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Guter Gott - Böser Gott

Guter Gott - Böser Gott

12.09.2010 um 14:31
Niselprim schrieb:Für uns und was wir in unseren Gedanken nachvollziehen können,
sind wir nun mal die Krone der Schöpfung,
weil uns sonst kein anderes Lebewesen bekannt ist,
welches unsere Intelligenz überbieten könnte @Schalom
Dass Du das nicht annehmen willst, zeigt lediglich Deine törichte Uneinsichtigkeit
Törichte Uneinsichtigkeit werfe ich denen vor die die nicht bereit sind auch mal über den irdischen Tellerand zu schauen und sich selbst die Krone aufsetzten ohne zu wissen ob man auch wirklich die Krönung der gesamten Schöpfung ist @Niselprim. Aber vor dem Fall kommt bekanntlich ja der Hochmut. ;)


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12.09.2010 um 22:35
Glaube mir @Schalom ich schaue weit genug über den Tellerrand ;)


Was gibt es da ein wenig einfacher zu formulieren ? @Fritzi
Bewußtsein entspringt dem Geist und seiner ursprünglichen Intelligenz
(also Geist in mit Intelligenz ausgestattetem Körper).
DAS BEWUßTSEIN des Universums entspringt dem GEIST GOTTES,
dessen Körper das Universum ist. Dieser wiederum irgendwo sein/wohnen muss.
So wohnt also das Universum an seinem Wohnort im Himmel.

'ICH BIN für Euch da' ist durch Immanuel (=Gott mit uns) über den Äther
hier auf der Erde für uns wirksam - sprich, der HEILIGE GEIST weilt unter uns.
Nehmen wir IHN an, dann haben wir den Himmel auf Erden ;)


In Punkto Himmel und Hölle, sind wir uns wieder einmal einig @snafu Hi :)
snafu schrieb:"Das Himmelreich welches mit Christus kommt" ist ein inneres Himmelreich. Es kommt nicht von Aussen!

Die Stadt ist genaus so ein materielles Gefängnis wie gehabt. Sie ist ein Kubus. Das Symbol der Materie. Und auch das Lamm bekommt mal Hörner. Denke weiter nach...
Leider widersprichst Du dir da wieder einmal selber,
weil die Stadt sehr wohl außen ist, sonst könntest in diese keinen Einlass erhalten.
Und das geschlachtete Lamm bekommt sicherlich keine Hörner mehr. Denk weiter nach...
snafu schrieb:So weshalb sollte es das alles nicht geben, wenn es menschengemacht ist?
Weil der Mensch heilig sein soll, also nur Gutes tun...
snafu schrieb:So wie kann der Mensch die Dualtät vermeiden?
Durch Gleichberechtigung ;) Verstehst Du das?
snafu schrieb:Sieg gegen Satan. Wohin geht Satan dann? ^^ Satan ist der Herr der Erde, nicht dass sich dann die Materie auflöst...
Na, in den Feuersee der Erde - wo er doch Herr darüber ist :D
GOTT sei Dank! ist mein Herr mein Geist :)
snafu schrieb:Moses hat es veranschaulicht, indem er die Schlange, das Symbol für die Erde erhöht hat. Und damit eine Verbindung erschuf zwischen Himmel und Erde. Jesus verband desgleichen am Kreuz Golgatha mit dem Universum.
Das habe ich Dir schon mal erklärt...


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12.09.2010 um 22:40
@Niselprim
Danke für deine Mühe.
Ich habe es zwar verstanden, doch ist es schwer zu verstehen. :)


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12.09.2010 um 22:58
Schau @Fritzi Was ist Bewußtsein? Es ist erst einmal die Erkenntnis um sich selbst.
Was benötigt man dazu?
Sich selbst, also einen Körper (=Intelligenz) und seine Wahrnehmung (=Geist).
Was daran ist schwer zu verstehen?


