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AfD

98.186 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

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15.06.2026 um 09:22
@martenot
Richtig, vor allem auf dem platten Land, in Dörfern, die aussterben, weil die Jungen wegziehen und dort keiner wohnen will.
Da rottet man sich zusammen, schimpft auf die böse Regierung und dort nisten sich dann Ableger der AfD ein und beginnen ihre Agenda.


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15.06.2026 um 09:35
Wobei es anscheinend auch größere AfD-Hochburgen gibt, aber da weiß ich nicht, was dort im Verhältnis zwischen den Einwohnern schief läuft, dass man sich gegenseitig nicht mag und den "nichtvölkischen" und "bunt-diversen" Anteil der Einwohner loswerden will.

Für mich, in meiner Wahrnehmung, strebt man da auch eine Art kulturelle Eintönigkeit an (abgesehen davon, dass man wahrscheinlich jede Menge Pflegekräfte, ArzthelferInnen, Ärzte, Handwerker und sonstige Dienstleister mit "völkischen Deutschen" nachbesetzen müsste, was wahrscheinlich schwierig sein dürfte).

Ehrlich gesagt, ich würde nicht in einer AfD-gefälligen Stadt wohnen wollen, weil ich es mir eintönig und trist vorstelle, und die Folgeerscheinungen (Pflegekräfte- und Arztmangel etc.) sind sicher auch nicht so toll.


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15.06.2026 um 09:51
Zitat von LanzaLanza schrieb:Wenn du schon deinen Erfahrungsschatz als Quelle anbringst, teilst du diese Erfahrung auch einmal mit uns?
Das habe ich in aller Ausführlichkeit schon gestern um 09:17 getan und das darauf folgende Schweigen vernommen.


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15.06.2026 um 14:22
Zitat von martenotmartenot schrieb:Wobei die Aufgabe dann lauten wird, auch große Städte weitgehend zu entvölkern, weil sich hier überwiegend Menschen tummeln, die dem völkischen AfD-Anspruch nicht entsprechen (in den Großstädten leben nämlich nach wie vor bunte, (auch politisch) diverse Gesellschaften und es gibt eine bunte vielfältige Kultur. Also lauter Menschen und Dinge, die die AfD wohl eher loswerden will.
Es gibt grundsätzlich Radikale bzw. Extremisten die sogar für Bevölkerungsschwund wären; die hätten lieber ein "kleineres aber reineres Deutschland", soweit gehen die. Manche argumentieren damit, dass homogenere/autochtonere Gesellschaften in Europa mitunter auch kleiner wären, mit Verweis auf Nachbarländer - oft in Osteuropa.

Dass damit aber oft auch volkswirtschaftlichere Kraft verloren geht bzw. ein weiterer Schwund der Bevölkerung (denen geht es ja oft auch um Migration und vermeintliche Abwehr 'Kulturfremder' als Wurzel allen Übels) wg. geringer Geburtenrate einhergeht - Südkoreaproblem etc - scheint jenen nicht einzuleuchten oder egal zu sein. Oder sie glauben ggf,. dass Zuwanderung nur aus bestimmten Ländern oder Kreisen ausreichen würde. Hier kommt dann aber teils auch wieder die generelle Fachkräfte-Thematik ins Spiel.

Man muss es mal ganz nüchtern betrachten: Der MENA (Middle East; North Africa) Zuwanderer ist vielleicht Feindbild von Karl Heinz aus der tiefsten Provinz in Sachsen oder Bayern oder sonst wo aber er übernimmt am Ende auch relevante Jobs für die sich die gleiche Person zu fein wäre oder zu inkompetent - ob das ne Reinigungskraft oder ein Arzt ist.

