Grishnakh84 schrieb:Ich weiß es immer noch nicht. Vielleicht weiß sie auch wer steil geht wenn sie so nen Blödsinn loslässt. Ich kann ihr auch nur vor den Kopf schauen. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass sie das selber wirklich glaubt
Es passt in ihr Kommunikationsverhalten:
[...]
Alice Weidel vereint Rationalität mit Provokation, Distanz mit Führungskraft und persönliche Widersprüche mit strategischer Kommunikation. Ihr Auftreten lässt vermuten, dass sie kognitive Dissonanzen entweder stark verdrängt oder als Teil ihrer Selbstinszenierung integriert.
Ihre Persönlichkeit zeigt Merkmale von Selbstdisziplin, Dominanz und taktischem Kalkül. Gleichzeitig löst sie bei ihrem Gegenüber zwiespältige Reaktionen aus – von Zustimmung bis Kopfschütteln, von Bewunderung bis Irritation und Fremdscham: für die einen ist sie zur populistischen Gallionsfigur gegen die da „oben“ geworden, die anderen belächeln sie.
Die Frage bleibt, ob sie auf Dauer die Kontrolle über dieses Spiel behalten kann. Ihr Erfolg in der AfD beruht auf ihrer Fähigkeit zur Selbstinszenierung. Doch diese Inszenierung basiert auf inneren Spannungen, die langfristig zu einer Belastung werden könnten.
Quelle:
https://www.focus.de/politik/deutschland/gastbeitrag-von-martina-lackner-angriff-ausweichen-weglaecheln-psychologin-blickt-hinter-weidels-strategie_id_260732591.htmlWird sie wirklich selbst daran glauben, dass Hitler ein Linksextremer war? Völlig egal; für sie funktioniert es.
Letztendlich sagt dies aber auch mehr über uns, als über sie. Wahrheit spielt immer weniger eine wichtige Rolle.
Dies bestätigt auch ihr Auftritt im Sommerinterview:
Im Gespräch mit dem stellvertretenden Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Wulf Schmiese, positionierte sich AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu Migrationspolitik, Klimawandel, der Zukunft der deutschen Automobilindustrie und einem möglichen deutschen Euro-Ausstieg. Ein anschließender Faktencheck des ZDF-Teams fördert dabei zutage, wie sehr Weidel bei mehreren Aussagen von der Realität abweicht.
[...]
Der ZDF-Faktencheck zeichnet letztlich ein klares Bild: Bei mehreren zentralen Themen des Sommerinterviews stellte Alice Weidel Behauptungen auf, die entweder nachweislich falsch, aus dem Kontext gerissen oder gezielt irreführend waren. Hierzu zählen die frei erfundene Verknüpfung von Arbeitslosigkeit und Einbürgerungszahlen über die wissenschaftlich widerlegte Klimawandel-Relativierung bis hin zur einseitigen Schuldzuweisung beim Verbrenner-Verbot.
Wo die AfD-Chefin mit markigen Aussagen punkten wollte, hält die Faktenlage ihren Behauptungen in den meisten Fällen nicht stand.
Quelle:
https://www.merkur.de/politik/verdreht-fakten-im-zdf-sommerinterview-afd-chefin-alice-weidel-zr-94456392.htmlReiner Populismus. Immer ein Stückchen näher an dem (erfolgreichen) Beispiel im Weißen Haus.
Was das Ergebnis in der Realität wäre, sieht man in den USA sehr eindrucksvoll.
Hört man ihr mal aufmerksam zu, dann bekommt man dies auch mit. Dass da etwas nicht stimmt. Sich widerspricht. Nicht passt.
Manchmal erinnert sie mich ein wenig an Elizabeth Holmes. Beide spielen bzw. spielten eine Rolle.
Wie es in ihr wirklich aussieht, das habe ich mich nach dieser Aussage von Siegmund in der Tat gefragt:
[...]
Eine naheliegende Frage, die Weidel und anderen Spitzenpolitikern immer wieder gestellt wird. Schließlich ist seit Langem bekannt, dass Weidels Familie nicht dem Idealbild der AfD entspricht.