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Guter Gott - Böser Gott

12.09.2010 um 23:01
@Niselprim
Du hast eine andere Einstellung zu all dem, eine andere Betrachtungsweise.
Ich muß mich da erst einmal aus dem althergebrachten Denken rausarbeiten, wie das Küken aus dem Ei ! :)


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Guter Gott - Böser Gott

12.09.2010 um 23:10
Mit althergebrachten Denken meinst wohl das blinde Glauben? @Fritzi :)

Ich betrachte es lediglich bewußter als andere
und habe mir halt über die Zusammenhänge Gedanken gemacht.


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Guter Gott - Böser Gott

12.09.2010 um 23:14
@Niselprim

Ja - und dabei bist du mir schon weit voraus, ich stecke da in der Kükenphase :)
Niselprim schrieb:So wohnt also das Universum an seinem Wohnort im Himmel.
Ich kann deinen Gedankengängen absolut folgen, bis auf den "Himmel", da hakt es bei mir.
Gib dir mal keine Mühe, irgendwann wird der Groschen bei mir auch schon fallen .


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 12:18
@Fritzi
Zum Meditieren habe ich mal in diesem Forum eine kleine Anweisung geschrieben(wenn mans so nenen darf).
Ansonnsten kann ich ja mal gerne schauen ob ich das hier finde.


@Niselprim
Ich weiß nicht mehr, wo wir stecken geblieben waren...

Wobei ich mir die Frage stelle ob nicht der Augenblick wichtiger ist als der Vergangene?

Sagt dir der Name Abraxsis was?


Alles gut.

Hammer


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 12:28
@IchHammer

Danke - aber im Moment bin ich "neben mir" - bin in einer Art seelischem Loch.
Somit bin ich zu nichts fähig .... gib dir mal keine Mühe ... muß da erst wieder mal raus finden !
:) :)


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 13:21
Gott ist das Eine

Definition nach Plotin (aus Wiki)

PLOTIN lehrte das Bestehen eines "unbeschreiblichen Einen" und als dessen Emanation (Ausströmung) das Universum (wörtlich: zum Einen Gewendetes) als Abfolge von Entitäten, die dem Einen mehr oder weniger nahe sind:
Das oberste Urprinzip des Seins ist das alles umgreifende "das Eine".
Es ruht in sich selbst und übersteigt alle Vorstellungen.
Das Eine (Gott) ist zugleich das Schöne und Gute.
Es steht jenseits aller Gegensätze und aller Fassbarkeit.
Das Eine (Gott) kann eigentlich nur negativ umschrieben werden dahingehend, was es nicht ist.
Das Eine ist weder ein diffuses Einerlei noch die absolute Leere.
Die Welt ist nicht durch den Willensakt eines Demiurgen (Gott) in einem Schöpfungsakt erschaffen worden.
Das Eine strömt vielmehr über, und seine Überfülle erschafft alles andere.
Das Eine ist die Möglichkeit des Allen (dynamis panton).
Das Eine ist weder Geist noch ein Gegenstand der Vernunft (weder nous noch noêton).
Es ist ein Übervernünftiges (hyperbebêkos tên nou physin).
Das Eine verhält sich zum Geist wie das Licht zum Auge.
Das Eine ist die Quelle und Kraft, aus der das Seiende erst stammt.
Es ist die aktive Möglichkeit zu allen differenzierten Formen in der Sphäre des Geistes (nus).

Der Geist (nous)
Aus dem Einen als der Quelle des Seins geht der Geist (nous) hervor.
Er setzt ein Erkennendes und ein Erkanntes, ein Bewusstsein und dessen Gegenstände voraus. Damit ist der Geist im Gegensatz zum Einen schon mit der Zweiheit behaftet. Er umfasst als Erkanntes den ganzen Kosmos der Ideen (noetos kosmos).
Dieser ist das wahre Sein.
Die Ideen sind zugleich Urbilder und dynamische Kräfte. Die fünf Kategorien, in denen der Geist denkt, sind:

