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AfD

100.391 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Familie, Rassismus, Wahlen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: AfD

AfD

11.08.2026 um 11:42
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Schau doch mal, wie schwer hat sich der Verfassungsschutz getan, diesen Schulaufsatz zusammenzutragen.
"Schulaufsatz" lol

Hatte es nicht eher damit zu tun, dass die AfD lange von Maaßen, als oberster im VS, geschützt wurde?
Erst nach seiner Absetzung kam da doch wirklich Bewegung in die Sache.


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11.08.2026 um 11:44
Zitat von martenotmartenot schrieb:Sieht jedenfalls so aus, als ob alles mit rechten Dingen zugeht, was die Beflaggung an öffentlichen Gebäuden betrifft.
Was mit rechten Dingen zugeht, ist den *Rechten in Deutschland oft leider nicht genehm. Deswegen hassen sie dieses Land auch so sehr.

*Rechtsextremen und co.


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11.08.2026 um 11:45
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Welche Rechte werden denn Stand heute von der AFD beschnitten? Das kann ja nur in Sonnenberg sein, aber seis drum.
Da gebe ich dir Recht, ich hätte es ausführlicher darlegen müssen. Der angebrachte Antrag zur Aufhebung der gleichgeschlechtlichen Ehe (bereits 2018) wurde abgelehnt, was ein Verdienst der anderen Parteien war. Er zeigt aber die Stoßrichtung der AfD, sollte sie an die Macht kommen.
Oder hat sie sich von der Position wieder verabschiedet?
Also: Check.
Kannst du für dich natürlich anders werten, ändert aber nichts daran, dass man AfD und NSDAP vergleichen kann.
Leider zeigt der Rest deines Postes, dass dir die Bedeutung von "vergleichen" nicht geläufig zu sein scheint.
Daher macht es wohl wenig Sinn, das mit dir weiter zu vertiefen.

Ein Vergleich stellt zwei oder mehrere Dinge nebeneinander, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

Wie gesagt, Duden und so ...
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dennoch ist der Vergleich mit der NSDAP geschichtsvergessen.
Grenzdebil.


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11.08.2026 um 11:48
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Schau doch mal, wie schwer hat sich der Verfassungsschutz getan, diesen Schulaufsatz zusammenzutragen. Wäre das bei der NSDAP, in die Gegenwart teleportiert, ähnlich schwierig, unter anderem Namen mit anderen Symbolen? Nein, die wäre innerhalb von Tagen verboten, von Stunden wäre mir lieber.
Das wäre ja noch mal eine eigene Diskussion, und die müsste länger sein ...
Letztlich ist es da so, ums kurz zu halten, wie Sigmar Gabriel (auch an die Adresse seiner Partei) mal im TV sagte, die Hürden sind hoch, es würde sehr lange dauern und würde der AfD die Opferrolle und Zeit zur Umstrukturierung geben.
Aber wie gesagt, die Diskussion müsste länger sein.


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11.08.2026 um 11:56
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Je mehr ich vereist bin, desto mehr fiel mir auf, daß bei uns nationale Symbole wie die Flagge fast komplett aus dem Alltag verdrängt sind während sie in anderen Ländern wie selbstverständlich auf jeder Behörde inkl Polizeidienstellen, Schule usw weht. Das mir dies erst auffiel als ich Realitäten in anderen Ländern kennenlernte, lässt mich denken das ich diesbezüglich geprägt wurde.
Das glaube ich dir sogar, dass dir das bei Reisen auffällt. Und ich kann auch nachvollziehen, dass man daraus irgendwann einen Unterschied im Umgang mit nationalen Symbolen wahrnimmt.

