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Was steht wirklich in der Bibel?

18.369 Beiträge, Schlüsselwörter: Bibel

Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 14:54
@Gwyddion
Gwyddion schrieb:Kannst Du. Ist ja rechtens.
Eben. Deswegen meldete ich mich ja auch und fragte halt mal nach.
Pertti


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 14:57
@Dennis75
Stimmt, aber es bedeutet nicht dass der Glaube = Religion ist oder sein soll.
Jeder Glaube ist Teil einer Religion, selbst wenn eine Religion auch mal aus nur einem Gläubigen bestünde.
Meintest Du nachher Religionsgemeinschaft?
Pertti


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 15:00
@nemo
Ja, ich suche grad auch, werde aber nicht so recht fuendig. Ist das so ein allgemeiner Irrtum , das man denkt, das es so in der Bibel genau beschrieben steht ?
Nee, steht durchaus mehrfach drin, im AT und NT.

Angefangen mit 1.Mose3,16: "Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen!"

Pertti


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eisenhans
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 15:19
Hallo in die Runde,

ich habe dieses Forum vor eingen Tagen entdeckt, in verschiedenen threads mitgelesen und da das Tempo (auch was die Themenverläufe anbetrifft) recht zügig ist, versuche ich hier mal einen Einstieg zu bekommen.

@Kayla
mich würde interessieren, wie du auf deine Aussagen, bzgl. Identität (Einheit: ... Baby mit der Mutter, ... mit dem Baum, etc. / Mehrheit: ich (im Gegensatz) zur Mutter, zum Baum, etc.) gekommen, dass du es so bestimmen kannst. Sprich, hast du dir das rein intellektuell erschlossen, sind dir diesbezüglich "die Schuppern von den Augen gefallen", hast du es selbst einmal bewußt erlebt, ...

@pere_ubu
Ich würde gerne das Thema der "10 Jungfrauen" näher erörtern.
Was glaubst du, bedeuten:
1) Die Lampen
2) Das Öl
3) Warum teilen die Jungfrauen nicht ihren Ölvorrat?

@perttivalkonen
gehörst du einer bestimmten Konfession an?

Lg. Flam


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 15:36
@eisenhans
eisenhans schrieb:3) Warum teilen die Jungfrauen nicht ihren Ölvorrat?
1 Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. (Lukas 12.35-36) (Offenbarung 19.7) 2 Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug. 3 Die törichten nahmen Öl in ihren Lampen; aber sie nahmen nicht Öl mit sich. 4 Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
5 Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6 Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; geht aus ihm entgegen! 7 Da standen diese Jungfrauen alle auf und schmückten ihre Lampen.
8 Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen verlöschen. 9 Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krämern und kauft für euch selbst.
10 Und da sie hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür ward verschlossen. 11 Zuletzt kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! (Lukas 13.25) (Lukas 13.27) 12 Er antwortete aber und sprach: Wahrlich ich sage euch: Ich kenne euch nicht. (Matthäus 7.23)
13 Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. (Matthäus 24.42)


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 15:42
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:1.Mose3,16
Oh ja, eigentlich deutlich genug. Wenn der Mann ueber die Frau herrscht, dann ist die Frau dem Manne untertan. Ja doch, oder ?

Abgesehn einer erweiterten Version von @snafu wo es dann eventuell bedeutet, der Geist herrsche ueber die Seele, zum spirituellen Wohle des Koerpers.


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 15:51
@eisenhans


Die Kapitel 24 und 25 des Matthäus-Evangeliums bilden einen einheitlichen Zusammenhang, die sogenannte "Ölbergrede" - eine von den fünf Reden Jesu, die Matthäus zum Kern seines Evangeliums gemacht hat. Die berühmte "Bergpredigt" (Matthäus Kap. 5-7) ist eine andere dieser fünf Reden.
Die Ölbergrede ist vollständig prophetisch und bezieht sich auf die Ereignisse der Endzeit, nach denen Jesus gefragt wurde (Matth. 24,3).
Zunächst schildert Jesus, wie sich die Dinge vor seiner Rückkehr entwickeln werden. Diese Aussagen Jesu (Matthäus 24,4-44) sind von großer Bedeutung für die Gegenwart und sollten bekannt sein. Danach folgen drei Gleichnisse, in denen die Zustände geschildert werden, die Jesus bei seiner Rückkehr finden wird:
a) Das Gleichnis vom treuen und vom ungetreuen Knecht (Mt. 24,45-51)
b) Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Mt 25,1-13)
c) Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Mt 25,14-30)