1. Sein
2. Beharren
3. Bewegung
4. Identität (tautotês)
5. Verschiedenheit (heterotês)

Die Seele (psyche)
Weltseele
Die dritte Stufe bildet die (Welt-) Seele (psyche). Sie wird durch den Geist als sein Abbild durch Ausstrahlung erzeugt.
Sie steht zwischen dem wahren Sein und der Materie.
Sie empfängt vom Geist die Ideenwelt und formt nach diesen Urbildern aus der Materie die Sinnenwelt.
Die immaterielle Weltseele strahlt die gestaltende Naturkraft (physis) aus, die aus feinstem Äther besteht und mit dem Weltkörper verbunden ist - so wie die menschliche Seele mit dem menschlichen Körper ebenfalls verbunden ist.
(Meiner Überzeugung nach ist es die "Weltseele" die der Materie physische Masse verleiht.
eckhart)

Menschliche Seele
Die menschliche Seele ist ihrem eigentlichen Wesen nach ein Teil der (Welt-) Seele (psyche) und gehört damit dem wahren Sein an. Die ganze (Welt-) Seele ist in jeder einzelnen menschlichen Seele gegenwärtig. Die menschliche (Teil-) Seele trägt deshalb das Ganze in sich:

Jede Seele muss bedenken, dass sie es war, die alle Wesen erschaffen und ihnen Leben eingehaucht hat. Sie selbst hat erschaffen den großen Himmel, die Sonne und die göttlichen Gestirne, die Ordnung ihrer Kreisbewegungen, die Luft, das Meer und alles, was die Erde ernährt. Die Seele ist von noch höherer Natur als alles, was sie ordnet, bewegt und beseelt.

Durch die Verbindung mit dem Körper ist die menschliche (Teil-) Seele aber in das Materielle und Schlechte verstrickt:
Was hat die menschliche Seele veranlasst, das Eine - an dem sie Anteil hat und dem sie ganz angehört - zu vergessen und mit ihm sich selbst nicht mehr zu kennen?
Die Überhebung und der Drang zum Werden, der Zwiespalt und der Wille, sich selbst anzugehören, waren der Beginn des Unheils.

Die Materie (hyle)
Die Materie ist der Inbegriff des Schlechten, Finsteren und Bösen.
Sie ist die unvollkommenste Ausstrahlung des Einen.
Die Materie ist nicht körperlich, sie ist vielmehr das Form- und Bestimmungslose. Die Erscheinungen sind trügerische Abbilder des wahrhaft Seienden.
Die Schönheit in der Welt der Erscheinungen beruht auf der Formung des Stoffes durch die Idee, dem Durchschimmern des Idealen in der sinnlichen Erscheinung. In der Welt der Erscheinungen tritt die Vielheit an die Stelle der Einheit und die Zeitlichkeit an die Stelle der Ewigkeit.

Das Böse liegt in der Abkehr vom wahren Sein hin zum Nichtigen und Kraftlosen. Das Böse besteht aber nirgends rein für sich, es hat seine Ursache nur in dem Fehlen des Guten.


Das Einswerden mit dem Einen (Gott)
Das Streben der menschlichen Seele ist darauf gerichtet, sich vom Materiellen zu lösen und zu ihrer wahren Natur, nämlich der Welt des reinen Geistes, aufzusteigen. Der Weg dahin ist ein geistiger und führt durch eine vollkommene Versenkung in das Innere des Menschen. Dazu muss das bessere Selbst von der Sinnlichkeit befreit werden (Reinigung, katharsis):

Wenn aber jemand nicht zum Schauen gelangt und seine Seele des Glanzes dort oben nicht inne wird, wenn er nicht erschüttert wird von einer inneren, gleichsam erotischen Erschütterung beim Schauen - so wie ein Liebender, der ausruht im Geliebten - wenn er aber vielleicht doch ein wahres Licht aufnimmt, das die ganze Seele erleuchtet, dann ist er zwar ganz in die Nähe des Einen gelangt, aber beim Aufstieg wurde er noch durch eine Last bedrückt, die der Schau hinderlich wurde, er stieg nicht allein hinauf, sondern nahm etwas mit, was ihn von dem Einen trennen mußte, oder hatte sich noch nicht zu einer Einheit gesammelt.

