AfD
gestern um 18:17Das ist Niveau, Belege für eine Meinung zu verlangen?behind_eyes schrieb:Gerne, fangen wir mit Belegen an zu deinen Behauptungen.
Oder ständig sich um Antworten herum zudrücken?
Das ist Niveau, Belege für eine Meinung zu verlangen?behind_eyes schrieb:Gerne, fangen wir mit Belegen an zu deinen Behauptungen.
Ok, deine Meinung beruht also auf für dich nicht belegbaren Annahmen.Groucho schrieb:Das ist Niveau, Belege für eine Meinung zu verlangen?
Oder ständig sich um Antworten herum zudrücken?
Du kannst also nicht gegenargumentieren...behind_eyes schrieb:Ok, deine Meinung beruht also auf für dich nicht belegbaren Annahmen.
Melde dich gerne wieder mit etwas inhaltsvollen.
Ernsthaft, hast du wirklich mehr erwartet wo schon die Frage nach einem Beleg so hoffnungslos degradiert.Commonsense schrieb:Jetzt wird das aber irgendwie Geplänkel, oder?
Danke dir dafür.Commonsense schrieb:Ich halte es ja gerne mit meinem Nick, also dem gesunden Menschenverstand.
Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?Commonsense schrieb:Wenn die Landesverbände mit Siegmund und Höcke beste Quoten aufweisen, kann es einfach nicht sein, dass man nicht weiß, wofür die Typen stehen. Schließlich krakeelen sie das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in die Mikrofone!
OK.behind_eyes schrieb:Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
Ich find dieses „alle AfD- Wähler sind rassisten/faschisten“ ziemlich gut vergleichbar mit jeder, der heroin nimmt / Alkohol trinkt ist ein Junkie / alkoholiker.behind_eyes schrieb:Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?
Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
Nochmals: Niemand ist für eine Meinung einen Beleg schuldig und sie wurde klar als solche deklariert.behind_eyes schrieb:Ernsthaft, hast du wirklich mehr erwartet wo schon die Frage nach einem Beleg so hoffnungslos degradiert.
Dein "gesunder Menschenverstand" (mich gruselt es jedes Mal, wenn jemand damit argumentiert) kann sich keine 720 000 Rassisten in der SPD vorstellen, aber kann sich gut vorstellen, wie Menschen die nicht rassistisch sind eine zutiefst rassistische Partei wählen....behind_eyes schrieb:Wie kann es dann sein, daß 720.000 Menschen aus der SPD!-Wählerschaft auf einmal die AfD wählen?
Wir wissen beide das der SPD Wähler kein Siegmund ist und die Zahlen sind so hoch, daß es sich für meinen gesunden Menschenverstand eben nicht erklären lässt mit "Rassisten & Faschisten".
Lassen wir mal die Junkies und Alkoholiker raus aus der Gleichung.stereotyp schrieb:Ich find dieses „alle AfD- Wähler sind rassisten/faschisten“ ziemlich gut vergleichbar mit jeder, der heroin nimmt / Alkohol trinkt ist ein Junkie / alkoholiker.
Gibt so einige Möglichkeiten: Neugier, gruppenzwang, … ähnlich wie beim AfD-Wähler.Groucho schrieb:Warum trinken die anderen Alkohol, obwohl sie in nicht mögen, warum nehmen sie Heroin, obwohl sie das nicht mögen?
Bleiben wir beim Signature Vorwurf: Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen. Korrekt.Groucho schrieb:Dein "gesunder Menschenverstand" (mich gruselt es jedes Mal, wenn jemand damit argumentiert) kann sich keine 720 000 Rassisten in der SPD vorstellen,
Jep, genau wie Nichtchristen die CDU wählen.Groucho schrieb:aber kann sich gut vorstellen, wie Menschen die nicht rassistisch sind eine zutiefst rassistische Partei wählen....
Bei der Bundestagswahl stimmten etwa 22 Prozent der Wählerinnen und Wähler ohne christliche Konfession für die Union (CDU/CSU)Quelle: https://www.sonntagsblatt.de/artikel/glaube/mehr-cdu-weniger-afd-so-haben-christinnen-bei-der-bundestagswahl-gewaehlt
OK. Was genau stellst du dir denn vor?behind_eyes schrieb:Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen.