Dennoch tut sich Siegmund mit einer Antwort sichtlich schwer. Weidel habe der AfD programmatisch recht gegeben, dass eine Familie mit Vater und Mutter immer der optimale Fall sei. Aber man wisse auch, „dass das Leben nun einmal anders sein kann“. Bevor ein Kind in einem Heim aufwachse, seien auch andere Lebensformen zu unterstützen. „Das ist völlig in Ordnung.“
Ist das Umfeld, das Weidel und Bossard ihren Söhnen bieten, also nur wenig besser als ein Kinderheim? Diesen Eindruck erweckte Siegmund in der Bundespressekonferenz. Zumal er nachlegte: Natürlich sei eine Familie aus Vater, Mutter und Kindern das „Optimal-Bild“. Da die AfD eine „Partei der Freiheit“ sei, steht Weidels Familie laut Siegmund aber nicht im Gegensatz zur Programmatik der AfD.
Danach sah sich AfD-Chefin Weidel gezwungen, die Sache etwas zu sortieren. „Es geht doch hier um das gesetzliche Zielbild zur Förderung von Familien“, erklärte sie.
„Wir sagen ganz klar: Jeder hat seine Freiheiten.“ Es gehe darum, was von Staatsseite her unterstützungswürdig sei, und es sei die Aufgabe des Staates, immer dort zu fördern, wo Kinder seien, betonte Weidel.
Quelle:
https://www.tagesspiegel.de/politik/bevor-ein-kind-im-heim-aufwachst-ulrich-siegmund-verheddert-sich-bei-frage-nach-weidels-familie-16027446.htmlWar es das dann? Gibt es nach dem offiziellen Teil keine Diskussion? Hat das wirklich keine Auswirkung auf das Verhältnis zwischen Siegmund und ihr? Gibt es am Abend im Hause Weidel deswegen eine Diskussion beim Abendessen? Sehen das ihre Söhne und ihre Frau auch so kühl politisch? Ihr kann mir das nicht vorstellen, vor allem, da ihre Frau anders auffällt:
[...]
2021 bezeichnete Bossard gegenüber dem Schweizer "Tagesanzeiger" eine Kampagne in der Schweiz gegen die Ehe für alle als "geschmacklos". In dem Interview sagte sie, sie hoffe, dass die Diskussion um die Ehe für alle beendet werde.
Für die Partei ihrer Frau in Deutschland ist das Thema allerdings nicht erledigt. Im Gegenteil. Die AfD will die Ehe für alle wieder abschaffen. Der entsprechende Antrag sei trotz seines Scheiterns im Bundestag nach wie vor Beschlusslage seiner Fraktion, sagte Bundesvize Stephan Brandner zuletzt im ZDF.
[...]
Öffentliche Auftritte von Sarah Bossard abseits von Instagram sind selten. Zuletzt war sie beim AfD-Wahlkampfauftakt in Halle (Saale) im Januar neben Weidel zu sehen. Dort saß Bossard in der ersten Reihe, während ihre Frau auf der Bühne erneut die Schließung der Grenzen forderte, Massenabschiebungen versprach und dabei den rechtsextrem konnotierten Begriff Remigration verwandte.
Sarah Bossards Selbstdarstellung für die Öffentlichkeit steht dazu im diametralen Gegensatz. Die 42-Jährige zeigt sich betont weltoffen. Im Jahr 2023 teilte sie Fotos von der sogenannten Street Parade in Zürich, einem internationalen Techno-Festival, das laut Veranstalter Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringen will.
[...]
Oft ist auch das Handy von Bossard zu sehen – und einmal auch das, was auf der Rückseite klebt: ein Sticker in Regenbogenfarben, ein Zeichen der queeren Community. Es ist das Zeichen, das, wenn es nach dem Willen vieler in der AfD geht, nicht mehr an öffentlichen Plätzen und Gebäuden gehisst werden soll.
Weidel selbst sagte im Sommerinterview 2023 in der ARD: "Dass unter dem Motto der Regenbogenflagge hier jetzt so eine Trans-Popkultur einer Minderheit gefördert wird, und die Menschen sich einfach nur noch fragen, wie schützen wir eigentlich unsere eigenen Kinder in den Schulen und Kitas davor."
[...]
Quelle:
https://www.stern.de/politik/sarah-bossard--das-ist-ueber-alice-weidels-partnerin-bekannt-35478212.htmlDas passt nicht zusammen und ich vermute, das funktioniert für Weidel auch nur in der Opposition. Sprich nur in der Zeit, in der sie nicht in der Tat in die Not kommt, das umzusetzen, was ihrem eigenen privaten Lebensstil widerspricht. Man stelle sich vor, sie würde in der Tat zur Bundeskanzlerin. Spätestens dann müsste sie zurück nach Deutschland und dann würde sie aktiv Politik gegen ihr eigenes Lebensmodell machen (müssen).