Gelingt es der menschlichen Seele, alles Irdische abzuschütteln, so kann sie sich mit dem Geist (nus) wieder vereinigen.
In den seltenen Momenten einer mystischen Erfahrung ist sogar das Einswerden mit dem Einen (hen) möglich.
Dieser Zustand überschreitet dann alle Formen des reinen Erkennens.
Das Einswerden der menschlichen Seele mit dem Einen ist kein denkendes, sondern ein liebendes Schauen.
In der mystischen Ekstase (gr. ekstasis) ist der Mensch außer sich, ohne in das Schwärmerische zu verfallen.
Es ist die Ruhe der Seele in dem Einen, das sie unmittelbar erfasst:
" Wer das Eine aber geschaut hat, der weiß, was ich sage, dass nämlich die Seele alsdann, indem sie herannaht und endlich anlangt und an ihm Teil erhält, ein neues Leben empfängt und aus diesem Zustand heraus erkennt, dass hier der Spender des wahrhaften Lebens bei ihr ist und sie keines Dinges mehr bedarf, dass es vielmehr gilt, alles andere von sich abzutun und in ihm allein stille zu stehen, es zu werden in reinem Alleinsein, alles übrigen uns entschlagend, was uns umkleidet."

Diese Wiki - Interpretation über Plotin trifft im Großen und Ganzen mein Gefühl und Erleben.
Gott wirkt nicht in Raum und Zeit, sondern in einem einzigen Nun.
Alles was wir wahrnehmen, also auch Raum und Zeit, sind Manifestation des Geistes, Gottes.
eckhart

Wikipedia: Plotin


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 13:42
@eckhart
super Beitrag ! Danke.


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14.09.2010 um 20:48
IchHammer schrieb:Sagt dir der Name Abraxsis was?
Nein. Was soll er mir sagen? @IchHammer


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14.09.2010 um 21:00
Hallo @eckhart
Was meinst Du war zuerst - Die WEISHEIT oder der GEIST GOTTES?
Und, warum sollte GOTT nicht den Willen zur Schöpfung gehabt haben sollen?


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 21:23
Niselprim schrieb:Was meinst Du war zuerst - Die WEISHEIT oder der GEIST GOTTES?
Es gibt kein "zuerst" und es gibt keine Entstehung, da für den Geist oder Gott oder die Weisheit (egal wie man es nennt) keine Zeit existiert (und auch kein Raum).
Gott ist ungeboren, unentstanden und unzerstörbar.
Raum und Zeit , wie auch alles übrige Existierende, sind nur Manifestationen Gottes.
Niselprim schrieb:Und, warum sollte GOTT nicht den Willen zur Schöpfung gehabt haben sollen?
Hier gilt das Gleiche:
Schöpfen und einen Willen kann nur ein Wesen haben, dass innerhalb von Zeit und Raum lebt.
Ein Mensch kann beispielsweise etwas wollen und daraufhin etwas tun (schöpfen).
Dabei vergeht zwingend Zeit.
Für Gott vergeht keine Zeit.

Gott unterliegt nicht seiner eigenen Manifestation "Zeit"
Gott ist überall gleichzeitig in Allem und Alles ist in ihm.
Es glibt kein noch so kleines Teilchen, keine Energie und keinen Prozess welches/r nicht von ihm erfüllt wäre. Ohne Unterbrechung.
Es gibt keinen Ort und keine Zeit der Abwesenheit Gottes.