Was verstehst Du unter "regieren" und "gut regieren"? Willst Du ernsthaft behaupten, dass die Bundesregierung Deutschland zur Zeit nicht regiert?Lanza schrieb:Regieren? Gut regieren? Und damit die Opposition "klein machen"?
Also ich kann mir das sehr gut vorstellen.behind_eyes schrieb:Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen.
Was ist denn so christlich an der CDU außer dem 'C'?behind_eyes schrieb:Jep, genau wie Nichtchristen die CDU wählen.
Exotisch würde ich das auch nicht nennen, wenn ich eine Partei wähle, die absolut nichts für mich im Programm hat, nur um anderen einen "Denkzettel" zu verpassen.behind_eyes schrieb:Sehe nicht das das irgendwie super exotisch wäre.
Na, wer aus "Neugier" die AfD wählt, der ist ja erstmal fein mit deren Programm und Gruppenzwang kann ich mir da nicht vorstellen, so lange es geheime Wahlen gibt.stereotyp schrieb:Gibt so einige Möglichkeiten: Neugier, gruppenzwang, … ähnlich wie beim AfD-Wähler.
Die Frage aller Fragen, was müsste eine Regierung tun, damit diese angeblichen Denkzettel Wähler nicht die AfD wählen.Africanus schrieb:Was verstehst Du unter "regieren" und "gut regieren"?
Einer der ekelhaftesten und erfolgreichsten Rassisten kam aus der SPD. Der hat den Grundstein für eine Partei wie die AFD gesetzt.behind_eyes schrieb:Vorwurf: Ich kann mir keine 720.000 Rassisten & Faschisten in der SPD vorstellen. Korrekt.
Was dir abgeht nannte man in der Schule Transferleistung. 😁Groucho schrieb:Na, wer aus "Neugier" die AfD wählt, der ist ja erstmal fein mit deren Programm und Gruppenzwang kann ich mir da nicht vorstellen, so lange es geheime Wahlen gibt
Du musst nicht gleich versuchen mich zu beleidigen, wenn dir du keine Argumente hast.stereotyp schrieb:Was dir abgeht nannte man in der Schule Transferleistung.
Wahrscheinlich müsste die Regierung das machen, was die AfD verspricht.Groucho schrieb:Die Frage aller Fragen, was müsste eine Regierung tun, damit diese angeblichen Denkzettel Wähler nicht die AfD wählen.
Was wäre da konkret "gut regieren"?
:D Ganz genau. Und aus diesem Grund wird diese Frage auch nicht konkret beantwortet, sondern man schwurbelt rum "Denkzettel§ " den Wähler ernst nehmen" "gut regieren"Bone02943 schrieb:Wahrscheinlich müsste die Regierung das machen, was die AfD verspricht.
Migrations- und demokratiefeindliche Parteien sind weltweit auf dem Vormarsch. In Deutschland verdoppelte die AfD bei der vergangenen Bundestagswahl ihren Zweitstimmenanteil. Wie dieser Zuwachs gelang, was die treibenden Faktoren sind und welche Rolle die jüngsten politischen und wirtschaftlichen Krisen spielen, hat eine neue WSI-Studie untersucht.
Die Daten für seine Studie stammen aus verschiedenen Wellen der Erwerbspersonenbefragung der Stiftung. Der Wissenschaftler spricht vom „Vordringen“ der AfD „in neue Schichten außerhalb ihrer rechtsradikalen Kernwählerschaft“. Eine wichtige Rolle spielen Benachteiligungsgefühle und Abstiegsängste, die mit Verunsicherungen verbunden sind. Die Antwort auf diese Verunsicherung sollte ein „positiver demokratischer Zukunftsentwurf sein, der die soziale Absicherung gerade der Personen, die von dem Wandel des Arbeitsmarktes besonders betroffen sind, in den Mittelpunkt stellt“, analysiert das WSI. Wichtig sei, den Menschen echte Alternativen statt Sündenböcke anzubieten.Hier wird mitgeteilt, daß sich neue AfD Wähler nicht mehr aus ihrer Kernwählerschaft generiert und auch - ist es ein Seitenhieb? - das die heutzutage gängige Tatktik des Zeigen auf einen Sündenbock eher nachteilig ist. Da kann man vom Sündenbock "alles Rassisten und Faschisten" bis zur Parteisignature-Position "AfD dumm doof und schlecht" alles dazugezählt werden. Deckt sich - Achtung nur eigene Erfahrung - mit Gesprächen von Wählern etablierter Parteien... Da höre ich immer öfter das die sich beschweren das ihre Partei viel zu sehr auf die AfD guckt als auf sich selbst. Eine Erkenntnis die ich teile und damit ist wohl diese Sündenbocktaktik gemeint die niemand mehr versteht.