Aber genau bei der Schlussfolgerung bin ich nicht ganz bei dir. Dass die Deutschlandflagge bei uns im Alltag weniger präsent ist als in manchen anderen Ländern, bedeutet für mich nicht automatisch, dass ich dadurch negativ gegenüber ihr geprägt wurde.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Wirst du so nur wenigen ausgewählten Gebäuden finden.
Nein, die Regelung ist gerade nicht auf wenige ausgewählte Gebäude beschränkt. Die NRW-Verwaltungsvorschrift (als Beispiel) spricht ausdrücklich von den Gebäuden der Behörden, Dienststellen und Einrichtungen. Der Unterschied ist eher, dass diese nicht dauerhaft beflaggt sind, sondern zu bestimmten Anlässen. Es gibt in NRW acht regelmäßige Beflaggungstage im Jahr, dazu kommen Wahltage und weitere besondere Anlässe. Jetzt könnte man sicherlich darüber diskutieren, ob einem die offiziellen Anlässe genug sind.

Kann man hier nachlesen, wer mag:

https://recht.nrw.de/lrmb/verwaltungsvorschrift/verwaltungsvorschrift-zum-gesetz-ueber-das-oeffentliche-flaggen-rderl-d


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11.08.2026 um 12:04
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:bedeutet für mich nicht automatisch, dass ich dadurch negativ gegenüber ihr geprägt wurde.
Für mich bedeutet es auch nicht automatisch, dass ich die stärkere Beflaggung in anderen Ländern immer positiver wahrnehmen würde. Bei mir hängt es davon ab, wie ich den jeweiligen Staat insgesamt wahrnehme: eher liberal oder eher dominant, eher großmächtig auftrumpfend oder eher zurückhaltend....

Beispielsweise mag ich die starke Beflaggung in den USA eher nicht so bzw. empfinde sie bisweilen als penetrant. In Kanada hingegen stört sie mich weniger, wobei ich objektiv gar nicht sagen könnte, ob in Kanada weniger intensiv beflaggt wird oder nicht.


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11.08.2026 um 12:04
Wenn die AfD regiert müssen erstmal viele Schulen aufwendig einen Flaggenmast bauen lassen, was m.M.n. unnötig Steuergelder verschwendet, die in bessere Lehrmittel, Unterrichtsräume und den Schulen allgemein zugute stehen würden.

Und ganz ehrlich, wer als Kind hätte damals bock gehabt, sich auf dem Hof zu versammeln, die Flagge zu hissen und die Hymne zu singen?


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11.08.2026 um 12:04
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Hatte es nicht eher damit zu tun, dass die AfD lange von Maaßen, als oberster im VS, geschützt wurde?
Erst nach seiner Absetzung kam da doch wirklich Bewegung in die Sache.
@Bone02943

Der war ja schon ne Weile weg. Also eine ganze Behörde hätte da etwas anderes leisten können, als einerseits relativ harmlose, auf der anderen Seite auch absolut wiederwärtige Äußerungen einzelner Politiker in eine Korsett der Empörung zu kleiden.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Lustig, die NPD war damals irgendwie zu harmlos um sie zu verbieten. Bei der AfD, die sich praktisch kaum unterscheidet, ist sie plötzlich zu groß um sie zu verbieten. Finde den Fehler.
Man hat viel zu lange zugeschaut, wie sich die AfD immer weiter radikalisiert hat. Nun hat man Leute wie Höcke in höchsten Positionen und geschätzt fast 30.000 AfD Mitglieder die rechtsextrem sind.
Man hätte ja mal auf die hören können, die schon damals davor gewarnt haben und nun heißt es die AfD sei zu stark um sie verbieten zu können, lol?
Ok, nicht ganz abwegig argumentiert. Jedenfalls hatten die Richter doch recht: 'Die Heimat', früher NPD ist gar nicht in der Lage den Staat zu gefährden und sie ist ja auch wirklich eine absolut marginale Erscheinung, bis auf ein paar Orte.