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 21:54
eckhart schrieb:Es gibt kein "zuerst" und es gibt keine Entstehung...
Hmm... Naja, das Universum ist schon entstanden @eckhart O. K., ich frage anders :)
Was war im Anfang: Die WEISHEIT oder der GEIST GOTTES?
eckhart schrieb:...Es gibt keinen Ort und keine Zeit der Abwesenheit Gottes.
Aber der Abstand zu GOTT kann schon sehr groß sein, meine ich ;)
- Eigentlich hat doch jeder ein Brett vorm Hirn - Aber was macht den Unterschied? -


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 23:34
Niselprim schrieb:Hmm... Naja, das Universum ist schon entstanden @eckhart O. K., ich frage anders
Was war im Anfang: Die WEISHEIT oder der GEIST GOTTES?
Ich habe von Anfang an verstanden, was du meinst.
Das Universum umfasst die Gesamtheit der Manifestationen Gottes und ist somit etwas geschaffenes und dadurch der Zeit unterliegendes.
Dem Universum als allumfassende Manifestation Gottes kommt eine Sonderstellung zu.
Mit dem Universum ist auch die Raumzeit entstanden.
Mit dem Universum würde die Raumzeit sterben.
Für Gott geschieht das aus unserer Sicht zugleich. Für Gott gibt es nicht mal ein "zugleich" !
Entstehen und Sterben und alles dazwischen ist eins.
Als hätte das Universum nie existiert. Aber es existiert, da es eine Manifestation Gottes ist.

Innerhalb der Manifestation sind Raum und Zeit entfaltet. Schwer verständlich, ich weiß !

Wir wissen nicht einmal, ob es vor unserer Raumzeit eine andere gegeben hat oder ob danach eine andere kommt, weil wir uns die Abwesenheit von Raum und Zeit so schlecht vorstellen können.

Für uns selbst vergehen im Universum astronomische Zeiträume.
Jedes Menschenleben ist ein kleines Universum für sich, mit Geburt und Tod.
Schwer verständlich, dass man Gott nicht erfreuen oder erzürnen kann.
Aber "erfreuen" oder "erzürnen" würde ein "Gegenüber" in Zeit und Raum voraussetzen.
Das ist Gott nicht !
Wir als geborene sterbliche Wesen müssen uns damit abfinden, dass wir nur geborene sterbliche Wesen erfreuen und erzürnen können.

Gott dagegen ähnelt dagegen von uns aus gesehen einem universellen unumstößlichen geistigen Ordnungs-Prinzip.
Wir sind für ihn wie ein Buch.
Wie eine Biografie. Ein ganzes Leben in einem Buch.
Das Buch an sich benötigt keine Zeit, wenn es einmal existiert, ganz davon abgesehen, dass die Wirkung der Zeit es angreift.

Hier füge ich einen neu entdeckten Bezug zur Physik ein:
http://www.weltderphysik.de/de/1363.php
Unter
"Zusammenspiel und Selbstorganisation: Ordnung im Chaos" werden universelle Ordnungsprinzipien erwähnt !

Einem zuwiderhandeln, einem Versuch der Störung dieser universellen Ordnungsprinzipien folgt die Reaktion auf dem Fuße.
Das darf jedoch nicht als eine strafende Reaktion Gottes missdeutet werden.
Dann wäre man oft, glaube ich, schwer enttäuscht.
Oft scheint der Störer, der die göttliche Ordnung missachtet sogar sehr erfolgreich.
Das beobachten wir im täglichen Leben.
Einer Fehlentwicklung folgt ungestraft die nächste und so fort.

Gott scheint abwesend.
Doch Gott ist das ewige Gesetz.
Anfang und Ende.
Alpha und Omega sind bereits gelesen.
Jede Fehlentwicklung ist bereits annulliert.
Doch so weit sind WIR als Menschen in der Zeit noch lange nicht.

( Oder vielleicht doch. Vielleicht gibt es ab und zu einen RESET innerhalb der Zeit? )