In der aktuellsten Erhebungswelle wurden im März 2025 nach der Bundestagswahl knapp 6.700 Erwerbspersonen befragt. Die Verdopplung der Stimmenzahl für die AfD spiegelt sich auch in der Stichprobe wider: Sie enthält annähernd gleich viele Befragte, die schon 2021 AfD gewählt hatten wie Befragte, die 2025 zur AfD gewechselt sind.Situation:
Für wen haben AfD-Neuwählende zuvor gestimmt? Hier ist kein klares Muster erkennbar. Rund 60 Prozent wählten 2021 CDU/CSU, SPD und FDP, wobei die FDP an der Spitze steht: Knapp 22 Prozent derer, die sich 2025 neu für die AfD entschieden haben, hatten zuvor FDP gewählt. Knapp 21 Prozent der Neuwähler*innen hatten 2021 ihre Stimme der Union gegeben, gut 18 Prozent der SPD. Auch von zuvor Nichtwählenden konnte die AfD hinzugewinnen – 15 Prozent der AfD-Neuwählenden sind 2021 nicht zur Wahl gegangen. Niedrige einstellige Anteile entfallen auf Linke und Grüne. Frühere Wählerinnen und Wähler anderer Parteien stellen 16 Prozent der neuen AfD-Wählenden. Insgesamt sei festzuhalten, so Hövermann, dass es der AfD gelungen ist, in erheblichem Ausmaß „ehemalige Wählende der politischen Mitte“ anzusprechen.Man hat also "erhebliche" Stimmen aus der politischen Mitte bekommen, das sind jetzt jene "Rassisten und Faschisten".
Außerdem hat der Wissenschaftler untersucht, inwieweit sich neue Wähler*innen von der Stammwählerschaft der AfD unterscheiden. Während AfD-Stammanhänger*innen deutlich überdurchschnittlich häufig männlich und oft mittelalt sind, einen niedrigen bis mittleren Schulabschluss aufweisen und häufiger in Ostdeutschland leben, zeigt sich dies für neuere Wählende teilweise weniger deutlich. Punkten konnte die AfD zuletzt stärker auch bei Frauen als zuvor. Unter denjenigen, die zuletzt zur AfD gewechselt sind, lässt sich „erstmalig kein Männerüberschuss mehr aufzeigen“. Verglichen mit der Stammwähler*innenschaft sind verstärkt auch Westdeutsche und Menschen in der Altersgruppe von 56 bis 65 Jahren hinzugekommen.Die Wahlevolution ist jetzt also an einer Stelle angekommen, an denen die Wähler sich nicht mehr pauschal in einen Topf werfen lassen können. Mehr Frauen, mehr Wessis, mehr Bildungsgrad.
Häufiger als die alte Riege vertreten diejenigen, die zur AfD gewechselt sind, neben der Forderung nach Zuwanderungsbegrenzung in wirtschaftspolitischen Fragen auch „linkere“ Positionen. Sie sprechen sich beispielsweise häufiger für eine Verringerung der Ungleichheit oder einen höheren Mindestlohn aus.Trotzdem sich der Wähler hier in einen unmoralischen Kontext pressen lässt, zeigt die Studie wenig Zugang zu Erkenntnissen das hier von Rassisten und Faschisten ausgegangen werden muss.