Das tangiert für mich wieder das Kernproblem: Schubladendenken. Ja, ich verstehe soziokulturelle und soziopolitische Probleme die mit breiter Einwanderung einhergehen können. Das negiere ich gar nicht. Da muss man feinjustieren. Aber es werden von vielen letztendlich Leute über einen Kamm geschert und pauschalisiert, die einfach aus deren Sicht quasi nur die falsche Herkunft oder Hautfarbe bzw. Ethnie haben.

Es wird nicht auf den individuellen Charakter geschaut, es wird einfach stumpf in gut und böse bzw. potenziell gut und böse eingeteilt.


Dass das töricht ist dürfte jeder Person mit genug Intelligenz und Weitsicht einleuchten. Dass es närrisch ist, da es eine verzerrte Wahrnehmung und ein verzerrtes Weltbild aufzeigt auch. Nur weil jemand helle/dunkle Hautfarbe bzw. Abstammung XY hat ist die Person nicht automatisch gut, böse, (un)produktives Mitglied der Gesellschaft in der sie lebt.

Leider ist diese Erkenntnis nicht allen wirklich klar. Oder es wird dann relativiert mit "Ja kann sein aber dennoch sind XYZ im Schnitt dann mehr/weniger auffällig". Aber das ist eine "slippery slope" - mit fällt gerade kein passender Deutscher Begriff ein - auch wenn man in gewissen Fällen damit argumentieren kann und etwaige Statistiken einem argumentativ hierfür eine Grundlage geben (Kriminalität ggf.)

Nach den Ausschreitungen in England von der brutalen Messerattacke (Abscheulich!) habe ich nämlich genug Leute gesehen, die in Wut und Emotion Angriffe auf beliebige Leute rechtfertigten, die einfach nur fremd/migrantisch/whatever aussahen. Da hat die Logik komplett ausgesetzt. Man hat einfach 'alle' in einen Topf geworfen.


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15.06.2026 um 14:34
Zitat von WardenWarden schrieb:Nach den Ausschreitungen in England von der brutalen Messerattacke (Abscheulich!) habe ich nämlich genug Leute gesehen, die in Wut und Emotion Angriffe auf beliebige Leute rechtfertigten, die einfach nur fremd/migrantisch/whatever aussahen. Da hat die Logik komplett ausgesetzt. Man hat einfach 'alle' in einen Topf geworfen.
Das ist eines der Probleme, die daraus entstehen: sobald EIN Individuum einer Gruppe ein Verbrechen begangen hat, werden plötzlich pauschal und fast unterschiedslos ALLE Mitglieder dieser Gruppe attackiert bzw. sind Zielscheibe von Hass und Gewalt. Das finde ich völlig absurd und extrem gefährlich.

Denn wenn so ein Denken erst einmal um sich greift, dann kann das im Prinzip jede Gruppe treffen, wenn sie vorher schon ein wenig in der Außenseiterposition war (also bestimmte Migrantengruppen, aber auch Gruppen wie LGBTs, Politiker, Ältere, "Linksgrüne", jüdische Mitbürger, etc.). Letztlich ist dann niemand geschützt, irgendwann selbst zur Zielscheibe zu werden.


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15.06.2026 um 14:48
Zitat von WardenWarden schrieb:Dass das töricht ist dürfte jeder Person mit genug Intelligenz und Weitsicht einleuchten. Dass es närrisch ist, da es eine verzerrte Wahrnehmung und ein verzerrtes Weltbild aufzeigt auch. Nur weil jemand helle/dunkle Hautfarbe bzw. Abstammung XY hat ist die Person nicht automatisch gut, böse, (un)produktives Mitglied der Gesellschaft in der sie lebt.
@Warden

Das setze ich einfach mal als selbstverständlich voraus. Ich möchte aber gerne ergänzen, dass es eben auch ideologische Verzerrungen in die andere Richtung gibt, die eben auch nicht weiterhelfen.

Bestes Beispiel: Niemand wandert in unser Sozialsystem ein (Bärbel Bas).