Da Menschenseelen Teil/Ganzes der Weltseele sind,
und die Weltseele Abbild des Geistes und Bindeglied zwischen Materie und Geist ist,
hebt sich eine seelische Abgewandheit von Gott nicht auf, sondern pflanzt sich mit der Unsterblichkeit der Essenz der Seele innerhalb von Raum und Zeit fort.
Unter den wachsenden Spannungen haben Alle zu leiden.
Matthäus 5, 45: Gott läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte.
Niselprim schrieb:Was war im Anfang: Die WEISHEIT oder der GEIST GOTTES?
Plotins "Das Eine" welches ich als "Geist Gottes" oder "Übervernunft" verstehe und welches ich auch als das physikalisches "Universelle Ordungsprinzip" definiere ist eindeutig außerhalb von Raum und Zeit.
Also ist es überexistent und somit ewig und immer schon da. (wenn man das fälschlicherweise "im Anfang" nennen will)
Die Weisheit würde ich mit dem Geist gleichsetzen der aus Gott hervorgeht.
Man könnte sagen, die Weisheit wäre später erschienen.
Das macht allerdings angesicht der ewigen Überexistenz Gottes wenig Sinn.
Wann ist "später als ewig"?

Du siehst, die Sprache wird, je näher man sich Gott nähert, immer unsinniger.
Man kann sich Gott nicht annähern. Niemals !
Man kann nur mit ihm Eins sein.
Und das kann man in keiner Weise ausdrücken !


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Guter Gott - Böser Gott

14.09.2010 um 23:42
edit: ..., je mehr man sich gott nähert, ...
Zusatz: Im Leiden spüre ich das seelische Einssein mit Gott am stärksten.
Das schreibt auch Meister Eckhart.


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15.09.2010 um 00:49
hi @eckhart
Für Gott geschieht das aus unserer Sicht zugleich. Für Gott gibt es nicht mal ein "zugleich" !
Entstehen und Sterben und alles dazwischen ist eins.
Als hätte das Universum nie existiert. Aber es existiert, da es eine Manifestation Gottes ist.
ich denke es existiert, weil wir existieren, da wir die Manifestation des Bewusstseins (Gottes) sind. Wir spiegeln uns darin, in uns selbst.
Universum = Gottes Gehirn. und das Universum, und alles was uns umgibt, ist das Spiegelbild von uns selbst. Vom Bewusstsein selbst. Macrokosmos = Microkosmos.
Was aussen ist ist innen, was innen ist ist aussen. Im Innen wird interpretiert, was im aussen erscheint. und ws im Aussen erscheint erscheint im Innen. Wir habe eine Welt erschaffen, die wir nicht verstehen, da uns der Plan abhanden gekommen ist. ode r hatten wir nie einen.
Wir sind nicht getrennt von der Umwelt, da diese unser Inneres spiegelt. Jeder Berg, jeder Grashalm den man sieht, alles was man wahrnimmt, hat eine innere Entsprechung.

Existiert der Betrachter nicht mehr wird das Buch des Lebens zu einem Buch ohne Seiten. Die Geschichte war nicht. sie war, aber sie WAR nicht.


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15.09.2010 um 10:35
@Niselprim

Abraxas



Die Erscheinung dieses Wesens ist von mannigfachen Tierbildern geprägt: Einem menschlichen Rumpf, einem Hahnenkopf undSchlangenfüßen. Bei sich trägt er eine Peitsche und einen Schild, welchen ein wie ein Doppelkreuz gestalteter Zweig umgibt. Diese Bilder sind repräsentativ für die oben genannten Urkräfte.

 Schlangenfüße: Geist und Wort (Logos und Nus)
 Hahnenkopf: Vorsehung (Phronesis); Verkünder des Tageslichts und des Morgens
 Peitsche bzw. Geißel: Macht (Dynamis); diente dazu Geister zu vertreiben
 Schild: Weisheit (Sophia)

Dieser „hahnenköpfige Gott“ gilt als Lichtgestalt, Symbol der Zeugung und Zeichen für Sieg und Glück.
Die Abraxassteine mit diesem Wort oder auch mit dem Abbild des Wesens dienten als Amulette zum Schutz gegen negative Kräfte.