Diese drei Gleichnisse beleuchten die Rückkehr Jesu unter jeweils einem anderen Blickwinkel. Alle drei beziehen sich dabei auf die Verfassung, in der sich die Christen bei der Rückkehr Jesu befinden werden. Den Abschluß der Ölbergrede bildet dann die Schilderung des Gerichts Jesu nach seiner Rückkehr. (Matthäus 25,31-46).

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen ist also eines der drei Gleichnisse von der Rückkehr Jesu. Aber bevor ich darauf eingehe, zuerst das Wort Gottes:

(1) Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinausgingen, dem Bräutigam entgegen.
(2) Fünf aber von ihnen waren töricht und fünf klug.
(3) Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;
(4) die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
(5) Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
(6) Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen!
(7) Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen.
(8) Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl! Denn unsere Lampen erlöschen.
(9) Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche! Geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst!
(10) Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
(11) Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, öffne uns !
(12) Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.
(13) So wacht nun! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde.

Das erste Wort "dann" in Mt 25,1 weist auf Kapitel 24 zurück und zeigt, daß die Dinge, die Jesus meint, ihren Platz in der Zeit vor und während der Wiederkunft Jesu haben. Der Bräutigam im Gleichnis steht natürlich für Jesus selbst. Dieser Vergleich der Rückkehr Jesu mit einer Hochzeit findet sich auch an vielen anderen Stellen der Bibel. Immer ist Jesus der Bräutigam und die Gemeinde Seine Braut bzw. die Hochzeitsgäste. Vgl. dazu zum Beispiel Matthäus 22,1-14; Lukas 12,36; Johannes 3,29; Offenbarung 19,7; 21,2 und 21,9.
Dementsprechend sind auch in dieser Symbolik die Jungfrauen als ein Teil der Hochzeitsgesellschaft die zur Hochzeit des Lammes (Offb. 19,7) geladenen - also die Christen. Diejenigen, die sich haben einladen lassen (vgl. Lukas 14,16-24) und dabei sein wollen. In diesem Gleichnis wird dies auch damit ausgedrückt, daß die Jungfrauen dem Bräutigam - also Jesus - entgegengingen. Genau wie in den anderen beiden Gleichnissen geht es auch im Gleichnis der zehn Jungfrauen um das Verhalten der Christen bei der Rückkehr Jesu. Die Nichtchristen treten in diesen Endzeitgleichnissen in Mt.24, 25 überhaupt nicht auf - sie sind gar nicht erst Teil der Hochzeitsgesellschaft Jesu und sowieso außen vor.
Alle zehn Jungfrauen "nahmen ihre Lampen" (Mt 25,1) und gingen danach Jesus entgegen - ich denke, daß mit dem Nehmen der Lampen die Zugehörigkeit zum Christentum gemeint ist. Die Lampen werden in diesem Gleichnis von den meisten Auslegern als der christliche Glaube angesehen. Hier besteht dann auch eine Verbindung zu den Stellen, wo davon die Rede ist, daß wir Christen unser Licht vor den Menschen leuchten lassen sollen und nicht unter den Schffel stellen sollen, vgl. Matthäus 5,16; Lukas 8,16. Merkt ihr die Parallele ?
Das Öl ist nun das, womit man die Lampen zum Leuchten bringt. Womit bringt man den christlichen Glauben zum Leuchten ? Mit der Vollmacht des Heiligen Geistes, durch über die Früchte dieses Geistes heißt es in Galater 5,22: Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue. Womit könnte man die Lampe des christlichen Glaubens noch stärker zum Strahlen bringen als mit solchem wunderbaren Öl ? Das Öl wird deshalb allgemein als das Bild des Heiligen Geistes gesehen.
Der Heilige Geist ist für den christlichen Glauben das, was das Öl für die Lampe ist: Nahrung, Nachschub, Bevollmächtigung, Inhalt.

