AfD
03.08.2026 um 20:47Da steht ja ein "Bernd" mit im Namen. Was sagt das Original denn dazu, wo der doch die Partei heimlich dirigieren soll?abberline schrieb:Hier mal ein paar Sachen, die zeigen, wie neoliberal die AfD gerne wäre.
Da steht ja ein "Bernd" mit im Namen. Was sagt das Original denn dazu, wo der doch die Partei heimlich dirigieren soll?abberline schrieb:Hier mal ein paar Sachen, die zeigen, wie neoliberal die AfD gerne wäre.
Mich würde interessieren, ob sich wirklich die ganzen AfD-Anhänger händeringend eine so drastische Erhöhung der Arbeitszeit wünschen. Und auch sonst würde ich meinen, dass der durchschnittliche AfD-Wähler relativ wenig von diesen neoliberalen Plänen profitieren würden.abberline schrieb:Hier mal ein paar Sachen, die zeigen, wie neoliberal die AfD gerne wäre.
Das wird aktuell noch davon abgedeckt, dass die AfD in der Opposition ist und die eierlegende Wollmilchsau versprechen kann. In den westdeutschen Bundesländern sind viele Wirtschaftsliberale - bis hin zu solchen Ultralibertären wie im Beitrag, die nur den Nachtwächerstaat wollen. Zeitgleich sind bei den ostdeutschen Verbänden und allgemein bei den Höcke-Fans viele, die Benedikt Kaisers Konzept des "solidarischen Patriotismus" favorisieren, also einen starken Sozialstaat, aber nur für Deutsche und nicht für Flüchtlinge. Man mag sich auch an den Landolf-Ladig-Text erinnern, den Höcke wahrscheinlich verfasst hat, wo er die Nationalsozialisten als erste Antiglobalisierungsbewegung bezeichnet, die deshalb von kapitalistischen Mächten angefeindet und angegriffen worden sei ("jüdisch" schwingt da auch immer mit).martenot schrieb:Mich würde interessieren, ob sich wirklich die ganzen AfD-Anhänger händeringend eine so drastische Erhöhung der Arbeitszeit wünschen. Und auch sonst würde ich meinen, dass der durchschnittliche AfD-Wähler relativ wenig von diesen neoliberalen Plänen profitieren würden.
Ein paar Wähler werden vielleicht enttäuscht sein und sich abwenden. Aber ich befürchte, dass bei der AfD längst Sektenmechanismen wirksam sind, die die Anhänger auch bei größten Enttäuschungen nicht mehr umdenken lassen. Lieber nimmt man größte Härten und eigene Nachteile und Schäden in Kauf, als die geliebte Gruppe/Sekte/Partei im Stich zu lassen. So nach dem Motto "Auch wenns weh tut - jetzt erst recht!".baph schrieb:und irgendwelche Wähler sicher enttäuscht werden dürften.
@martenotmartenot schrieb:Ein paar Wähler werden vielleicht enttäuscht sein und sich abwenden. Aber ich befürchte, dass bei der AfD längst Sektenmechanismen wirksam sind, die die Anhänger auch bei größten Enttäuschungen nicht mehr umdenken lassen. Lieber nimmt man größte Härten und eigene Nachteile und Schäden in Kauf, als die geliebte Gruppe/Sekte/Partei im Stich zu lassen. So nach dem Motto "Auch wenns weh tut - jetzt erst recht!".
Ein bekannter Mechanismus: Alternativ sind es die faulen Bürger, Trump, die Superreichen (in Anhängerschaft der idiotischen Nullsummentheorie), die neuen Medien, rechte Presse etc. Das machen alle.martenot schrieb:Und schuld sind im Zweifelsfall sowieso immer die anderen: die Migranten, die Bundesregierung, die "Systempresse", die bösen Linksgrünen, die EU, und so weiter.
Du meinst, die große Mehrheit der SPD-Wähler wählt weiterhin unverdrossen die SPD? Sieht gar nicht so aus, wenn man sich die Wahlumfragen anschaut.sacredheart schrieb:Unterscheiden sich darin die Wähler der AFD denn signifikant von denen zB der SPD? Nach all dem Mist, den die Spezielademokraten gebaut hatten und zwar in Regierungsverantwortung findet die immer noch Wähler, wenn auch nicht viele. Da frage ich mich auch 'Wie leidensfähig sind die denn?'
Den Eindruck habe ich auch.martenot schrieb:Bei den meisten AfD-Wählern hingegen scheint mir die Parteitreue deutlich größer zu sein. Deswegen denke ich, sie werden der Partei auch dann weiterhin treu bleiben, wenn es nach einem Wahlsieg zu Härten und Unannehmlichkeiten aufgrund der von der AfD verhängten Maßnahmen kommen wird.

@martenotmartenot schrieb:Meinem Eindruck nach sind die Wähler der demokratischen "Altparteien" eher selbstkritisch ihren eigenen favorisierten Parteien gegenüber. Auch ich selbst fühle mich nicht an eine bestimmte Partei stärker gebunden und tendiere dazu, sie zu kritisieren oder mich auch (temporär) abzuwenden.