Wenn Politiker aus 'Parteien der Mitte' sich derart realitätsfern äußern, hat das eben auch Konsequenzen. Die Bürger, die auch die Kehrseite der Migration erleben, zB weil sie in Stadtteilen leben mit vielen Problemen, fühlen sich dann zurecht verarscht.

Und wenn man Menschen aus Ländern aufnimmt mit einer sehr rudimentären Bildung, ist die Wahrscheinlichkeit nun mal hoch, dass es nicht sämtlich Fachkräfte und Spezialisten sind.

Und wenn man Menschen auds Gebieten aufnimmt, die von Gewalt geprägt sind, Somalia als Beispiel, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass passive und aktive Gewalterfahrungen nicht an der Grenze abgegeben werden, nicht wegen der Hautfarbe, sondern wegen der Biographien, die dahinterstecken und die wir nicht kennen bzw nicht prüfen können. UNd ganz besonders kann man diese Menschen nicht einfach irgendwo hier abkippen in der Hoffnung, dass sich das alles auflöst.

Natürlich kamen zB auch syrische Ärzte hierher. Allerdings ist die Rate an Ärzten unter den Syrern nicht höher als in der restlichen Bevölkerung. Das heisst, statistisch versorgen die ihre Bevölkerung.

Außerdem dürfte das Gesundheitssystem der Herkunftsländer schlechter sein als Unseres. Nur weil wir uns als Gesellschaft nicht die Ausbildung von mehr Ärzten leisten wollen, können wir doch nicht die Gesundheitssysteme ärmerer Ländern einfach zu unserem Nutzen noch weiter ausdünnen.


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15.06.2026 um 16:57
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Bürger, die auch die Kehrseite der Migration erleben, zB weil sie in Stadtteilen leben mit vielen Problemen, fühlen sich dann zurecht verarscht.
Was fehlt mir, wenn ich "zurecht" in Frage stelle?
Für mich gibt es kein zurecht, Rechtsextremisten zu wählen.
Einfach keinen Grund.


Ich habe heute erst
Asyl- und Zuwanderungspolitik – wie gehen EU und Deutschland mit Migration um?
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/kontrovers-100.html
und darin viel vernünftges gehört.
Ich habe mir dabei an Kopf geschlagen,
weil mir dabei vieles klar geworden ist.
Auch wichtig finde ich die heutige Entscheidung in der Schweiz über den Vorschlag der SVP über eine begrenzung der Einwohnerzahl.
Hohe Mieten waren ein Argument, mit dem die Schweizer SVP eine Begrenzung der Einwohnerzahl begründet hatte. Doch gerade in Städten war das Nein bei der Volksabstimmung deutlich. Die SVP ist enttäuscht, sonst überwiegt Erleichterung.

Ein knappes Ergebnis war erwartet worden - doch dann war schon nach den ersten Hochrechnungen klar: Bei der Volksabstimmung haben rund 55 Prozent und die Mehrheit der Kantone Nein gesagt zur Initiative der rechten Schweizerischen Volkspartei SVP und deren Forderung "Keine 10-Millionen-Schweiz".Für die Einhaltung dieser Obergrenze wollte die SVP Einschränkungen bei Asyl und Familiennachzug. Gegebenenfalls hätte die Schweiz auch das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der Europäischen Union kündigen müssen - was weitreichende Folgen gehabt hätte für die engen Beziehungen des Nicht-EU-Mitglieds Schweiz zu ihrem wichtigsten Handelspartner.Wirtschaft: "Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten"Erleichterung bei Monika Rühl, der Direktorin des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse. "Ich danke der Schweizer Bevölkerung für dieses klare Resultat, weil in diesen unsicheren Zeiten brauchen wir Sicherheit und Ruhe und nicht neue zusätzliche Herausforderungen. Die Schweizer Stimmbevölkerung hat Nein gesagt zu diesem komischen Deckel."Die Unternehmen hatten vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen gewarnt, vor Stellen, die nicht besetzt werden könnten ohne die Fachkräfte aus der EU. Außerdem wären bei einer Kündigung der Personenfreizügigkeit auch alle anderen Verträge zwischen der Schweiz und der EU auf dem Spiel gestanden.
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweiz-volksabtimmung-migration-102.html