Alle zehn Jungfrauen stehen für die Christen. Die fünf klugen Jungfrauen sind die wahren Nachfolger Jesu, während die törichten Jungfrauen die Namenschristen sind, die weder heiß noch kalt, sondern lau sind und die Jesus ausspeien wird (Offb. 3,16). Es fehlt ihnen am Heiligen Geist, ihre Lampen haben kein Öl und ihr Glaube hat keine Tiefe und kein Leben. Die törichten Jungfrauen verkörpern also all die Christen, die zwar nach außen hin bekennen, an der messianischen Hoffnung festzuhalten, die sich aber nie bekehrt haben und deshalb auch vom Heiligen Geist und Seinem Wirken nichts wissen.
Der Bräutigam ist Christus, der König, die Zeit des Wartens ist die Gegenwart, in der wir auf die Rückkehr Jesu warten. Doch der Bräutigam läßt auf sich warten ! Da dösen wir Christen dann allesamt ein bißchen ein. Die Tatsache, daß alle zehn Jungfrauen einschliefen, zeigt, daß es zunächst äußerlich kaum einen Unterschied gibt zwischen den wahren Nachfolgern Jesu und denen, die keinen Heiligen Geist (kein Öl) haben.
Zu Mitternacht (wenn um diese Zeit keiner mehr mit der Ankunft rechnet !) wird Die Rückkehr Jesu angekündigt (Mt 25,6). Im vorhergehenden Kapitel 24 hat Jesus davon gesprochen, durch welche Zeichen seine Rückkehr angekündigt wird.

Als Jesus dann doch kam, standen alle Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen (ihren Glauben), um bereit zu sein. Doch oh wehe - nun wurde sichtbar, daß die fünf törichten hinter ihrem äußerlichen Bekenntnis als Christen gar keine wahre Bekehrung hatten und kein Öl da war, um die Lampe zu gebrauchen. Sie sind in ihrem Glaubensleben steckengeblieben und haben die Heiligung und wahre Bekehrung versäumt. Ja, und da drohten ihnen natürlich gerade im entscheidenden Moment die Lampen zu verlöschen und sie verlangten, daß die anderen ihnen von dem Öl abgeben sollten, doch diese verweigern das.
In der historisch-kritischen Uni-"Theologie" wird an dieser Stelle gern herumgekrittelt, das sei ja egoistisch von den klugen Jungfrauen. Das ist natürlich ein wahrhaft "törichter" :-))) Gedanke - typisch für diese "Theologie". Von dem Öl - dem Heiligen Geist - kann man ja gar nichts abgeben, denn der Heilige Geist weht, wo er will. Man muß den Heiligen Geist selbst erlangen, worauf die klugen jungfrauen die törichten hinweisen.
Man muß ihn "kaufen", indem man sein Leben Jesus übergibt. Mt 16,24: Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach !
Wer dies tut und sich selbst, das religiöse Ego, aufgibt, dem ist der Heilige Geist verheißen.

Während die törichten Jungfrauen fort waren, kam der Bräutigam und die klugen Jungfrauen gingen mit ihm ein zur Hochzeit. Denn sie waren bereit, auch wenn sie selbst ein bißchen eingenickt waren !
(10) Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
(11) Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, öffne uns !
(12) Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.

Matthäus 25,10-12 sagt wiederum klar und deutlich die gern geleugnete Wahrheit: Wer nicht sofort bereit ist für Jesus, vor dem wird die Tür zur Hochzeit des Lammes verschlossen. Jesus selbst weist die törichten Jungfrauen ausdrücklich ab, er kenne sie nicht einmal, obwohl sie Öl gekauft haben und nun ebenso ausdrücklich nachträglich noch hinein wollen und an der Tür rütteln: "Herr, öffne uns !"
Wer sich nicht rechtzeitig bekehrt, für den ist die Tür des Himmels verschlossen - selbst wenn er sich "Christ" nennt. Das ist Gottes Wort und da gibt es nichts hinzuzudichten.
Was Jesus uns mit diesem Gleichnis ins Herz pflanzen will: Matthäus 25,13: So wacht nun! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde.

Haben wir genug Öl auf unseren Lampen ?