Macht das denn die AfD? Den Eindruck habe ich ehrlich gesagt auch nicht. Die beten ihre immergleichen Storys runter und schüren Hass gegen die üblichen Verdächtigen/Minderheiten/Sündenböcke. Aber die Probleme der Bevölkerung scheint die AfD auch nur vordergründig berücksichtigen zu wollen (um halt gewählt zu werden).sacredheart schrieb:Gehen sie auf die Probleme der Bevölkerung ein?
Nope, erkennt man auch an dem 10-Punkte-Plan (100-Tage-Plan) der AfD für Sachsen-Anhalt:martenot schrieb:Ob es das wirklich ist, was die Deutschen letztlich weiter bringen wird bzw. ihr Leben verbessern wird?
So ist es. Und einigen Menschen in Sachsen-Anhalt geht es deswegen tendenziell eher schlechter, weil das Verbieten der Regenbogenfahne durchaus beunruhigend wirken kann (also kein Komfortgewinn, außer für Leute, die ihre Abneigungen pflegen wollen).Lepus schrieb:Joa, könnense machen, aber es bringt den Menschen genau nichts.
Die AfD hat als einzige rechtsextreme Partei nennenswerte politische Macht, daher zieht sie natürlich auch eine Menge Geschmeiß an, das kranke rechtsextreme Ideologien teilt.martenot schrieb:Bei den meisten AfD-Wählern hingegen scheint mir die Parteitreue deutlich größer zu sein
Wieviel % hat die SPD aktuell?sacredheart schrieb:Unterscheiden sich darin die Wähler der AFD denn signifikant von denen zB der SPD?
Ich denk, der SPD Wähler wählt deshalb, weil die Alternativen noch schlimmer sind. Überzeugt vom Werkeln der Partei sind sie deshalb nicht. Es geht lediglich darum, dass eine noch stärkere CDU noch grösseren liberalen Bockmist anrichten könnte.martenot schrieb:die große Mehrheit der SPD-Wähler wählt weiterhin unverdrossen die SPD? Sieht gar nicht so aus, wenn man sich die Wahlumfragen anschaut.
Ich bin auch einer von denen, die in Ermangelung besserer Alternativen nach wie vor eine Partei des Spektrums in bzw. links der Mitte wählt, ohne wirklich überzeugt zu sein. Es ist aber nicht so, dass ich eine dieser Parteien vehement verteidigen würde oder mich gekränkt fühlen würde, wenn diese Parteien kritisiert werden.abberline schrieb:Ich denk, der SPD Wähler wählt d shalb, weil die Alternativen noch schlimmer sind.
Aber sie hat ja noch Wähler.Groucho schrieb:Wieviel % hat die SPD aktuell?
Und wieviel vor 30 Jahren?
Beantwortet das deine Frage? :D
Ja, und? Es ist schließlich eine Partei, die immer Wähler hatte, solange sie existiert. Warum sollte sie keine Wähler mehr haben? Die AfD hat auch Wähler, was ich ehrlich gesagt wesentlich erstaunlicher finde.sacredheart schrieb:Aber sie hat ja noch Wähler.
@martenotmartenot schrieb:Ja, und? Es ist schließlich eine Partei, die immer Wähler hatte, solange sie existiert. Warum sollte sie keine Wähler mehr haben? Die AfD hat auch Wähler, was ich ehrlich gesagt wesentlich erstaunlicher finde.
Naja, wie gesagt, in Ermangelung besserer Alternativen wählen manche eben nach wie vor die SPD. Und zumindest auf regionaler und kommunaler Ebene finde ich sie nach wie vor oft eine gute Option. Und es ist ja nicht ausgeschlossen, dass die Partei ihr Potential auch mal wieder stärker entfalten wird.sacredheart schrieb:Wer nach Scholz und Faehser und Esken meint, die SPD bringt Deutschland nach vorne muss entweder sehr leidensfähig sein oder extrem optimistisch.
Oh die stellen sich schon cleverer an, was Eigendarstellung angeht, glaub ich. Ganz wertfrei, nur gefühlt.martenot schrieb:üblichen Verdächtigen/Minderheiten/Sündenböcke. Aber die Probleme der Bevölkerung scheint die AfD auch nur vordergründig berücksichtigen zu wollen (um halt gewählt zu werden).
Das wirkt halt wie ein Konzernchef.abberline schrieb:Der Bremer CDU-Landesvorsitzende Heiko Strohmann hat Parteichef Friedrich Merz in scharfen Worten für seinen Umgang mit den ostdeutschen Landesverbänden kritisiert. "Unter Friedrich Merz fühlt sich die CDU manchmal an wie eine Partei vor der Wende", sagte Strohmann dem "Focus". "Friedrich Merz führt die Partei mit der Brille eines Sauerländers und ist in der alten Bundesrepublik verhaftet." Die Union habe aber einen gesamtdeutschen Anspruch.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_101373572/-wie-vor-der-wende-bremer-cdu-landeschef-kritisiert-friedrich-merz.html