Dass in der polarisierten deutschen Innenpolitik mit schrillen Tönen reagiert wird, war zu erwarten. In helvetischen Gefilden hingegen war es eher ungewöhnlich, was der Schauspieler und Komiker Mike Müller (62) von sich gab. Auf der Plattform X schrieb er, Bezug nehmend auf Rücktrittsforderungen an Bundeskanzler Friedrich Merz (70): «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.»
Müller Senior nennt Alice Weidel eine Freundin
Eine Million Wählerinnen und Wähler in dem ostdeutschen Bundesland als Nationalsozialisten zu bezeichnen – das war für manche allzu starker Tobak. Jetzt ist gegen Mike Müller eine Strafanzeige eingereicht worden. Der Vorwurf: Verleumdung, üble Nachrede und Beschimpfung. Die Zürcher Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber Blick den Eingang der Anzeige mit Datum 16. September.
Quelle:
https://www.blick.ch/politik/wegen-nazi-tweet-strafanzeige-gegen-mike-mueller-id22267354.htmlLOL!
Da wird wieder die Opferrolle gemacht, wenn jemand ausspricht, was nun mal Phase ist.
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Bildquelle: generiert mit Gemini Flash und dann rumgehunzt optimiert mit PaintIch habe ganz vergessen diesen interessanten Artikel hier zu teilen.
Doch, bei einem AfD-Verbot würden sehr wohl sehr viele Wähler der AfD verschwinden. Wer die Ursachen des Erfolgs des Rechtsextremismus wirklich bekämpfen will, sollte das Verbotsverfahren fordern, nicht blockieren.
Das Argument, ein Verbot löse das Problem für den Erfolg des Rechtsextremismus nicht, weil die Wähler und ihr Gedankengut ja nicht verschwinden, ist erstens kein Gegenargument gegen ein Verbotsverfahren, denn niemand fordert ein Verbot statt inhaltlicher Auseinandersetzung, sondern zusätzlich dazu.
Zweitens ist es sachlich falsch. Die AfD ist nicht bloß das Symptom rechtsextremer Einstellungen, sie ist einer deren wichtigster Verstärker: Sie bündelt, finanziert und normalisiert den deutschen Rechtsextremismus, rund 35 Prozent ihrer Einnahmen kommen vom Staat, ihre Kanäle haben die größte Sichtbarkeit auf TikTok, sie ist der Ankerpunkt, den russische Desinformationskampagnen und Elon Musks Wahleinmischungen verstärken, und ihre Lügen werden von Medien und Parteien aufgegriffen und damit legitimiert. Fällt die Partei weg, fällt tatsächlich ein relevanter Teil der Ursachen weg, warum Menschen rechtsextrem wählen.
Drittens zeigen Wahlanalysen, Einstellungsforschung und Umfragen dasselbe Muster: Der Kern der AfD-Wählerschaft besteht aus Menschen mit geschlossen rechtsextremem Weltbild, die vor der AfD in großen Teilen gar nicht wählten, und ein Drittel der AfD-Anhänger gibt selbst an, ohne AfD gar nicht mehr wählen zu gehen. Diese Wähler verschwinden also buchstäblich und nachhaltig aus dem Wähleranteil bei einem AfD‑Verbot. Und das ist okay, denn unsere Republik ist zuvor auch 60 Jahre gut ohne sie ausgekommen. Wer die Ursachen der AfD bekämpfen will, muss deshalb auch ein Verbotsverfahren fordern, nicht es verhindern.
Quelle:
https://volksverpetzer.de/analyse/afd-verbot-waehler-verschwinden/Ich denke, die Wähler würden zur CDU zurückkehren oder wieder Nicht-Wähler werden und ein kleiner Teil montags mit ihren Schildchen auf Querdenken-Demos (oder anderen rechten Demos) stehen.
Was mir in diesem Zusammenhang auch gerade einfällt:
Ich gucke ja viel Marcant und Co. auf Youtube.
Marcant und seine Kollegen (zum Beispiel Hannes Kreschel) sprechen regelmäßig mit Demoteilnehmern oder Besuchern von anderen Veranstaltungen.
Das Interessante ist: Es sind eher wenige Menschen, die dorthin gehen und sie sind auch oft keine Bewohner der jeweiligen Stadt in der das AfD-Event stattfindet, sondern teilweise von weit außerhalb angereist.
Früher war es auch so, dass zum Beispiel Querdenken Leute in Bussen angekarrt hat, um die Versammlungen größer wirken zu lassen, als sie sind und ich vermute, dass das bei der AfD ähnlich abläuft.
Aber natürlich locken Bier und Wurst alle Interessierten der AfD an und viele haben es sich auch zum Hobby gemacht durch ganz Ostdeutschland zu reisen, um an vielen Veranstaltungen von Ulrich Siegmund und Co. teilzunehmen.