In Ermangelung von AfD-Stimmen zu diesem Vorfall vergleiche ich einfach mal:
AfD-Chefin Alice Weidel sagte bereits 2015 gegenüber SRF, das Parteiprogramm der AfD sei an dem der SVP orientiert. 20 Minuten vergleicht die Positionen der beiden Parteien bei den Themen Migration, Wirtschafts- und Sozialpolitik und Aussenpolitik. Als Grundlage dienen die aktuellen Parteiprogramme.

Migration
Migration ist das AfD-Thema schlechthin. Die AfD will eine Schliessung der EU-Aussengrenzen und die konsequente Abschiebung von ausreisepflichtigen Ausländern. Ausserdem sollen nur «integrations- und arbeitsfähige» Personen einwandern dürfen. Ob Personen wirklich Asyl bekommen, soll vor der Einreise entschieden werden. Dafür will die Partei Asylzentren zum Beispiel in Afrika aufbauen. Das «Asylrecht darf nicht länger als ein Vehikel der Masseneinwanderung missbraucht werden», heisst es im Grundsatzprogramm der Partei.

Die SVP ist nicht nur für eine verschärfte Asylpolitik, sondern will auch die legale Migration eindämmen.

Auch bei der SVP hat sich die Migrations- und Asylpolitik zum Flaggschiff entwickelt. Es wird vor Überfremdung, Dichtestress und der 10-Millionen-Schweiz gewarnt. Im Parteiprogramm heisst es: «Die SVP fordert, dass die ungebremste Zuwanderung gestoppt wird und die illegale Zuwanderung über die Asylschiene unterbunden wird.» Die Leistungen für Asylbewerbende sollen gesenkt und Abgewiesene nur noch das «Lebensnotwendige» erhalten, die Grenzen besser gesichert und geschlossene Zentren in Transitzonen eingerichtet werden, damit Migranten «gar nicht Schweizer Boden betreten» können.

Wirtschafts- und Sozialpolitik
Die AfD will den Mittelstand stärken, beispielsweise durch Steuersenkungen. Gleichzeitig will sie die Erbschafts- und Schenkungssteuer abschaffen, was vor allem vermögenden Menschen zugutekommt. Auf europäischer Ebene spricht sich die Partei unter anderem gegen Freihandelsabkommen und den Euro als gemeinsame Währung aus. Im Europawahlprogramm heisst es: «Der Euro ist gescheitert.»

Die SVP wehrt sich im Unterschied zur AfD gegen jeglichen Ausbau des Sozialstaats – und sieht Sozialleistungen lediglich als Überbrückungshilfe. Sie setzt sich für tiefere Steuern, Abgaben und Gebühren ein – und lehnt alle Erhöhungen ab. Zudem fordert die Sünneli-Partei weniger Regulierungen, wenn es um das Eigentum von Bürgerinnen und Bürgern geht. Ein Slogan aus dem Parteiprogramm lautet: «Soziale Wohlfahrt bedroht Wohlstand.»

Aussenpolitik
Die AfD lehnt die EU und die «Bevormundung aus Brüssel», wie es auf der Website der Partei heisst, ab. Als Alternative schlägt sie eine europäische Wirtschaftsgemeinschaft vor und nennt den «Dexit», einen Austritt Deutschlands aus der EU, als letztmögliche Option. In Bezug auf den Ukraine-Krieg fordert die AfD die Aufhebung der Sanktionen gegenüber Russland und einen Waffenstillstand zwischen beiden Kriegsparteien.