Bei der AFD wird ja etwas anders argumentiert (gegen ein Verbot): Wenn kanpp 30% der Menschen sie wählen, ist es ausgeschlossen, dass das sämtlich Rechtsextreme sind. Wir haben in Untersuchungen eigentlich durchgehend ein Potenzial von 1-1,7% Rechtsradikalen in Deutschland. Also sind die meisten Wähler der AFD nicht rechtsradikal, wenn man keine Fälschung von Wahlen UND Umfragen annimmt.


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11.08.2026 um 12:06
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Und ganz ehrlich, wer als Kind hätte damals bock gehabt, sich auf dem Hof zu versammeln, die Flagge zu hissen und die Hymne zu singen?
Ich persönlich hätte es als Schüler wahrscheinlich nicht gemocht. Strammes, am Militär orientiertes Gehabe mochte ich noch nie. Eine am Gebäude wehende Flagge würde mich nicht stören, aber ich würde keinen Wert legen auf (tägliche) Zeremonien rund um die Beflaggung.


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11.08.2026 um 12:09
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Der war ja schon ne Weile weg. Also eine ganze Behörde hätte da etwas anderes leisten können, als einerseits relativ harmlose, auf der anderen Seite auch absolut wiederwärtige Äußerungen einzelner Politiker in eine Korsett der Empörung zu kleiden.
"Ein Korsett der Empörung" soso.
Wie man "absolut wiederwärtige Außerungen" also rassistisch, fremdenfeindlich, ausländerfeindlich, homophob,.... als "relativ harmlos" bezeichnen kann, will ich mir fast gar nicht erklären wollen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ok, nicht ganz abwegig argumentiert. Jedenfalls hatten die Richter doch recht: 'Die Heimat', früher NPD ist gar nicht in der Lage den Staat zu gefährden und sie ist ja auch wirklich eine absolut marginale Erscheinung, bis auf ein paar Orte.
Richtig, so Abwägig war das nicht. Sieht mit der AfD Heute aber ganz ganz anders aus. Und da hat man viel zu lange die Augen vor den Gefahren verschlossen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Bei der AFD wird ja etwas anders argumentiert (gegen ein Verbot): Wenn kanpp 30% der Menschen sie wählen, ist es ausgeschlossen, dass das sämtlich Rechtsextreme sind. Wir haben in Untersuchungen eigentlich durchgehend ein Potenzial von 1-1,7% Rechtsradikalen in Deutschland. Also sind die meisten Wähler der AFD nicht rechtsradikal, wenn man keine Fälschung von Wahlen UND Umfragen annimmt.
Bitte was? Es gibt Studien die belegen, dass ~20% der Deutschen offen rechtsradikale Meinungen befürworten.


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11.08.2026 um 12:11
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Also eine ganze Behörde hätte da etwas anderes leisten können, als einerseits relativ harmlose, auf der anderen Seite auch absolut wiederwärtige Äußerungen einzelner Politiker in eine Korsett der Empörung zu kleiden.
Naja, genau das ist doch der Punkt: Das Gutachten besteht eben nicht nur darin, einzelne – mehr oder weniger widerwärtige – Aussagen von Politikern zusammenzutragen und sich darüber zu empören.

Das BfV hat vielmehr über einen sehr langen Zeitraum Parteiprogramme, Beschlüsse, politische Forderungen und zahlreiche Äußerungen von Funktionären ausgewertet und daraus eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Ein zentraler Vorwurf betrifft beispielsweise einen ethnisch bzw. abstammungsmäßig definierten Volksbegriff und die daraus abgeleitete Ungleichbehandlung von Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist etwas anderes als: „X hat etwas Widerwärtiges gesagt, also ist die AfD rechtsextrem.“

Man kann über die Bewertung des BfV und insbesondere über die juristischen Schlussfolgerungen natürlich streiten. Aber das Gutachten als bloßes „Korsett der Empörung über einzelne Politiker“ darzustellen, wird seinem Inhalt meiner Meinung nach nicht gerecht.


