Zitat von RöhrichRöhrich schrieb:Mir scheint es gibt wieder nur 2 Positionen zur AfD, entweder ist man grundsätzlich dagegen und darf kein falschen Satz schreiben, man darf Positionen dagegen nicht hinterfragen, dann gehört man zur Anti-AfD Fraktion - den Guten oder man ansonsten ja kann nur pro AfD sein.
Dieses Spielchen und diese sehr verengte Sichtweise mag das Leben leichter machen und man kann immer leicht einordnen in schwarz und weiß.

Das ist halt eine Unsitte geworden und Teil des Problems und ein Grund warum Bürger die AfD wählen, weil man ja mit einer differenzierten Sichtweise eben bei den Guten nichts zu suchen hat.
Das ist doch gerade der Punkt: Kritik und Nachfragen sind Teil einer differenzierten Auseinandersetzung. Ich kann eine politische Position durchaus grundsätzlich nachvollziehbar finden und trotzdem fragen, wie sie konkret umgesetzt werden soll, wo rechtliche Grenzen liegen oder welche Folgen sie hätte.

Genau das mache ich doch bei der AfD. Bei „Grenzen dicht“ frage ich nach, was damit konkret gemeint ist und wie Zurückweisungen mit EU- und Asylrecht vereinbar sein sollen. Bei Siegmunds Rüstungsaussage habe ich nachgefragt, was er überhaupt unter „Rüstungsgütern“ versteht.

Wenn man dagegen jede kritische Nachfrage als „Anti-AfD“ einordnet und nur zwischen „pro AfD“ und „gegen AfD“ unterscheidet, ist das doch gerade eine ziemlich undifferenzierte Schwarz-Weiß-Sicht.