Auch die SVP ist EU-Gegnerin. Sie hält an der Eigenständigkeit der Schweiz fest und warnt im Parteiprogramm vor einer «Unterwanderung der Neutralität». Beziehungen auf der Basis von Freihandelsabkommen sollten gemäss ihr mit allen Staaten angestrebt werden – anstatt sich auf die EU zu fixieren. Zudem fordert die Partei eine starke Reduktion der Ausgaben in der Entwicklungshilfe.

AfD: Das sagt der Politikwissenschaftler
Die Inhalte der Parteiprogramme scheinen auf den ersten Blick sehr ähnlich – das bejaht auch Politikwissenschaftler Simon Bornschier von der Universität Zürich. Dennoch betont er, dass es vor allem beim Demokratieverständnis und den Exponenten der Parteien klare Unterschiede gibt.

Was sagt die SVP selbst dazu?
Der aktuelle stellvertretende Generalsekretär der SVP, Peter Keller, wehrt sich gegen den Vergleich: «Ich kenne das Parteiprogramm der AfD genauso wenig wie das Programm der deutschen Grünen oder der SPD.» Eine Verbindung zu ausländischen Parteien herstellen zu wollen, sei «ziemlich absurd».
Quelle: https://www.20min.ch/story/afd-und-svp-im-parteien-vergleich-wollen-sie-das-gleiche-103179417


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15.06.2026 um 17:15
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn Politiker aus 'Parteien der Mitte' sich derart realitätsfern äußern, hat das eben auch Konsequenzen.
Genau!
Wenn mir das Bier an der Theke nicht schmeckt, wähle ich aus Protest die Option, aus der Kloschüssel zu trinken.

Dein Argument wäre nur richtig, würde (z.B.) die AfD eine inhaltlich korrekte Alternative bieten, die Bedürfnisse des Bürgers besser zu bedienen. Aber es gibt objektiv keine etablierte Partei, die sich noch weniger an den Interessen des "einfachen" Bürgers orientiert, als die AfD.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und wenn man Menschen aus Ländern aufnimmt mit einer sehr rudimentären Bildung, ist die Wahrscheinlichkeit nun mal hoch, dass es nicht sämtlich Fachkräfte und Spezialisten sind.
Und dann ist das so.

Niemand stellt in Frage, dass Zuwanderung mit vielen Problemen verbunden ist. Und dass es an vielen Stellen bessere Lösungen hätte geben können und geben müssen. Aber selbst wenn man der empathiearmen Meinung ist, eine Industrienation wie Deutschland hätte nicht die moralische Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen - so brauchen wir schon in Anbetracht unserer Altersentwicklung Zuwanderer. Oder wird Frau Weidel in der Pflege arbeiten?

Und natürlich ist das alles nicht risikolos. Aber der tatsächliche "Schaden", bezogen auf die individuelle Erhöhung eines Lebensrisikos, ist quasi völlig vernachlässigbar.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:UNd ganz besonders kann man diese Menschen nicht einfach irgendwo hier abkippen in der Hoffnung, dass sich das alles auflöst.
Das ist in der Tat berechtigte Kritik.
Nur ist die AfD nicht gerade bekannt dafür, Inklusion und Integration besser durchzuführen. Man ist auch hier mit einer Situation unzufrieden und wendet sich jemandem zu, der noch viel schlimmer ist.


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15.06.2026 um 17:33
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Dein Argument wäre nur richtig, würde (z.B.) die AfD eine inhaltlich korrekte Alternative bieten, die Bedürfnisse des Bürgers besser zu bedienen. Aber es gibt objektiv keine etablierte Partei, die sich noch weniger an den Interessen des "einfachen" Bürgers orientiert, als die AfD.
Das ist wie mit Trump und den MAGAS.

Beide (AfD und Trump) bedienen den Rassismus der Menschen.
Das ist der Kern der jeweiligen Marke, der Rest nur schmückendes aber unwichtiges Beiwerk.