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11.08.2026 um 12:35
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wie man "absolut wiederwärtige Außerungen" also rassistisch, fremdenfeindlich, ausländerfeindlich, homophob,.... als "relativ harmlos" bezeichnen kann, will ich mir fast gar nicht erklären wollen.
@Bone02943

Das habe ich nicht geschrieben, sondern
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:als einerseits relativ harmlose, auf der anderen Seite auch absolut wiederwärtige Äußerungen einzelner Politiker
man hat sowohl ziemlich harmlose Äußerungen zitiert, als auch absolut wiederwärtige. Damit wolle ich nicht sagen, dass die wiederwärtigen Äußerungen gleichzeitig harmlos wären.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Bitte was? Es gibt Studien die belegen, dass ~20% der Deutschen offen rechtsradikale Meinungen befürworten.
2025 gab es laut Verfassungsschutzbericht 58.700 Rechtsextreme in Deutschland. Das sind rund 8.000 Personen und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 50.250).
Quelle: https://mediendienst-integration.de/extremismus/rechtsextremismus/wie-viele-rechtsextreme-gibt-es-in-deutschland/

Demnach wären es sogar deutlich unter 1%. Man kann da natürlich auch keine ganz scharfe Grenze anhand einzelenr Kriterien ziehen.


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11.08.2026 um 12:43
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Also sind die meisten Wähler der AFD nicht rechtsradikal, wenn man keine Fälschung von Wahlen UND Umfragen annimmt.
Na, es gibt da schon Entwicklungen, die ich für erschreckend halte.

Die Radikalisierung im ländlichen Raum oder die Instrumentalisierung der Ostalgie. Manuela Müller hat so manche Beobachtung in einem Buch verarbeitet.
In ihrem Buch "Die Jugend malt wieder Hakenkreuze" gehe es um die Radikalisierung im Alltag, erklärt die mehrfach mit dem "Deutschen Reporter:innen-Preis" ausgezeichnete Journalistin im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk: "Mir geht es nicht um gewalttätige Jugendliche, die Körperverletzungen begehen. Sondern um die, die mitschwimmen, die man im Stadtbild sieht."

Zu erkennen seien sie an einem bestimmten Dresscode: rasierter Scheitel, Kleidung von Modemarken, die von der neuen Rechten vereinnahmt wurden. Treffpunkte dieser Jugendlichen sind unter anderem Marktplätze, auf denen oft - so nennt es Müller - "abgehitlert" wird: "'Abhitlern' heißt zum Beispiel, dass man Trinksprüche wie 'Ex oder Jude' bringt." Und wie es der Buchtitel schon verrät, sind Hakenkreuze ebenfalls kein Tabu. Sie werden auf Straßenlaternen geschmiert, auf Garagentore, in Schultoiletten. Als "wildgewordene 'Baby-Hitler' oder 'Anfängernazis'" bezeichnet Müller diese Jugendlichen in ihrem Buch.

Instrumentalisierung der Ostalgie

Manuela Müller war die erste, die darüber berichtet hat, dass rechte Organisationen die "Simson-Partys" auf dem Flugplatz von Zwickau für ihre Zwecke ausnutzen. Und dass sie dort Jugendliche beobachtet hat, die den Hitlergruß zeigen oder sich Hakenkreuze aufgemalt haben - ohne dass jemand eingreift. Als "Nazi-Party" würde sie den "Simson-Treff" jedoch nicht bezeichnen. Eigentlich dreht sich dort alles um das früher in der DDR hergestellte Moped.

Seit 2024 allerdings wird die "Simme" auch politisch instrumentalisiert, vor allem vom thüringischen AfD-Politiker Björn Höcke, der sich auf einer Simson sitzend plakatieren ließ mit dem Spruch: "Ja! Zur Jugend".
Quelle: https://www.tagesschau.de/kultur/radikalisierung-jugendlicher-buch-100.html

Wirklich ein seltsames Amalgam aus Ostalgie und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.


