Shiloh schrieb:Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste doch von fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein. Es bräuchte ferner einen durchdachten Notfallplan mit klarer Kommunikation und einer strukturierten Durchführung
Das wäre sicher machbar.
Aber ob sich Leute finden würden die so viel Geld investieren wollen, wenn es doch nicht jeden Tag vor kommt, dass ein Wal gerettet werden muss?
Unternehmer und Redereien machen doch meistens nur etwas, wenn sich etwas finanziell lohnt. 😉
Shiloh schrieb:Erst wenn ein Wal nachweislich überprüfbar so schwer krank/verletzt ist, dass eine schnelle Rettung völlig aussichtslos erscheint, wäre die Option Erlösen relevant. Für eine hierfür sichere Prüfung und individuelle Beurteilung müssten klare Konzepte erarbeitet und Standards entwickelt werden
dem stimme ich zu.
Für diesen Wal reichte leider die Zeit nicht mehr für optimale Konzepte.
RomanTisch schrieb:Heißt , die Experten und das Ministerium hätten ihn verhungern lassen vor Poel , welch eine Tierquälerei.
Und dies stellt für mich eine größere Tierquälerei dar , als der Versuch ihn zu retten
Wenn der Rettungsversuch nicht mit so offensichtlichen Qualen für Timmy verbunden gewesen wäre, würde ich dir zustimmen.
Nun sage bitte nicht: wir waren nicht dabei, könen es nicht wissen.
Es spricht leider zu viel dafür, dass er gelitten hatte.
orlets schrieb:Timmy wäre auch ohne menschliche Hilfe gestorben, mit menschlicher Hilfe ist er wahrscheinlich noch qualvoller gestorben
das denke ich genauso.
Nun wäre die Frage, ob ein Verhungern am Ende quälender ist als unerträgliche Schmerzen...
Außerdem überlege ich mir gerade Folgendes: wie sieht es mit der Trinkerei eines Wales aus - kann er das Wasser der Ostsee vertragen ? Und falls nicht, ist es dann so ähnlich wie bei Menschen, dass der Tod dann bei Flüssigkeitsmangel schnell eintreten kann? (könnte ich die KI fragen, aber vielleicht weiß es zufällig jemand?)
Motzfussel schrieb:Das ist wohl auch das einzige, was ich für mich derzeit gesichert sagen kann: Nichtstun ist und war für mich menschlich und aus Tierwohlsicht in dem Fall keine Option. Leid lindern, erlösen
Das hätte ich auch bevorzugt gerne gesehen.
Lotte49 schrieb:Allerdings muss man schon einräumen, dass die allermeisten Berichte eher kritisch bis sehr kritisch gegenüber dem Rettungsversuch gehalten sind
den beurteile ich auch kritisch, weil er eben purer Stress und schmerzvoll war (das geben nun mal leider die Berichte her)
Lotte49 schrieb:Ich hab noch keinen gelesen, in dem sich zumindest differenziert mit dem Thema auseinandergesetzt wurde - also z.B. zumindest erwähnt wurde, dass im Team der Rettungsinitiative eben auch durchaus angesehene Meeresbiologen vertreten waren
Die Wissenschaftler konnten diese Qualen für Timmi aber leider auch nicht verhindern.
Lotte49 schrieb:dann sollte man aber auch sachlich argumentieren und nicht mit so einem shice, dass Wale sich zum Sterben auf Sandbänke zurückziehen
könnn wir es denn so genau wissen, ob es sowas vielleicht tatsächlich gibt? Muss ja nicht unbedingt bei Timmy so gewesen sein. Aber Katzen z.B. ziehen sich zum Sterben auch zurück.
RomanTisch schrieb:Was mir allerdings bis heute iwie seltsam vorkommt:
Die Leute der Bargecrew warfen am Freitag , den 01.Mai , einen Feuerwehrschlauch um die Fluke von Hope . Diese muss man ja festziehen , ähnlich einer Schlinge , und verbanden daraufhin ein gewöhnliches Schiffstau mit dem Feuerwehrschlauch. Dieses Tau war ja am Schlauchboot befestigt und man versuchte , Hope , herauszuziehen. Der Versuch wurde , durch die Rettungsinitiative , gestoppt.
Da dieser Feuerwehrschlauch um die Fluke festgezurrt war , hätte jemand ins Wasser springen müssen , um den Schlauch wieder lösen zu können.
Ich glaube daher , man hat ihn einfach über Nacht an Hope drangelassen , um am nächsten Morgen , am Samstag den 02.Mai , ihn auf dieselbe Art und Weise wieder herauszuziehen wie ein Tag zuvor. Gut nehmen wir mal an , dies war so. Dann hätte allerdings auch am Tag der Freilassung jemand ins Wasser springen müssen , um den Schlauch zu lösen. Das dies wohl lebensgefährlich für einen Menschen gewesen sein müsste , versteht sich von selbst
das verstehe ich auch nicht.
RomanTisch schrieb:Demzufolge müsste der Feuerwehrschlauch immer noch an Hope befestigt gewesen sein , als man ihn vor der Insel tot vorfand.
Hat ihn da jemand schon entfernt? oder löste sich der Schlauch von alleine ? war er vielleicht für den Tod von Hope verantwortlich , da dieser ihn doch stark behinderte ?
RomanTisch schrieb:gib du doch mal in deine Google KI folgendes ein :
" Wann wurde Hope aus der Barge verbracht und wie?" Mal sehen , ob sich deine KI mit der , der meinen deckt
da bin ich jetzt auch gespannt und werde deine Frage dann mal eingeben.
Motzfussel schrieb:" Laut Schätzung der Internationalen Walfangkommission sterben jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine wegen Fischernetzen – das sind 800 Tiere pro Tag."
Wird echt Zeit, dass die Netze endlich verboten werden.
In diesem Sinne:
orlets schrieb:Zahlreiche Wal- und Meeresschutzorganisationen setzen sich aktiv dafür ein, Netze (aktive Stellnetze und sogenannte Geisternetze) aus den Ozeanen zu entfernen und tödlichen Beifang zu verhindern. Nur eine Mitgliedschaft in solchen Organisationen kann helfen, in Zukunft unsere Meerestiere besser zu schützen
RomanTisch schrieb:so war man froh , das man ihn vorwärts reinbugsieren konnte
aber hatte wohl nicht bedacht, wie schwierig dadurch das Rausbugsieren wurde.
Bzw. wusste man das ja offensichtlich und hatte es ignoriert.