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15.06.2026 um 17:35
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:UNd ganz besonders kann man diese Menschen nicht einfach irgendwo hier abkippen in der Hoffnung, dass sich das alles auflöst.
Hältst Du diese Sprachwahl nicht schlichtweg für absurd?
Ich halte sie nur aus einem einzigen Grund für passend:
Problem für die Demokratie
«Die SVP stellt die demokratische Grundordnung nicht infrage, auch wenn sie ein stärker plebiszitäres Demokratiemodell vertritt als der Mainstream», sagt Bornschier. «Das heisst, dass Mehrheitsentscheidungen der Stimmbevölkerung Vorrang haben sollen vor den Entscheidungen von Gerichten und dem Parlament.» Parteien der RPR stellten damit häufig die Gewaltenteilung infrage. «Die SVP gibt sich aber sicherlich verfassungskonformer als die AfD, etwa auch bezüglich der Medienfreiheit.»

Laut Bornschier gehören sowohl die SVP als auch die AfD zu den radikalen populistischen Rechten. Dennoch gebe es da klare Unterschiede: «Einige ostdeutsche Landesverbände der AfD gelten laut dem deutschen Verfassungsschutz als «gesichert rechtsextrem». Das kann über die SVP sicherlich nicht gesagt werden», sagt er. Kriterium in der deutschen Unterscheidung zwischen rechtsradikal und rechtsextrem sei ausschliesslich die Verfassungstreue – also ob Parteien die freiheitlich-demokratische Ordnung respektierten, erklärt Bornschier.
Quelle: https://www.20min.ch/story/politikwissenschaftler-eine-figur-wie-hoecke-gibt-es-bei-der-svp-nicht-103179867


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AfD

15.06.2026 um 17:45
Zitat von azazeelazazeel schrieb:Dein Argument wäre nur richtig, würde (z.B.) die AfD eine inhaltlich korrekte Alternative bieten, die Bedürfnisse des Bürgers besser zu bedienen.
Leider nein und das meine ich ernst.

Natürlich hat die AFD Vorstellungen, die sich sicher nicht umsetzen lassen. Man merkt halt an jeder Ecke und an jedem Ende die fehlender Verwaltungserfahrung und Realitätsprüfung. Genau meine Meinung.

Aber ist Frau Bas mit ihrer Äußerung näher an der Realität? Definitiv nicht.

Der Wähler hat also die Wahl zwischen einer Partei, die absehbar ihre Ziele nicht erreichen kann und Probleme übertrieben darstellt und 'Altparteien', die sich einfach hinstellen und sich weigern, die Realität überhaupt wahrzunehmen, konzentriert in der Äußerung von Frau Bas.

Die Wahl ist deprimierend, aber nicht so leicht.

Es ist ja nicht mal so sehr die Äußerung von Frau Bas, das Frustrierende ist, dass sie sich so äußert und sie am nächsten Tag dennoch als Ministerin wach wird und nicht wieder als Sachbearbeiterin.

Der Wähler hat also die Wahl zwischen einer Partei, dir die Probleme nicht wird lösen können und Parteien, die sich weigern, die Probleme überhaupt wahrzunehmen.


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AfD

15.06.2026 um 17:51
Zitat von eckharteckhart schrieb:Hältst Du diese Sprachwahl nicht schlichtweg für absurd?
Ich halte sie nur aus einem einzigen Grund für passend:
@eckhart

Nein, ich halte sie nicht für unpassend. Wenn Menschen, die offensichtlich dringend Hilfe benötigen (und nicht unsere Rente retten) diese nicht erhalten, sondern einfach in einer Asylunterkunft vor sich hin vegetieren, halte ich den Ausdruck leider für angemessen.

Der Täter von Hamburg Wandsbeck wurde offenbar hier bloß zum Schaden einer Frau und zu seinem eigenen Schaden hier abgekippt.


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15.06.2026 um 17:52
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Der Wähler hat also die Wahl zwischen einer Partei, dir die Probleme nicht wird lösen können und Parteien, die sich weigern, die Probleme überhaupt wahrzunehmen.
Sollte ich der AfD glauben, wären also Volksabstimmungen (Direkte Demokratie) besser?