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11.08.2026 um 12:44
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Demnach wären es sogar deutlich unter 1%. Man kann da natürlich auch keine ganz scharfe Grenze anhand einzelenr Kriterien ziehen.
Rechtsradikal ist nicht gleich rechtsextrem. Und „rechtsradikale Meinungen befürworten“ dürfte eine noch deutlich größere Personengruppe beschreiben als die Gruppe der Rechtsextremisten – oder selbst der Rechtsradikalen.


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11.08.2026 um 12:45
Zitat von martenotmartenot schrieb:Naja, die deutsche Flagge ist aber schon an offiziellen Gebäuden gehisst, oder?
Wie ich sagte, an ausgewählten.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Wo sollen denn sonst überall Flaggen hängen?
Oft gibt es doch nichtmal Masten vor den Gebäuden wo Flaggen gehisst werden könnten.
Wo keine Flaggen benötigt werden, gibt es auch keine Masten. Die entstehen halt nur wenn man es auch will.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Sieht jedenfalls so aus, als ob alles mit rechten Dingen zugeht, was die Beflaggung an öffentlichen Gebäuden betrifft. Und dass wir darauf normalerweise nicht achten, hat wahrscheinlich damit zu tun, dass wir mit der Situation vertraut sind.
Genau, eine unbeflaggte Landes-Polizeistation ist ein vertrauter Anblick.
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Nein, die Regelung ist gerade nicht auf wenige ausgewählte Gebäude beschränkt. Die NRW-Verwaltungsvorschrift (als Beispiel) spricht ausdrücklich von den Gebäuden der Behörden, Dienststellen und Einrichtungen. Der Unterschied ist eher, dass diese nicht dauerhaft beflaggt sind, sondern zu bestimmten Anlässen
Korrekt und da fängt es schon an. Warum nur ausgewählte Tage? Ist der Nationalstolz an anderen Tagen weniger ausgeprägt?

Wie gesagt, ich hielt das für normal bis ich den Stolz anderer Nationen gesehen hab und merkte das hier die letzten 70 Jahre offenbar etwas komplett aus dem Fokus geraten ist.

Meine Meinung: jedes öffentliche Gebäude ein Mindestmaß an nationalem Bekenntnis, mindestens Bundesflagge. Ganzjährig, 24/7...."wem es nicht gefällt, der muss ja nicht hingucken"™


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11.08.2026 um 12:55
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:man hat sowohl ziemlich harmlose Äußerungen zitiert, als auch absolut wiederwärtige. Damit wolle ich nicht sagen, dass die wiederwärtigen Äußerungen gleichzeitig harmlos wären.
Ok, sry, dass habe ich falsch gelesen. Da bitte ich um Entschuldigung.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Demnach wären es sogar deutlich unter 1%. Man kann da natürlich auch keine ganz scharfe Grenze anhand einzelenr Kriterien ziehen.
Es geht ja nicht nur um Rechtsextreme, sondern auch denen die am Ende mitlaufen. Und das stellt die Gefahr dar. Die NSDAP zum Beispiel hatte doch auch nie die absolute Mehrheit in der Bevölkerung. Aber es gab genügend die mitgelaufen sind, die Rassengesetze mitgetragen und befürwortet haben, damit es überhaupt zu diesem extremen Verbrechen der Menschheitsgeschichte kommen konnte.
Und wenn wir mit +40% in Sachsen-Anhalt für die AfD rechnen, dann ist das einfach nur gefährlich. Eine solche Partei und deren Wählerschaft zu unterschätzen.
Und höre mir auf mit 1%, ich lebe im "Osten" und die Realität hier sieht gänzlich anders aus.


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11.08.2026 um 12:56
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Korrekt und da fängt es schon an. Warum nur ausgewählte Tage? Ist der Nationalstolz an anderen Tagen weniger ausgeprägt?