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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 16:24
@nemo
nemo schrieb:Oh ja, eigentlich deutlich genug. Wenn der Mann ueber die Frau herrscht, dann ist die Frau dem Manne untertan. Ja doch, oder ?

Abgesehn einer erweiterten Version von @snafu wo es dann eventuell bedeutet, der Geist herrsche ueber die Seele, zum spirituellen Wohle des Koerpers.
Jene Bedeutung, die snafu darin sehen möchte, kann gerne als meditativ erschlossene Zusatzbedeutung gesehen werden, für den, der will. Aber diese Bedeutung schließt nicht den grundsätzlichen Sinn des Satzes aus. Auch die anderen Strafen, die dort im Text über Schlange, Frau und Mann verhängt werden, haben zunächst einmal die rein "wörtliche" Bedeutung, daß der Mensch sterblich ist, der Arbeiter schwitzt, die Gebärende Schmerzen hat, Schlangen beißen und Menschen Schlangen dafür töten.

Wie in vielen Kulturen gab es auch in der israelitischen Kultur die Vorstellung, daß die Weltordnung eine göttliche Schöpfung ist. Und in der Regel erlebt man die Welt als "gut", wie es auch in 1.Mose1 bei der Siebentagesschöpfung immer wieder heißt, daß Gott sein Werk ansieht "und siehe, es war gut". Dann aber erlebt der Mensch auch Dinge, die er als Weltordnung versteht, die er aber nicht als "gut" empfindet. Eben solche Sachen wie Tod, Schmerz, Unterdrückung usw. usf. Kann das "gute Schöpfung" sein? In vielen Kulturen weltweit gibt es hierfür eine Erklärung. Nämlich daß es nicht von Anfang an so war, sondern daß dies erst später, aber noch am Anfang der Welt, eingeführt wurde, und zwar z.B. als Strafe für ein Vergehen.

Warum sprechen nicht alle Menschen die selbe Sprache? Weil die Menschen am Anfang den Himmel erstürmen wollten (Turmbau), darum hat Gott sie mit verschiedenen Sprachen und der Zerstreuung auf viele Völker bestraft. Warum gelten die Viehnomaden den ackerbauenden Seßhaften als minderwertige Störenfriede, die vom guten Land und von den Brunnen der Seßhaften vertrieben werden? Weil Kain, der Bauer, dem Viehhirten Abel dessen besseres Opfer neidete und ihn umbrachte. Darum muß Kain seither der Nomade sein, wird verflucht, bei den Dornen und Disteln zu leben, und "jeder, der ihn sieht, trachtet ihm nach dem Leben". Und warum gibt es Tod, Schlangenbisse, anstrengende Arbeit, Geburtsschmerzen? Eben wegen Adam und Eva.

Der Witz daran ist, daß die Geschichte, die die Unterdrückung der Frau durch den Mann als Göttliche Strafe erzählt, diese patriarchale Ordnung zwar als ein "is halt so, wie Sterben auch" auffaßt - aber nicht gutheißt. Menschen müssen sich nicht daran halten, wie es auch kein strafwürdiges Vergehen ist, eine Arbeit zu haben, bei der man nicht schwitzt. Auch Schmerztabletten sind kein Vergehen gegen die Weltordnung, die doch Schmerzen "vorsieht".

Die Welt, in der Israel entstand, die war schon lange patriarchal geprägt. In dieser Welt galt das Patriarchat eben als "war schon immer so und wird (wohl) auch so bleiben", wie Schmerz, Tod, Sprachenvielfalt und Nomaden-Seßhaften-Querelen ebenfalls. Weltordnung eben. Aber keine gute, wie die Schöpfung doch hätte sein sollen. Genau dies schlug sich dann in der Weise nieder, wie die Israeliten die Schöpfung und die ersten Ereignisse schilderten.