Das Wort ist eine Zusammenstellung von sieben griechischen Buchstaben, die für die Wochentage stehen und in der Numerologie zusammen einen Zahlenwert ergeben: griech. αβραξας ergibt

α = 1; β = 2; ρ = 100; α = 1; σ = 200; α = 1; ξ = 60
Also gilt:
α + β + ρ + α + σ + α + ξ + = 1 + 2 + 100 + 1 + 200 + 1 + 60 = 365

365, d.h. die Anzahl der Tage im Sonnenjahr. Somit verkörpert Abrasax, genau wie der iranische Gott Mithras, die Zeit, in der die Sonne einmal den Tierkreis durchwandert und darüber hinaus, in seiner Funktion als Gottheit der Numerologie, die 365.000 Jahre (365 Äonen, in der die Welt existieren soll). Ein „Gottjahr“ entspricht dabei 1000 menschlichen Jahren, wie sich auch der Bibel (Psalm 90,4) entnehmen lässt.

Denn tausend Jahre sind für dich / wie der Tag, der gestern vergangen ist, / wie eine Wache in der Nacht

Andere Auslegungen führen den Namen auf die ägyptischen Wörter abrac und sax zurück (siehe Johann Joachim Bellermann).

Außerdem versinnbildlicht das Wort Abrasax die 7 Planeten, sowie die 7 Stufen zur Erleuchtung des Menschen. In der frühchristlichen Zeit soll er sogar gleichbedeutend gewesen sein mit „unser Vater“ und „Herr der Heerscharen“, was eine Gleichsetzung mit Mithras und Jahwe bedeutet. Später begannen die Christen dann den gnostischen „Herrn der Welt“ als Dämon anzusehen.

Abraxas prägte auch das Zauberwort Abara-kadabara, heute eher als „Abrakadabra“ bekannt.


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15.09.2010 um 10:56
@snafu
Verzeihung. Das ist mir zu anthropisch.
Plotin: Die menschliche Seele ist ihrem eigentlichen Wesen nach ein Teil der (Welt-) Seele (psyche) und gehört damit dem wahren Sein an. Die ganze (Welt-) Seele ist in jeder einzelnen menschlichen Seele gegenwärtig. Die menschliche (Teil-) Seele trägt deshalb das Ganze in sich.
Meister Eckhart vertieft:
Jede menschliche Seele enthält den unzerstörbaren Tropfen.
Nichts ist so EINS mit Gott, wie der unzerstörbare Tropfen.
Das ist scheinbar ein Plus für das anthropische Prinzip.

Doch wir sind nicht allein im Universum !
Wie viele Seelen es im Universum gibt, ist unserer Logik verborgen.
Der Mensch ist vergänglich und ist nicht der Nabel der Welt.

Darum predigt Meister Eckhart:
"Hast du dich selbst wahrhaft lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst.
Solange du einen einzigen Menschen weniger lieb hast als dich selbst,
solange hast du dich selbst nie wahrhaft lieb gewonnen."
"Wenn du einen Menschen, den du noch nie zuvor gesehen hast, weniger liebst, als dich selbst,
steht es nicht recht um dich."
"Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht.
Mein Auge und Gottes Auge - das ist ein Auge und ein Sehen und ein Erkennen und ein Lieben".

Jesus Christus hat unmissverständlich die Nächstenliebe durch die Feindesliebe ersetzt !
(Dass Christen das nicht zu Kenntnis nehmen, ist ein anderes Thema)

Statt Kreatur sagt Eckhart oft "Mensch", aber er meint stets Kreatur - oder anders ausgedrückt Erschaffenes, "Vergängliches".
Wer Gott um etwas bittet, bittet um Vergängliches.
Wer Gott für etwas dankt, dankt für Vergängliches.
Wir Vergänglichen haben viele Brüder und Schwestern, die wir noch nie gesehen haben.
Das gesamte Universum ist vergänglich, bevölkert von Vergänglichen.

Meister Eckhart betont:
"Wir selbst sind die Ursache aller unserer Hindernisse."

Wir vermenschlichen und personifizieren Gott.
Wir verweigern uns der Vorstellung seiner undendlichen Größe, unendlichen Kleinheit, seiner Zeit- und Dimensionslosigkeit, seiner Unbeeinflussbarkeit und seiner Ewigkeit.
Wir unterstellen ihm beharrlich, speziell am Leben der Menschen teil zu haben.

Das ist ein Riesenfehler !


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