Allerdings sind Verteilungsfragen nicht die, die AfD-Wählende am meisten bewegen. Die Migration bleibt das Thema Nummer eins, wie auch die vorliegende Studie zeigt. Wenig Mitgefühl und Unterstützungsbereitschaft äußern AfD-Wählende auch gegenüber Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind – wobei die Solidarität mit Geflüchteten aus der Ukraine auch bei Wähler*innen anderer Parteien deutlich nachgelassen hat. „Explizit kein Mitgefühl“ äußerten zuletzt 64 Prozent der AfD-Wählenden und 24 derer, die anderen Parteien als AfD und BSW ihre Stimme gaben
Der Groll richtet sich aber nicht nur gegen Geflüchtete, die sich „hinten anstellen“ sollen – das sahen 85 Prozent der AfD-Wählenden bei der vorletzten Welle der Erwerbspersonenbefragung im vergangenen Dezember so. Auch gegenüber Bürgergeldbeziehenden dominiert die Ablehnung: Zwei Drittel der AfD-Wählenden stimmen der Aussage zu, dass sich Menschen, die Sozialhilfe oder Bürgergeld beziehen, „auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben“ machten.Sozialneid also, schäbig aber kein Alleinstellungsmerkmal von Rassisten und Faschisten.
Ausgeprägte BenachteiligungsgefühleEs gibt also größere Wählerschaften mit Zustimmung zum Gefühl der Benachteiligung und Ungerechtigkeit.
Besonders ausgeprägt sind die Ablehnung von Geflüchteten und Bürgergeldbeziehenden bei AfD-Wählenden, die das Gefühl haben, von der Gesellschaft „systematisch vernachlässigt“ zu werden – während andere „mehr bekommen als sie verdienen“. WSI-Forscher Hövermann spricht von „empfundener relativer Deprivation“ als wichtigem Verstärker von Ungerechtigkeitsgefühlen. Gerade Arbeiter*innen, unter denen die AfD besonders hohe Zustimmungsquoten hat – was allerdings nicht heißt, dass diese die Mehrheit der AfD-Wählenden stellen –, verspüren häufig einen „Bruch in der moralischen Ökonomie“. Selbst hart und unter schwierigen Bedingungen zu arbeiten, löst bei einigen Zorn und Ungerechtigkeitsgefühle aus, die sich dann gegen politische Entscheidungsträger*innen, aber vor allem gegen diejenigen richten, die vermeintlich bevorzugt werden und angeblich nichts leisten.
Transformationsängste. Wer etwa den Verlust des Arbeitsplatzes infolge von Digitalisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft fürchtet, wählt eher rechtsaußen, wie auch schon eine frühere WSI-Studie zeigt.Zusammenfassung:
Die AfD mobilisiert erfolgreich Ängste und soziale Verunsicherungen. Diese beruhen einerseits auf Erfahrungen von Wohlstandsverlusten, zum Beispiel aufgrund der hohen Inflation. Verunsicherung resultiert aber auch aus Ängsten vor der Zukunft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Ein Teil der Erwerbspersonen empfindet Transformationsprozesse, wie den sozial-ökologischen Wandel und die Digitalisierung, vor allem als Bedrohung des eigenen Status. Die Antwort auf diese nachvollziehbare Verunsicherung sollte ein positiver demokratischer Zukunftsentwurf sein, der die soziale Absicherung gerade der Personen, die von dem Wandel des Arbeitsmarktes besonders betroffen sind, in den Mittelpunkt stellt.“Tja, warum wird denn nun die AfD gewählt, weil so richtige Lösungen für obige Probleme kann sie nur teilweise und ungenügend anbieten:
Studienautor Hövermann ergänzt: „Die AfD schaffte es zuletzt, sich bei ihren Wählenden als einziger Heilsbringer zu positionieren“, indem sie sich für ihre Wählenden glaubhaft von etablierten politischen Kräften abgrenzt. Trotz ihrer zunehmenden Radikalisierung stehe die Partei für viele ihrer Wähler*innen für einen politischen Wandel und nicht für eine Gefahr für die Demokratie und die Bürger*innen.Sie hat es also verstanden in diesen Zeiten der Verunsicherung den Wähler, den Menschen zu erreichen. Die Position des Heilsbringers steht jedem offen, einer CD U genauso wie einer SPD....man wollte es nicht oder könnte es nicht.