Pertti


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 20:28
@perttivalkonen
o: ... steht auch in der Bibel "der (pure) Glaube an Jesus rettet"

->p:
"Ich konstatiere kein Christentum ohne Gemeinschaft"
Nikolaus Graf von Zinzendorf

Richtig ist, daß nach der Bibel die Rettung/Erlösung des Glaubens bedarf, nicht aber der Gemeinschaft, doch bedarf dann der Glaube dieser Gemeinschaft, so es denn christlicher Glaube sein soll. In den Briefen des Neuen Testaments kommt immer wieder die Gemeinde als Leib Christi vor. Die Gemeinde hat dort durchaus einen wichtigen Wert.
Was glaubst Du, muss solch eine Gemeinde unbedingt physisch beisammen sein, oder würde es auch per Internet funktionieren? Also mehr eine gedankliche Gemeinschaft?
Es heißt doch auch z.B. "wo 2 oder 3 im Namen Jesus ..."


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 20:50
Gemeinschaft ist ein Geflecht aus sozialer Interaktion und Kommunikation. Das Internet ist sicher eine weitere Möglichkeit dafür. Aber ausschließlich das Internet? Menschen, die nur über das Internet mit anderen Menschen interagieren wären doch arg arm dran. Und so sehe ich auch eine Gemeinde ausschließlich übder das Internet nicht für vollständig. Beileibe nicht.


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eisenhans
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 20:57
Hallo

@Etta
Vielen Dank für deine ausführliche Erörterung, Klasse :-)

Ich hätte einige ergänzende Fragen:
Etta schrieb: Als Jesus dann doch kam, standen alle Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen (ihren Glauben), um bereit zu sein. Doch oh wehe - nun wurde sichtbar, daß die fünf törichten hinter ihrem äußerlichen Bekenntnis als Christen gar keine wahre Bekehrung hatten und kein Öl da war, um die Lampe zu gebrauchen. Sie sind in ihrem Glaubensleben steckengeblieben und haben die Heiligung und wahre Bekehrung versäumt.
Was würdest du sagen, wie erfährt man diese "Heiligung" und "wahre Bekehrung" - bzw. könntest du vielleicht schildern, wie du besagte Momente erfahren/erlebt hast?
Etta schrieb: Von dem Öl - dem Heiligen Geist - kann man ja gar nichts abgeben, denn der Heilige Geist weht, wo er will. Man muß den Heiligen Geist selbst erlangen, worauf die klugen jungfrauen die törichten hinweisen.
Man muß ihn "kaufen", indem man sein Leben Jesus übergibt. Mt 16,24: Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach !
Wer dies tut und sich selbst, das religiöse Ego, aufgibt, dem ist der Heilige Geist verheißen.
Wie sollte man deiner Meinung nach "Selbstverleugnung" verstehen und was meinst du mit "religiösem Ego"?
Etta schrieb:Matthäus 25,10-12 sagt wiederum klar und deutlich die gern geleugnete Wahrheit: Wer nicht sofort bereit ist für Jesus, vor dem wird die Tür zur Hochzeit des Lammes verschlossen. Jesus selbst weist die törichten Jungfrauen ausdrücklich ab, er kenne sie nicht einmal, obwohl sie Öl gekauft haben und nun ebenso ausdrücklich nachträglich noch hinein wollen und an der Tür rütteln: "Herr, öffne uns !"
Wer sich nicht rechtzeitig bekehrt, für den ist die Tür des Himmels verschlossen - selbst wenn er sich "Christ" nennt. Das ist Gottes Wort und da gibt es nichts hinzuzudichten.
Woran wird es offenbar, ob ich sofort bereit bin für Jesus? Was heißt das in der Praxis?


LG. Flam


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02.02.2013 um 21:01
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:...Menschen, die nur über das Internet mit anderen Menschen interagieren wären doch arg arm dran.
Das sehe ich auch so.
Und so sehe ich auch eine Gemeinde ausschließlich über das Internet nicht für vollständig. Beileibe nicht.
Was ist, wenn ich keine Gemeinde finde, wo ich sagen kann, da wird wirklich in jedem Punkt das gelehrt, was Gott/Jesus wollten?

Beispiel was ich meine:
- Die eingen sagen, Trinität ist richtig -> man selbst sieht es aber nicht so
- Andere halten nichts von Trinität, da kommt aber Jesus wieder zu kurz...

Weißt Du was ich meine?