Wie gesagt, ich hielt das für normal bis ich den Stolz anderer Nationen gesehen hab und merkte das hier die letzten 70 Jahre offenbar etwas komplett aus dem Fokus geraten ist.
Wie gesagt, historisch bedingt. Deutschland hat nach 1945 einen deutlich zurückhaltenderen Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt als viele andere Länder. Das kann man durchaus feststellen, ohne daraus gleich eine „Verdrängung“ der Deutschlandflagge abzuleiten.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Meine Meinung: jedes öffentliche Gebäude ein Mindestmaß an nationalem Bekenntnis, mindestens Bundesflagge. Ganzjährig, 24/7….“wem es nicht gefällt, der muss ja nicht hingucken”™
Von mir aus. Wenn zu bestimmten Anlässen auch zusätzlich andere Flaggen wehen dürfen, habe ich damit kein Problem.
„Wem es nicht gefällt, der muss ja nicht hingucken“ funktioniert schließlich in beide Richtungen.


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11.08.2026 um 13:02
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Wie gesagt, historisch bedingt. Deutschland hat nach 1945 einen deutlich zurückhaltenderen Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt als viele andere Länder. Das kann man durchaus feststellen, ohne daraus gleich eine „Verdrängung“ der Deutschlandflagge abzuleiten.
Ich hatte gerne die Deutschlandflagge im Garten gehisst, vorallem weil es zur WM, dem sog. Sommermärchen, wieder "cool" wurde Flagge zu zeigen.
Bis irgendwann PEGIDA aufgetreten ist und in dem Umfeld immer mehr auf rechtsradikalen Demos die Deutschlandflaggen hochgehalten wurden. Da ist es mir dann wieder vergangen mit der Deutschtümelei.

Danach hatte ich dann mal die Sachsenflagge, gekarpert wurde diese vom 3. Weg, dann eine niederschlesische und derzeit weht nur noch die Flagge meiner Heimatstadt in blau und gelb.

An sich habe ich kein Problem mit der deutschen Flagge. Mich kotzt nur die Vereinnahmung extrem rechter Strömungen an.


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11.08.2026 um 13:08
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Wie gesagt, historisch bedingt. Deutschland hat nach 1945 einen deutlich zurückhaltenderen Umgang mit nationalen Symbolen entwickelt als viele andere Länder. Das kann man durchaus feststellen, ohne daraus gleich eine „Verdrängung“ der Deutschlandflagge abzuleiten.
Das ist für mich dasselbe, es ist Ausdruck dessen und ich finde es nicht richtig.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:An sich habe ich kein Problem mit der deutschen Flagge. Mich kotzt nur die Vereinnahmung extrem rechter Strömungen an
Die nur möglich ist, wenn man die Vereinnahmung zulässt und das ist geschehen. Man hat sie zu wenig geehrt, dann machen es eben andere.
Halätten wir einen normaleren Umgang damit, gäbe es den Anknüpfungspunkt der Rechten garnicht


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11.08.2026 um 13:14
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Aber es gab genügend die mitgelaufen sind, die Rassengesetze mitgetragen und befürwortet haben, damit es überhaupt zu diesem extremen Verbrechen der Menschheitsgeschichte kommen konnte.
@Bone02943

Aber sind denn extreme Verbrechen von einer AFD Regierung oder einer AFD Regierungsbeteiligung zu erwarten? NSDAP und AFD sind meines Erachtens nicht ernsthaft vergleichbar. Genauso wenig sind die Ausgangsbedingungen 1933 und 2026 vergleichbar.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Und wenn wir mit +40% in Sachsen-Anhalt für die AfD rechnen, dann ist das einfach nur gefährlich. Eine solche Partei und deren Wählerschaft zu unterschätzen.
Das kann ich schon eher mitgehen. Natürlich ist das nicht super.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Und höre mir auf mit 1%, ich lebe im "Osten" und die Realität hier sieht gänzlich anders aus.
Ok, ich nicht. Und tatsächlich kenne ich niemanden persönlich, den ich als Rechtsextremisten bezeichnen würde, niemanden, der sich 1933 zurückwünscht oder zumindest niemanden, der das sagen würde.


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