sie verdienen“. WSI-Forscher Hövermann spricht von „empfundener relativer Deprivation“ als wichtigem Verstärker von Ungerechtigkeitsgefühlen. Gerade Arbeiter*innen, unter denen die AfD besonders hohe Zustimmungsquoten hat – was allerdings nicht heißt, dass diese die Mehrheit der AfD-Wählenden stellen –, verspüren häufig einen „Bruch in der moralischen Ökonomie“. Selbst hart und unter schwierigen Bedingungen zu arbeiten, löst bei einigen Zorn und Ungerechtigkeitsgefühle aus, die sich dann gegen politische Entscheidungsträger*innen, aber vor allem gegen diejenigen richten, die vermeintlich bevorzugt werden und angeblich nichts leisten.
Es gibt also größere Wählerschaften mit Zustimmung zum Gefühl der Benachteiligung und Ungerechtigkeit.
Auch dies ist kein Alleinstellungsmerkmal von Rassisten und Faschisten. Da sehe ich weite gesellschaftliche Schichten in denen dieses Gefühl zunimmt.

Neu für mich, weil weit weg davon, Transformationsängste:
Transformationsängste. Wer etwa den Verlust des Arbeitsplatzes infolge von Digitalisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft fürchtet, wählt eher rechtsaußen, wie auch schon eine frühere WSI-Studie zeigt.
Zusammenfassung:
Die AfD mobilisiert erfolgreich Ängste und soziale Verunsicherungen. Diese beruhen einerseits auf Erfahrungen von Wohlstandsverlusten, zum Beispiel aufgrund der hohen Inflation. Verunsicherung resultiert aber auch aus Ängsten vor der Zukunft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Ein Teil der Erwerbspersonen empfindet Transformationsprozesse, wie den sozial-ökologischen Wandel und die Digitalisierung, vor allem als Bedrohung des eigenen Status. Die Antwort auf diese nachvollziehbare Verunsicherung sollte ein positiver demokratischer Zukunftsentwurf sein, der die soziale Absicherung gerade der Personen, die von dem Wandel des Arbeitsmarktes besonders betroffen sind, in den Mittelpunkt stellt.“
Tja, warum wird denn nun die AfD gewählt, weil so richtige Lösungen für obige Probleme kann sie nur teilweise und ungenügend anbieten:
Studienautor Hövermann ergänzt: „Die AfD schaffte es zuletzt, sich bei ihren Wählenden als einziger Heilsbringer zu positionieren“, indem sie sich für ihre Wählenden glaubhaft von etablierten politischen Kräften abgrenzt. Trotz ihrer zunehmenden Radikalisierung stehe die Partei für viele ihrer Wähler*innen für einen politischen Wandel und nicht für eine Gefahr für die Demokratie und die Bürger*innen.
Sie hat es also verstanden in diesen Zeiten der Verunsicherung den Wähler, den Menschen zu erreichen. Die Position des Heilsbringers steht jedem offen, einer CD U genauso wie einer SPD....man wollte es nicht oder könnte es nicht.


Quelle: https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-afd-krisen-aengste-benachteiligungsgefuehle-70614.htm


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