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15.06.2026 um 17:53
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Wahl ist deprimierend, aber nicht so leicht.
Die Wahl ist total leicht: Niemals nicht Faschisten oder Rassisten wählen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Parteien, die sich weigern, die Probleme überhaupt wahrzunehmen.
Das ist doch selbst wieder nur eine bescheuerte Übertreibung der rechten Blase.


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15.06.2026 um 17:56
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber ist Frau Bas mit ihrer Äußerung näher an der Realität? Definitiv nicht.
Und dafür hat sie Kritik, auch aus dem eigenen Lager, bekommen.

Vogelschiß-Gauland hats immerhin zum Ehrenpräsidenten gebracht.
Soweit ist Bas meines Wissens noch nicht.
Wenn du dich gerne an einzelnen Wortmeldungen aufhängst und auf der rechten Seite nicht völlig blind bist, wirst du bei der AfD bestimmt fündig.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Die Wahl ist total leicht: Niemals nicht Faschisten oder Rassisten wählen.
Sag das mal einem Rassisten und/oder Faschisten.
Der sieht es gewiss anders.


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AfD

15.06.2026 um 18:00
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Der Wähler hat also die Wahl zwischen einer Partei, dir die Probleme nicht wird lösen können und Parteien, die sich weigern, die Probleme überhaupt wahrzunehmen.
Und warum werden Asylgesetze immer weiter verschärft, wenn alle anderen Parteien sich angeblich weigern würden die Realität überhaupt wahrzunehmen?

Das ist doch der selbe Mist mit allen, die der rechtsextremen AfD nach dem Munde reden/schreiben.
Es wird eine Realität erschaffen, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Da wird eine einzelne Aussage einer Politikerin als Maßstab für eine angebliche Politik missbraucht, die bei normaler Betrachtung, ganz anders ausfällt, als von dir oder anderen wiedergegeben.

Es kann gar nicht die Rede davon sein, dass die anderen Parteien sich weigern würden die Realität wahrzunehmen. Wie man auf sowas kommt, ist mir wie so oft hier schleierhaft.


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15.06.2026 um 18:05
Zitat von emanonemanon schrieb:
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Die Wahl ist total leicht: Niemals nicht Faschisten oder Rassisten wählen.
Sag das mal einem Rassisten und/oder Faschisten.
Der sieht es gewiss anders.
Die Faschisten haben es sogar am aller einfachsten die "richtige" Partei für sich zu wählen.
Leider...

Wenn zum Beispiel die CDU-Stammwähler mal ihr Hirn einschalten täten, dann wäre das sehr schön in meinen Augen.


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AfD

15.06.2026 um 18:10
Zitat von eckharteckhart schrieb:Sollte ich der AfD glauben, wären also Volksabstimmungen (Direkte Demokratie) besser?
@eckhart

Ja, das ist in der Tat ein Steckenpferd der AFD. Mein Steckenpferd ist es nicht.

Erstens macht es Demokratien langsam, ist zweitens teuer in der Umsetzung, drittens sehr von aktuellen Stimmungen abhängig und viertens erfordern viele Entscheidungen, wenn sie gut getroffen werden sollen, Expertise.


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15.06.2026 um 18:12
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Das ist doch selbst wieder nur eine bescheuerte Übertreibung der rechten Blase.
Ist das angesichts des Satzes einer Bundesministerin 'Niemand wandert in unsere Sozialsysteme ein' eine Übertreibung?

Dann bitte ich um nähere Ausführung dazu.


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AfD

15.06.2026 um 18:13
@sacredheart

Es ist die einsame Aussage einer Ministerin. Du machst einfach daraus: "die anderen Parteien weigern sich die Realität wahrzunehmen."

Merkste ja hoffentlich selbst.


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