Nemon schrieb:Ich würde meinen "auserwählt" ist das richtige Wort, das keine Synonyme braucht.
Der Zusammenhang mit Mythen und Religion ist für mich so offensichtlich, dass ich das nicht mal rätselhaft finde. Wobei der Kontext größer ist. Aber psychische Grenzerlebnisse waren/sind sicher ein Teil davon. Ein Teil, der das Ganze für betroffene Individuen persönlich macht.
Rätselhaft ist die Herkunft des universellen Aussehens der Gestalten. Deswegen denke ich, dass es etwas ganz grundlegendes vom Bewusstsein her ist und eben nichts externes, wie eine Gottheit. Nur werden vielleicht einige Menschen solche Erfahrungen sofort als etwas in die Richtung eingeordnet haben. Bei der Gestalt die ich sah, hätte ich ja, wenn ich gläubig wäre, sofort denken können sie sei irgendwas erhabenes oder dämonisches, aber ich sehe sie eher einfach als etwas vom Hirn ausgehendes, das sich sofort aktiviert, wenn eben wie in meinem Fall ein erheblicher Sauerstoffmangel einsetzte. Möchte gar nicht mal wissen, wie niedrig der schon mal gewesen sein kann. Bah! Schrecklich diese Vorstellung, dass man Nachts mal eben ne Minute nicht atmet!😖😵😫
Nemon schrieb:Scheint ja irgendwie so zu sein. Andererseits dürfen wir da vielleicht keine zwingende Logik oder Systematik erwarten. Vielleicht ist es nur Zufall. Diese Vorfälle betreffen nur sehr wenige Menschen. Und für viele lebensbedrohliche Zustände, die viel öfter und bei jedem vorkommen, scheint es, so weit ich weiß, keine entsprechenden Mechanismen zu geben. Wir sterben ohne physiologisch zwingenden Grund bei bestimmten Verletzungen, in der Notversorgung ist man auf andere Menschen angewiesen, die einen bei Bewusstsein halten - es fiele mir jetzt schwer, einen klaren evolutionären Vorteil zu erkennen, die diese "Warnfiguren" gebracht hätten.
Man muss sich unbedingt die Erwartung abgewöhnen, dass die Natur nur Weiterentwicklungen hervorbringt. Also so einiges ist einfach nur eine zufällige Mutation und ergibt sich, wie es sich ergibt. Entweder erfüllt es dann einen Nutzen, oder eben nicht. Wie das goldfarbene Robbenbaby, das aber in seiner Umgebung völlig aufgeschmissen ist, während seine Kollegen alle Graphitgrau sind. Menschen sehen da sofort etwas Besonderes, aber rein aus naturwissenschaftlicher Sicht ist solch eine zufällige Farbe einfach Pech und nichts ästhetisches, oder nützliches.
So sehe ich das mit diesen Gestalten. Sie tauchen hier und da mal auf und es hat sich vielleicht zufällig so ergeben, dass es ein Warnsystem sein kann, aber auch nicht in jeder Situation funktioniert. Ich glaube, unser Bewusstsein und allgemein das Leben jst so komplex, vieles noch unerforscht. Am Ende könnte es wieder etwas komplett anderes sein.
Leider kann ein häufiges Auftreten von solchen schlafbezogenen Halluzinationen und Paralysen auch Ausdruck einer Narkolepsie sein. Also ein Teil durch Sauerstoffmangel, ein Teil durch ein anderes Problem und LEIDER nicht einmal psychisch, denn das wäre ja noch einfach! Ich würde mir wünschen man hätte sagen können, dass sowas psychischer Natur sein kann, aber das ist es leider nicht. Entweder einfach genetisch bedingt, durch Schlafapnoe, oder Narkolepsie. Viel Auswahl bleibt leider nicht.
Das Einzige was ich deutlich feststellen konnte ist, dass diese Probleme über die letzten paar Jahre enorm zugenommen haben. Früher waren es vielleicht mal nur eine kurze, visuelle Sinnestäuschung beim Aufwachen pro Monat. Wenn überhaupt! Alle paar Monate! Jetzt ist es manchmal mehrmals die Woche! Ich hab aber in dieser Zeit auch eine Gewichtszunahme festgestellt. Seitdem ich über die 80 bin, ist das alles so schlimm. Wiege jetzt 85,3. Bei einer Größe von 1,60m. Das ist einfach zu viel, auch wenn es optisch nicht so aussieht, ich sehe eher vom Oberkörper her schlank aus, aber das Tückische ist, dass Fettgewebe von innen heraus entsteht. Wenn Fettleibigkeit schon von außen zu erkennen ist, sind alle Organe und Partien im Hals längst lange zuvor gequetscht und Übergewicht ist in den allermeisten Fällen IMMER die Ursache für Schlafapnoe.
Da ich diese visuellen Probleme aber schon mit weniger Gewicht hatte, kann ich nur hoffen, dass es halt einfach genetisch bedingt ist, was jedoch nicht die Häufigkeit erklärt. Du siehst, so einfach ist es leider nicht herauszufinden. Man kann Narkolepsie nur mit einer ganz fiesen Untersuchung feststellen. Es geht um ein Gen, das man haben muss, das nur bei Narkolepsie vorkommt. Es wird eine Probe aus der Wirbelsäule entnommen und untersucht. Eine ganz widerliche und sicher extrem unangenehme Untersuchung, da man mit einer sehr langen, feinen Spritze dort reinsticht, wo eine falsche Bewegung fatal sein kann.
Na ja, wie dem auch sei. Ich hab noch einen Termin bei der Neurologin im Schlaflabor. Sie soll das alles untersuchen und hoffentlich ausschließen können. Angeblich kann das ja alles mit einer Sauerstoffmaske für den Schlaf verschwinden, aber man muss es erstmal schaffen mit sowas ruhig schlafen zu können.
Ich hab in einem anderen Forum einen Lungenfacharzt mit dabei, welcher meinte, dass beim Schlaflatenztest bei mir, solch eine rapide Neigung einzuschlafen direkt in die REM-Phase zu kommen, ein starker Hinweis auf Narkolepsie ist.
:cry: Das heißt, es könnte wirklich sowas sein. Leider kann der Mist schon allein dadurch entstehen, wenn man mal die ein oder andere Streptokkokeninfektjon hatte.