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:10
@Optimist
Optimist schrieb:Was glaubst Du, muss solch eine Gemeinde unbedingt physisch beisammen sein, oder würde es auch per Internet funktionieren? Also mehr eine gedankliche Gemeinschaft?
Das Haus meines Vaters ist ein Gebetshaus. Wie soll man übers Internet ZUSAMMEN beten können?
Zu Petrus sprach Jesus: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden.

Eine gedankliche Gemeinschaft kann ich mir nur für Verstorbene vorstellen. Im Gebet, sie hören unsere Gebete, aber die meisten Menschen können sie nicht sehen
@perttivalkonen
perttivalkonen schrieb:Und so sehe ich auch eine Gemeinde ausschließlich übder das Internet nicht für vollständig. Beileibe nicht.
Ich auch nicht.


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:11
1. Steht nicht drin.

2. Richtig.

3. Natürlich. Alles andere wäre ziemlich absurder und zweckentfremdender Nonsense.

4.-6. Mit der Rolle des Heiligen Geistes in der Bibel muss ich mich noch eingehender beschäftigen. Ich weiß bisher nur, dass die sogenannte Dreineinigkeit keine biblische Lehre ist.

7. Ja.

8. Heikle Frage, da die Bibel jedenfalls keine "unsterbliche Seele" lehrt.

9. Über den biblischen Gott kann man sich naturgemäß nur durch die Bibel schlau machen.

10. Ich kann mir ehrlich gesagt unter "Inspiration" in dem Zusammenhang nichts vorstellen, daher klammere ich 2. Tim. 2:16 vorerst aus.

11. Sagen wir es so: Wenn man die Bibel auslegen will, kann man naturgemäß nur die Bibel heranziehen.

12.-16. Ob z. B. mit den "Ankündigungen" im AT Jesus gemeint ist, darüber bin ich noch uneins.


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:22
Übrigens grüße ich nochmal alle ganz lieb, bin neu hier :)


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02.02.2013 um 21:22
@Optimist
Optimist schrieb:Was ist, wenn ich keine Gemeinde finde, wo ich sagen kann, da wird wirklich in jedem Punkt das gelehrt, was Gott/Jesus wollten?
Meinst Du, jemand könnte das feststellen? Du etwa?

Menschen sind nun mal nicht perfekt - willkommen in der Realität! Aber da willst Du ja wie's scheint nicht hin, sonst würdest Du nicht solch unerfüllbaren Kriterien aufbauen.

Pertti


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eisenhans
ehemaliges Mitglied

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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:30
@Etta
Etta schrieb:Zu Petrus sprach Jesus: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden.
Hallo Etta, welche gegenwärtige Gemeinde könnte damit gemeint sein? Welche Gemeinde (vor der Reformation) hat diese Verheißung bewahrheitet?

Danke für deine Ausführungen - Flam


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:44
@eisenhans
eisenhans schrieb:Was würdest du sagen, wie erfährt man diese "Heiligung" und "wahre Bekehrung" - bzw. könntest du vielleicht schildern, wie du besagte Momente erfahren/erlebt hast?
Ich habe das große Glück gehabt das ich in einem gläubigen Elternhaus großwerden dürfte. So ist mir der Glaube schon in die Wiege gelegt worden.
Außerdem, ich glaube ich war damals 8 Jahre alt, da träumte ich von meiner kürzlich verstorbenen Oma Neumann. Sie sagte zu mir, es ist bald soweit. Da mein Glaubensinhalt damals schon die Wiederkunft Jesus war, war mir sofort bewusst was sie meinte
eisenhans schrieb:Wie sollte man deiner Meinung nach "Selbstverleugnung" verstehen und was meinst du mit "religiösem Ego"?
Ich werde oft belächelt weil ich zur Kirche gehe und man spricht schlecht über mich. Das ist mir egal, ich folge meinem Glauben und Jesus und seine Botschaft ist mein Vorbild. In dieser Beziehung gibt es für mich keine Kompromisse. Selbstverständlich höre ich im RL auch andere Meinungen und halte mich mit meinen Meinungen dann zurück.
Nichts ist für einen Ungläubigen schlimmer als Bekehrt zu werden
Te
Woran wird es offenbar, ob ich sofort bereit bin für Jesus? Was heißt das in der Praxis?
Viele Menschen suchen Gott und Jesus, aber der Weg wird ihnen durch Satan( durch Gedanke) zu ihnen versperrt. Man kann nicht glauben das Maria Jungfrau war und durch den hl. Geist schwanger wurde. Vielleicht glaubt man noch das Jesus Gottes Sehn war, aber wer glaubt noch das Jesus wiederkommen wird.

