Kältezeit schrieb:Am Ende war mir Tönnies persönlich auch too much und, das schrieb ich ja schon, die Erzählungen der Crew - nach allem, was man so von ihr mitbekommt - halte ich persönlich für nachvollziehbar und realistisch.
Mir auch. Der Schiffscrew sowieso.
Und mit der Rettungsinitiative war es wohl auch nicht so harmonisch - Tönnies hat ja in einem ihrer Interviews beklagt, dass eine Zusammenarbeit mit der anderen Tierärztin Anne H. nicht möglich gewesen sei....
Folgendes steht auf den Seiten der RA der Beereederungsgesellschaft - und ich kann mit gut vorstellen, dass dies zutrifft. Denn Tönnies scheint weder am Freitag (die Anbringung des Trackers erfolgte in Gegenwart von Anne H) noch am Samstag beim Wal gewesen zu sein.
Das Konzept zur Freilassung des Wals sah eine Anwesenheit von Frau Dr. Tönnies nicht vor. Fakt ist, dass die Initiative selbst Frau Dr. Tönnies aktiv von weiteren Tätigkeiten am Wal zurückgerufen hatte.
Quelle:
https://www.presseportal.de/pm/167284/6276080Kaptiän und Crew waren massiv von der Tönnies's Verhalten genervt:
Völlig unzutreffend sind auch die Schilderungen von Frau Dr. Tönnies im Zusammenhang mit dem Umgang mit ihrer Person an Bord.
Das aufdringliche Verhalten von Frau Dr. Tönnies an Bord störte den Arbeitsablauf massiv und führte auch innerhalb der Initiative zu ständigen Konflikten. Die Zusammenarbeit mit Frau Dr. Tönnies wurde von zahlreichen Beteiligten als höchst belastend, konfrontativ und wenig lösungsorientiert empfunden. Frau Dr. Tönnies legte gegenüber der Crew wie auch gegenüber Mitgliedern der Initiative ein durchweg unkooperatives und aggressives Verhalten an den Tag, das zu ständigen Spannungen führte.
Frau Dr. Tönnies betrat immer wieder unaufgefordert die Brücke und störte den Kapitän. Sie forderte Gespräche ein und störte ihn während seiner Arbeit. Dies ungeachtet der Tatsache, dass der Kapitän weder über die Vorgänge betreffend die Freilassung des Wals entschied noch darüber, welche Personen zur Barge übergesetzt würden.
Der Kapitän bat sie daraufhin mehrfach, ihn ungestört seine Arbeit machen zu lassen und von weiteren Diskussionen Abstand zu nehmen, insbesondere es zu unterlassen, ihn zu filmen. Frau Dr. Tönnies beharrte auf vermeintlichen Zugangsrechten, forderte ständig neue Abstimmungen und störte durch ihre Forderungen den Kapitän und die Besatzung fortlaufend und massiv bei der Arbeit. Nachdem seine Bitten erfolglos geblieben waren, wies der Kapitän Frau Dr. Tönnies in sachlichem Ton auf die ihm im Bordrecht zustehende Möglichkeit hin, Passagiere, die den sicheren Betrieb des Schiffs nachhaltig stören, in ihrer Kabine festzuhalten. Der Hinweis erfolgte als sachliche Information
Richtig ist, dass Frau Dr. Tönnies die Besatzung durchgehend belästigte und sich sachfremd fortwährend in den Mittelpunkt des Geschehens stellte. Dies führte dazu, dass der Kapitän sich sogar zum Essen zurückzog, um seine Ruhe zu haben. Nie ist er Frau Dr. Tönnies gegenüber aggressiv aufgetreten, sondern vermied stets eine direkte Konfrontation.
Wir bitten vor diesem Hintergrund nochmals dringend, und mit Hinblick auf die Sicherheit unserer Mandantschaft und der Crew, von weiteren pauschalisierten Schilderungen zu angeblichen Geschehnissen rund um die Freilassung des Wals in Bezug auf unsere Mandantschaft abzusehen.
Quelle:
https://www.presseportal.de/pm/167284/6276080Ein Problem war wohl, dass die Zuständigkeiten nicht klar geregelt waren bzw. den Beteiligten nicht richtig klar waren.
Kältezeit schrieb:Was da mit dem Wal passiert ist, steht auf nem anderen Blatt und ist natürlich überhaupt nicht ok.
Da war nicht nur die Ausbringung am Samstag morgen das Problem - dem Wal ging es schon am Freitag vormittag nicht mehr gut (siehe Jeffs Schreiben auf seinem Blog).