Gott verlangt von den Menschen das sie seine Gebote halten und Buße( bereuen) tun für ihre Sünden.

Ich habe es aber auch "leicht" mit Glauben gehabt. Sobald ich jemanden etwas schlechtes wünschte dann habe ich meine "Strafe" bekommen. Hier ein Beispiel: Ich war 17 Jahre alt und wollte zu einem Konzert von Howard Carpendale. Mein Vater verbot es mir, obwohl ich zwei Eintrittskarten hatte. Eine war für meine Mutter gedacht die andere für mich. Mein Vater meinte, meine zwei Schwestern sollten anstelle meiner Mutter und ich dahin. "Niemals, lieber soll denen was schlimmesso zustoßen", meinte ich zu meinem Vater. Einige Tage vor dem Konzert ging ich am Waldrand spatzieren und wollte über einen Graben springen. Als ich sprang wollte ich wieder zurück, und knickte mit meinem Fuß so ünglich um das ich mir eine Bänderzerrung zuzog. Somit wäre das Konzert für mich gestorben gewesen. Meine Mutter wurde zur gleichen Zeit an einem Fersensporn operiert. Dieses Konzert war für mich so wichtig, ich hatte mich so darauf gefreut. Sollte jetzt etwa alles vorbei sein? Nein, es sollte für mich nicht vorbei sein. Mein Vater meinte zu mir, wenn ich einen Gehgips bekommen sollte, dann dürfte ich zum Konzert. Und genau an diesem Tag wo das Konzert stattfand bekam ich meinen Gehgips und meine Mutter und ich humpelten zum Konzert zu Carpendale.Sogar ein persönliches Autogramm bekam ich von ihm. Seitdem habe ich nie wieder einem Menschen etwas böses gewünscht.

Das war für mich wie eine Bestrafung von oben und doch hat er mir seine Liebe gezeigt.


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02.02.2013 um 21:53
@perttivalkonen
Was ist, wenn ich keine Gemeinde finde, wo ich sagen kann, da wird wirklich in jedem Punkt das gelehrt, was Gott/Jesus wollten?

->p:
Meinst Du, jemand könnte das feststellen? Du etwa?

Menschen sind nun mal nicht perfekt - willkommen in der Realität! Aber da willst Du ja wie's scheint nicht hin, sonst würdest Du nicht solch unerfüllbaren Kriterien aufbauen.
Nein, ich maße mir nicht an das feststellen zu können.
Nur denke ich, dass Gemeinden/Religionen, welche z.B. NICHT lehren, dass Jesus Gottes Sohn ist, welche Jesus quasi degradieren, nicht "die richtigen" Gemeinden sein können (zumindest wenn man vom bilbischen Inhalt ausgeht).

In der Bibel steht diesbezüglich dass solche Lehren vom "Antichrist" sind.
Wenn ich nun solch einer Gemeinschaft angehören würde, ob das dann so gut wäre?
Ich meinte jetzt nicht mich persönlich, sondern Gläubige, welche sich nicht mit der Bibel befasst haben, die dies also nicht wissen.


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Was steht wirklich in der Bibel?

02.02.2013 um 21:53
@eisenhans
eisenhans schrieb:Welche Gemeinde (vor der Reformation) hat diese Verheißung bewahrheite?
Die Urkirche mit ihren Apostel.
T
Hallo Etta, welche gegenwärtige Gemeinde könnte damit gemeint sein?
Die Neuapostolische Kirche.
@Optimist
Optimist schrieb:Was ist, wenn ich keine Gemeinde finde, wo ich sagen kann, da wird wirklich in jedem Punkt das gelehrt, was Gott/Jesus wollten?
Gehe doch mal zur NAK und höre dir den Gottesdienst an. Selbstverständlich kannst du auch den Amtsträger Fragen stellen die sie dir auch beantworten werden. wenn ich dir dabei helfen kann dann schreibe es mir über PN.


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